Provinz Guelmim
Provinz in Marokko
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Die etwa 11.250 km² große und insgesamt rund 200.000 Einwohner zählende Provinz Guelmim (arabisch إقليم كلميم, Tamazight: ⵜⴰⵙⴳⴰ ⵏ ⴳⵓⵍⵎⵉⵎ) ist eine Provinz im Südwesten Marokkos.[1] Sie gehört seit der Verwaltungsreform von 2015 zur Region Guelmim-Oued Noun (davor zu Guelmim-Es Semara). Hauptstadt ist die Stadt Guelmim.


Geografie
Lage
Die Provinz liegt im äußersten Süden des Landes und grenzt im Westen an den Atlantik, im Norden an die Provinz Sidi Ifni, im Osten an die Provinz Tata, im Südosten an die Provinz Assa-Zag und im Südwesten an die Provinz Tan-Tan.
Berge
Die höchsten Berge der Provinz liegen im Nordosten und erreichen Höhen über 1400 m.[2]
Klima
Das im Westender Provinz vom Atlantik beeinflusste Klima wird nach Osten immer kontinentaler; Regen (ca. 100–150 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.
Größte Orte
Von den insgesamt 20 Gemeinden der Provinz sind nur die 4 im Folgenden genannten Orte als städtische Siedlungen eingestuft; daneben gibt es noch 16 Landgemeinden (communes rurales), die jeweils aus mehreren Dörfern bestehen können.

| Gemeinde | Einwohner | |||
|---|---|---|---|---|
| 1994 | 2004 | 2014 | 2024 | |
| Guelmim | 72.563 | 95.749 | 118.318 | 126.729 |
| Bouizakarne | 8.628 | 11.982 | 14.228 | 18.036 |
| Ifrane Atlas Saghir | – | – | – | 1.805 |
| Taghjijt | – | 6.983 | 6.700 | 6.668 |
Geschichte
Wie aus allen Berberregionen in den Maghrebstaaten fehlen historische Dokumente. Man weiß aus späteren Quellen, dass die Almoraviden sich zeitweise verstärkt dem Saharahandel widmeten. In späterer Zeit geriet die Region jedoch wieder außerhalb des Interesses der jeweils regierenden Mächte.
Sehenswürdigkeiten
- Die möglicherweise bereits im 8. Jahrhundert als Karawanenstation entstandene Handelsstadt Noul Lamta wurde im 11./12. Jahrhundert unter der Herrschaft der Almoraviden ausgebaut; sie liegt etwa 10 km südöstlich von Guelmim bei der Oase Asrir. Die aus Stampflehm erbauten Gebäude liegen heute in Ruinen.
- Aus dem 17.–19. Jahrhundert (vielleicht auch früher) stammen die beiden imposanten Agadire von Amtoudi.