Sébastien Ogier
französischer Rallyefahrer
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Sébastien Ogier (* 17. Dezember 1983 in Gap) ist ein französischer Rallyefahrer. 2008 gewann der gelernte Skilehrer den Titel der Rallye-Juniorenweltmeisterschaft (JWRC) in einem Citroën C2 S1600. Für die nächsten beiden Saisons wurde ihm von Citroën Racing ein C4 World Rally Car zur Verfügung gestellt. In der Saison 2011 war er Stamm-Werksfahrer im Citroën Total World Rally Team und fuhr einen Citroën DS3 WRC. Ab der Saison 2013 bis 2016 nahm Ogier mit Volkswagen Motorsport an der Rallye-Weltmeisterschaft teil. In den Jahren 2013 bis 2016 wurde er jeweils Weltmeister mit einem Polo R WRC. Zur Saison 2017 hin wechselte Ogier zu M-Sport und gewann 2017 und 2018 zwei weitere WM-Titel am Steuer eines Ford Fiesta RS WRC.
| Nation: | |||||||||
| Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erste Rallye: | Rallye Mexiko 2008 | ||||||||
| Beifahrer: | |||||||||
| Team: | |||||||||
| Fahrzeug: | Toyota GR Yaris Rally1 Toyota Yaris WRC Ford Fiesta RS WRC Volkswagen Polo R WRC Citroën C3 WRC Citroën DS3 WRC | ||||||||
| |||||||||
| Meistertitel: | 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2020, 2021, 2025 | ||||||||
| Punkte: | 3251 | ||||||||
| Stand: nach Rallye 14 von 14, Saison 2025[1] | |||||||||
| Intercontinental Rally Challenge (IRC) | |||||||||
| Erste Rallye: | Rallye Monte Carlo 2009 | ||||||||
| Letzte Rallye: | Rallye Sardinien 2010 | ||||||||
| Beifahrer: | |||||||||
| Team: | Sébastien Ogier | ||||||||
| Fahrzeug: | Peugeot 207 S2000 | ||||||||
| |||||||||
| Punkte: | 10 | ||||||||
| Stand: 2010 | |||||||||
Karriere

2007 Peugeot 206 Cup
Sébastien Ogier gewann 2007 den französischen Peugeot 206 Cup.
2008 JWRC-Titel
Im Jahr 2008 startete er in der Rallye-Juniorenweltmeisterschaft im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft auf einem Citroën C2. Dort gewann er nicht nur seine Debütrallye, sondern errang als erster JWRC-Fahrer einen WM-Punkt und sicherte sich am Ende der Saison auch den Titel. Als Belohnung zum Titelgewinn erhielt er bei der Rallye Wales 2008 die Chance, einen Citroën C4 WRC zu fahren. Dort gewann er gleich seine erste Wertungsprüfung, womit er bei seinem ersten Einsatz mit einem WRC-Fahrzeug die Führung in der Rallye übernahm, bis er wegen Getriebeproblemen zurückfiel.[2]
2009 Junior-Team
Für die Saison 2009 erhielt Ogier einen Vertrag im neu gegründeten Citroën Junior Team. In diesem Team war er erfolgreicher Junior-Fahrer. Bei Teilnahmen an zwölf Rallyes schied er zwar bei vier Läufen aus, erreichte aber sechs Mal die Punkteränge. Sein bestes Ergebnis war ein zweiter Gesamtrang bei der Rallye Griechenland. Seine 13 Wertungsprüfungsbestzeiten deuteten auf sein Talent hin. Zudem hatte Ogier bei seinem ersten Gastauftritt bei der Intercontinental Rally Challenge (IRC) aufhorchen lassen. Er hatte die, in dieser Saison das erste Mal zur IRC gehörende Rallye Monte Carlo in einem Peugeot 207 S2000 gewonnen.

