TV Hüttenberg

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Der Turnverein 05/07 Hüttenberg e. V. (kurz: TV Hüttenberg) ist ein Sportverein aus Hüttenberg in Mittelhessen.

Schnelle Fakten
TV Hüttenberg
Logo des TV Hüttenberg
Voller Name Turnverein 05/07
Hüttenberg e. V.
Abkürzung(en) TVH
Gegründet1969
Vereinsfarben Blau, Weiß und Rot
Halle Sportzentrum Hüttenberg
Rittal Arena Wetzlar (Ausweich)
Sporthalle Gießen-Ost (Ausweich)
Plätze 1450
Präsident Markus Happel
Geschäftsführer Timm Schneider, Christoph Schöpfer
Trainer Stefan Kneer
Liga 2. Handball-Bundesliga
2024/25
Rang 3. Platz
Websitehuettenberg-handball.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National1. Platz Bundesliga Staffel Süd
1974
DHB-Pokalfinale
1977, 1978
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Bekannt wurde der Verein durch seine Handballmannschaft, die bis 1985 insgesamt fünfzehn Jahre lang in der Bundesliga spielte, davon acht Jahre in der eingleisigen Bundesliga. In den Jahren 2011 und – nach einem Durchmarsch aus der 3. Liga – 2017 kehrte der TV Hüttenberg für jeweils ein Jahr in die Bundesliga zurück. Seitdem spielt das Team in der 2. Bundesliga.

Chronik

Der TV Hüttenberg entstand 1969 durch den Zusammenschluss der Vereine TV Hochelheim (gegründet 1905) und TV Hörnsheim (gegründet 1907).[1] Einer der entscheidenden Auslöser für den Zusammenschluss war die Neu-Bildung der Gemeinde Hüttenberg im Jahr 1968. Beide Vereine waren bereits zuvor überregional als Handballhochburgen bekannt.

1968 wurde Rudolf Spengler Trainer. Er blieb dies bis 1979. Dies war die sportlich erfolgreichste Zeit des Vereins. Er erreichte 1972 den Aufstieg in die damals noch zweigleisige Bundesliga. 1974 wurde Hüttenberg Erster der Bundesliga Süd. 1977 und 1978 wurde der Club DHB-Vize-Pokalsieger und 1978/79 nahm er am Europapokal teil. Zur Saison 1979/80 übernahm Peter Barthelmey das Traineramt von dem nach elf Jahren ausscheidenden Rudolf Spengler. Die Mannschaft wurde Bundesliga-Vierter, geriet aber in der folgenden Saison in Abstiegsnöte. Rudolf Spenglers Sohn Horst Spengler, Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 1978, übernahm zusammen mit Klaus Meineke und Harald Ohly als Spielertrainer und rettete den TVH auf Rang neun.[2] Als Gründungsmitglied der eingleisigen Handball-Bundesliga hielt sich der Verein noch bis 1985 in der höchsten deutschen Spielklasse.

In den 1990er Jahren wurde der TV Hüttenberg durch den Lokalrivalen HSG Wetzlar überflügelt und musste für einige Jahre sogar den Gang in die Regionalliga antreten. 2004 gelang der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. 2011 konnte Hüttenberg als Zweiter in der 2. Bundesliga Süd die Relegationsspiele um den Aufstieg erreichen. Die Mannschaft setzte sich gegen GWD Minden durch und feierte den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Doch bereits in der folgenden Saison musste der TV Hüttenberg den sportlichen Abstieg in die 2. Bundesliga hinnehmen, aus welcher der TVH im Sommer 2015 erneut abstieg.[3] Nach einer erfolgreichen Saison 2015/16 in Liga 3 mit 54:6 Punkten folgte der Aufstieg in die 2. Bundesliga.[4]

