Mount Edziza Volcanic Complex
Vulkankomplex in Kanada
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Der Mount Edziza Volcanic Complex (abgekürzt MEVC) ist eine Gruppe von Vulkanen und assoziierten Lavaströmen im Nordwesten der kanadischen Provinz British Columbia. Er liegt auf dem Tahltan Highland, 40 km südöstlich von Telegraph Creek und 85 km südwestlich von Dease Lake. Der Komplex umfasst ein weitläufiges, steilwandiges Lavaplateau, das sich über 1.000 km² erstreckt. Sein höchster Gipfel ist 2786 m[1.1][11] hoch und macht den MEVC zum höchsten von vier großen Komplexen in einer ausgedehnten von Nord nach Süd verlaufenden vulkanischen Region. Er ist mit einer Eiskappe bedeckt und durch mehrere Auslassgletscher gekennzeichnet, die sich bis in tiefere Lagen erstrecken.
| Mount Edziza volcanic complex
Mount Edziza–Spectrum Range complex
| |
|---|---|
| Die Nordhälfte des MEVC vom Süden des Big Raven Plateau aus; der Coffee Crater ist in der Mitte links, der Ice Peak und der Mount Edziza selbst sind oben rechts bzw. oben in der Mitte. | |
| Höchster Gipfel | Mount Edziza[1.1] (2786 m) |
| Lage | Cassiar Land District,[2] British Columbia,[3.1] Kanada[3.1] |
| Teil der | Tahltan Highland[4] Northern Cordilleran Volcanic Province[5.1] |
| Topo-Karte | NTS 104 G 15[6] NTS 104 G 10[2] NTS 104 G 7[7] |
| Koordinaten | 57° 30′ N, 130° 36′ W |
| Gestein | Basalt, Trachybasalt, Trachyt, Latit, Rhyolith, Mugearit, Benmoreit[8.1] |
| Alter des Gesteins | 7,4 Ma bis weniger als 20.000 Jahre[9.1] |
| Fläche | 1000[1.2] km² |
| Besonderheiten | Volumen von 665 km³[5.2] entstanden durch Vulkanismus[9.2] letzter Ausbruch unbekannt[10] |
Der MEVC besteht aus mehreren Vulkantypen, namentlich aus Schichtvulkanen, Schildvulkanen, Schlackenkegeln und Lavadomen. Diese Vulkane entstanden in den vergangenen 7,5 Millionen Jahren in fünf Zyklen magmatischer Aktivität, die vier geologische Epochen umspannten. Vulkanausbrühe während dieser magmatischen Zyklen produzierten eine große Vielfalt vulkanischer Gesteine, die 13 geologische Formationen bilden. Die jüngsten Ausbrüche ereigneten sich in den letzten 11.000 Jahren, aber keiner von ihnen ist genau datiert. Aktuelle Aktivitäten gibt es ausschließlich in Form von Thermalquellen, welche entlang der Westseite des Vulkankomplexes existieren. Künftige Ausbrüche können wahrscheinlich Einfluss auf die lokalen Fließgewässer nehmen und Wald- und Landschaftsbrände verursachen.
Mehrere Fließgewässer umgeben den MEVC, und viele von ihnen entwässern die Flanken des Vulkankomplexes. Dazu gehören der Little Iskut River entlang der Südostflanke, der Kakiddi Creek entlang der Nordostflanke, der Klastline River entlang der Nordflanke und der Mess Creek entlang der Westflanke. In den Tälern dieser Fließgewässer kommen verschiedene Baumarten vor, darunter Weiß-Fichte, Zitterpappel und Küsten-Kiefer. An Tierarten finden sich Vögel, Nagetiere, Bären, Schafe, Ziegen, Elche und Karibus. Warme Sommer und kalte, schneereiche Winter charakterisieren das Klima am MEVC; Schnee und Eis liegen ganzjährig auf den höchsten Vulkanen.
Die indigenen Völker leben seit Jahrtausenden in der Nachbarschaft des MEVC. In historischer Zeit nutzten die örtlich ansässigen Tahltan vulkanisches Glas vom MEVC zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen. Seit mindestens den 1950er Jahren wurde am Vulkankomplex immer wieder geologische Forschung betrieben; die detailliertesten Untersuchungen wurden in den 1960er Jahren angestellt. Ein großer Provincial Park, der nur per Flugzeug oder über ein Netz von Reitpfaden zugänglich ist, dominiert den MEVC.
Namen und Etymologie
Der Mount Edziza Volcanic Complex wird gelegentlich als „Mount Edziza–Spectrum Range complex“ oder „Mount Edziza Plateau“ bezeichnet.[12.1][13.1] Stratigraphisch wurde er auch als „Mount Edziza Group“ oder „Edziza Group“ bezeichnet.[14.1][15] Für den Ursprung des Namens Edziza wurde eine Reihe von Erklärungen angeboten. Ein Bericht von 1927 von J. Davidson von der Association of British Columbia Land Surveyors beansprucht, Edziza bedeute in der Sprache der Tahltan „Sand“, was sich auf die mächtigen Ablagerungen von Asche oder den Bims-artigen Sand bezieht, der große Teil des Big Raven Plateau rund um den Mount Edziza bedeckt. Nach David Stevenson vom Anthropology Department der University of Victoria, bedeutet „Sand“ oder „Staub“ in der Sprache der Tahltan jedoch „kutlves“. Eine Erklärung aus einer Broschüre von BC Parks beschreibt Edziza als Tahltan-Wort für „Schlacken“. Schließlich lieferte der kanadische Vulkanologe Jack Souther die Erklärung, Edziza sei die Wandlung von „Edzerza“, dem Namen einer örtlich ansässigen Familie der Tahltan.[2]
Geographie und Geomorphologie
Aufbau
Die Geomorphologie des MEVC ist in einigen Aspekten der des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island ähnlich. Dazu gehört seine insgesamt langgestreckte Struktur, die flankierenden basaltischen Lavafelder und die Eiskappe am Gipfel, die von silikatreichen vulkanischen Gesteinen umgeben ist.[16] Der MEVC ist etwa 65 km lang und 20 km breit.[17] Er umfasst ein weitläufiges, steilwandiges Intermontane Plateau, das von einer Basis-Höhe von 760 bis 816 m aufragt.[1.2][18.1][19.1] Seine Ränder türmen sich 760 m über den angrenzenden Tälern auf, welche die Entwässerungskanäle verschiedener Fließgewässer darstellen.[18.1][9.3] In die Ränder der Hochebene haben sich Fließgewässer tief eingegraben, die ostwärts und westwärts in den Mess Creek, den Kakiddi Creek und den Iskut River fließen.[18.1] Ein nordwärts strebender, elliptischer, komplexer Schildvulkan, der aus vielfältigen flachliegenden Lavaströmen besteht, bildet das Plateau.[1.1]
Lage

Der MEVC grenzt im Osten an die Skeena Mountains und das Klastline Plateau, während er im Westen von den Coast Mountains flankiert wird.[9.4] Er liegt am östlichen Rand des Tahltan Highland, eines nach Südosten strebenden Hochlands, das sich entlang der Westseite des Stikine Plateau zwischen den Boundary Ranges im Westen und dem Quellgebiet des Iskut River im Osten erstreckt.[20.1] Die Breite des Tahltan Highland variiert von etwa 8 km im Norden bis etwa 48 km im Süden, wo der Stikine River das Hochland kreuzt.[4][20.1]
