Oberbreitenau (Geslau)

Ortsteil der Gemeinde Geslau From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberbreitenau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Oberbreitenau liegt in der Gemarkung Schwabsroth.[3]

Schnelle Fakten Gemeinde Geslau ...
Oberbreitenau
Gemeinde Geslau
Koordinaten: 49° 20′ N, 10° 17′ O
Höhe: 466 m ü. NHN
Einwohner: 37 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91608
Vorwahl: 09867
Bild von Oberbreitenau
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Geografie

Das Dorf liegt am Hirtenbachl, einem linken Zufluss des Froschbächleins, der mit weiteren Bächen zum Hagenbach zusammenfließt. 0,5 km westlich liegen die Waldgebiete Spitalseck und Mittelholz, im Norden das Stiftsholz und die Prell. 0,5 km südlich liegt das Roßholz. 1,25 km östlich erhebt sich der Ameisberg (510 m ü. NHN).

Die Kreisstraße AN 7 führt nach Oberndorf (1,6 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2249 beim Speierhof (1,1 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schönbronn ebenfalls zur St 2249 (1,4 km südlich).[4]

Geschichte

Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Oberbreitenau acht Mannschaften verzeichnet, die alle das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.[5] Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 waren die grundherrschaftlichen Verhältnisse für Oberbreitenau unverändert. Das Hochgericht wurde jedoch von Hohenlohe-Schillingsfürst strittig gemacht, was erst 1710 durch einen Vertrag zugunsten des Vogtamts Colmberg beigelegt werden konnte.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberbreitenau 9 Anwesen (1 Gut, 8 Köblergüter). Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).[7] Es gab zu dieser Zeit 8 Untertansfamilien.[8][9] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.[10]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberbreitenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwabsroth und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Schwabsroth zugeordnet.[11] Am 1. Januar 1972 wurde Oberbreitenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.[10][12]

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 2: eingeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, 1807[13]
  • Haus Nr. 3: erdgeschossiges Wohnstallhaus in Fachwerk mit massiver Stubenfront; im Türsturz eingehauen „18 GM ST 07“[14]
  • Haus Nr. 4: zugehöriger Altsitz. Fachwerkkleinhaus des frühen 19. Jahrhunderts.[14]
  • Haus Nr. 5: zugehöriger Altsitz, zweigeschossiger Putzbau, 1848.[13]
  • Haus Nr. 7: eingeschossiger Mansardwalmdachbau, 18./19. Jahrhundert.[13]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 6168606773766389464837
Häuser[15] 1211141214141211
Quelle [16][17][18][19][20][21][22][23][24][25][1]
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Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria und Michael (Kirnberg) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.[24]

Literatur

Commons: Oberbreitenau (Geslau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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