Steinmühle (Neuendettelsau)
Ortsteil der Gemeinde Neuendettelsau
From Wikipedia, the free encyclopedia
Steinmühle (fränkisch: Schdah-mil[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neuendettelsau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Steinmühle liegt in der Gemarkung Haag.[4]
Steinmühle Gemeinde Neuendettelsau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 18′ N, 10° 50′ O |
| Höhe: | 390 m ü. NHN |
| Einwohner: | 9 (31. Dez. 2013)[1] |
| Postleitzahl: | 91564 |
| Vorwahl: | 09874 |
Lage von Steinmühle in Neuendettelsau
| |
Steinmühle | |
Geographie
Die Einöde ist die vierte an der Aurach gelegene Mühle und heute noch in Betrieb. 0,5 km nordöstlich liegt die Flur Häslesfeld (431 m ü. NHN). Ein Wirtschaftsweg führt nach Steinhof (0,5 km nordwestlich) bzw. nach Wollersdorf zur Kreisstraße AN 17 (2,6 km östlich).[5]
Geschichte
Die Steinmühle wurde 1706 errichtet.[6] 1786 wurde ein Viertel von den Zugehörungen des Steinhofs abgetrennt und der Steinmühle zugewiesen. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort 1790 als „Steinmühl“.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Steinmühle zur Realgemeinde Haag. Das Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Steinmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 17 des Ortes Haag.[8] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.[9][10]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Steinmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Aich und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Aich zugeordnet.[11] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Steinmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Haag umgemeindet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Neuendettelsau eingemeindet.[9][12]
Baudenkmal
- Haag 17: eine ehemalige Wassermühle des Klosters Heilsbronn mit zweigeschossigem Satteldachbau, wohl 18. Jahrhundert, mit erhöhtem Mühlkanal, 18./19. Jahrhundert[13]
Einwohnerentwicklung
Religion
Steinmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Weißenbronn) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Franziskus (Neuendettelsau) gepfarrt.[24][28]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Steinmühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 433 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 177–178.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Manfred Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. Dissertation. Erlangen 2009, DNB 998940933, S. 360–361 (PDF; 11,1 MB).
Weblinks
- Steinmühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 3. September 2021.
- Steinmühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 14. September 2019.
- Steinmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 19. Februar 2025.

