Schönwald (Schwarzenbach am Wald)
Straße in Schwarzenbach am Wald, Landkreis Hof, Bayern, Deutschland
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Schönwald ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Schönwald liegt in der Gemarkung Döbra.[3]
Schönwald Stadt Schwarzenbach am Wald | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 17′ N, 11° 41′ O |
| Höhe: | 646 m ü. NHN |
| Einwohner: | 21 (31. Dez. 2020)[1] |
| Postleitzahl: | 95131 |
| Vorwahl: | 09289 |
Lage von Schönwald in Schwarzenbach am Wald | |
Geografie
Im Weiler liegt auf freier Flur auf einem Höhenzug des Frankenwaldes. Im Norden fällt das Gelände zum Döbrabach ab, im Süden zum Thronbach. Beide sind linke Zuflüsse der Selbitz. Ein Anliegerweg führt 500 Meter nordwestlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die südwestlich zur Staatsstraße 2194 bei Thron bzw. nordöstlich nach Haidengrün verläuft.[4]
Geschichte
Schönwald wurde 1484/85 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort bestand ursprünglich aus drei Höfen, die dem bambergischen Amt Rodeck unterstanden, und gehörte zur Realgemeinde Döbra. Ein Hof fiel spätestens 1505 wüst. Seit dem Dreißigjährigen Krieg wurden die beiden Höfe in vier Halbhöfe aufgeteilt.[5] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schönwald weiterhin aus vier Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Halbhof mit Schmiede, 1 Halbhof mit Branntweinbrennerei). Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bambergische Centamt Enchenreuth. Das bambergische Kastenamt Stadtsteinach war Grundherr sämtlicher Anwesen.[6][7]
Von 1802 bis 1810 unterstand Schönwald dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schönwald dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Döbra[8] und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Döbra zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schönwald am 1. Mai 1978 nach Schwarzenbach eingegliedert.[9]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 2: Wohnstallhaus[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Schönwald ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zur Kirchengemeinde St. Bartholomäus (Döbra),[7] die im 19. Jahrhundert zur Pfarrei erhoben wurde.[12]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schönwald. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 178 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg, Hanns Hubert Hofmann: Stadtsteinach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 451738985 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 599.
- Matthias Körner: Kooperation – Koexistenz – Konkurrenz: Herrschaftskräfte und Herrschaftsformen im Raum Naila vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches. Dissertation. Erlangen 2010, DNB 1066268703 (PDF; 6,4 MB).
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Naila (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 27). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 453135234, S. 65.
Weblinks
- Schönwald in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 8. Mai 2025.
- Schönwald in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 8. Mai 2025.
- Schönwald im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 8. Mai 2025.
