Provinz Tarfaya
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die marokkanische Provinz Tarfaya liegt im Süden des Landes und ist seit 2015 eine der vier Provinzen der Region Laâyoune-Sakia El Hamra. Bei einer Gesamtfläche von ca. 12.270 km², die etwa zur Hälfte auf dem seit 1975/76 von Marokko annektierten Gebiet der Westsahara liegt, ist sie mit ihren nur ca. 16.500 Einwohnern die bevölkerungsmäßig kleinste Provinz des Landes. Die Hauptstadt ist die inzwischen (2024) gut 11.000 Einwohner zählende Stadt Tarfaya. Der Nordteil der Provinz gehörte von 1916 bis 1958 zum sogenannten Tarfaya-Streifen.



Bevölkerung
Ein wesentlicher Faktor spielte die erst im 20. Jahrhundert einsetzende Sesshaftwerdung der Nomaden; seit den 1960er Jahren ließen sich auch Berber aus den immer trockener werdenden Regionen des Antiatlas hier nieder. Die Annektierung der Westsahara-Gebiete brachte einen zusätzlichen wirtschaftlichen Aufschwung für die Region.
Wirtschaft
Fischfang und Landwirtschaft spielen nur untergeordnete Rollen im Wirtschaftsleben der Provinz; die Viehhaltung war in früheren Zeiten weitaus bedeutsamer. Viele Männer arbeiten heute in den Städten des Nordens oder in Europa. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ist der Tourismus als Einnahmequelle hinzugekommen.