Paul Bartling

US-amerikanischer lutherischer Geistlicher From Wikipedia, the free encyclopedia

L. Paul Bartling (* 7. Juni 1931 in Milwaukee, Wisconsin; † 7. August 2009 in Seattle, Washington)[1] war ein US-amerikanischer lutherischer Geistlicher. Nachdem Lowell Knutson 1994 als Bischof der Nordwest-Washington-Synode in den Ruhestand eingetreten war, ernannte der Synodalrat Bartling zum Interims-Bischof. Dieses Amt hatte er bis zur Wahl von Donald Maier im Juni 1995 inne.

Leben

Bartling wurde in Milwaukee als Sohn des Neutestamentlers Victor Bartling geboren.[2] Er studierte am Concordia College in Milwaukee und dem Concordia Seminary in St. Louis, wo er einen Master of Divinity erwarb. Nach seinem Studium ging er 1958 als Missionar der Lutheran Church – Missouri Synod (LCMS) nach Korea, wo er gemeinsam mit drei anderen Missionaren die Lutherische Kirche in Korea aufbaute. Er blieb bis 1975 in Korea.[3] Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten hatte er eine Pfarrstelle in Portland inne, bevor er 1983 an die englischsprachige Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Genf wechselte. Dort blieb er bis 1986.[4]

Nach internen Konflikten in der LCMS spaltete sich eine große Gruppe von Gemeinden ab und gründete die Association of Evangelical Lutheran Churches (AELC). Die AELC ging 1988 in der neu gegründeten ELCA auf, auch Bartling war Teil dieser Kirche geworden. Der erste Bischof der Nordwest-Washington-Synode Lowell Knutson berief ihn schon 1988 als Assistenten in sein Büro.[1] Nach dem Eintritt Lowells in den Ruhestand 1994 wurde Bartling vom Synodalrat bis zur Wahl eines neuen Bischofs durch die Synodalversammlung zum Interims-Bischof ernannt. Er selbst lehnte eine Kandidatur als Bischof ab und übergab das Amt 1995 an Donald Maier.[5] Er blieb unter Maier noch ein Jahr lang Assistent des Bischofs, bevor er 1996 selbst in den Ruhestand eintrat.

Bartling engagierte sich im Ruhestand noch in verschiedenen kirchenweiten Gremien der ELCA.[6] Er war verheiratet und hatte vier Kinder. Bartling verstarb am 7. August 2009 an den Komplikationen einer Morbus-Waldenström-Erkrankung.[1]

Einzelnachweise

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