Der MEVC liegt in der Ökosektion Southern Boreal Plateau, welche aus verschiedenen Hochlands-Gipfeln sowie breiten Flusstälern und tief eingeschnittenen Hochebenen besteht.[21.1] Dies ist eine von sieben Untereinheiten der Zone Boreal Mountains and Plateaus, einer großen Ökoregion im Nordwesten von British Columbia, die hoch gelegene Plateaus und zerklüftete, von weiten Tälern unterbrochene Berge umfasst.[21.2] Boreale Nadelwälder aus Schwarz- und Weiß-Fichten kommen in den tiefer gelegenen Tälern dieser Ökoregion vor, während Birken, Fichten und Weiden Wälder an den Hängen der mittleren Lagen bilden. Ausgedehnte alpine Rasen aus Festuca altaica bedecken die oberen Hänge, aber in den Höhenlagen ist auch blanker Fels weit verbreitet.[21.3]
Landformen
Vier Zentralvulkane dominieren den MEVC, von denen der Mount Edziza mit einer Höhe von 2786 m der höchste ist.[11][1.2] Er ist ein großer eisbedeckter Schichtvulkan, der gut sichtbar aus dem Tahltan Highland herausragt.[11][20.2] Der Ice Peak ist ein zusammengesetzter Schichtvulkan von 2500 m Höhe, der zu einem steilwandigen Karling mit aktiven Karen an all seinen Seiten geworden ist.[1.3][9.5] Die Spectrum Range hat eine Höhe von 2430 m und besteht aus einem nahezu kreisförmigen, mehr als 10 km breiten Dom mit einer Mächtigkeit von bis zu 650 m.[10][1.3][9.6] Der Armadillo Peak repräsentiert die erodierten Überreste einer kleinen Caldera, deren 2194 m hoher Gipfel von einer 180 m dicken Sequenz aufgestauter Lavaströme bedeckt ist.[1.3] Verschiedene Stufen der Erosion haben diese Zentralvulkane verändert; in einigen Fällen verblieben nur kleine Überreste der ursprünglichen Oberfläche.[9.5] Der Erosionsgrad ist bei den jüngeren Objekten geringer.[9.3]
Mehrere Schlackenkegel, welche die Oberfläche der Hochebene sprenkeln, ragen bis zu 460 m über das umgebende Terrain; die meisten von ihnen sind auf drei Lavafeldern zu finden.[18.1][19.1][9.7] Das Desolation Lava Field am Nordhang des Mount Edziza enthält 10 Schlackenkegel, namentlich den Eve Cone, den Storm Cone, den Moraine Cone, den Williams Cone, den Sleet Cone, den Twin Cone, den Sidas Cone und die drei Triplex Cones.[9.8] Im Snowshoe Lava Field an der Südwestflanke des Ice Peak gibt es fünf benannte Kegel: den Tennena Cone, den Keda Cone, den Coffee Crater, den Cocoa Crater und The Saucer.[9.7][22] The Ash Pit ist der einzige benannte Schlackenkegel im Mess Lake Lava Field, welches am südlich-zentralen Endes des MEVC liegt.[9.7] Zu den isolierten Schlackenkegeln gehören der Icefall Cone und der Ridge Cone am Osthang des Mount Edziza, der Nahta Cone im äußersten Süden des MEVC, der Kana Cone an der nördlichsten Flanke des MEVC und zwei unbenannte Kegel im Walkout Creek Valley.[9.9]
Der MEVC enthält drei benannte Hochebenen, von denen die größte und nördlichste das Big Raven Plateau ist.[9.5] Dessen dominantes Objekt ist der Mount Edziza, der aus der Mitte des Plateaus aufragt.[2] Auf dem Big Raven Plateau gibt es zwei Lavafelder; das Desolation Lava Field Im Norden bedeckt mehr als 150 km², während das Snowshoe Lava Field etwa 40 km² im Süden umfasst.[9.10] Ganz im Nordwesten der Spectrum Range liegt das Kitsu Plateau; sein dominantes Objekt ist das eher kleinere Mess Lake Lava Field mit einer Fläche von 18 km².[9.11] Das Arctic Lake Plateau ist das südlichste der drei Plateaus; es bildet eine nahezu ebene Hochfläche mit den Erhebungen Outcast Hill, Tadekho Hill, Wetalth Ridge, Nahta Cone, Source Hill, Thaw Hill und Exile Hill.[9.12]
Im Nordarm des Tenchen Creek liegt das Cinder Cliff, eine 210 m hohe Barriere aus vulkanischen Gesteinen.[9.13] Die Koosick Bluff und die Ornostay Bluff (engl. bluff = Klippe) liegen südwestlich des Mount Edziza nahe den Quellen des Sezill Creek.[9.14][23][24] Nordwestlich bzw. östlich des Coffee Crater sind die Hoia Bluff und die Kaia Bluff. Die Hoia Bluff ist eine herausragende Klippe mit einem westwärts gewandten Abbruch, während es sich bei der Kaia Bluff um einen steilwandigen Hügel handelt.[25][26] An der Nordwestseite des Raspberry Pass gibt es einen isolierten, flachgipfligen Hügel mit steilen Wänden, der als Gnu Butte bezeichnet wird.[27] Das Mess Creek Escarpment ist ein langgestrecktes, häufig klippenartiges Objekt an der Westseite des MEVC.[9.5][28] Es verläuft entlang der Ostseite des Mess Creek und exponiert dicke, flachliegende Lavaströme.[28][9.15] Die Artifact Ridge ist ein gipfliger Gebirgskamm östlich des Kitsu Plateau und genau nördlich des Artifact Creek.[4] Genau südlich von Artifact Ridge und Artifact Creek liegt die Obsidian Ridge, ein Gebirgskamm, in dem hochwertiger Obsidian zu finden ist.[4][29]
Der Destell Pass ist eine enge Felsklamm nordwestlich der Artifact Ridge, die einen Übergang zwischen den weitläufigen tiefer gelegenen Tälern von Artifact Creek und Raspberry Creek bietet.[9.16][30] Er ist einer von zwei benannten Gebirgspässen im MEVC; der andere ist der Raspberry Pass zwischen den Quellgebieten von Bourgeaux Creek und Raspberry Creek.[9.17][31] Der Raspberry Pass ist ein breites, von Ost nach West verlaufendes Tal, das die Spectrum Range im Süden vom Gebiet des Mount Edziza im Norden trennt.[32][9.18]
Seen

Die Ostseite des MEVC wird vom Mowdade Lake, dem Kakiddi Lake, dem Mowchilla Lake und dem Nuttlude Lake im Kakiddi Valley flankiert; die letzteren drei entwässern nordwärts in den Klastline River.[32][9.19] Der Buckley Lake ist der Haupt-See, der die Nordseite des MEVC begrenzt, wogegen der Mess Lake der Haupt-See an der Westseite ist.[9.5] Südöstlich des MEVC liegt der 180 Lake, so benannt, weil er groß genug für den sicheren Betrieb einer Cessna 180 Skywagon ist.[9.20] Das Südende des MEVC wird durch den Arctic Lake flankiert, der seinen Namen von der umgebenden kargen und baumlosen Landschaft bezieht.[9.5][33]
Im südlichen Teil des MEVC wurden zwei Seen benannt.[34.1] An der Quelle des Little Iskut River liegt der Little Ball Lake, auch als Kounugu Lake nach dem Wächter des Süßwassers aus der Folklore der Tahltan benannt.[9.20][35] Er liegt unmittelbar südlich des Kounugu Mountain in der Spectrum Range und östlich des Ball Creek.[34.1] Der Little Arctic Lake liegt nordöstlich des Arctic Lake nahe der Nordostflanke der Wetalth Ridge.[4]
