Tutu de feijão
Bohnengericht
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Tutu de feijão, auch Tutu, Ungui (u oder ü) oder Tutu à Mineira, ist eine typische Speise der brasilianischen Küche, die aus gekochten Bohnen zubereitet, angebraten und mit Maniok- oder Maismehl angedickt wird.[1]

Es wird normalerweise mit der typischen Küche von Minas Gerais[2] und São Paulo in Verbindung gebracht. Es ist aber auch in den Städten im Landesinneren des Bundesstaates Rio de Janeiro zu finden, vor allem wenn es mit schwarzen Bohnen zubereitet wird, sowie im Bundesstaat Paraná.
Etymologie
Das Wort „Tutu“ stammt ursprünglich aus der Kimbundusprache, welche eine Bantusprache ist, die am häufigsten in Angola gesprochen wird, ki'tutu.[1] „Ungui“ stammt wahrscheinlich aus einer afrikanischen Sprache.[3]
Zubereitung
Sie wird normalerweise mit gebratenen Speckstückchen, Zwiebeln und Knoblauch angebraten und mit Maniokmehl gemischt, wenn es schwarz ist, oder mit Maismehl, wenn es bräunlich ist. Die Bohnen können vor dem Anbraten im Mixer püriert werden, wodurch sie die Konsistenz von Maisbrei erhalten.[2]
Geschichte
Das Gericht hat seinen Ursprung vermutlich im Bundesstaat São Paulo, wo es Teil des als „Virado à Paulista“ bekannten Gerichts ist, das montags in den Kneipen und Restaurants der Hauptstadt São Paulo serviert wird.[4]
Im 16. Jahrhundert, als die Portugiesen, angezogen vom Reichtum an Gold und Diamanten, nach Brasilien kamen, kam es zu einer intensiven Vermischung der Kulturen, aus der heute sehr bekannte Gerichte hervorgingen.[5] Zu dieser Zeit waren die Städte vor allem aufgrund der raschen Einwanderung überfüllt, und es kam häufig zu Nahrungsmittelknappheit. Aufgrund der Knappheit mussten die schwarzen Köchinnen wenig Salz, welches damals eine teure Zutat war, verwenden und Gerichte aus Zutaten wie schwarzen Bohnen, Mais, Maniok, Früchten, Wurzeln und Blättern aller Art zubereiten. So entstand die Küche Minas Gerais' aus Einfachheit, ohne große Raffinessen, aber mit einer wichtigen Zutat: Kreativität.[5] Das Bohnengericht Tutu begleitet die Routen der alten Tropeiros.
Siehe auch
Weblinks
- Virado à paulista pode ser tombado in Jornal da Tarde im Internet Archive
- A História da Culinária Mineira in Guia de Restaurantes im Internet Archive
- Tutu de feijão in Paladar