Dank einer geschlossenen Leistung der Mannschaft um Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson erkämpfte sich der TVH in der Spielzeit 2016/17 einen respektablen zweiten Tabellenrang in der 2. Bundesliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Bundesliga. Mit dem erneuten Aufstieg nach 2011, nach einem „Herzschlagfinale“ am letzten Spieltag, gelang Hüttenberg als erstem Team seit dem Bestehen der eingleisigen zweiten Bundesliga ein Durchmarsch aus der 3. Liga bis in die Bundesliga.[5]

Am 23. Oktober 2017 trat Emir Kurtagic die Nachfolge von Eyjólfsson an.[6] Nach der 23:28-Niederlage gegen die Füchse Berlin am letzten Spieltag der Saison 2017/18, stieg Hüttenberg wieder in die 2. Bundesliga ab.[7] Im Winter 2020 löste der seitherige Co-Trainer Johannes Wohlrab Frederick Griesbach als Cheftrainer ab.[8] Zur Saison 2023/24 wurde der bisherige Co-Trainer Stefan Kneer Trainer der ersten Männermannschaft.[9] In der Spielzeit 2024/25 wurde der Bundesligaaufstieg am letzten Spieltag durch eine Niederlage beim Tabellenvierzehnten Eulen Ludwigshafen knapp verpasst.[10]

Maskottchen

Zum Start der Rückrunde der Saison 2017/18 in der Handball-Bundesliga stellte der TV Hüttenberg zum ersten Mal ein eigenes Maskottchen vor. Im Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig am 18. Spieltag betrat „Rollo“ die Spielfläche. Die Figur verkörpert dabei die Eigenschaften, die Hüttenberg in der bundesweiten Wahrnehmung ausmachen – Handball und Handkäse.[11]

„Rollo“ – Das TVH-Maskottchen

Spielstätten

Sportzentrum Hüttenberg

Der Verein trägt seine Heimspiele hauptsächlich im 1969 erbauten Sportzentrum Hüttenberg aus, das sich genau an der Grenze der beiden Dörfer Hörnsheim und Hochelheim befindet. Die Halle hat ein maximales Fassungsvermögen von 1600 Zuschauern, bei Bundesligaspielen jedoch meist reduziert auf 1450 Plätze. Neben dem Spielbetrieb der 1. Mannschaft wird die Halle vor allem auch als Heimspielstätte der Frauen- und Jugendmannschaften sowie als Trainingsanlage genutzt.

Sporthalle Gießen-Ost

Da die Hüttenberger Sporthalle nach dem Bundesliga-Aufstieg 2017 nicht die Anforderungen der HBL erfüllte, musste sich der Verein für die Saison 2017/18 nach einer neuen Spielstätte umsehen. Dazu wurden zunächst zahlreiche Möglichkeiten geprüft, unter anderem die Errichtung einer Leichtbauhalle auf dem Hüttenberger Festplatz. Schließlich konnte der TVH einen Großteil seiner Heimspiele in der Sporthalle Gießen Ost austragen.[12] Diese wird hauptsächlich vom Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers als Heimspielstätte genutzt. Bei Handballspielen bietet sie Platz für etwa 2600 Zuschauer.

Rittal Arena Wetzlar

Aufgrund der Auflagen während der COVID-19-Pandemie war es dem TV Hüttenberg in der Saison 2020/21 nicht möglich, seine Heimspiele vor Publikum in der Sporthalle in Hüttenberg zu absolvieren. Daher beschlossen die Hüttenberger Verantwortlichen ein Ausweichen auf die größere Rittal Arena Wetzlar. Die Heimspielstätte beheimatet auch die HSG Wetzlar und den RSV Lahn-Dill. Damit stand den Blau-Weiß-Roten für die Saison 2020/21 ein Spielort zur Verfügung, der immerhin 800 Zuschauer Corona-konform fassen konnte (anstatt der normalerweise rund 4500 Plätze).[13]