2010 Juniorteam und Werksfahrer
Ogier fuhr Anfang 2010, wie auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen, im Citroën Junior Team. Bei der Rallye Portugal errang er seinen ersten Gesamtsieg. Weil er auf Schotteruntergrund konkurrenzfähiger war als der Citroën Total WRT-Werksfahrer Dani Sordo, wurde er von Citroën bei den letzten drei Schotterrallyes der Saison als Werksfahrer eingesetzt. In Finnland belegte er den zweiten Platz. Danach folgte die auf Asphalt ausgetragene Rallye Deutschland, die er für das Junior Team bestritt und als Gesamtdritter das Ziel erreichte. Bei der auf Schotter ausgetragenen Rallye Japan errang er seinen zweiten Gesamtsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft. Bei den Asphaltrallyes in Frankreich und Spanien belegte er den sechsten und den zehnten Platz. Bei der als Saisonabschluss ausgetragenen Rallye Großbritannien reiste er als Zweiter in der WM-Punktetabelle an. Er schied an dritter Stelle liegend wegen eines Unfalls aus und rutschte in der Weltmeisterschaftstabelle auf den vierten Platz zurück.

2011 Werksfahrer im DS3 WRC
Im Jahr 2011 wechselte Ogier als Stammfahrer in das Citroën Total World Rally Team. Er startete gemeinsam mit dem damlas siebenfachen Rallyeweltmeister Sébastien Loeb in einem Team. Das Fahrzeug Citroën DS3 WRC war in der Rallye-Weltmeisterschaft zu dieser Zeit das beste Auto. Bei der Rallye Schweden 2011, welche zum Teil unter heftigem Schneefall stattfand und bei der es viele Reifenschäden gab, erreichte Ogier vor dem ehemaligen Rallyeweltmeister Petter Solberg, seinem Teamkollegen Loeb und dem an achter Stelle platzierten Kimi Räikkönen, als Vierter das Ziel. Bei dieser Rallye sicherte er sich, als erster Fahrer in der WM-Geschichte, die drei Bonuspunkte der Power-Stage.
Bei der zweiten Rallye der Saison in Mexiko kam es zu einem Duell zwischen Loeb und Ogier, mehrmals wechselte die Gesamtführung zwischen den beiden. Letztlich schied Ogier auf der 20. von 22 Wertungsprüfungen aus, als er mit einem großen Stein kollidierte und sich dabei die Radaufhängung schwer beschädigte. Beim dritten Weltmeisterschaftslauf in Portugal feierte Ogier seinen dritten Gesamtsieg. Dies war auch der erste Doppelsieg des Jahres für das Citroën-Team. Bei der nächsten Rallye, am 16. April 2011, gewann er bei der Rallye Jordanien seinen vierten WM-Lauf und siegte bei der Power-Stage, so erhielt er als erster Fahrer die volle Anzahl von 28 zu erreichenden WM-Punkten bei einer Rallye. Auf Sardinen fand der fünfte Weltmeisterschaftslauf statt. Ogier fand während den Wertungsprüfungen keinen Rhythmus und er musste sich mit dem vierten Gesamtrang begnügen.
Bei der darauf folgenden Rallye Argentinien lag er mit 43,7 Sekunden Vorsprung vor Loeb in Führung. Bei einem Unfall überberschlug er sich auf der 16. Wertungsprüfung, er konnte mit dem schwer beschädigten Fahrzeug ohne Servolenkung dennoch weiter fahren und erreichte als dritter das Ziel. Die Rallye Griechenland gewann Ogier, nachdem er sich aus taktischen Gründen zwei Mal zurückfallen ließ, um eine günstigere Startposition am nächsten Tag zu haben. Er siegte vor seinem Teamkollegen Loeb und entschied auch die Power-Stage für sich. So ließ sich Ogier weitere 28 WM-Punkte gutschreiben in der Faher-Weltmeisterschaft.
