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Oberscheidweiler

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Oberscheidweiler in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Oberscheidweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Oberscheidweiler hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 4′ N,  56′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 4,5 km²
Einwohner: 181 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54533
Vorwahl: 06574
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 101
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Website: www.oberscheidweiler.de
Ortsbürgermeister: Mark Rosenbaum
Lage der Ortsgemeinde Oberscheidweiler im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Geographie

Das Dorf liegt am Rand der Vulkaneifel auf einem Hochplateau zwischen Alf- und Sammetbachtal. Im Süden befindet sich Niederscheidweiler, im Westen Hasborn und nördlich liegt Mückeln.

Zu Oberscheidweiler gehören die Wohnplätze Berghof, Hubertushof, Mauritiushof, Oberscheidweilermühle, Tannenhof und Sonnenhof.[2]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1144 in einem Schutzbrief Kaiser Heinrichs IV. für das Kloster Springiersbach als Scheida erstmals urkundlich erwähnt.[3] Seit dem 17. Jahrhundert ist der Name Oberscheidweiler gebräuchlich.

Der Ort zählte zu Kurtrier und darin zum Amt Daun. Da das Kloster Springiersbach noch bis ins 19. Jahrhundert Besitz in Oberscheidweiler hatte, war die Gerichtsbarkeit im 16. Jahrhundert zeitweise zweigeteilt. Die kurtrierischen Lehens- und Hofleute unterstanden dem Hochgericht in Strohn, während die klösterlichen Untertanen der niederen Gerichtsbarkeit des Klosters unterstanden.[4]

Ab 1794 stand Oberscheidweiler unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Durch seine Lage an der historischen Poststraße von Trier nach Koblenz hatte die Post ab etwa 1730 besondere Bedeutung für den Ort. Anfangs war Oberscheidweiler Station der Thurn-und-Taxisschen Post. Nach Einzug der Reichspost bestand von 1898 bis 1957 sogar eine Poststelle erster Klasse in Oberscheidweiler. Die alte Poststraße durch den Ort wurde im späten 19. Jahrhundert auch als Leitungsroute für Telegraphenkabel gewählt.[5] Die besondere Bedeutung der Post schlug sich auch im 1993 verliehenen Gemeindewappen nieder, das in der eingeschweiften blauen Spitze ein Posthorn enthält.[6]

Kirchlich gehörte Oberscheidweiler bereits im 15. Jahrhundert als Filialort zur Pfarrei Wollmerath. Der Ort blieb auch nach 1715 Filial von Wollmerath, als man den Oberscheidweilern erlaubte, den Gottesdienst in Niederscheidweiler zu besuchen. 1775 kam Oberscheidweiler als Filial zur Pfarrei Strohn, nach 1810 dann zur Pfarrei Niederscheidweiler. Die Kirche in Oberscheidweiler geht auf eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert zurück, die man mehrfach erweitert hat.[7]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Oberscheidweiler besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[8]

Bürgermeister

Mark Rosenbaum wurde am 22. August 2019 Ortsbürgermeister von Oberscheidweiler.[9] Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 der bisherige Ortsbürgermeister als einziger Bewerber keine ausreichende Mehrheit erhielt,[10] und für die angesetzte Wiederholungswahl kein Wahlvorschlag eingereicht wurde,[11] oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Dieser wählte Mark Rosenbaum in seiner konstituierenden Sitzung ins Amt.[9] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 96,5 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.[12]

Die Vorgänger waren Elmar Götten (2014–2019) und Erhard Rosenbaum (1992–1999 sowie 2004–2014).[9][13]

Sehenswürdigkeiten

Die katholische Filialkirche St. Rochus und Katharina von Alexandrien ist ein vierachsiger Saalbau und geht im Kern auf eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert zurück, die um 1870 und 1922 erweitert wurde. Die Kirche wurde 1973/74 umfassend saniert.[14]

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Westen verläuft die Bundesautobahn 1. In Wittlich-Wengerohr ist ein Bahnhof der Moselstrecke.

Siehe auch

Literatur

  • Günter Hesse: Nieder- und Oberscheidweiler, Wittlich 1993
Commons: Oberscheidweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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