Mucajaí
Gemeinde im Bundesstaat Roraima, Brasilien
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Mucajaí ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Roraima im Norden des Landes. Sie liegt südwestlich der Hauptstadt Boa Vista entlang der wichtigen Verkehrsachse BR-174 und ist ein bedeutendes landwirtschaftliches Zentrum im zentralen Teil des Bundesstaates. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 20.000 geschätzt.[3]
| Município de Mucajaí Mucajaí | |||
|---|---|---|---|
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| Koordinaten | 2° 27′ N, 60° 54′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 1982 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Roraima | ||
| ISO 3166-2 | BR-RR | ||
| Região intermediária | Boa Vista (seit 2017) | ||
| Região imediata | Boa Vista (seit 2017) | ||
| Höhe | 70 m | ||
| Gewässer | Rio Mucajaí | ||
| Klima | tropisches Regenwaldklima | ||
| Fläche | 12.337,9 km² | ||
| Einwohner | 20.006 (2025[2]) | ||
| Dichte | 1,6 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−4 | ||
| Website | www.mucajai.rr.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 552.044 Tsd. R$ 30.508 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,665 (2010) | ||
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Geografie und Klima
Mucajaí erstreckt sich über ein großes Gebiet im zentralen Roraima und umfasst sowohl tropischen Regenwald als auch Übergangsbereiche zu den offenen Savannenlandschaften (lavrado). Das Gebiet wird maßgeblich durch den Rio Mucajaí geprägt, einen Nebenfluss des Rio Branco, der eine zentrale Rolle für Wasserversorgung, Transport und lokale Ökosysteme spielt. Entlang der Flusstäler finden sich fruchtbare Böden, die eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Ein Teil der Gemeindefläche gehört zum Floresta Nacional de Roraima, einem geschützten Waldgebiet im Amazonasbecken.
Das Klima ist tropisches Regenwaldklima mit ganzjährig hohen Temperaturen zwischen 20 und 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit.
Geschichte
Die Region des heutigen Mucajaí wurde im Zuge der staatlichen Erschließung des Amazonasraums insbesondere ab den 1960er Jahren stärker besiedelt. Zentrale Bedeutung hatte dabei der Ausbau der Fernstraße BR-174, die Migration aus anderen Teilen Brasiliens erleichterte. Mucajaí entstand 1951 als Colônia Agrícola Fernando Costa, eine landwirtschaftliche Kolonie. Im Jahr 1980 entstand in der Nähe Apiaú, eine größere Kolonie.[4] 1982 wurde Mucajaí im Rahmen einer Verwaltungsreform als eigenständige Gemeinde gegründet. Davor gehörte sie zur Hauptstadt Boa Vista.[5]
Durch die Wirtschaftskrise in Venezuela kam es in den 2010er Jahren zu einem verstärkten Zustrom von Menschen aus Venezuela. Im Jahr 2018 griff ein Mob etwa 300 venezolanische Flüchtlinge an und vertrieb sie, nachdem ein Einwohner von Mucajaí bei einer Auseinandersetzung mit einem Venezolaner getötet worden war.[6]
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 20.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung ist überwiegend ländlich geprägt und verteilt sich auf das Gemeindezentrum sowie zahlreiche landwirtschaftliche Siedlungen. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden in Roraima ist der Anteil der indigenen Bevölkerung mit 6 Prozent relativ gering. Mehrheitlich setzte sich die Bevölkerung 2022 aus Farbigen (Pardos) zusammen, gefolgt von Weißen und Afrobrasilianern.[7]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 10.605 |
| 2000 | 11.247 |
| 2010 | 14.792 |
| 2022 | 18.095 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Lage an der BR-174 sorgt für eine vergleichsweise gute Anbindung an die Hauptstadt Boa Vista sowie an andere Teile des Bundesstaates, wodurch sich Mucajaí zu einem wichtigen Agrarstandort entwickelt hat. Die Wirtschaft von Mucajaí ist stark agrarisch geprägt und zählt zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Produktionsstandorten Roraimas. Angebaut werden unter anderem Reis, Mais, Maniok und weitere Grundnahrungsmittel, die sowohl lokal konsumiert als auch in andere Teile des Bundesstaates geliefert werden. Der Dienstleistungssektor ist vor allem im städtischen Zentrum präsent.
Religion
Mucajaí gehört zum römisch-katholischen Bistum Roraima.

