Schlegelmühle (Helmbrechts)
Ortsteil von Helmbrechts
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Schlegelmühle (früher auch Wach(h)oldermühle genannt[1]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Helmbrechts im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern),[2] der mittlerweile wüst gefallen ist. Schlegelmühle lag in der Gemarkung Kleinschwarzenbach.[3]
Schlegelmühle Stadt Helmbrechts | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 15′ N, 11° 43′ O |
| Höhe: | 577 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 95233 |
| Vorwahl: | 09252 |
Lage von Schlegelmühle in Helmbrechts | |
Geografie
Die ehemalige Einöde lag im Tal des Lehstenbaches. Im Süden des Ortes erstreckt sich mit dem Lehstenberg ein höckerartiger Hügelzug, dessen 633 m ü. NHN hoher Nordostgipfel etwa einen halben Kilometer südöstlich liegt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führte nach Baiergrün zur Kreisstraße HO 26 (0,9 km nordwestlich) bzw. nach Kleinschwarzenbach zur Staatsstraße 2194 (1,4 km südlich).[4]
Geschichte
Als Gründer der Mühle gilt ein Mann namens Schlegel, wovon das Bestimmungswort des Ortsnamens herrührt. Die Einöde wurde bisweilen auch als „Wacholdermühle“ bezeichnet, weil neben Pfefferkörnern und Farbhölzern früher dort auch Wacholderbeeren gemahlen wurden. Das einst verwendete Mühlrad wurde mittlerweile ausgetauscht und der Mühlbetrieb wird nunmehr durch Turbinen aufrechterhalten.[5]
Schlegelmühle gehörte zur Realgemeinde Kleinschwarzenbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schlegelmühle aus zwei Anwesen (1 Mühle, 1 halbes Höflein). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Helmbrechts zu. Das Kastenamt Helmbrechts war Grundherr der beiden Anwesen.[1]
Von 1797 bis 1810 unterstand Schlegelmühle dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schlegelmühle dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Helmbrechts und der zugleich entstandenen Munizipalgemeinde Helmbrechts zugewiesen. Mit der Bildung der Ruralgemeinde Kleinschwarzenbach wurde sie Teil dieser Gemeinde.[6] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schlegelmühle am 1. Juli 1972 nach Helmbrechts eingemeindet.[7]
Einwohnerentwicklung
Religion
Schlegelmühle war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Helmbrechts) gepfarrt.[1][16]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schlegelmühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 93 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 561.
Weblinks
- Schlegelmühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 4. April 2025.
- Schlegelmühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 4. April 2025.
- Schlegelmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 4. April 2025.