Wasserhaushalt
Der MEVC wird allseits von Fließgewässern entwässert, die zum Einzugsgebietes des Stikine River gehören.[4][9.3] Im Westen fließt der Mess Creek nordwärts entlang des Mess Creek Escarpment in einem breiten Tal, das parallel zum MEVC verläuft.[9.19] Er strömt dann nordwestwärts nahe der Gemeinde Telegraph Creek in den Stikine River.[36] Mehrere kurze Nebenflüsse des Mess Creek entwässern die Westhälfte des MEVC, wo sie steilwandige Canyons in das vulkanische Plateau geschnitten haben.[9.3] Zu ihnen gehören der Crayke Creek nach Südwesten,[4][37] der Elwyn Creek nach Westen,[4][38] der Kitsu Creek nach Nordwesten,[39][40] der Raspberry Creek nach Nordwesten,[4][41] der Tadekho Creek nach Nordwesten[4][42] und der Taweh Creek nach Nordwesten.[4][43] Viele dieser Nebenflüsse des Mess Creek haben gleichfalls Zuflüsse; der einzige benannte Nebenfluss des Elwyn Creek ist der Kadeya Creek, welcher nordwestlich des Mount Edziza liegt.[4] Der Kitsu Creek hat einen benannten Zufluss, den Nagha Creek, der nordwestlich der Spectrum Range liegt.[4][44] Der Walkout Creek ist der einzige benannte Zufluss des Raspberry Creek; er fließt in einem Canyon westlich der Armadillo Highlands und hat selbst auch nur einen benannten Nebenfluss, den Flyin Creek, der nahe der Westseite des Cache Hill nordwestwärts fließt.[4][45] Der einzige benannte Zufluss des Taweh Creek ist der Sezill Creek, welcher nordwestwärts in einem Canyon südwestlich des Mount Edziza fließt.[4][46]
Nach Osten überragt der MEVC eine Wasserscheide, die in einem weitläufigen, von Felsbuckeln geprägten Tiefland liegt.[9.3] Die höhere östliche Hälfte wird von Zuflüssen des Kakiddi Creek entwässert.[4][9.3] Zu diesen gehören der Nido Creek, der Tenchen Creek und der Tennaya Creek, die von der Ostseite des Mount Edziza aus nach Nordosten fließen,[4][47][48][49] der Shaman Creek und der Sorcery Creek, die von nahe der Kaia Bluff nach Osten und Norden strömen,[4][50][51] sowie der Tsecha Creek, der von nahe des Williams Cone nach Nordosten fließt.[4][52] Am Shaman Creek gibt es einen benannten Nebenfluss, den Chakima Creek, der nach Osten und Norden strömt.[4][53] Die rasch erodierenden Karrückwände und die steilen Felssporne an der Ostseite des MEVC führten zur Ablagerung von glazialem Geröll und Material von Erdrutschen in diesen Zuflüssen. Der Transport dieses Gerölls in das Kakiddi Valley schuf mehrere große Schwemmkegel, hinter denen der Kakiddi Lake, der Mowchilla Lake, der Mowdade Lake und der Nuttlude Lake entstanden.[9.3]
Die tiefer gelegene östliche Hälfte und das südliche Ende der MEVC werden von Zuflüssen des Iskut River entwässert.[4][9.3] Dies sind der Ball Creek, welcher von der Südostseite der Spectrum Range nach Süden fließt,[4][54] der von der Südseite der Spectrum Range nach Südosten fließende More Creek[4][55] und der Little Iskut River, der von der Südostseite der Spectrum Range nach Südosten strömt.[4][56] Der einzige benannte Zufluss des Ball Creek ist der Chachani Creek, der vom Ostrand des Arctic Lake Plateau nach Südosten fließt.[4][57] Zu den Nebenflüssen des Little Iskut River gehören der Stewbomb Creek, der von der Ostseite der Spectrum Range nach Osten fließt, und der Bourgeaux Creek, der vom Raspberry Pass aus nach Osten strömt.[4][58][59] Der einzige benannte Zufluss des Stewbomb Creek ist der Artifact Creek, welcher zwischen Artifact Ridge und Obsidian Ridge nach Südosten fließt.[4][60] Der Bourgeaux Creek hat einen benannten Zufluss, den Gerlib Creek, welcher zwischen Tadeda Peak und Armadillo Peak südwärts fließt.[4][61] Mehrere kleine, unbenannte Fließgewässer entwässern die junge Nordseite des MEVC.[4][9.3] Sie fließen in flachen Gerinnen nordwärts in den Klastline River.[9.3]
Klima
Das Klima der Umgebung des MEVC ist durch warme Sommer und kalte, schneereiche Winter gekennzeichnet; der Mount Edziza selbst ist das ganze Jahr über von Schnee bedeckt. Die Temperaturen sind im Mittsommer am höchsten, wenn die Tagesspitzen die 30-°C-Marke übersteigen. Sie können jedoch auch in Sommernächten unter den Gefrierpunkt fallen, sodass Schnee oder gefrierender Regen jederzeit im Jahr auftreten können.[32] Die nächstgelegenen Wetterstationen am MEVC sind in Telegraph Creek und Dease Lake zu finden, etwa 40 km nordwestlich bzw. 85 km nordöstlich.[18.2]
Meteorologische Daten der Stationen Telegraph Creek und Dease Lake legen nahe, dass das Gebiet des MEVC einen Temperaturgradienten von rund −1,5 °C pro 1000 m Höhenunterschied aufweist. Die Daten zeigen auch, dass Niederschläge mit der Höhenlage zunehmen. Am Mess Creek liegt die Jahresmitteltemperatur bei rund −1 °C, während die Jahresniederschlagsmenge wohl bis zu 400 mm in Form von Regen und Schnee erreicht. Die mittlere Jahrestemperatur bei einer Höhe von 1390 m beträgt wahrscheinlich etwa −1 bis −5 °C bei einem Jahresniederschlag von ungefähr 400 bis 500 mm.[18.3]
Tiere und Pflanzen

Arktische Ziesel sind oberhalb der Baumgrenze häufig, wo Grizzlybären gelegentlich gesichtet wurden. Die alpine und die subalpine Zone zwischen Mount Edziza und der westlichen Geländestufe ist der Lebensraum kleiner Herden von Osborn-Caribous. Die westliche Stufe, die Spectrum Range und die Ost-, West- und Südflanke des Mount Edziza sind die Heimat von Schneeziegen und Stone-Schafen. Weitere in der Region vorkommende Säugetiere sind Elche, Schwarzbären und Wölfe. Im Gebiet gibt es auch mehrere Vogelarten, darunter Kanadabergenten, Büffelkopfenten, Höckersamtenten, Taucher, Eulen, Gerfalken, Raben, Raufußhühner und Schneehühner.[32]
Im Gebiet zwsichen Buckley Lake und Telegraph Creek finden sich Moor-Wiesen, Buschland und feuchtes Grasland. Es ist durch lange, harte Winter, kruze Vegetationsperioden und tief gefrorene Böden gekennzeichnet. Die Täler von Mess Creek, Kakiddi Creek und Klastline River sind von Mischwäldern aus Weiß-Fichte, Zitterpappel und Küsten-Kiefer bestanden, wobei die beiden letzteren Arten in trockeneren Regionen vorkommen. Balsampappeln wachsen auf den Böden von Flussdeltas und in der Nähe von Seen und Fließgewässern. Das Plateau des MEVC wird zur alpinen und subalpinen Vegetationszone gerechnet.[32]