Saison 2025/26

Aktueller Kader

Weitere Informationen Nr., Name ...
Nr. Name Position Nationalität Geburtsdatum Größe im Verein seit
12Simon BöhneTWDeutscherDeutschland07.07.2000 1,88 m2016
55Yahav ShamirTWIsrael06.04.1999 1,85 m2024
3Philipp SchwarzLADeutscherDeutschland22.04.2002 1,90 m2007
10Paul OhlRMDeutscherDeutschland08.02.2003 1,92 m2024
11Lasse OhlKMDeutscherDeutschland25.02.2005 1,89 m2024
14Moritz ZörbKMDeutscherDeutschland26.10.1995 1,90 m2016
17Phil SpandauLADeutscherDeutschland16.05.2005 1,79 m2024
18Tim RüdigerRADeutscherDeutschland09.07.1998 1,70 m2023
19Vít ReichlKMTscheche15.06.1993 1,88 m2020
20Leif HaackRLDeutscherDeutschland22.06.2005 1,97 m2024
25Torsten AnselmRLDeutscherDeutschland20.01.2004 1,89 m2025
32Leon StehlRADeutscherDeutschland29.08.2006 1,90 m2025
34Paul KompenhansRMDeutscherDeutschland08.10.2002 1,91 m2022
47Danil DyatlovRRDeutscherDeutschland26.05.2004 1,90 m2025
51Hendrik SchreiberRM, RRDeutscherDeutschland15.05.1998 1,91 m2019
97David KuntscherRRDeutscherDeutschland15.02.2002 1,90 m2022
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Legende:

Trainer- und Betreuerstab

Weitere Informationen Name, Amt ...
Name Amt Nationalität Geburtsdatum
Stefan KneerCheftrainerDeutscherDeutschland19.12.1985
Fabian KraftCo-TrainerDeutscherDeutschland30.01.1993
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Transfers zur Saison 2025/26

Weitere Informationen Zugänge, Nation ...
Zugänge
Nation Name abgebender Verein
DeutschlandDeutschlandDanil Dyatlov[14]HBW Balingen-Weilstetten
DeutschlandDeutschlandTorsten Anselm[15]SG Pforzheim-Eutingen
DeutschlandDeutschlandLeon Stehl[16]MT Melsungen, Zweitspielrecht Hüttenberg
Stand: 7. Juli 2025
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Weitere Informationen Abgänge, Nation ...
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
DeutschlandDeutschlandNiklas Theiß[17]HSG Wetzlar
DeutschlandDeutschlandFinn Rüspeler[18]HSG Krefeld
DeutschlandDeutschlandTristan Kirschner[19]Ziel unbekannt
DeutschlandDeutschlandJohannes Klein[20]HSG Linden
Stand: 8. Juni 2025
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Transfers zur Saison 2026/27

Weitere Informationen Zugänge, Nation ...
Zugänge
Nation Name abgebender Verein
DeutschlandDeutschlandJulius Gümbel[21]HSG Dutenhofen/Münchholzhausen
Stand: 28. Januar 2026
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Weitere Informationen Abgänge, Nation ...
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
DeutschlandDeutschlandMoritz Zörb[22]Ziel unbekannt
Stand: 27. Januar 2026
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Bekannte ehemalige Spieler

  • Piotr Przybecki, ehemaliger polnischer Nationalspieler
  • Thomas Schäfer
  • Norbert Bach
  • Peter Barthelmey
  • Dieter Beckmann
  • Richard Boczkowski, 29-facher Nationalspieler, im Kader der deutschen Weltmeistermannschaft von 1978
  • Gennadij Chalepo, 72-facher belarussischer Nationalspieler
  • Walter Don, früherer deutscher Nationalspieler
  • Axel Huth, früherer deutscher Nationalspieler
  • Klaus Meineke, früherer deutscher Nationalspieler
  • Volker Michel, früherer deutscher Nationalspieler
  • Julius Mohr
  • Harald Ohly, 56-facher deutscher Nationalspieler
  • Staffan Olsson, 358-facher schwedischer Nationalspieler, Weltmeister von 1990 und 1999
  • Michael Paul, früherer deutscher Nationalspieler
  • Timm Schneider, früherer deutscher Nationalspieler und seit 2023 Geschäftsführer des TV Hüttenberg
  • Arne Rigterink (2004–2010), Geschäftsführer bei Rigterink Logistik GmbH & Co. KG[23]
  • Uli Schaus, früherer deutscher Nationalspieler
  • Horst Spengler, Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 1978, mit 147 Länderspielen zeitweiliger Rekordnationalspieler
  • Arno Böckling, früherer deutscher Nationalspieler
  • Klaus Wöller, früherer deutscher Nationalspieler

