Stefanie Reinsperger

österreichische Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Stefanie Reinsperger (geboren am 30. Jänner 1988 in Baden bei Wien) ist eine österreichische Film- und Theaterschauspielerin. Sie gehörte ab 2017 dem Berliner Ensemble an und kehrte 2024 ans Wiener Burgtheater zurück, an dem sie bereits ab 2014 tätig war.

Stefanie Reinsperger (2019)

Leben und Werk

Reinsperger wuchs zeitweise in London auf, wo ihr Vater für das österreichische Außenministerium arbeitete.[1] Nach Absolvierung der Vienna Business School Mödling schloss sie im Juni 2011 ihre Ausbildung am Wiener Max Reinhardt Seminar mit Diplom ab,[2] spielte davor bereits am Wiener Volkstheater die Sunshine Doré in Harold und Maude und wurde dann sofort ans Schauspielhaus Düsseldorf verpflichtet.[3] Dort übernahm sie dann einige Hauptrollen, wie Medea oder Barbarina im Figaro von Beaumarchais, Effie in Klaus und Erika oder Eve in Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug.

2014 wurde sie ans Burgtheater engagiert, wo sie in Gegenwartsstücken eingesetzt wurde: in den beiden Uraufführungen Die lächerliche Finsternis von Wolfram Lotz und die unverheiratete von Ewald Palmetshofer sowie in der österreichischen Erstaufführung von Elfriede Jelineks Die Schutzbefohlenen. Beide Uraufführungsinszenierungen wurden zum Berliner Theatertreffen 2015 eingeladen. Ihre erste Rolle an der Burg war – im Lotz-Stück – ein somalischer Fischer, der Pirat wird.

In der Spielzeit 2015/16 wechselte sie an das Volkstheater.[4][5] Im Sommer 2017 und 2018 spielte sie die Rolle der Buhlschaft im Jedermann von Hugo von Hofmannsthal bei den Salzburger Festspielen.[6][7]

Für die Spielzeit 2017/18 wechselte sie vom Volkstheater zum Berliner Ensemble und spielte am 22. September 2017 in der Premiere von Bertolt Brechts Der kaukasische Kreidekreis die Magd Grusche Vachnadze.[8]

2020 stieß Reinsperger als Hauptkommissarin Rosa Herzog zum Ermittlerteam Faber und Bönisch des Dortmunder Tatorts, sie ersetzte Aylin Tezel.[9] Im August 2025 wurde ihr Ausstieg aus der Reihe bekanntgegeben, der letzte Film mit ihr mit dem Titel Schmerz wurde am 22. Februar 2026 im Ersten erstmals ausgestrahlt.[10]

2022 veröffentlichte sie ihr erstes Buch Ganz schön wütend über ihre nicht immer positiven Erfahrungen in ihrem bisherigen Leben als Schauspielerin und über Anfeindungen wegen ihres Aussehens.[11]

Ab der Spielzeit 2024/25, in der damit beginnenden Direktion von Stefan Bachmann, gehört Stefanie Reinsperger wieder zum Ensemble des Burgtheaters.[12] Im April 2025 feierte sie dort mit der Uraufführung des Monologes Elisabeth! von Mareike Fallwickl über Elisabeth von Österreich-Ungarn Premiere.[13]

Zitat

„Wenn man sich sein ganzes Leben vergleichen muss, und das tun wir doch alle, weckt das nur negative Gedanken, davon wird man krank. Ich muss für mich wissen, was ich will, woran ich arbeiten möchte. Ich hatte großes Glück, auf Menschen zu treffen, die mich gefördert haben. Das Theater sollte sich von diesen ganzen Typen befreien. Ein erster Schritt dazu ist, dass die Frauen Männerrollen spielen wie in dem Stück von Wolfram Lotz.“

Stefanie Reinsperger: »Wut zu zeigen fällt mir ganz leicht!«, Interview mit der Presse, 22. Juni 2014

Theater (Auswahl)

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Literatur

  • Wolfgang Kralicek: Die will nur spielen. Porträt in: Theater heute, Ausgabe Mai 2015, S. 40–43.

Werk

Einzelnachweise

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