NSU-Fiat

ehemaliger Automobilhersteller From Wikipedia, the free encyclopedia

NSU-Fiat war eine Vertriebs- und Lizenzproduktionsgesellschaft für Fiat-Automobile in Deutschland.

Logo von NSU-Fiat
Emblem von Neckar

Beschreibung

Die Vereinigten Fahrzeugwerke AG Neckarsulm, die durch die erzwungene Übernahme der Schebera Automobilwerke AG in Berlin in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen waren, wurden vom italienischen Fiat-Konzern und der Dresdner Bank gestützt. Im Sommer 1929 gründete man die NSU Automobil AG mit einem Aktienwert von 2,0 Mio. RM, die von NSU das neue Heilbronner Werk und einige NSU-7/34-PS-Wagen übernahm. Davon unabhängig existierte NSU in Neckarsulm weiter, was später zu Namenskonflikten führte (siehe unten).

Dieses NSU-Modell wurde noch bis 1931 weitergebaut. Zusätzlich versuchte man, den Fiat 522 als NSU herauszubringen, was jedoch nicht zu den erhofften Ergebnissen führte.

1934 wurde erstmals ein NSU-Fiat 1000 aus eigener Produktion herausgebracht, der eine Lizenzversion des italienischen Fiat 508 Balilla war. Wie das italienische Original erhielt der Wagen 1938 auch einen 1100-cm³-Motor. 1936 kam der NSU-Fiat 1500 und 1937 der NSU-Fiat 500, ebenfalls italienische Lizenzprodukte, dazu. Nebenbei wurden auch Fiat-Wagen aus italienischer Produktion in Deutschland vertrieben. 1941 stellte die Gesellschaft kriegsbedingt ihre Aktivitäten ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bot man wieder Lizenzfertigungen italienischer Fiat-Modelle an, und zwar folgende:

1958 begann NSU in Neckarsulm mit der Produktion des NSU Prinz. Damit gab es auf dem deutschen Markt zwei Autos von verschiedenen Herstellern mit dem gleichen Markenzeichen. Nach einem Rechtsstreit zwischen FIAT und NSU kam es im Oktober 1959 zu einer gütlichen Einigung. Zum 1. Januar 1960 nannte sich die NSU Automobil AG nun Neckar Automobilwerke AG Heilbronn, vorm. NSU Automobil AG. Zum 1. September 1966 wurde dann auf den Markennamen NSU ganz verzichtet. 1968 verschwand auch der Name Neckar.

1973 stellte die Gesellschaft die Automobilproduktion endgültig ein. Insgesamt wurden hier von 1929 bis 1973 412.085 Fahrzeuge montiert.[1] Die deutsche Vertriebsgesellschaft von Fiat hatte bis 2006 in Heilbronn ihren Sitz und ist weiterhin dort mit zentralen Funktionen präsent, u. a. war dort die FIAT-Bank, später FCA-Bank, obwohl der Geschäftssitz Ende 2007 nach Frankfurt verlegt wurde. Anfangs änderte Stellantis daran nichts, erst 2023 strukturierte es sein Banking um, PSA-Bank und Opel-Bank fusionierten zu Stellantis Financial Service und die FCA-Bank wurde an Crédit Agricole verkauft und firmiert jetzt unter CA Auto-Bank.[2][3]

Neuzulassungen von NSU/Fiat-Pkw im Deutschen Reich von 1933 bis 1938

Weitere Informationen Jahr, Zulassungszahlen ...
JahrZulassungszahlen
1933946
19342068
19353711
19365272
19375645
19387377
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Quelle:[4]

Literatur

Einzelnachweise

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