Region Douentza
Verwaltungsregion in Mali
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Die Region Douentza ist eine Verwaltungsregion in Mali. Sie entstand aus Teilen der früheren Region Mopti und hat ihren Hauptort in der Stadt Douentza.
| Douentza | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Mali |
| Hauptstadt | Douentza |
| Fläche | 23.310 km² |
| Einwohner | 446.179 (2023) |
| Dichte | 19 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | ML |
Geografie
Die Region Douentza liegt im zentralen Mali östlich von Mopti und grenzt im Südosten an Burkina Faso. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 23.310 km².[1] Das Gebiet gehört überwiegend zur Sahelzone und ist durch trockene Savannen, Ebenen, Weideflächen und einzelne Felsmassive geprägt. Im Osten der Region liegt das Gebiet um Hombori, in dessen Umgebung sich mit dem Hombori Tondo die höchste Erhebung Malis befindet.
Geschichte
Das Gebiet der heutigen Region Douentza gehörte nach der Unabhängigkeit Malis lange zur Region Mopti. Die Schaffung einer eigenen Region Douentza wurde bereits im Zuge der Verwaltungsreform von 2012 vorgesehen. Der ursprüngliche Reformansatz sah vor, den damaligen Kreis Douentza aus der Region Mopti herauszulösen und daraus eine neue Region zu bilden. Mit dem Gesetz Nr. 2023-006 vom 13. März 2023 über die Schaffung von Verwaltungsbezirken in der Republik Mali wurde die neue Gebietsgliederung endgülitg verwirklicht und Douentza als eigene Region eingerichtet.[2]
Historisch gehört Douentza zum Sahelraum zwischen dem inneren Nigerdelta, dem Dogonland und dem östlichen Gourma. Das Gebiet war von Ackerbau, nomadischer und halbnomadischer Viehhaltung sowie lokalen Handelsbeziehungen geprägt. Die Stadt Douentza liegt an der wichtigen Straßenverbindung zwischen Mopti und Gao und entwickelte sich dadurch zu einem regionalen Markt- und Verkehrsort. Seit Beginn der Mali-Krise ist die Region von Unsicherheit, bewaffneten Gruppen, Vertreibungen und Einschränkungen des Handels und der Mobilität betroffen.
Gliederung
Bevölkerung
2023 hatte die Region 446.179 Einwohner.[5] Die Siedlungsweise ist durch eine Verbindung von sesshaftem Ackerbau, halbnomadischer Viehhaltung und lokalen Marktorten geprägt.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 155.831 |
| 2009 | 246.625 |
| 2024 | 446.179 |
Wirtschaft
Die Wirtschaft der Region Douentza beruht vor allem auf Viehhaltung, Ackerbau und lokalem Handel. In der Zone des früheren Kreises Douentza werden sowohl reiner Pastoralismus als auch gemischte Formen aus Regenfeldbau und Viehhaltung betrieben; angebaut werden vor allem für den Eigenbedarf bestimmte Getreidearten.[6] Viehhaltung hat besonders in den trockeneren Teilen der Region große Bedeutung.[7] Die anhaltende Unsicherheitslage in Zentralmali beeinträchtigt Märkte, Transhumanzrouten, Landwirtschaft und Versorgung.[8]