Reinswinden

Ortsteil der Gemeinde Geslau From Wikipedia, the free encyclopedia

Reinswinden (früher auch Reinhartswinden genannt) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Reinhartswinden liegt in der Gemarkung Schwabsroth.[3]

Schnelle Fakten Gemeinde Geslau ...
Reinswinden
Gemeinde Geslau
Koordinaten: 49° 21′ N, 10° 18′ O
Höhe: 458 m ü. NHN
Einwohner: 20 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91608
Vorwahl: 09867
Reinswinden, Luftaufnahme (2016)
Reinswinden, Luftaufnahme (2016)
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Geografie

Der Weiler liegt am südlichen Rand der Frankenhöhe. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Seeschläge. Die Kreisstraße AN 7 führt nach Oberndorf (1 km südlich) bzw. nach Schwabsroth (0,8 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Staatsstraße 2250 kreuzend nach Gunzendorf (2 km nördlich).[4]

Geschichte

Aus dem Grundwort „–winden“ kann man schließen, dass der Ort zu den Wendensiedlungen zählt, die im Mittelalter von den Obrigkeiten in größerer Zahl planmäßig angelegt wurden.

Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Reinswinden 6 Mannschaften verzeichnet: 2 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 1 Anwesen Sebastian von Müssenlohe zu Burgthann, 2 Anwesen dem Spital der Reichsstadt Rothenburg und 1 Anwesen dem Juliusspital Würzburg. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.[5] Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 wurden für Reinswinden ebenfalls 6 Mannschaften verzeichnet, jedoch mit veränderten grundherrschaftlichen Verhältnissen: 3 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 2 Anwesen der Reichsstadt Rothenburg und 1 Anwesen der Herren von Crailsheim zu Rügland.[6]

Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Reinswinden 6 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Grundherren waren nach wie vor das Kastenamt Colmberg (1 Hof, 2 Köblergüter), das Rittergut Rügland (1 Hof) und die Reichsstadt Rothenburg (1 Hof, 1 Köblergut).[7] Es gab zu dieser Zeit 7 Untertansfamilien.[8][9] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.[10]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Reinswinden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwabsroth und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Schwabsroth zugeordnet.[11] Am 1. Januar 1972 wurde Reinswinden im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.[10][12]

Ehemaliges Baudenkmal

  • Haus Nr. 3: Wohnstallhaus von 1817 mit massivem Erdgeschoss und in Fachwerk aufgestocktem Wohnteil mit ansprechend proportioniertem Giebel. Am Keilstein der profilierten Türrahmung bezeichnet „1817“.[13]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 4950475344364144293420
Häuser[14] 1017886666
Quelle [15][16][17][18][19][20][21][22][23][24][1]
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Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Geslau) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.[23]

Literatur

Commons: Reinswinden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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