Plösen (Münchberg)
Straße in Münchberg, Landkreis Hof, Oberfranken, Bayern, Deutschland
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Plösen ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Plösen liegt in der Gemarkung Straas.[3]
Plösen Stadt Münchberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 11′ N, 11° 44′ O |
| Höhe: | 566 m ü. NHN |
| Einwohner: | 68 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95213 |
| Vorwahl: | 09251 |
Lage von Plösen in Münchberg | |
Geografie
Das Dorf liegt am Goldbach, einem rechten Zufluss der Pulschnitz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Bahnstrecke Bamberg–Hof kreuzend nach Poppenreuth zur Bundesstraße 289 (1,8 km nördlich) bzw. die Bundesautobahn 9 überbrückend zur Staatsstraße 2194 bei Einöde am Stammbacher Weg (1,1 km östlich).[4]
Geschichte
Plösen wurde 1324 erstmals urkundlich erwähnt im Zusammenhang mit den von der Burggrafschaft Nürnberg erworbenen Nutzungsrechten der dortigen Gold-, Silber- und Kupfergänge. 1373 erwarb Burggraf Friedrich V. den Ort. 1408 gab es in Plösen laut einer Amtsbeschreibung des burggräflichen Amtes Münchberg 13 Güter und 1 Sölde.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Plösen mit Plösenmühle aus 18 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Grundherren waren
- das Kastenamt Münchberg: 9 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 1 Achtelhof, 1 Dreiachtelhof, 1 Mühle, 1 Tropfhaus;
- das Kloster- und Pfründeamt Kulmbach: 1 Gut;
- das vogtländische Rittergut Plösen: 2 Halbhöfe.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Plösen dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Plösen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Straas und der zugleich entstanden Ruralgemeinde Straas zugewiesen.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Plösen am 1. Juli 1972 nach Münchberg eingemeindet.[8]
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 17: Eingeschossiger, ehemaliger Wohnstallbau, das Satteldach zum Teil noch mit Stroh gedeckt, 18./19. Jahrhundert, Wohnteil modern umgebaut.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Plösen ist bis heute nach St. Peter und Paul (Münchberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[6][19]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 35.
- Johann Kaspar Bundschuh: Plössen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 374 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Georg Paul Hönn: Pleßen. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 284 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 473.
Weblinks
- Plösen in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. März 2025.
- Plösen in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. März 2025.
- Plösen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 16. März 2025.