Vergletscherung
Der MEVC war im Pleistozän vom Kordilleren-Eisschild bedeckt, der sich periodisch zurückzog und ausdehnte, bis er vor etwa 11.000 Jahren mit dem Beginn eines Interglazials in einem konstant warmen Klima zur Ruhe kam.[9.21][62.1] Die Erwärmung endete vor etwa 2.600 Jahren und führte erneut zum Vorstoß der Gletscher am Mount Edziza, am Ice Peak, an der Spectrum Range und in den Armadillo Highlands als Teil einer erneuten Vergletscherung. Mit dem Vorstoß bauten die Gletscher bis zu 18 m hohe Endmoränen auf der Hochebene auf, welche die Oberkante der heutigen Gletscher bilden. Der gegenwärtige Trend zu einem eher moderaten Klima setzte im 19. Jahrhundert der Wiedervereisung ein Ende und führte im gesamten MEVC zu einem raschen Rückzug der Gletscher. Dieser schnelle Gletscherschwund wird durch das Fehlen von Vegetation auf dem nackten, felsigen Grund zwischen den Gletschern und ihren Moränen offensichtlich, die bis zu 2 km voneinander entfernt sind.[9.22]
Der MEVC wurde durch lokale und regionale Vereisungen großflächig verändert, wie das Vorhandensein von Drumlins und Kritzungen zeigt, welche die Eisbewegung nach Nordnordwesten auf dem gesamten westlichen Teil des Plateaus aufzeichneten.[9.23] Die Evidenz der Stagnation des Eises ist in Form von Abflusskanälen, Osern, Kamen, Vertiefungen in den Sandern (engl. kettles) und Moränenrücken an der Nordseite des MEVC in Nachbarschaft zum Buckley Lake ersichtlich.[9.19] Der Rückzug des Eises von instabilen und übersteilen Talwänden verursachte in der geologischen Vergangenheit mehrere Erdrutsche, insbesondere entlang des Mess Creek Escarpment. Diese Instabilität zeigt sich auch in den wenig harten, stark von Rissen durchzogenen und schwach verfestigten Gesteinen, aus denen der MEVC besteht.[9.24]
Die meisten Berge mit mehr als 2130 m Höhe haben Gletscher.[9.24] Kleine separate Gletscher sind weitgehend auf die südliche Hälfte des MEVC beschränkt, wo sie in der Spectrum Range, am Armadillo Peak und anderswo vorkommen.[9.25] Im Gegensatz dazu sind Mount Edziza und Ice Peak unter einer relativ großen Eiskappe verborgen, die eine Fläche von 70 km² bedeckt.[9.26] Die Westseite dieser Eiskappe wird von vielen Auslassgletschern entwässert, die in breiten Loben auf das Big Raven Plateau auslaufen, wogegen die Ostseite von verästelten Gletschern entwässert wird, die steile Hänge herabfließen und so diskontinuierliche Eisbrüche bilden.[9.27]
Fünf offiziell benannte Gletscher liegen am nördlichen und am südlichen Ende des MEVC.[4] Der Idiji Glacier liegt südöstlich des Mount Edziza an der Ostseite des MEVC.[4][63] An der Quelle des Nagha Creek im westlichen Teil der Spectrum Range liegt der Nagha Glacier.[4][64] Der Tenchen Glacier ist ein geröllbedeckter Gletscher an der Ostseite des Mount Edziza an der Quelle des Tenchen Creek.[4][65] Südlich des Mount Edziza liegt der Tencho Glacier, der größte Gletscher des MEVC.[66] Der Tennaya Glacier liegt an der Quelle des Tennaya Creek an der Südostseite des Mount Edziza.[4][67] Der inoffiziell als Yeda Glacier bezeichnete Gletscher existierte bis 1988 an der Quelle des Ball Creek südlich des Yeda Peak in der Spectrum Range.[39]
Geologie
Hintergrund
Der MEVC ist Teil der Northern Cordilleran Volcanic Province (NCVP), eines weitläufigen Gebietes von Schildvulkanen, Lavadomen, Schlackenkegeln und Schichtvulkanen, das sich vom Nordwesten von British Columbia nordwärts durch die Provinz Yukon bis ins östlichste Alaska erstreckt.[5.3] Die dominanten Gesteine, aus denen diese Vulkane bestehen, sind Alkalibasalte und Hawaiite, wobei Nephelinit, Basanit sowie peralkaliner a Phonolith, Trachyt und Comendit lokal häufig sein können. Diese Gesteine wurden durch Vulkanausbrüche vor 20 Millionen bis wenigen hundert Jahren abgelagert. Als Ursache der vulkanischen Aktivität in der Northern Cordilleran Volcanic Province wird das Rifting der Nordamerikanischen Kordillere angenommen, welches durch Änderungen der relativen Plattenbewegung zwischen der Nordamerikanischen Platte und der Pazifischen Platte angetrieben wird.[5.4]
Der MEVC ist Teil einer Untereinheit der NCVP, die als Stikine Subprovince bezeichnet wird. Diese Untereinheit, beschränkt auf die Stikine-Region im nordwestlichen British Columbia, umfasst drei weitere komplexe Vulkane: die Heart Peaks, den Hoodoo Mountain und den Level Mountain. Die vier Komplexe unterscheiden sich petrologisch und/oder volumetrisch vom Rest der NCVP. Die Heart Peaks, der Level Mountain und der MEVC sind vom Volumen her die größten vulkanischen Zentren der NCVP, die letzteren erfuhren über einen viel längeren Zeitraum einen Vulkanismus als jedes andere Zentrum des NCVP. Der Level Mountain, der Hoodoo Mountain und der MEVC sind die einizgen Zentren der NCVP, die vulkanische Gesteine sowohl mafischer b als auch intermediärer bis hin zu felsischer c Zusammensetzung enthalten.[68.1] Der höchste der Komplexe ist mit 2786 m der MEVC, gefolgt vom Level Mountain mit 2164 m, den Heart Peaks mit 2012 m und dem Hoodoo Mountain mit 1850 m.[1.2][69][70][71]
Zusammensetzung
Die Gesteine, die das größte Volumen am MEVC ausmachen, sind mafische Alkalibasalte und Hawaiite, welche etwa 60 % des Vulkankomplexes ausmachen.[74.1] Von den Hawaiiten des MEVC nimmt man an, sie seien das Produkt einer partiellen fraktionierten Kristallisation d und der Akkumulation von Feldspat innerhalb aufrechter Säulen aus mantelbürtigem alkalibasaltischem Magma. Vulkanische Gesteine intermediärer Zusammensetzung wie Benmoreit, Trachybasalt, Mugearit und Latit sind in relativ kleinen Volumina vorhanden und das Ergebnis alkalibasaltischen Magmas, das in Magmakammern über einen längeren Zeitraum hinweg einer fraktionierten Kristallisation unterworfen war.[8.1] Felsische peralkaline Gesteine wie Trachyt, Comendit und Pantellerit bilden etwa 40 % des MEVC; sie sind das Produkt langanhaltender fraktionierter Kristallisation mantelbürtigen basaltischen Magmas in Magmakammern und bilden hauptsächlich Lavadome und Zentralvulkane.[8.1][74.1][9.28]
Grundgebirge
