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Präfektur M’Diq-Fnideq

Präfektur in Marokko From Wikipedia, the free encyclopedia

Die an der Nordspitze Marokkos gelegene, nur etwa 245 km² große und etwa 260.000 Einwohner zählende Präfektur M'diq-Fnideq ist Bestandteil der marokkanischen Region Tanger-Tétouan-Al Hoceïma (bis 2015 zur Region Tanger-Tétouan). Sie wurde erst im Jahre 2005 durch Gebietsabtretungen der Provinz Tétouan geschaffen. Hauptstadt der Präfektur ist M’Diq.

Präfektur M’Diq-Fnideq in der ehemaligen Region Tanger-Tétouan

Geografie

Lage

Die am Nordabhang des Rifgebirges liegende Präfektur M’Diq-Fnideq umschließt die spanische Exklave Ceuta; im Norden grenzt sie an die Straße von Gibraltar, im Osten an das Mittelmeer, im Süden an die Provinz Tétouan und im Westen an die Provinz Fahs-Anjra. Abgesehen von schmalen Küstenstreifen mit Sandstränden ist das Hinterland gebirgig und teilweise bewaldet; es erreicht Höhen bis etwa 830 m (Jbel Musa).

Klima

Durch die Nähe zum Mittelmeer und zur Straße von Gibraltar herrscht ein für marokkanische Verhältnisse vergleichsweise kühles und regenreiches Klima. Die sommerlichen Tagestemperaturen können jedoch vor allem in windgeschützten Lagen bis zu 40 °C erreichen; nachts oder bei Regenwetter kühlt es sich üblicherweise bis auf etwa 20 °C ab. Die Winter sind frost- und schneefrei bei Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C.[1][2]

Bevölkerung

Von den etwa 260.000 Einwohnern der Provinz – viele von ihnen sind Berber (imazighen) aus dem Rifgebirge – leben ca. 90 % in Städten und nur 10 % auf dem Lande. Die Sprache ist hauptsächlich Tarifit. Die zugewanderten Araber sprechen hauptsächlich arabisch.

Orte

M’Diq
Uferpromenade von Fnideq

M’Diq, Fnideq und Martil sind städtische Siedlungsräume (M); Allyene und Belyounech gelten noch als Landgemeinden (communes rurales).[3]

Weitere Informationen Stadt / Gemeinde, Einwohner ...
Stadt / Gemeinde Einwohner
1994 2004 2014 2024
M’Diq (M) 21.093 36.596 56.227 67.599
Fnideq (M) 34.486 53.559 77.436 77.250
Martil (M) 23.143 39.011 64.355 95.896
Allyene 5.654 6.126 6.583 8.111
Belyounech – – 5.296 5.208
Summen 84.376 135.292 209.897 254.064
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Wirtschaft

Jahrhundertelang bildete die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Bevölkerung; auch Fischfang wurde in geringem Umfang betrieben. In den Städten entwickelten sich Handwerk, Handel und Dienstleistungsunternehmen aller Art. Seit den 1980er Jahren ist der Badetourismus – vorwiegend an den Sandstränden von Restinga-Smir – als Einnahmequelle hinzugekommen.

Stausee

Die Barrage Smir dient sowohl der Trinkwasserversorgung als auch der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.

Commons: Präfektur M’Diq-Fnideq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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