Provinz Jerada
Provinz von Marokko
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die ca. 6720 km² große und etwa 100.000 Einwohner zählende Provinz Jerada (arabisch إقليم جرادة, Tamazight: ⵜⴰⵙⴳⴰ ⵏ ⵊⵔⴰⴷⴰ) ist eine Provinz in der Region Oriental im Nordosten Marokkos.[1] Hauptstadt ist die ca. 40.000 Einwohner zählende Stadt Jerada.



Geografie
Lage
Die Provinz Jerada grenzt im Osten an Algerien, im Süden an die Provinz Figuig, im Westen an die Provinz Taourirt und im Norden an die Präfektur Oujda-Angad
Klima
Das Klima ist warm bis heiß; Regen (ca. 200–300 mm/Jahr) fällt nahezu ausschließlich im Winterhalbjahr.
Landschaft
Das Landschaftsbild ist hügelig bis bergig; die höchsten Erhebungen erreichen Höhen von über 1500 m – allen voran der Jbel Bou Keltoum mit einer Höhe von 1660 m.
Größte Orte
In den Städten überwiegt eine Mischbevölkerung von Arabern und Berbern, wohingegen auf dem Lande Berber dominieren.
| Gemeinde | Einwohner | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1994 | 2004 | 2014 | 2024 | ||||
| Jerada | 59.294 | 43.916 | 43.506 | 41.014 | |||
| Aïn Beni Mathar | 10.404 | 13.526 | 16.289 | 15.488 | |||
| Oued El Heimer | – | 1.997 | 1.282 | 1.407 | |||
| Sidi Boubker | – | 1.942 | 1.894 | 1.747 | |||
| Touissit | 4.638 | 3.429 | 3.137 | 3.066 | |||
Wirtschaft
Die Provinz verfügt über im Jahr 1927 entdeckte reiche Kohlevorkommen, deren Abbau bis in die 1990er Jahre aufrechterhalten wurde, danach aber wegen Mängel an den Maschinen und in der Infrastruktur eingestellt wurde. Außerdem gibt es zahlreiche Mineralienvorkommen. Im Norden der Provinz ist auf einigen Flächen Ackerbau möglich, wohingegen auf den kargen Böden im Süden die Viehzucht dominiert.