Der MEVC wird vom Stikine-Terran unterlagert, einer paläozoischen und mesozoischen Abfolge vulkanischer und sedimentärer Gesteine, die im Jura an den Kontinentalrand von Nordamerika akkretiert e wurde.[5.5][9.29] Gesteine des Paläozoikums wie Kalkstein, Bank-Tuff und vulkanische Gesteine intermediärer Zusammensetzung sind den westlichen und südlichen Teilen des MEVC unterlagert. Mesozoische Gesteine finden sich im Untergrund des Hauptteils des MEVC und umfassen Andesit, Basaltandesit, vulkanischen Sandstein, Schluffstein, Schiefer, Grauwacke, Kalkstein und Chert.[9.30] Die jüngsten Gesteine des Grundgebirges sind die der Sloko-Gruppe, zu denen frühtertiäre intermediäre kalk-alkaline vulkanische Gesteine und verwandte subvulkanische Plutone gehören. Diese Gesteine wurden gekippt, durch Abschiebungen zerschnitten und stark erodiert, bevor im Obermiozän der Vulkanismus im MEVC einsetzte, sodass der Vulkankomplex auf einer gereiften, sanft geschwungenen tertiären erodierten Oberfläche entstand.[9.31]
Verwerfung
Der MEVC liegt an der Ostseite des Mess Creek Valley, einer langen und engen grabenartigen Senke, die möglicherweise mit dem Vulkanismus des Komplexes in Zusammenhang steht. Der Ostrand des Tals wird von nordwärts strebenden Verwerfungen begrenzt, von denen eine über mehr als 24 km verfolgt werden konnte. Diese Verwerfung hat Anzeichen gleichzeitiger Aktivität mit dem Vulkanismus des MEVC; sie besitzt vertikal verschobene holozäne Basaltströme von 15 bis 20 m Stärke und ältere Basaltströme von 91 bis 122 m Stärke, sodass die Westseite der Verwerfung sich abwärts bewegt haben muss. Die Abschiebung im Holozän könnte aufgrund der Entleerung der Magmakammern erfolgt sein, die den Eruptionen des MEVC folgten.[75.1]
Die Existenz peralkaliner Gesteine am MEVC und das Vorhandensein von Abschiebungen entlang des Mess Creek Valley unterstützen die Schlussfolgerung, dass der MEVC im Gebiet eines kontinentalen Grabenbruchs liegt.[75.1][76.1] Viele Kalktuff-Terrassen entlang der Verwerfungszone enthalten Kompressions-Kämme von 10 bis 40 cm Höhe und 50 bis 100 m Länge, was nahelegt, dass diese Verwerfungen immer noch aktiv sind. Dies wurde 1992 von einem ortsansässigen Fallensteller bestätigt, der berichtete, dass in jedem Jahr neue Kompressions-Kämme auftauchen.[77.1]
Teilgebiete
Der MEVC wurde ursprünglich in 15 geologische Formationen unterteilt, von denen zwei aber nicht mehr verwendet werden:[78.1][79][80]
| Aktuell | |||
|---|---|---|---|
| Name | Petrographie | Vulkanologie | |
| Big-Raven-Formation[9.32] | Alkalibasalt, Hawaiit, Trachyt[9.32] | Vulkankegel, Lavaströme, luftbürtige Tephra[9.32] | |
| Kakiddi-Formation[9.33] | Trachyt[9.1] | Lavaströme, Pyroklasten[9.33] | |
| Klastline-Formation[9.34] | Alkalibasalt[9.1] | Vulkankegel, Lavaströme[9.35] | |
| Arctic-Lake-Formation[9.36] | Alkalibasalt[9.1] | Vulkankegel, subglaziale Vulkane, Lavaströme[9.37] | |
| Edziza-Formation[9.38] | Trachyt[9.1] | Schichtvulkan, Lavadome, Lavaströme[9.38] | |
| Pillow-Ridge-Formation[9.39] | Alkalibasalt[9.1] | Subglaziale Vulkane[9.40] | |
| Ice-Peak-Formation[9.41] | Alkalibasalt, Hawaiit, Mugearit, Benmoreit, Trachyt[9.1] | Vulkankegel, Schildvulkane, Lavadome[9.42] | |
| Pyramid-Formation[9.43] | Trachyt, Comendit, Pantellerit[9.1] | Lavadome, Lavaströme[9.43] | |
| Spectrum-Formation[9.6] | Trachyt, Comendit, Rhyolith[9.1] | Lavadom[9.6] | |
| Nido-Formation[9.44] | Alkalibasalt, Hawaiit[9.1] | Schildvulkane, Lavaströme[81] | |
| Armadillo-Formation[9.45] | Alkalibasalt, Comendit, Trachyt[9.1] | Caldera, Lavadome, Lavaströme[9.45] | |
| Little-Iskut-Formation[9.46] | Trachybasalt[9.1] | Schildvulkan, Lavaströme[9.46] | |
| Raspberry-Formation[9.47] | Alkalibasalt, Hawaiit[9.1] | Schildvulkan, Lavaströme[9.47] | |
| Veraltet | |||
| Name | Petrographie | Anmerkungen | |
| Sheep-Track-Formation[78.2] | Trachyt[9.1] | Inzwischen als Subformation (engl. member) der Big-Raven-Formation betrachtet.[82] | |
| Kounugu-Formation[78.3] | Alkalibasalt, Hawaiit[80] | Inzwischen als Subformation der Nido-Formation betrachtet.[83] | |
Vulkanismus

Der MEVC ist ein hoch aktives vulkanisches System mit einer seit dem Miozän nahezu durchgehenden Dokumentation der Aktivität.[62.2][84.1] Er bedeckt eine Fläche von 1000 km² und enthält 665 km³ vulkanischen Materials, was ihn nach dem Level Mountain zum zweitgrößten vulkanischen Zentrum im NCVP macht.[5.6] Der MEVC ist auch das zweitlanglebigste eruptive Zentrum des NCVP nach dem Level Mountain; diese eruptive Phase begann vor mindestens 7,4 Millionen Jahren.[5.2][85] Die Abfolge und die Art und Weise der Eruptionen des MEVC sowie seine chemische, mineralogische und isotopische Zusammensetzung sind dem kontinentalen peralkalinen Vulkanismus an der Rainbow Range im zentralen British Columbia, im Afar-Dreieck in Ostafrika und in Teilen des Great Basin der westlichen Vereinigten Staaten sehr ähnlich.[78.4]
Der MEVC entstand in fünf Zyklen magmatischer Aktivität; der erste fällt in das Miozän, der zweite in das Plio-Pleistozän, zwei weitere in das Pleistozän und der letzte ins Holozän.[9.1][62.1] Mehrere Eruptionen des letzten magmatischen Zyklus' sind nicht genau datiert worden, sondern das Alter wurde aus dem Fehlen von Hinweisen auf Vergletscherung durch den Kordilleren-Eisschild an den Produkten der Eruptionen abgeleitet; der Eisschild zog sich vor etwa 11.000 Jahren zurück. Ein Intervall der Wiederkehr der Eruptionen wurde mit 379 Jahren berechnet, indem die Periode von 11.000 Jahren durch die Anzahl nachweisbarer holozäner Eruptionen geteilt wurde, von denen es mindestens 29 gibt.[62.3] Dies würde den MEVC zum aktivsten eruptiven Zentrum in Kanada im gesamten Holozän machen.[62.4] Er ist außerdem eines der ausgedehntesten Gebiete rezenten Vulkanismus in Kanada.[17]