Die Rallye Finnland beendete Ogier nach einem Reifenschaden auf dem dritten Gesamtrang. Nach seinem ersten Sieg bei einer Asphalt-Rallye, der Rallye Deutschland, übernahm Ogier hinter seinem Teamkollegen den zweiten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Durch diesen Erfolg wurde Citroën zum erfolgreichsten Hersteller in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft.
Bei der Rallye Australien hatte der in Führung liegende Loeb auf der vierten Wertungsprüfung einen Unfall mit fünffachem Überschlag. Loeb bremste vor einer Rechtskurve zu spät als er auf sein Display im Cockpit sah, die Führung ging an Ogier über. In dieser Situation hätte Ogier die Möglichkeit gehabt, die WM-Führung zu übernehmen von Loeb, er verunfallte aber während der sechsten Wertungsprüfung. Auf der durch Regen schlammigen und rutschigen Schotterstrecke kam er von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum, Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt. Die Gesamtführung ging an die Ford-Werkspiloten Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala über. Über Nacht konnten die beiden DS3-WRC-Fahrzeuge repariert und wieder startbereit gemacht werden. Unter dem Superally-Reglement startete Ogier mit 20 Minuten Zeitstrafe vom 16. Startplatz und Loeb mit 30 Strafminuten als 21. in den nächsten Rallye-Tag. Latvala übernahm auf der ersten Wertungsprüfung des Tages die Führung von seinem Teamkollegen. Es schien so, als ob Loeb das erste Mal seit der Rallye Griechenland 2009 keine WM-Punkte-Platzierung erreichen würde. Ogiers Chancen auf WM-Punkte standen besser. Bis zur vorletzten Wertungsprüfung des nächsten Tages änderten sich die Positionen der ersten drei Fahrer nicht. Ogier hatte sich mittlerweile bis auf den neunten Gesamtrang vorgearbeitet und die Chance den achten Platz von einem langsameren PWRC-Fahrzeug vor ihm zu übernehmen war nur eine Frage der Zeit. Loeb war mittlerweile auf den zwölften Rang vorgefahren. In dieser Wertungsprüfung wurde sowohl von Ford als auch von Citroën eine Stallregie angewendet. Latvala hielt kurz vor dem Ziel an um Hirvonen 28 Sekunden und den Sieg zu schenken. Ogier kassierte bewusst eine 50-Sekunden Zeitstrafe, da er fünf Minuten zu spät in die Wertungsprüfung startete. Danach parkte er neben der Strecke und verlor absichtlich zusätzlich über neun Minuten um Loeb einen WM-Punkt zu ermöglichen. Nach diesem Doppelsieg verkürzte Ford den Rückstand auf Citroën in der Marken-Weltmeisterschaft auf 62 Punkte. Mikko Hirvonen lag 15 Punkte hinter Loeb in der Fahrer-WM an zweiter Stelle und Ogier rutschte, mit einem Rückstand von 14 Punkten auf Hirvonen, auf den dritten Rang in der Fahrer-Weltmeisterschaft zurück. Die Tatsache, dass das Citroën-Werksteam Ogiers möglichen achten Rang gegen einen zehnten Rang von Loeb tauschte, ließ darauf schließen, dass Ogier aus dem Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft genommen wurde.
Da Loeb bei der Rallye Frankreich ausschied, übernahm Ogier von ihm die Führung und gewann, nach mehrfachem Führungswechsel mit Dani Sordo und Petter Solberg, seine fünfte WM-Rallye in der laufenden Saison. Somit sicherte er sich wieder den zweiten Rang in der Weltmeisterschaftstabelle und baute für sein Team den Vorsprung in der Herstellerwertung weiter aus. Nach dieser Rallye lag er in der Fahrer-Weltmeisterschaft drei Punkte hinter seinem Teamkollegen. Loeb siegte bei der Katalonien-Rallye. Ogier hatte viel Pech in Spanien, er hatte zwei Mal einen Reifenschaden und schied, wegen technischen Problemen, auf der vorletzten Prüfung aus. Mit 29 Punkten Rückstand vor der letzten Rallye der Saison, konnte er nicht mehr auf den Weltmeistertitel hoffen. Citroën gewann vorzeitig den Hersteller-WM-Titel. Loeb gewann in Wales seinen achten Fahrer-WM-Titel. Ogier beendete die Rallye auf dem elften Platz, sicherte sich aber die drei Bonus-Punkte in der Power-Stage. Er beendete die Saison 2011 auf dem dritten Weltmeisterschaftsrang.
