Schmalnbachshof
Ortsteil der Gemeinde Weihenzell
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Schmalnbachshof (fränkisch umgangssprachlich: „Bukhaus“[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Schmalnbachshof liegt in der Gemarkung Wernsbach.[4]
Schmalnbachshof Gemeinde Weihenzell | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 21′ N, 10° 37′ O |
| Höhe: | 412 m ü. NHN |
| Einwohner: | 0 (1. Jan. 2019)[1] |
| Postleitzahl: | 91629 |
| Vorwahl: | 09802 |
Geografie
Die Einöde liegt auf einem Plateau, das gegen Westen, Norden und Osten abfällt. 1 Kilometer südwestlich erhebt sich der Grübesberg (479 m ü. NHN), die Ostflanke wird Mistlersberg genannt. Im Westen liegt das Waldgebiet Schlag. Schmalnbachshof liegt an der Kreisstraße AN 9, die nach Neumühle (1,2 km nordöstlich) bzw. nach Grüb führt (1 km nordwestlich).[5]
Geschichte
Wann der ursprüngliche, im 15./16. Jahrhundert abgegangene Hof gegründet wurde, ist unklar. Im Jahre 1726 kaufte der Bauer Zeller aus Grüb das verwilderte Grundstück, rodete es und errichtete 1732 einen neuen Hof.[6] Dieser wurde 1742 als „Schmalenbachs Hof“ erstmals erwähnt und soll damals im Besitz eines Herrn von Seckendorff gewesen sein. Benannt wurde der Ort nach dem schmalen Bach (heute Grundbach genannt), an dem die Einöde lag, einem rechten Zufluss des Wernsbachs, der rechts in die Rippach fließt. Im 19. Jahrhundert verödete der Hof und es wurde einige hundert Meter entfernt, noch auf dem Grund des alten Hofes ein neuer Hof angelegt. Da dieser sich auf einer Anhöhe befindet, wird er umgangssprachlich „Buckhaus“ genannt.[2]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schmalnbachshof ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Das Gut mit Wirtschaft hatte das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn.[7][8] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[9]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Schmalnbachshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernsbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernsbach zugeordnet.[10] Am 1. Januar 1974 wurde Schmalnbachshof im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Weihenzell eingegliedert.[9][11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren zunächst nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt,[6] seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Jakob (Weihenzell) zuständig.[16] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,[21] seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.[25]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schmalnbachshof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 916 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 170.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 148 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Schmalnbachshof. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Schmalnbachshof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Schmalnbachshof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Schmalnbachshof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.