Die Eruptionen traten in der gesamten eruptiven Geschichte des MEVC subaquatisch, subglazial und subaerisch auf.[86] Interaktionen zwischen Eis und Vulkanismus sind am MEVC gut dokumentiert; sie kommen in sieben der 13 geologischen Formationen vor, aus denen der Vulkankomplex besteht.[74.1] Dies sind die Pyramid-, die Ice-Peak-, die Pillow-Ridge-, die Edziza-, die Arctic-Lake-, die Klastline- und die Big-Raven-Formation, die alle in den vergangenen zwei Millionen Jahren entstanden.[74.2] Vulkan-Eis-Interaktionen an diesen Formationen kommen in Kissenlava, Tuff-Brekzie, Hyaloklastit, in Wechsellagerung mit Lavaströmen vorhandenem Geschiebemergel und massiver Lava mit wohlgeformten schlanken Basaltsäulen zum Ausdruck.[1.3][74.2] Der MEVC wurde im Laufe seiner eruptiven Geschichte mindestens zwei Mal von regionalen Vereisungen sowie durch mehrere kleinere Vorstöße der lokalen alpinen Gletscher abgeschabt.[9.2][1.3]
Hydrothermale Aktivität
Der MEVC ist ein schlafender Vulkan, bleibt aber hydrothermal aktiv.[12.1][9.48] Vier Gebiete mit Thermalquellen gibt es entlang der Westflanke des MEVC am Mess Lake, am Mess Creek, am Elwyn Creek und am Sezill Creek, von denen bei den drei letzteren Wassertemperaturen von 42,5 °C, 36 °C bzw. 46 °C gemessen wurden.[17][9.48] Die Abläufe an den Thermallquellen am Sezill Creek, am Elwyn Creek und am Mess Lake könnten in Verbindung mit hydrothermalen Systemen in geringer Tiefe stehen, die von magmatischer Restwärme unterhalten werden, da sie in Nachbarschaft zu den zuletzt aktiven eruptiven Zentren stehen. Im Gegensatz dazu könnten die Mess Creek Hot Springs aus einem in großer Tiefe zirkulierenden hydraulischen System entlang einer großen Verwerfung an der Westseite des Mess Creek Valley angetrieben werden.[9.48] Geschätzte Temperaturen unter der Oberfläche, wie sie aus Geothermometern gewonnen wurden, sind 177 °C auf Basis von Silicium-Konzentrationen und 227 °C aus Basis von Natrium-Kalium-Calcium-Anteilen.[87] Das macht den MEVC zu einer potentiellen Hoch-Temperatur-Geothermie-Quelle, es gibt jedoch für das Gebiet aufgrund der entlegenen Lage keinerlei Erlaubnisse für geothermische Erkundungen.[87][88.1]
Die Mess Lake Hot Springs liegen nahe dem südöstlichen Zipfel des Mess Lake[9.48] in einer Höhe von 760 m. Sie haben riesige Sinter-Ablagerungen geschaffen, die mehr als 120 ha bedecken.[9.48][89] Diese Quellen wiesen 1965 einen lebhaften Heißwasserstrom auf, dessen Temperatur jedoch bis 1992 im ablaufenden Wasser auf Körpertemperatur zurückging.[77.1][9.48] Die Mess Creek Hot Springs, 7 km südlich des Mess Lake gelegen, befinden sich auf der Westseite des Mess Creek in einer Höhe von 760 m.[89][9.49] Entlang der Ufer des Elwyn Creek in einer Höhe von 1440 m befinden sich die Elwyn Hot Springs, die gleichfalls mächtige Sinterablagerungen geschaffen haben. Die Taweh Hot Springs erstrecken sich über 0,5 km entlang des Sezill Creek in einer Höhe von 1310 m und stoßen heißes Wasser mit Kohlendioxid aus; auch an diesen Quellen gibt es ausgedehnte Sinter-Ablagerungen.[9.48][90]
Gefahren und Monitoring
Natural Resources Canada betrachtet den MEVC als hoch gefährlichen vulkanischen Komplex, weil er im gesamten Holozän die höchste Ausbruchsrate in Kanada hatte.[62.5] Er ist jedoch aufgrund seiner extrem entlegenen Lage weniger gefährlich als die Vulkane im Südwesten von British Columbia.[62.6] Trachyt und Rhyolith vom MEVC haben einen hohen Anteil an Silicium und sind mit ähnlichen Gesteinen vergleichbar, die bei den weltweit heftigsten Vulkanausbrüchen ausgestoßen wurden; Teile von Nordwest-Kanada könnten von einer Aschensäule betroffen sein, wenn es am MEVC eine explosive Eruption gäbe.[17] Aschensäulen können über tausende Kilometer mit dem Wind verdriftet und oft mit zunehmender Entfernung vom ausstoßenden Schlot über ein riesiges Gebiet verbreitet werden.[91] Der MEVC liegt auf einer Haupt-Flugroute von Vancouver in British Columbia nach Whitehorse in Yukon, was nahelegt, dass der Vulkankomplex eine potentielle Gefahr für den Luftverkehr bildet.[92] Vulkanasche reduziert die Sicht und kann zum Triebswerksausfall sowie zur Beschädigung anderer Systeme des Flugzeugs führen.[93] Lavaströme stellen gleichfalls eine potentielle Gefahr dar, da sie in früheren Zeiten den Klastline River und den Stikine River aufstauten; letzterer ist ein wichtiges Fanggebiet für Lachse.[17][12.1] Eine weitere potentielle Gefahr, die vom MEVC ausgeht, ist das Auslösen von Wald- und Buschbränden, wenn die Umgebung von Vegetation bedeckt ist.[17][32] Eine Eruption unter der Eiskappe würde wahrscheinlich Flutwellen oder Lahare auslösen, die in den Stikine oder den Iskut River strömten und dabei die Lachswanderung und Dörfer an den Ufern gefährdeten.[16][92]
Wie bei anderen Vulkankomplexen in Kanada wird auch am MEVC kein Monitoring durch die Geological Survey of Canada durchgeführt, das engmaschig genug wäre, um seinen Aktivitätslevel zu bestimmen. Das Canadian National Seismograph Network wurde zur Vorhersage von Erdbeben in ganz Kanada eingerichtet, aber die Seismographen sind zu weit entfernt, um eine genaue Anzeige der Aktivität unter dem Vulkan zu ermöglichen. Das Netzwerk könnte eine Ansteigen der seismischen Aktivität erst dann anzeigen, wenn der MEVC hochgradig unruhig würde, und auch dies würde nur die Vorhersage eines starken Ausbruchs ermöglichen; das System würde eine Aktivität erst dann entdecken, wenn der Ausbruch schon begonnen hätte.[94] Wenn der MEVC ausbräche, würden Mechanismen in Gang gesetzt, um Hilfsbemühungen zu koordinieren. Der Interagency Volcanic Event Notification Plan wurde geschaffen, um die Benachrichtigungsketten unter den wichtigsten Behörden festzulegen und eine Reaktion auf einen Vulkanausbruch in Kanada, nahe der Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten oder einen Kanada betreffenden Ausbruch zu ermöglichen.[95]
Geschichte
Indigene Völker

Der MEVC liegt inmitten des traditionellen Territoriums des Tahltan, welches eine Fläche von mehr als 93.500 km² einnimmt.[96.1] In historischer Zeit war der MEVC für die Tahltan eine wichtige Quelle für Obsidian. Dieses vulkanische Glas wurde zur Herstellung von Pfeilspitzen und Messerschneiden verwendet, die bis in entfernte Gegegenden des Pazifischen Nordwestens gehandelt wurden.[32] Obsidian vom MEVC wurde aus archäologischen Fundstätten in Alaska, Yukon, West-Alberta und entlang der British Columbia Coast geborgen, was den Edziza-Obsidian zum am weitesten verbreiteten Obsidian im Westen Nordamerikas macht.[97.1] Die Analyse von Edziza-Obsidian aus der Fundstätte Hidden Falls in Alaska mithilfe der OHD-Methode ergab ein Alter von 10.000 Jahren; dies legt nahe, dass der MEVC schon bald nach Rückzug der Eisschilde der letzten Eiszeit als Obsidian-Quelle diente.[97.2]