Mitte 2011 gab die FIA die Regeländerung bekannt, die Starteihenfolge anders zu handhaben. Ogiers Teamkollege Loeb entschied sich daraufhin in der Rallye-Weltmeisterschaft zu bleiben und verlängerte seinen Vertrag mit Citroën. Der bis dahin als Loeb-Nachfolger geförderte Ogier wollte in ein Team, wo er gegen Loeb um die Fahrer-Weltmeisterschaft fahren konnte und nicht die Nummer zwei war. Im November 2011 wurde bekanntgegeben, dass Ogiers Vertrag nicht erneuert wird für das kommende Jahr. Für die Saison 2012 verpflichtete das Citroën Total World Rally Team den langjährigen Ford-Werksfahrer Mikko Hirvonen als neuen Fahrer neben Loeb. Ogier hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Vertrag mit einem anderen Team abgeschlossen.
Race of Champions 2011
2011 gewann Ogier beim prestigeträchtigen Race of Champions (RoC), in der ESPRIT arena, den RoC-Titel, genannt „Champion of Champions“.
Ab 2012 bei Volkswagen Motorsport
Einige Tage nach der Vertragsauflösung mit dem Citroën World Rally Team wurde von Volkswagen Motorsport bekannt gegeben, dass Ogier 2012 mit dem Škoda Fabia S2000, der sich mit dem im Aufbau befindenden Polo WRC die Bodengruppe, Getriebe, Differentiale und Antriebsstrang teilte, an allen WM-Läufen teilnehmen wird. Es wurde ein Vertrag über drei Jahre unterzeichnet. Parallel war Ogier in die Entwicklung des Volkswagen World Rally Car mit einbezogen. Bei der Rallye Monte Carlo 2012 zeigte Ogier einmal mehr seine Klasse, als er mit dem schwächeren WRC-2-Fahrzeug Škoda S2000 vom zwölften auf den vierten Gesamtrang vorfuhr und dabei einige World Rallye Cars hinter sich ließ. Auf der letzten Wertungsprüfung des ersten Tages schied er im Kampf um Platz fünf aus.
Bei den anschließenden zehn Rallye-Starts siegte Ogier zehnmal in Folge in seiner Klasse. Auf Sardinien schrieb Ogier Geschichte, als er als erster Fahrer mit einem WRC-2-Auto eine Wertungsprüfung für sich entschied. Er belegte im Schlussklassement den fünften Rang mit einem unterklassigen Auto.
Neun Siege und Fahrerweltmeister 2013
In bestechender Form pilotierte Sébastien Ogier den neuen Volkswagen Polo R WRC durch die Rallye-Weltmeisterschaft 2013. Nur in Monte Carlo, Argentinien, Griechenland und Deutschland musste er den Sieg der Konkurrenz überlassen. Bereits im 11. Weltmeisterschaftslauf in Frankreich, konnte Ogier den Titel fixieren. Im zweitletzten WM-Lauf in Spanien, gewann Ogier zusammen mit seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen auch die Herstellerwertung für Volkswagen. Für Sébastien Ogier und seinen Beifahrer Julien Ingrassia ging eine äußerst erfolgreiche Saison 2013 zu Ende.
