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UEFA-Europa-League-Finale 2026

Endspiel von UEFA Europa League 2025/26 From Wikipedia, the free encyclopedia

Das UEFA-Europa-League-Finale 2026 war das Endspiel der UEFA Europa League 2025/26, der 55. Spielzeit des von der UEFA organisierten zweitklassigen Vereinsfußballturniers Europas und der 17. Saison seit der Umbenennung von UEFA-Pokal in UEFA Europa League. Es wurde am 20. Mai 2026 zwischen SC Freiburg und Aston Villa im Tüpraş Stadyumu in der türkischen Stadt Istanbul ausgetragen.

Schnelle Fakten
UEFA Europa-League-Finale 2026
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Aston Villa gewann das Spiel mit 3:0 und sicherte sich damit den ersten Titel in der UEFA Europa League und den zweiten europäischen Titel nach dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1982.[1] Als Sieger qualifizierte sich Aston Villa für den UEFA Super Cup 2026, wo der Verein gegen Paris Saint-Germain, Gewinner der UEFA Champions League 2025/26, antreten soll. Da Aston Villa sich bereits durch seine Leistung in der Premier League für die Ligaphase der UEFA Champions League 2026/27 qualifiziert hatte, wurde der für den Europa-League-Sieger reservierte Platz in der Gruppenphase frei und die Teilnehmerliste neu geordnet.

Hintergrund

Der SC Freiburg erreichte zum ersten Mal überhaupt ein europäisches Endspiel und peilte somit den ersten großen Titel an.[2][3] Freiburgs bisher bestes Ergebnis in der UEFA Europa League war das Achtelfinale, das er in den Saisons 2022/23 und 2023/24 erreichte.

Aston Villa erreichte zum ersten Mal das Endspiel in einer UEFA-Pokal- bzw. UEFA-Europa-League-Spielzeit und zugleich zum dritten Mal ein europäisches Endspiel, nachdem sie 1982 das Finale des Europapokals der Landesmeister und den Europäischen Supercup gewonnen hatten. Sie wollten ihren ersten großen Titel seit dem Gewinn des englischen League Cup 1995/96. Dies war ihr bestes Ergebnis im europäischen Vereinsfußballturnier über drei aufeinanderfolgende Spielzeiten nach 13 Jahren Abwesenheit. Zuvor waren sie im Halbfinale der UEFA Europa Conference League 2023/24 gegen den späteren Sieger Olympiakos Piräus ausgeschieden, bevor sie im Viertelfinale der UEFA Champions League 2024/25 gegen den späteren Sieger Paris Saint-Germain verloren. Ihr bisher bestes Ergebnis im UEFA-Pokal bzw. in der UEFA Europa League waren die Viertelfinals in den Saisons 1977/78 und 1997/98. Aston Villas Cheftrainer Unai Emery strebte seinen fünften UEFA-Cup/UEFA Europa-League-Titel an, der einen Rekord ausbauen würde, und den ersten mit einer nicht-spanischen Mannschaft, nachdem er drei Titel mit Sevilla (2014, 2015, 2016) und einen mit Villarreal (2021) gewonnen hatte. Dazwischen lag seine Niederlage mit Arsenal im Jahr 2019. Der englische Aston-Villa-Stürmer Tammy Abraham hatte sich außerdem zum Ziel gesetzt, der elfte Spieler, der alle drei großen europäischen Vereinsfußballstitel gewonnen hätte, und auch der erste, dem dies mit drei verschiedenen Vereinen gelungen ist, nachdem er die UEFA Champions League 2020/21 mit Chelsea und die UEFA Europa Conference League 2021/22 mit AS Rom gewonnen hatte, zu werden.

Auswahl des Austragungsortes

Am 17. Mai 2023 eröffnete die UEFA das Bewerbungsverfahren für das Finale, das parallel zum Verfahren für das Finale 2027 stattfand. Interessierte Verbände konnten sich für eines oder beide Endspiele bewerben. Zudem wurde jeder Verband nur ein UEFA-Finale pro Jahr zugesprochen. Die vorgeschlagenen Spielstätten mussten über Naturrasen verfügen und der Kategorie 4 gemäß dem UEFA-Stadioninfrastruktur-Reglement entsprechen, wobei eine Bruttokapazität von 40.000 bis 60.000 Plätzen bevorzugt wurde.

