Unterbreitenau (Geslau)
Ortsteil der Gemeinde Geslau
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Unterbreitenau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Unterbreitenau liegt in der Gemarkung Schwabsroth.[3]
Unterbreitenau Gemeinde Geslau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 20′ N, 10° 17′ O |
| Höhe: | 460 m ü. NHN |
| Einwohner: | 21 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91608 |
| Vorwahl: | 09867 |
Westlicher Teil am Hirtenbachl | |
Geografie
Der Weiler liegt am Hirtenbachl, einem linken Zufluss des Froschbächleins, der mit weiteren Bächen zum Hagenbach zusammenfließt. 0,75 km nordwestlich liegt das Waldgebiet Prell, 0,25 km südwestlich liegt das Roßholz. 0,75 km nordöstlich erhebt sich der Ameisberg (510 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße AN 7 bei Oberbreitenau (0,6 km westlich) bzw. nach Morlitzwinden (1,2 km südöstlich).[4]
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Unterbreitenau acht Mannschaften verzeichnet, die alle die Reichsstadt Rothenburg als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.[5] Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 waren die grundherrschaftlichen Verhältnisse für Unterbreitenau unverändert. Das Hochgericht wurde jedoch von Hohenlohe-Schillingsfürst strittig gemacht, was erst 1710 durch einen Vertrag zugunsten des Vogtamts Colmberg beigelegt werden konnte.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterbreitenau 7 Anwesen (1 Hof, 1 Halbhof, 5 Köblergüter) und ein Brechhaus der Kommune. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Reichsstadt Rothenburg.[7][8][9] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.[10]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Unterbreitenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwabsroth und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Schwabsroth zugeordnet.[11] Am 1. Januar 1972 wurde Unterbreitenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.[10][12]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 3: Bauernhof; stattliches breitgelagertes Wohnstallhaus, bezeichnet „1849“; Scheune und Austragshaus, mit Relieftafel, bezeichnet „1923“.[13]
- Haus Nr. 6: Bauernhof; stattliches erdgeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerk, bezeichnet „1840“; Fachwerkscheune mit Schopfwalm, bezeichnet „1856“.[13]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Maria und Michael (Kirnberg) gepfarrt,[7] seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Maria Magdalena (Gastenfelden) zuständig.[19] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.[23]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterbreitenau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 618 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Unter-Braitenau. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 379 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 116.
Weblinks
- Unterbreitenau in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 26. November 2021.
- Unterbreitenau in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 19. September 2019.
- Unterbreitenau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.