Bekannte ehemalige Trainer

Vereins-Platzierungen

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaPlatzBemerkung
1971/72Handball-Regionalliga Südwest1.Aufsteiger in die 1. Bundesliga
1972/73Bundesliga Süd2.Ausscheiden im Halbfinale gegen den Vertreter der Nord-Gruppe VfL Gummersbach
1973/74Bundesliga Süd1.Ausscheiden im Halbfinale gegen den Vertreter der Nord-Gruppe VfL Gummersbach
1974/75Bundesliga Süd3.
1975/76Bundesliga Süd6.
1976/77Bundesliga Süd3.Qualifikation für die eingleisige Bundesliga, Endspielteilnehmer um den DHB-Pokal
1977/781. Bundesliga5.Endspielteilnehmer um den DHB-Pokal
1978/791. Bundesliga7.Europacupteilnehmer
1979/801. Bundesliga4.
1980/811. Bundesliga9.
1981/821. Bundesliga10.
1982/831. Bundesliga8.
1983/841. Bundesliga10.
1984/851. Bundesliga13.Absteiger aus der 1. Liga
1985/862. Bundesliga Süd6.
1986/872. Bundesliga Süd4.
1987/882. Bundesliga Süd7.Halbfinalteilnahme im DHB-Pokal
1988/892. Bundesliga Süd7.
1989/902. Bundesliga Süd3.
1990/912. Bundesliga Süd2.
1991/922. Bundesliga Süd7.
1992/932. Bundesliga Süd8.
1993/942. Bundesliga Süd12.
1994/952. Bundesliga Süd15.
1995/962. Bundesliga Süd7.
1996/972. Bundesliga Süd14.
1997/982. Bundesliga Süd17.Relegation – Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd
1998/99Regionalliga Süd-West6.
1999/2000Regionalliga Süd-West8.
2000/01Regionalliga Süd-West4.3. Runde im DHB-Pokal
2001/02Regionalliga Süd-West4.
2002/03Regionalliga Süd-West2.
2003/04Regionalliga Süd-West1.Aufsteiger in die 2. Bundesliga
2004/052. Bundesliga Süd18.Nicht-Abstieg wg. Lizenzerteilung
2005/062. Bundesliga Süd8.
2006/072. Bundesliga Süd4.
2007/082. Bundesliga Süd9.
2008/092. Bundesliga Süd7.
2009/102. Bundesliga Süd4.
2010/112. Bundesliga Süd2.Aufsteiger in die 1. Bundesliga nach Sieg in der Relegation gegen GWD Minden
2011/121. Bundesliga17.Absteiger aus der 1. Liga
2012/132. Bundesliga10.
2013/142. Bundesliga16.
2014/152. Bundesliga19.Absteiger in die 3. Liga
2015/163. Bundesliga Ost1.Aufsteiger in die 2. Bundesliga
2016/172. Bundesliga2.Aufsteiger in die 1. Bundesliga
2017/181. Bundesliga18.Absteiger aus der 1. Liga
2018/192. Bundesliga10.
2019/202. Bundesliga15.
2020/212. Bundesliga13.
2021/222. Bundesliga4.
2022/232. Bundesliga13.
2023/242. Bundesliga12.
2024/252. Bundesliga3.
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Aufstieg
Abstieg

Jugendmannschaften

Der TV Hüttenberg spielte in der Saison 2024/25 in der B-Jugend-Bundesliga[24] und stellte in der Vergangenheit mehrere Hessenmeister.

Commons: TV Hüttenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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