Zweiter Weltmeistertitel 2014

Mit acht Saisonsiegen fuhren Ogier/Ingrassia mit dem Volkswagen Polo R WRC zum zweiten Weltmeistertitel. Durch den Sieg bei der Rallye Katalonien stand Sebastien Ogier schon vor der dem letzten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2014 in Großbritannien als alter und neuer Titelträger fest. Vor ihm gelang es nur vier anderen Fahrern, den WM-Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft in zwei aufeinander folgenden Jahren zu gewinnen, das war Juha Kankkunen 1986/87, Massimo Biasion 1988/89, Tommi Mäkinen 1996-99 und Sébastien Loeb 2004-12. Herausfordern konnte Ogier nur Teamkollege Jari-Matti Latvala, der vier Rallyes gewann. Für die übrigen Teams und Fahrer blieb nur ein Sieg übrig, Thierry Neuville gewann die Rallye Deutschland mit Hyundai.[3]
Dritter Weltmeistertitel 2015
Mit acht Siegen und zwei zweiten Ränge bei 13 Rallyes waren Sébastien Ogier/Julien Ingrassia auch in der Saison 2015 eine Klasse für sich. Sie gewannen den dritten Weltmeistertitel in Folge. Und trotzdem hatte das Rallye-Jahr für Ogier einen Makel: «Ich wollte eine perfektes Jahr hinlegen und das ist mir auch fast gelungen, bis auf einen Fehler in Spanien», sagte Ogier nach Abschluss der Saison. Bei der Rallye Spanien lag Ogier ungangefochten klar auf Siegeskurs. Er landete dann aber in der letzten Wertungsprüfung wenige Kilometer vor dem Ziel mit seinem Auto in den Leitplanken und er schied aus. Einer der seltenen Fehler des dreimaligen Weltmeisters. Auf seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala hatte Ogier bis zum Ende der Saison über 80 Weltmeisterschaftspunkte Vorsprung.[4]
Wechsel zu M-Sport 2017/18
Nach dem Ausstieg von Volkswagen Motorsport aus der Rallye-WM unterschrieb Ogier einen Vertrag bei M-Sport. Er ging mit dem neuen Ford Fiesta RS WRC an den Saisonstart.


Ogier konnte gleich auf Anhieb die Rallye Monte Carlo gewinnen. Für M-Sport war das der erste Sieg überhaupt in der WRC und für Ford war es der erste Sieg nach dem Werksausstieg 2012. Obwohl er im restlichen Saisonverlauf nur noch die Rallye Portugal gewann, stand er oft auf dem Podium und konnte sich bereits im vorletzten Lauf des Jahres den Titel sichern. Damit wurde Ogier der erste Fahrer seit Ari Vatanen im Jahre 1981, der auf Ford Weltmeister geworden war. Zudem gewann M-Sport auch die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. 2018 konnte Ogier den Titel erfolgreich verteidigen, der Konstrukteurstitel jedoch ging diesmal an Toyota. Auch die Rallye Monte Carlo gewann Ogier in der Saison 2018 wieder und er wurde der erste Fahrer, der diese Rallye fünfmal in Folge gewinnen konnte.
Rückkehr zu Citroën 2019
Am Saisonende 2018 verkündete Ogier seine Rückkehr zum Citroën-Team, das 2018 hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Ogier konnte gleich die erste Rallye der Saison, die Rallye Monte Carlo gewinnen. Es war sein siebter Sieg bei dieser Rallye, damit zog er in dieser Statistik mit Loeb gleich. Die Fahrer-Weltmeisterschaft gewann Ott Tänak, Ogier konnte diese nicht mehr verteidigen und belegte den dritten Platz.
Wechsel zum Werksteam von Toyota 2020

Nach dem Werksausstieg von Citroën aus der obersten Rallye-Klasse WRC auf das Saisonende 2019 unterschrieben Ogier und Beifahrer Ingrassia beim Toyota-Werksteam. Dort feierten sie bei der Rallye Mexiko den ersten Sieg mit dem Toyota Yaris WRC. Nach einer auf sieben Rallyes verkürzten Saison 2020 wegen Covid-19, feierten Ogier/Ingrassia ihren siebten Weltmeistertitel. Der achte WM-Titel folgte im Jahr 2021. Auf das Saisonende hin gab Co-Pilot Julien Ingrassia seinen Rücktritt bekannt. Ogier hingegen fuhr ausgewählte Rallyes in den Jahren 2022 und 2023 für Toyota ohne seinen gewohnten Beifahrer, mit dem er 54 Weltmeisterschaftsläufe gewann.
