Trautenfurt
Gemeindeteil der Stadt Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern)
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Trautenfurt (fränkisch: Draudnfuat[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).[3] Trautenfurt liegt in der Gemarkung Fünfbronn.[4]
Trautenfurt Stadt Spalt | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 11′ N, 10° 54′ O |
| Höhe: | 368 m ü. NHN |
| Einwohner: | 2 (31. Dez. 2023)[1] |
| Postleitzahl: | 91174 |
| Vorwahl: | 09175 |
Geografie
Die Einöde liegt an der Fränkischen Rezat und ist im Norden wie auch im Süden von bewaldeten Anhöhen umgeben. Die Staatsstraße 2223 führt der Rezat entlang nach Spalt (2,3 km südöstlich) bzw. nach Nagelhof (0,8 km nordwestlich).[5]
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort um 1300 als „molendi[um] inferi[us]“ (= untere Mühle) in Abgrenzung zur rezataufwärts gelegenen Mühle Hohenrad. 1407 wurde sie „Trettenfurt“ genannt, 1719 erstmals „Trautsfurth“. Der Ortsname bezeichnete eine „Furt, durch die man treten kann“, d. h. leicht passierbar ist. Der Ort lag im Fraischbezirk des eichstättischen Pflegamtes Wernfels-Spalt. Grundherr der Mühle war das Kastenamt Spalt.[6][7]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Trautenfurt dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Fünfbronn und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Fünfbronn zugeordnet.[8][9] Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Juli 1972 nach Spalt eingegliedert.[9][10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Emmeram (Spalt) gepfarrt.[23] Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Michael (Fünfbronn) gepfarrt.[20]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Trautenfurth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 574 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Traufurth. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 220 (Digitalisat).
- Robert Schuh: Gunzenhausen (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 5). Michael Laßleben, Kallmünz 1979, ISBN 3-7696-9922-X, S. 310–311.
- Von der Stiegelmühle zur Hügelmühle. Teil 2: Hohenrad-, Trautenfurt-, Stadt- und Hirschmühle (= Heimatverein Spalter Land [Hrsg.]: Aus der Spalter Heimat. Folge 27). Spalt 1989, DNB 900877979.
Weblinks
- Trautenfurt in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 21. November 2021.
- Trautenfurt in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 29. Juni 2021.
- Trautenfurt im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 29. Juni 2021.