Am 17. Juli 2023 wurde das Einsenden für die Interessensbekundung abgeschlossen. Die UEFA gab am 18. Juli 2023 bekannt, dass vier Verbände im Rahmen des ersten Bewerbungsverfahrens Interesse an der Ausrichtung der Endrunden 2026 und 2027 bekundet hatten.[4] Am 26. Juli 2023 wurden die Bewerbungsunterlagen veröffentlicht. Am 15. November 2023 wurden alle vorläufige Bewerbungsunterlagen eingereicht und am 21. Februar 2024 alle endgültige Bewerbungsunterlagen.

Das Tüpraş Stadyumu in der türkischen Stadt Istanbul wurde vom UEFA-Exekutivkomitee während seiner Sitzung am 22. Mai 2024 in Dublin, Irland, als Austragungsort ausgewählt. Dies gab der türkische UEFA-Exekutivkomitee-Mitglied Servet Yardımcı vor dem UEFA-Europa-League-Finale 2024 in Dublin zwischen Atalanta Bergamo und Bayer 04 Leverkusen bekannt. Somit trug das Tüpraş Stadyumu das zweite Mal ein europäische Finale seit dem UEFA Super Cup 2019 zwischen UEFA-Champions-League-Sieger FC Liverpool und UEFA-Europa-League-Gewinner FC Chelsea statt.[5]

Weitere Informationen Verband, Stadion ...
Beworbene Verbände für die UEFA Europa League-Finale 2026 und 2027
VerbandStadionStadtKapazitätNotizen
Deutschland Deutscher Fußball-BundDeutsche Bank ParkFrankfurt am Main53.800Der DFB bewarb sich um die Austragung der UEFA-Conference-League-Finale 2026 und 2027 sowie der UEFA-Women’s-Champions-League-Finale 2026 und 2027 an verschiedenen Austragungsorten.
Vor der offiziellen Einreichung der Bewerbung wurden auch die Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf, die Veltins-Arena in Gelsenkirchen, die Red Bull Arena in Leipzig und die MHPArena in Stuttgart als mögliche Austragungsorte in Betracht gezogen.
Der Deutsche Bank Park wurde als Austragungsort des UEFA-Europa-League-Finales 2027 ausgewählt und der DFB wurde zum Gastgeber des UEFA-Conference-League-Finales-2026 ernannt.[6][7]
Rumänien Federația Română de FotbalArena NaționalăBukarest55.634
Schottland Scottish Football AssociationHampden ParkGlasgow51.866Das Stadion bewarb sich um die Austragung der UEFA-Conference-League-Finale 2026 und 2027 sowie der UEFA-Women’s-Champions-League-Finale 2026 und 2027.
Turkei Türkiye Futbol FederasyonuTüpraş StadyumuIstanbul42.684Das Stadion bewarb sich um die Austragung der UEFA-Conference-League-Finale 2026 und 2027.
Rams Park oder Şükrü Saracoğlu Stadı, die sich auch in der türkischen Stadt Istanbul befanden, wurden auch vor der offiziellen Angebotsabgabe als mögliche Veranstaltungsorte in Betracht gezogen.[7]
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Weg ins Finale

Anmerkung: Die Ergebnisse werden jeweils aus Sicht der Finalisten angegeben. (H: Heimspiel, A: Auswärtsspiel)