Weltmeistertitel 2025
Obwohl Sébastien Ogier und sein Beifahrer Vincent Landais für Toyota von den 14 angestzten Weltmeisterschaftsläufen nur elf fuhren, gelang es ihnen die Fahrer-Weltmeisterschaft zu gewinnen. Insgesamt stand das Duo sechs Mal zuoberst auf dem Siegerpodest. Mit nur gerade sechs Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Elfyn Evans konnte Ogier seinen neunten Titel gewinnen und er zog mit Sébastien Loeb gleich.
Privatleben
Seit 2014 ist Ogier mit der deutschen Moderatorin Andrea Kaiser verheiratet. Im Juni 2016 kam der gemeinsame Sohn Tim in München auf die Welt.[5]
Statistik
Erfolge
- 2025: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft (elf Rallys gefahren)
- 2024: 4. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft (zehn Rallys gefahren)
- 2023: 5. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft (acht Rallys gefahren)
- 2022: 6. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft (sechs Rallys gefahren)
- 2021: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2020: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2019: 3. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2018: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2017: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2016: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2015: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2014: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2013: 1. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2012: 10. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2011: 3. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2010: 4. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2009: 8. Gesamtrang in der Weltmeisterschaft
- 2008: FIA Junior World Rally Champion
- 2007: Gewinner des französischen Peugeot 206 Cup
WRC-Siege
Einzelergebnisse WRC
| Jahr | Team | Fahrzeug | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | Equipe de France FFSA | Citroën C2 S1600 | 1 | 21 | |||||||||||||||
| 8 | 11 | 22 | 19 | DNF | 20 | ||||||||||||||
| Sébastien Ogier | Citroën C2 R2 | ||||||||||||||||||
| 35 | |||||||||||||||||||
| Equipe de France FFSA | Citroën C4 WRC | ||||||||||||||||||
| 26 | |||||||||||||||||||
| 2009 | Citroën Junior Team | Citroën C4 WRC | 24 | 8 | |||||||||||||||
| 6 | 10 | DNF | 17 | 7 | DNF | 2 | DNF | 6 | 5 | 5 | DNF | ||||||||
| 2010 | Citroën Junior Team | Citroën C4 WRC | 167 | 4 | |||||||||||||||
| 5 | 3 | 6 | 4 | 2 | 1 | 4 | 3 | 6 | 10 | ||||||||||
| Citroën Total WRT | |||||||||||||||||||
| 2 | 1 | DNF | |||||||||||||||||
| 2011 | Citroën World Rally Team | Citroën DS3 WRC | 196 | 3 | |||||||||||||||
| 4 | DNF | 1 | 1 | 4 | 3 | 1 | 3 | 1 | 11 | 1 | DNF | 11 | |||||||
| 2012 | Volkswagen Motorsport | Škoda Fabia S2000 | 41 | 10 | |||||||||||||||
| DNF | 11 | 8 | 7 | 7 | 7 | 10 | 6 | 12 | 11 | 5 | DNF | ||||||||
| 2013 | Volkswagen Motorsport | Volkswagen Polo R WRC | 290 | 1 | |||||||||||||||
| 2 | 1 | 1 | 1 | 2 | 10 | 1 | 1 | 17 | 1 | 1 | 1 | 1 | |||||||
| 2014 | Volkswagen Motorsport | Volkswagen Polo R WRC | 267 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 6 | 1 | 1 | 2 | 1 | 1 | 2 | DNF | 1 | 11 | 1 | 1 | |||||||
