Rimsting

Gemeinde im Landkreis Rosenheim, gelegen am Chiemsee From Wikipedia, the free encyclopedia

Rimsting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Der Luftkurort liegt am Chiemsee zwischen den Kurorten Prien am Chiemsee (drei Kilometer) und Bad Endorf (fünf Kilometer).

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Rimsting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rimsting hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 53′ N, 12° 20′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 564 m ü. NHN
Fläche: 20 km²
Einwohner: 3775 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 189 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83253
Vorwahl: 08051
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 168
Gemeindegliederung: 49 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 4
83253 Rimsting
Website: www.rimsting.de
Erster Bürgermeister: Andreas Fenzl (CSU)
Lage der Gemeinde Rimsting im Landkreis Rosenheim
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Rimsting mit Chiemsee

Geographie

Gemeindegliederung

Rimsting hat 49 Gemeindeteile:[2]

  • Aiterbach
  • Am Fürsaum
  • Bach
  • Berg
  • Buchberg
  • Burgersdorf
  • Dirnsberg
  • Eßbaum
  • Finsterleiten
  • Fürst
  • Gänsbach
  • Garnpoint
  • Gattern
  • Geigereck
  • Gmein
  • Greimharting
  • Grub
  • Guggenbichl
  • Haimling
  • Herrgottswinkel
  • Hitzing
  • Hocheck
  • Hochstätt
  • Hörzing
  • Hötzelsberg
  • Huben
  • Kalkgrub
  • Kaps
  • Kindlpoint
  • Krinning
  • Oberhamberg
  • Öd
  • Osterhofen
  • Otterkring
  • Pinswang
  • Point
  • Ratzing
  • Rimsting
  • Sankt Salvator
  • Schafwaschen
  • Schering
  • Sieglweiher
  • Stetten
  • Unterhamberg
  • Weiher
  • Weingarten
  • Wensing
  • Westernach
  • Zacking

Natur

Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet:

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Die erste urkundliche Erwähnung im Codex Falkensteinensis erfolgte im Jahr 1189, die Gründung dürfte aber schon im 7. Jahrhundert erfolgt sein. Rimsting gehörte wie Greimharting zu der mit der Hochgerichtsbarkeit ausgestatteten Herrschaft Wildenwart. Rimsting war um 1537 das größte Dorf in der Herrschaft und galt als bedeutendster Ort für das Kloster Frauenchiemsee, das bis zur Säkularisation 1803 der Grundherr der meisten Rimstinger Güter war. Ab 1688 war die Herrschaft Wildenwart im Besitz der Familie von Tann, die sie 1771 an die Preysings verkauften, denen auch die nahe gelegene Herrschaft Hohenaschau gehörte.[3]

Rimsting wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen

Am 1. April 1970 erfolgte die freiwillige Eingliederung der Gemeinde Greimharting in die Gemeinde Rimsting. Am 1. April 1971 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Mauerkirchen im Chiemgau (Sieglweiher, Gmein und Hötzelsberg) eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Teile von Hirnsberg (Hocheck) hinzu.[4] Im Jahr 1978 kamen von der Gemeinde Pietzing die Orte Ratzing, Herrgottswinkel, Hitzing und Kindlpoint zur Gemeinde Rimsting.[5]

Religion

Im Jahre 2003 waren 64 % der Einwohner katholisch und 17 % evangelisch. Bis zum Jahre 2011 sanken der Katholikenanteil auf 62 % und der Protestantenanteil auf 15 %.

Die katholische Pfarrei Rimsting mit der Pfarrkirche St. Nikolaus gehört zum Pfarrverband „Westliches Chiemseeufer“ im Erzbistum München und Freising. Die Kirche St. Petrus und St. Leonhard in Greimharting gehört zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt (Prien am Chiemsee) im selben Pfarrverband. Ferner existiert die Wallfahrtskirche St. Salvator im gleichnamigen Gemeindeteil.

Für die Lutheraner in Rimsting ist die Kirchengemeinde Prien am Chiemsee mit ihrer Christuskirche zuständig.

Politik

Rathaus
Rathaus

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

Wappen

Wappen Gde. Rimsting
Wappen Gde. Rimsting
Blasonierung: „In Grün über einem gesenkten goldenen Wellenbalken drei, eins zu zwei gestellte, goldene Kugeln.“[8]

Wappenführung seit 1968

Gemeindepartnerschaft

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunst

  • Lüftlmalereien an einigen Bauernhäusern
  • „Steinadler“ von T. Roubaud, Ecke Priener/Greimhartinger Straße
  • Holzbildhauerskulpturen am Römerweg und am Sportplatz Westernach

Bauwerke

  • Pfarrkirche Rimsting St. Nikolaus mit Hochaltar und Kanzel der ehm. Domstiftskirche auf Herrenchiemsee
  • Filialkirche St. Petrus und St. Leonhard in Greimharting (Pfarrei Prien)
  • Filialkirche St. Salvator (Pfarrei Prien)
  • Kapelle „St. Kolomann“ in Hochstätt
  • Kapelle „zur Unbefleckten Empfängnis Maria“ bei Gattern
  • „Kriegergedächtniskapelle“ Pinswang
  • „Kalkgruber Kapelle“
  • ehemaliger Bahnhof, heute gastronomisch genutzt
  • Auf der Ratzinger Höhe (693,9 m ü. NHN)[9] steht seit 2011 ein 16 m hoher Aussichtsturm, der früher Teil der Landesgartenschau Rosenheim war und bei Hitzing neu errichtet wurde.[10]

Naturdenkmäler

  • Umweltpädagogische Hütte an der Schafwaschener Bucht
  • Obst- und Kulturweg Ratzingerhöhe
  • Blahsee bei Aiterbach

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Meimberg übertrug der Gemeinde 2007 aus seinem Vermögen 50.000 Euro zur Errichtung einer „Rudolf-Meimberg-Stiftung“ zur Unterstützung von Senioren und sozialen Härtefällen.[11]

Einzelnachweise

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