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Schwalbach (Schöffengrund)

Ortsteil von Schöffengrund From Wikipedia, the free encyclopedia

Schwalbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schöffengrund im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Es ist Hauptort und gleichzeitig Verwaltungssitz der Großgemeinde.

Schnelle Fakten Gemeinde Schöffengrund ...
Schwalbach
Koordinaten: 50° 30′ N, 8° 28′ O
Höhe: 276 m ü. NHN
Fläche: 5,91 km²[1]
Einwohner: 1894 (30. Juni 2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 320 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35641
Vorwahl: 06445
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Geografie

Schwalbach liegt auf einem Plateau, zwischen den Tälern von Solmsbach und Wetzbach. Nördlich des Dorfes entspringt der Hainbach. Der Ort liegt im nördlichen Taunus (östlicher Hintertaunus), dem Wetzlarer Hintertaunus, sowie im Naturpark Taunus. Nächste größere Stadt ist Wetzlar.

Nachbarorte sind Bonbaden (westlich), Laufdorf (nordwestlich), Reiskirchen (nordöstlich), Niederwetz (östlich), Oberquembach (südlich), Niederquembach und Neukirchen (südwestlich).

Geschichte

Evangelische Dorfkirche von 1767
Backhaus

Ortsgeschichte

Im Jahr 795 wird die sualbacher marca, also die Schwalbacher Mark, im Lorscher Codex erwähnt.[1] Aus dem Ort entstammte ein Rittergeschlecht, die Herren von Schwalbach, die auch das Lehnspatronat über das Quembacher Gericht besaßen, zu welchem Schwalbach gehörte. Erst später gehörte das Dorf zu den Besitztümern der Grafen zu Solms-Braunfels, ehe es zur preußischen Bürgermeisterei von Braunfels gehörte. 1841 wurde die Bürgermeisterei Schöffengrund eingerichtet, deren Sitz sich in Schwalbach befand.

Kirchlich wurde die Pfarrei des Dorfes nach der Reformation nach Bonbaden eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete man für die Heimatvertriebenen im Ort auch eine katholische Kirche.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 fusionierte die bis dahin selbständige Gemeinde Schwalbach mit fünf weiteren Gemeinden im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig zur Großgemeinde Schöffengrund.[3][4] Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Schwalbach. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Schöffengrund wurde je ein Ortsbezirk gebildet.[5]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Schwalbach angehört(e):[1][6]

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Schwalbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
405
1840
  
453
1846
  
506
1852
  
480
1858
  
483
1864
  
516
1871
  
548
1875
  
587
1885
  
608
1895
  
612
1905
  
660
1910
  
717
1925
  
717
1939
  
699
1946
  
1.058
1950
  
1.115
1956
  
1.089
1961
  
1.107
1967
  
1.175
1970
  
1.284
1980
  
?
1987
  
1.437
2000
  
?
2011
  
1.707
2020
  
1.894
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Gemeinde Schöffengrund[2]; Zensus 2011[8]

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Schwalbach 1707 Einwohner. Darunter waren 63 (3,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 309 Einwohner unter 18 Jahren, 720 zwischen 18 und 49, 384 zwischen 50 und 64 und 294 Einwohner waren älter.[8] Die Einwohner lebten in 687 Haushalten. Davon waren 141 Singlehaushalte, 210 Paare ohne Kinder und 267 Paare mit Kindern, sowie 60 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 117 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 477 Haushaltungen lebten keine Senioren.[8]

Religionszugehörigkeit

• 1834:405 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961:832 evangelische (= 75,16 %), 268 katholische (= 24,21 %) Einwohner[1]

Politik

Für Schwalbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Schwalbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[5] Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 55,75 %. Dabei wurden gewählt: zwei Mitglieder „Freien Wählergemeinschaft“ (FWG) und je ein Mitglied der CDU und der SPD.[9] Der Ortsbeirat wählte Michael Wilnauer (FWG) zum Ortsvorsteher.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Evangelische Kirche

Die evangelische Kirche von Schwalbach entstand in der Zeit von 1763 bis 1767. Es ist eine Saalkirche mit Walmdach. An der Nordseite befindet sich der Kirchturm mit Zwiebelhaube.[11]

Mineralbrunnen

Am nordwestlichen Ortsrand befindet sich ein Mineralbrunnen. Er wurde bereits 1334 als Sure Born (Sauerbrunnen) erwähnt und im Jahr 1717 durch Fürst Wilhelm Moritz von Solms-Braunfels befestigt. Die Quelle wird immer noch wirtschaftlich genutzt und das Mineralwasser als Schwalbacher Tafelwasser verkauft.[12]

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Schwalbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

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