Der MEVC ist nach wie vor ein wichtiger kultureller Ort für die Tahltan. Chad Norman Day, der Präsident des Tahltan Central Government, sagte 2021: „Der Mount Edziza und das umliegende Gebiet war dem Volk der Tahltan immer heilig. Der Obsidian aus diesem Teil unseres Territoriums lieferte uns Waffen, Werkzeuge und Handelsgüter, die unser Volk über Jahrtausende hinweg gedeihen ließen.“[98]
Telegraphie

Entlang der Westseite des MEVC und durch seinen zentralen Teil am Raspberry Pass finden sich die Überreste der Yukon Telegraph Line.[32][9.4] Diese war ein fast 3000 km langes Telegraphen-System, das zwischen 1897 und 1901 durch den Dominion Government Telegraph Service errichtet wurde, um Nachrichten zwischen Ashcroft (British Columbia) im Süden und Dawson City in Yukon im Norden auszutauschen. Ein zur Unterhaltung der Verbindung angelegter Pfad erstreckt sich über den Großteil seiner Länge und bot einen Zugang zu den Goldfeldern am Yukon.[99]
Alle 32 km wurden entlang des Yukon Telegraph Trail Holzhütten als Behausung für zwei Personen für die Unterhaltung errichtet.[32][99] Eine dieser Hütten existierte am Raspberry Creek im zentralen Teil des MEVC.[100.1] Die Yukon Telegraph Line und der Trail wurden bis 1936 unterhalten, als sie nach dem Aufkommen der Funk-Kommunikation aufgegeben wurden.[99] Zu den Überresten dieses Telegraphie-Systems gehören zusammengestürzte Hütten, Telegraphenkabel und einige -masten.[32][99]
Geologische Forschung
Der MEVC ist eines der bestuntersuchten vulkanischen Zentren im NCVP.[5.1] Er wurde 1956 im Rahmen des Kartierungsprogramms Operation Stikine zusammen mit dem Level Mountain, den Iskut-Unuk River Cones und vielen kleineren Vulkanen in der Kanadischen Kordillere beschrieben. Ihre Erkennung spielte beim Schließen der kanadischen Lücke des Pazifischen Feuerrings eine große Rolle, weil sie dadurch in die Welt-Vulkan-Karte aufgenommen werden konnten.[101.1] Das Kartierungsprogramm der Operation Stikine unter der Verantwortung von Jack Souther wurde im Gebiet des Stikine River mithilfe eines Bell-Helikopters ausgeführt.[101.1][102.1] Souther begann 1965 mit der detaillierten Kartierung des MEVC, als er von der Geological Survey of Canada die Stelle für den Vulkankomplex bekam.[101.1][75.2] Der japanische Vulkanologe Hisashi Kuno besuchte den MEVC 1966 gemeinsam mit Souther; der Kuno Peak in der Spectrum Range wurde ihm zu Ehren benannt.[4][9.20]

Am MEVC wurde 1968 ein dreimonatiges Erdbeben-Monitoring durchgeführt, nachdem Geologen der Geological Survey of Canada vermuteten, dass dort unter dem Vulkankomplex immer noch Magmabewegungen vorhanden seien.[103.1] Es wurden etwa 20 Mikro-Erdbeben, die potentiell mit dem MEVC in Zusammenhang stehen könnten, mithilfe von Seismometern aufgezeichnet, die am Buckley Lake und am Nuttlude Lake installiert wurden, aber eine seismologische Analyse legte nahe, dass sie nicht vulkanischen Ursprungs seien.[103.2] Die Mikrobeben hatten Magnituden um 0,5, was normalerweise in vielen Gebieten der kanadischen Kordillere vorkommen kann.[103.3]
Bis 1970 hatten Souther und sein Assistent Maurice Lambert nachgewiesen, dass episodische Eruptionen von Alkalibasalt und silicischen peralkalinen Laven über einen Zeitraum von mindestens 10 Millionen Jahren am MEVC auftraten. Sie wiesen außerdem nach, dass der Vulkanismus des MEVC von einer von Ost nach West gerichteten Extension und einem einsetzenden Rifting der Erdkruste begleitet wurde.[101.1] Souther und der japanische Vulkanologe Kenzō Yagi erstellten 1974 eine Studie zu aenigmatitischen Kristallen, die in peralkalinen Gesteinen des MEVC vorkommen.[3.1][9.50] Die Yagi Ridge in der Spectrum Range wurde zu Ehren von Kenzō Yagi benannt, der diesen Grat gemeinsam mit Souther im Verlauf ihrer geologischen Untersuchungen überquerte.[4][9.50] Im letzten Jahr seiner ernsthaften Feldforschung, 1992, veröffentlichte Souther ein umfangreiches Bulletin über seine Arbeit mit dem Titel The Late Cenozoic Mount Edziza Volcanic Complex, British Columbia, welches die Bedeutung und die Grüöße des MEVC hervorhob.[17][101.1][104] Seitdem wurden im Vulkankomplex nur sehr wenige geologische Untersuchungen vorgenommen.[62.7][105.1]
Um 2007 wurde eine dreijährige Feldstudie am MEVC durchgeführt, die sich auf die Vulkan-Eis-Interaktionen konzentrierte, um die paläoökologischen Bedingungen zu belegen. Das Projekt war eine Gemeinschaftsarbeit von Ben Edwards vom Dickinson College, Ian Skilling von der University of Pittsburgh, Barry Cameron von der University of Wisconsin–Milwaukee, Ian Spooner von der Acadia University, J. Osborn von der University of Calgary, Kirstie Simpson von der Geological Survey of Canada und Bill McIntosh vom New Mexico Institute of Mining and Technology.[106.1] Fünf Studenten führten die Untersuchungen 2007 am MEVC durch, namentlich Chira Endress vom Dickinson College, Jeff Hungerford von der University of Pittsburgh, Courtney Haynes vom Dickinson College, Alex Floyd vom Dickinson College und Kristen LaMoreaux von der University of Pittsburgh.[106.2]
Schutzgebiete
Ein Großteil des MEVC wurde 1972 als Provincial Park ausgewiesen, um als „Schaufenster“ seiner geologischen und geothermalen Objekte zu dienen.[32][18.4] Ein 101.171 ha großes Naherholungsgebiet umgab den 132.000 ha großen Park und wurde ebenfalls 1972 eingerichtet.[107][108] Die Größe des Mount Edziza Provincial Park verdoppelte sich 1989 in etwa, als 96.770 ha des Mount Edziza Recreation Area angegliedert wurden.[108] Mit dieser Angliederung wurde das Erholungsgebiet auf rund 4.000 ha massiv verkleinert; es wurde schließlich 2003 aufgelöst.[107] Der Mount Edziza Provincial Park bedeckt nun ein Gebiet von 266.180 ha, was ihn zu einem der größten Provincial Parks in British Columbia macht.[32][109]