Weitere Informationen Deutschland SC Freiburg, Runde ...
Deutschland SC Freiburg Runde England Aston Villa
Gegner Ergebnis Ligaphase Gegner Ergebnis
Schweiz FC Basel 2:1 (H) 1. Spieltag Italien FC Bologna 1:0 (H)
Italien FC Bologna 1:1 (A) 2. Spieltag Niederlande Feyenoord Rotterdam 2:0 (H)
Niederlande FC Utrecht 2:0 (A) 3. Spieltag Niederlande Go Ahead Eagles Deventer 1:2 (A)
Frankreich OGC Nizza 3:1 (A) 4. Spieltag Israel Maccabi Tel Aviv 2:0 (H)
Tschechien Viktoria Pilsen 0:0 (A) 5. Spieltag Schweiz BSC Young Boys 2:1 (H)
Osterreich Red Bull Salzburg 1:0 (H) 6. Spieltag Schweiz FC Basel 2:1 (A)
Israel Maccabi Tel Aviv 1:0 (H) 7. Spieltag Turkei Fenerbahçe Istanbul 1:0 (A)
Frankreich OSC Lille 0:1 (A) 8. Spieltag Osterreich Red Bull Salzburg 3:2 (H)
Ligaphase Platz 7 Endstand Ligaphase Platz 2
Pl. Verein Sp. S U NTore Diff. Punkte
 5. Portugal FC Porto  8  5  2  1 013:700  +6 17
 6. Portugal Sporting Braga  8  5  2  1 011:500  +6 17
 7. Deutschland SC Freiburg  8  5  2  1 010:400  +6 17
 8. Italien AS Rom  8  5  1  2 013:600  +7 16
 9. Belgien KRC Genk  8  5  1  2 011:700  +4 16
Stand: Endstand
Tabelle
Pl. Verein Sp. S U NTore Diff. Punkte
 1. Frankreich Olympique Lyon  8  7  0  1 018:500 +13 21
 2. England Aston Villa  8  7  0  1 014:600  +8 21
 3. Danemark FC Midtjylland  8  6  1  1 018:800 +10 19
 4. Spanien Betis Sevilla  8  5  2  1 013:700  +6 17
 5. Portugal FC Porto  8  5  2  1 013:700  +6 17
Stand: Endstand
Gegner Gesamt Hinspiel Rückspiel K.-o.-Runde Gegner Gesamt Hinspiel Rückspiel
als 7. der Ligaphase direkt für das Achtelfinale qualifiziert Play-offs zum Achtelfinale als 2. der Ligaphase direkt für das Achtelfinale qualifiziert
Belgien KRC Genk 5:2 0:1 (A) 5:1 (H) Achtelfinale Frankreich OSC Lille 3:0 1:0 (A) 2:0 (H)
Spanien Celta Vigo 6:1 3:0 (H) 3:1 (A) Viertelfinale Italien FC Bologna 7:1 3:1 (A) 4:0 (H)
Portugal Sporting Braga 4:3 1:2 (A) 3:1 (H) Halbfinale England Nottingham Forest 4:1 0:1 (A) 4:0 (H)
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Zusammenfassung des Spiels

Igor Matanović kam bereits unmittelbar zu Beginn zu einem Abschluss per Kopf in der 1. Minute für SC Freiburg, ehe Aston Villa direkt den ersten Hochkaräter hatte. Youri Tielemans spielte einen Vertikalpass auf Ollie Watkins, der auf Morgan Rogers einsetzte. Rogers zog von der Strafraumgrenze ab und zwang SC-Freiburg-Torwart Noah Atubolu zu einer ersten Parade. Nach zehn Minuten schloss Rogers aus der Distanz ab und sein Schuss ging nur knapp rechts am Tor des SC Freiburg vorbei. Im Anschluss geschahen Zweikämpfe, Fouls und daraus resultierenden Unterbrechungen. Beleg dafür waren gleich drei Gelbe Karten in den ersten knapp 20 Minuten durch den französischen Schiedsrichter François Letexier. Auf Freiburger Seite wurde Philipp Treu verwarnt, bei Aston Villa Emiliano Buendía und Matty Cash.

Freiburg hielt mutig dagegen, verteidigte organisiert und arbeitete sich immer wieder in die Partie. Doch in den entscheidenden Situationen leistete sich die Defensive Nachlässigkeiten. Die beste Freiburger Chance in der ersten Hälfte hatte Nicolas Höfler, dessen Abschluss nach einer Standardsituation knapp am rechten Pfosten in der 17. Minute vorbeiging. Mehr offensive Durchschlagskraft entwickelte SC Freiburg jedoch selten.[8]

In der 41. Minute ging Aston Villa dank einer einstudierten Eckballvariante in Führung. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Rogers in den rechten Rückraum des Freiburger Strafraums, wo sich Tielemans freigelaufen hatte. Tielemans nahm den Ball direkt mit rechts und verwandelte links unten im SC-Freiburg-Tor zum 1:0 für Aston Villa. Wenig später hätte Buendía nach einer Flanke von links fast nachgelegt, doch der Abschluss des 29-Jährigen wurde im letzten Moment in der 43. Minute gehalten. Freiburg war nun angeknockt, der Gegen- war offensichtlich auch ein Wirkungstreffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Buendía auf Vorlage von John McGinn mit dem nächsten Tor aus 20 Metern Entfernung von halbrechts in den linken Winkel zu 2:0 für Aston Villa und gleichzeitig der Halbzeitstand.[9]