| 2015 | Volkswagen Motorsport | Volkswagen Polo R WRC | 263 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 1 | 1 | 17 | 2 | 1 | 1 | 2 | 1 | 1 | 15 | DNF | 1 | |||||||
| 2016 | Volkswagen Motorsport | Volkswagen Polo R WRC | 268 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | 6 | 24 | 1 | C | 1 | 1 | 1 | 2 | ||||||
| 2017 | M-Sport World Rally Team | Ford Fiesta RS WRC | 232 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 3 | 2 | 2 | 4 | 1 | 5 | 3 | DNF | 3 | 2 | 3 | 4 | |||||||
| 2018 | M-Sport World Rally Team | Ford Fiesta RS WRC | 219 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 10 | 1 | 1 | 4 | 21 | 2 | 5 | 4 | 10 | 1 | 2 | 5 | |||||||
| 2019 | Citroën WRT | Citroën C3 WRC | 217 | 3 | |||||||||||||||
| 1 | 29 | 1 | 2 | 3 | 2 | 3 | 41 | 5 | 7 | 1 | 3 | 8 | C | ||||||
| 2020 | Toyota GR WRT | Toyota Yaris WRC | 122 | 1 | |||||||||||||||
| 2 | 4 | 1 | 3 | DNF | 3 | 1 | |||||||||||||
| 2021 | Toyota GR WRT | Toyota Yaris WRC | 230 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 20 | 1 | 3 | 1 | 1 | 4 | 5 | 3 | 5 | 4 | 1 | ||||||||
| 2022 | Toyota GR WRT | Toyota GR Yaris Rally1 | 97 | 6 | |||||||||||||||
| 2 | 51 | 4 | 2 | 1 | 4 | ||||||||||||||
| 2023 | Toyota GR WRT | Toyota GR Yaris Rally1 | 133 | 5. | |||||||||||||||
| 1 | 1 | 5 | 14 | 1 | 10 | 4 | 2 | ||||||||||||
| 2024 | Toyota GR WRT | Toyota GR Yaris Rally1 | 191 | 4. | |||||||||||||||
| 2 | 1 | 1 | 2 | WD | 2 | 1 | 16 | 36 | DNF | 2 | |||||||||
| 2025 | Toyota GR WRT | Toyota GR Yaris Rally1 | 293 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 2 | 1 | 1 | 2 | 3 | 1 | 1 | 29 | 1 | 3 |
| Legende | ||
|---|---|---|
| Farbe | Abkürzung | Bedeutung |
| Gold | – | Sieg |
| Silber | – | 2. Platz |
| Bronze | – | 3. Platz |
| Grün | – | Platzierung in den Punkten |
| Blau | – | Klassifiziert außerhalb der Punkteränge |
| Violett | DNF | Rennen nicht beendet (did not finish) |
| NC | nicht klassifiziert (not classified) | |
| Rot | DNQ | nicht qualifiziert (did not qualify) |
| DNPQ | in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify) | |
| Schwarz | DSQ | disqualifiziert (disqualified) |
| Weiß | DNS | nicht am Start (did not start) |
| WD | zurückgezogen (withdrawn) | |
| Hellblau | PO | nur am Training teilgenommen (practiced only) |
| TD | Freitags-Testfahrer (test driver) | |
| ohne | DNP | nicht am Training teilgenommen (did not practice) |
| INJ | verletzt oder krank (injured) | |
| EX | ausgeschlossen (excluded) | |
| DNA | nicht erschienen (did not arrive) | |
| C | Rennen abgesagt (cancelled) | |
| keine WM-Teilnahme | ||
| sonstige | P/fett | Pole-Position |
| 1/2/3/4/5/6/7/8 | Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen | |
| SR/kursiv | Schnellste Rennrunde | |
| * | nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet | |
| () | Streichresultate | |
| unterstrichen | Führender in der Gesamtwertung | |
Le-Mans-Ergebnisse
| Jahr | Team | Fahrzeug | Teamkollege | Teamkollege | Platzierung | Ausfallgrund |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | Oreca 07 | Rang 13 |