Ein ungefähr 3.528 ha großes Schutzgebiet, die Mount Edziza Conservancy, wurde 2021 nordwestlich des Kakiddi Lake entlang der östlichen Grenze des Mount Edziza Provincial Park ausgewiesen.[110] Es wurde in Zusammenarbeit von Skeena Resources, BC Parks, dem Tahltan Central Government und Nature Conservancy of Canada errichtet, nachdem Skeena Resources ihre Besitzansprüche an die Bodenschätze der Spectrum Property zurückgegeben hatte.[111.1] Der Name des Schutzgebietes wurde 2022 in Tenh Dẕetle Conservancy geändert, um die Kultur, Geschichte und Tradition der Tahltan First Nation besser zur Geltung zu bringen.[110][112]
Erholung

Am MEVC sind vielfältige Möglichkeiten der Erholung gegeben, z. B. Bergsteigen, Camping, Angeln, Jagen, Reiten, Tierbeobachtungen, Photographie, Fern- und Nah-Wandern. Am Buckley Lake und am Mowdade Lake an der nördlichen bzw. östlichen Seite des MEVC gibt es Campingplätze mit Feuerstellen, bärensicheren Metallbehältern für Lebensmittel und Komposttoiletten. Von BC Parks wird darauf hingewiesen, dass das Holzsammeln für Lagerfeuer im Mount Edziza Provincial Park zu unterlassen ist, um ein gesundes Ökosystem zu erhalten. Die optimale Zeit für Fernwanderungen ist normalerweise vom 1. Juli bis zum 15. September, wenn die Wetterbedingungen am geeignetsten sind.[32]
Der Kakiddi Lake, der Mowchilla Lake, der Mowdade Lake, der Nuttlude Lake und der Buckley Lake sind gut mit Regenbogenforellen besiedelt und bieten Angelmöglichkeiten am MEVC. Für die Jagd auf Schneeziegen, Bergschafe und Karibus ist eine begrenzte Zahl von Jagderlaubnissen im Mount Edziza Provincial Park verfügbar. Das Reiten am MEVC erfordert eine schriftliche Vollmacht. Die vielen, den MEVC sprenkelnden Schlackenkegel haben ausgewiesene Kletterrouten, um die empfindlichen Oberflächen vor Fußspuren zu schützen.[32]
Ein Wanderpfad, der mit der Buckley Lake to Mowdade Lake Route identisch ist, erstreckt sich quer über die nördliche Hälfte des MEVC.[34.1][113] Er verläuft südlich des Buckley Lake entlang des Buckley Creek und führt stufenweise zum Plateau des MEVC hinauf, wo der Eve Cone, der Sidas Cone und die Tsekone Ridge entlang der Route zu sehen sind. Der Großteil der Buckley Lake to Mowdade Lake Route ist ab der Tsekone Ridge durch eine Reihe von Steinmännchen markiert.[113]
Die Entfernung zwischen Buckley Lake und Mowdade Lake beträgt etwa 70 km, aber die Länge der Wanderungen zwischen den Seen hängt von der eingeschlagenen Route ab; für die Buckley Lake to Mowdade Lake Route braucht man mindestens sieben Tage. Das Wetter kann entlang dieses Wanderweges extrem schnell umschlagen.[113]
Zugang
Der MEVC liegt an einem entlegenen Ort, zu dem es keinen Straßenzugang gibt; die nächstgelegenen Straßen sind der Stewart–Cassiar Highway im Osten und die Telegraph Creek Road im Nordwesten, die beide 40 km vom Vulkankomplex entfernt sind.[9.4][1.3][34.2] Ausgehend von diesen Straßen gibt es Reitpfade als Zugang zum MEVC.[9.4] Vom Telegraph Creek aus verläuft der Buckley Lake Trail etwa 15 km südostwärts entlang des Mess Creek und des Three Mile Lake. Er verläuft dann etwa 15 km nordostwärts entlang des Dagaichess Creek und des Stinking Lake bis zum nordöstlichen Ende des Buckley Lake, wo er auf den Klastline River Trail und die Buckley Lake to Mowdade Lake Route trifft.[34.1]

Im Nordosten beginnt der etwa 50 km lange Klastline River Trail in der Gemeinde Iskut am Stewart–Cassiar Highway.[34.3] Er verläuft über einen Großteil seiner Strecke nordwestlich und westlich des Klastline River.[34.2] Der Trail tritt nach etwa 25 km in den Mount Edziza Provincial Park ein, wo der Kakiddi Creek in den Klastline River mündet.[34.3] Nach Eintritt in den Mount Edziza Provincial Park verläuft der Klastline River Trail über etwa 10 km nordwestwärts entlang des Klastline River und überquert den Fluss danach nördlich des MEVC.[34.2] Von dort aus verläuft der Klastline River Trail über etwa 5 km westwärts bis zum nordöstlichen Ende des Buckley Lake, wo er auf den Buckley Lake Trail und die Buckley Lake to Mowdade Lake Route trifft.[34.1]
Von nahe dem Eastman Creek Rest Area südlich des Kinaskan Lake am Stewart–Cassiar Highway verläuft der historische Yukon Telegraph Trail über etwa 15 km westwärts bis zum Little Iskut River.[34.2] Dort tritt er in den Mount Edziza Provincial Park ein und setzt sich über weitere 15 km westwärts entlang des Bourgeaux Creek bis in den zentralen Teil des MEVC am Raspberry Pass fort. Der Yukon Telegraph Trail verläuft dann etwa 10 km nordwestwärts entlang des Raspberry Creek bis in das weite Tal des Mess Creek, wo er sich weitere 30 km nordwärts entlang der Westseite des MEVC fortsetzt. Er vereinigt sich mit dem Buckley Lake Trail nahe dem Matheson Creek.[34.1] Auf dem Yukon Telegraph Trail sind nur noch kurze Abschnitte passierbar, denn nach Aufgabe der Unterhaltung des Trails 1936 ist er zu einem Großteil überwachsen.[9.4]
Der MEVC kann auch mit Wasserflugzeugen und Helikoptern erreicht werden; beide Verkehrsmittel können in den Gemeinden Iskut und Dease Lake gechartert werden.[9.4] Die Landung privater Flugzeuge auf den Lavaströmen des Kitsu Plateau ist verboten.[32] Kakiddi Lake, 180 Lake, Mess Lake, Arctic Lake, Nuttlude Lake, Mowdade Lake, Little Arctic Lake, Little Ball Lake, Mowchilla Lake und Buckley Lake sind groß genug für die Landung von Wasserflugzeugen.[32][9.4] Auf den vier letztgenannten Seen ist für die Landung eine schriftliche Vollmacht des BC Parks Stikine Senior Park Ranger erforderlich. Bis 2025 waren Alpine Lakes Air und BC Yukon Air die einzigen Charterfluggesellschaften, denen der Zugang per Flugzeug zum diesem Gebiet erlaubt war.[32]
Siehe auch
Weblinks
- Mt. Edziza, NW British Columbia, Canada. Oregon State University, 2000, archiviert vom am 11. April 2009 (englisch).
- Kristen A. LaMoreaux: Recognizing Ice-Contact Trachyte-Phonolite Lavas at the Mount Edziza Volcanic Complex, British Columbia, Canada (M.S. thesis). University of Pittsburgh, 2008 (englisch, d-scholarship.pitt.edu ( des vom 29. September 2022 im Internet Archive)).
- Dorothy I. Godfrey-Smith: X-Ray Fluorescence Characterization of the Obsidian Flows From the Mount Edziza Volcanic Complex of British Columbia, Canada (M.A. thesis). Simon Fraser University, 1985 (englisch, deschutesmeridian.com ( des vom 30. Juli 2023 im Internet Archive)).
