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Taubitz (Gemeinde Lichtenau im Waldviertel)

Ortschaft im Bezirk Krems From Wikipedia, the free encyclopedia

Taubitz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Lichtenau im Waldviertel im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 92 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).[1] Bis Ende 1967 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Taubitz (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Taubitz
Taubitz (Gemeinde Lichtenau im Waldviertel) (Österreich)
Taubitz (Gemeinde Lichtenau im Waldviertel) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems (KR), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Krems an der Donau
Pol. Gemeinde Lichtenau im Waldviertel
Koordinaten 48° 28′ 43″ N, 15° 24′ 21″ Of1
Höhe 578 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 92 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 3,66 km² (31. Dez. 2023)
Postleitzahl 3522 Lichtenau im Waldviertel
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04274
Katastralgemeindenummer 12050
Zählsprengel/ -bezirk Taubitz (31324 003)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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f0
92

BW

Geografie

Das über die Landesstraße L7062 erreichbare Dorf befindet sich links der Krems auf einer Hochfläche und entwässert über einen Zubringer in den Herrngraben, einen linken Zufluss zur Krems. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 43 Adressen.[3]

Geschichte

Eine erste Ansiedlung dürfte in der Zeit zwischen 700 und 800 n. Chr. entstanden sein, als germanische und slawische Stämme begannen, das Land urbar zu machen. Der Name „Taubitz“ geht möglicherweise auf das altslawische Wort für Höhle, Erdhöhle oder Baumhöhle zurück, das heute im Tschechischen doupa oder im Slowenischen dupa heißt. Taubitz ist davon eine mit -ica gebildete Verkleinerungsform, die aus der Grundform dupica nach den Gesetzen der Zweiten Deutschen Lautverschiebung geformt wurde.

Die erste urkundliche Nennung des Ortes erfolgte im Jahr 1232, als Herzog Friedrich II. den Ort an das Kloster Klein-Mariazell schenkte. Die Ausstellung der Urkunde erfolgte in Grottendorf, wo Friedrich zur Jagd weilte, und dokumentiert, wie er seitens der Kirche bedrängt wurde. Das Kloster Klein-Mariazell veräußerte den Ort im Jahr 1283 an das Kloster Heiligenkreuz, um Schulden zu begleichen. Im 14. Jahrhundert scheint Stephan von Maissau als Lehensherr von Taubitz auf und in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gehörte Taubitz zur Herrschaft Dürnstein und kam später an das Stift Göttweig.

Um die Mitte dieses 17. Jahrhunderts war die freiherrliche Familie von Trautmannsdorf, genannt wird 1652 Adam Maximilian von Trautmannstorff, Inhaberin der Herrschaft Brunn, der neben 16 anderen Orten auch das Dorf Taubitz untertänig war, und im Jahre 1812 erwarb Josef Michael von Ehrenfels die Herrschaft Brunn mitsamt den zugehörigen Orten, somit auch Taubitz. Dieser hatte die Ortsobrigkeit bis zum Jahre 1848 inne.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 26 Häusern genannt, das nach Loiwein eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Brunn am Walde besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Gföhl ausgeübt und die Untertanen und Grundholde gehörten den Herrschaften Brunn, Gföhl und Els.[4] Im Jahr 1850 konstituierte sich der Ort als Gemeinde.

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1968 die damaligen Ortsgemeinden Allentsgschwendt, Ladings, Lichtenau, Loiwein und Taubitz.[2]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 4. Band: Gars bis Drosendorf. Anton Benko, Wien 1840, S. 146 (TaubitzInternet Archive).
  • Heinrich Hengstberger, Taubitz in Vergangenheit und Gegenwart, Orts- und familienkundliche Forschungen, Manuskript, Krems 1959
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 170.

Einzelnachweise

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