Beide Teams kehrten unverändert nach der Halbzeit auf den Rasen zurück. Freiburg agierte nun offensiver. Aston Villa stand tief, lauerte auf Ballgewinne und Konter und hatte durch Buendía den ersten Abschluss der zweiten Hälfte in der 50. Minute, doch dieser ging in die Arme von Atubolu. Freiburg hatte nun viel Ballbesitz, tat sich aber schwer, zu Gelegenheiten zu kommen. Stattdessen machte Aston Villa den Deckel drauf. Buendía tanzte auf der linken Seite Lukas Kübler aus. In der Mitte war Rogers schneller als Lienhart und spitzelte den Ball am ersten Pfosten zum 3:0 für Aston Villa in der 58. Minute ein.

Kurz darauf war Höflers letztes Profispiel beendet. Nach 61 Minuten verließ er den Platz und Lucas Höler kam für ihn. Der SC Freiburg gab sich in der Folge nicht auf, doch bis auf weitgehend ineffektiven Ballbesitz gestattete Aston Villa Freiburg nicht viel. Chancen und Abschlüsse blieben selten und ungefährlich. Auf der Gegenseite traf der eingewechselte Amadou Onana nach einer Ecke von McGinn per Kopf den Außenpfosten in der 70. Minute. In der 75. Minute hätte Buendia auf 4:0 für Aston Villa stellen können; jedoch chippte Buendía den Ball ans Außennetz. In der 79. Minute scheiterte dann McGinn aus aussichtsreicher Position an Atubolu. Das Spiel war jetzt entschieden und auf beiden Seiten gab es zahlreiche Spielerwechsel. Aston Villa agierte allerdings bis zum Schluss konzentriert und ließ in der Defensive kaum etwas anbrennen.

Am Ende des Finales wurde Johan Manzambi von der UEFA zum jungen Spieler der Europa League 2025/26 gewählt.[10] Aston-Villa-Trainer Unai Emery wurde zum vierten Trainer neben Giovanni Trapattoni, Carlo Ancelotti und José Mourinho, der seinen fünften Europapokalsieg gewinnen konnte. Aston Villa feierte zudem seinen ersten Europa-League-Titelgewinn und den ersten im Europapokal seit 1982 im Endspiel gegen Bayern München.[11]

Spieldaten

Weitere Informationen SC Freiburg, Aston Villa ...
SC Freiburg Aston Villa Aufstellung
SC Freiburg
Finale
20. Mai 2026 um 21:00 Uhr (MESZ) in Tüpraş Stadyumu
Ergebnis: 0:3 (0:2)
Zuschauer: 37.324
Schiedsrichter: François Letexier (Frankreich Frankreich) 1
Spielbericht
Aston Villa
Aufstellung SC Freiburg gegen Aston Villa
Aufstellung SC Freiburg gegen Aston Villa
Noah Atubolu – Lukas Kübler (73. Jordy Makengo), Matthias Ginter, Philipp Lienhart (61. Max Rosenfelder), Philipp Treu – Maximilian Eggestein, Nicolas Höfler (61. Lucas Höler), Niklas Beste (86. Christian Günter), Johan Manzambi, Vincenzo Grifo (C)ein weißes C in blauem Kreis (73. Derry Scherhant), Igor Matanović
Cheftrainer: Julian Schuster
Emiliano Martínez – Matty Cash, Ezri Konsa, Pau Torres (88. Tyrone Mings), Lucas Digne (81. Ian Maatsen) – Victor Lindelöf (66. Amadou Onana), Youri Tielemans (88. Douglas Luiz), John McGinn (C)ein weißes C in blauem Kreis, Morgan Rogers, Emiliano Buendía (81. Jadon Sancho), Ollie Watkins
Cheftrainer: Unai Emery (Spanien Spanien)
Tor 0:1 Youri Tielemans (41.)
Tor 0:2 Emiliano Buendía (45.+3)
Tor 0:3 Morgan Rogers (58.)
Gelbe Karten Philipp Treu (5.) Gelbe Karten Emiliano Buendía (15.), Matty Cash (21.), John McGinn (84.)
Spieler des Spiels: Emiliano Buendía
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1 
Assistenten: Frankreich Cyril Mugnier und Mehdi Rahmouni, Vierter Offizieller: Spanien Alejandro Hernández Hernández
Videoassistenten: Frankreich Jérôme Brisard, Frankreich Willy Delajod

Siehe auch

Einzelnachweise

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