Warmersdorf (Wachenroth)
Gemeindeteil des Marktes Wachenroth
From Wikipedia, the free encyclopedia
Warmersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Wachenroth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Warmersdorf hat eine Fläche von 2,293 km². Sie ist in 282 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8132,48 m² haben.[1][4]
Warmersdorf Markt Wachenroth | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 44′ N, 10° 41′ O |
| Höhe: | 330 m ü. NHN |
| Fläche: | 2,29 km²[1] |
| Einwohner: | 149 (31. Dez. 2022)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 65 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 96193 |
| Vorwahl: | 09548 |
Geografie
Das Dorf liegt weitestgehend von Waldgebieten umgeben am Hechtweihergraben (im Unterlauf Ailsbach genannt), einem linken Zufluss der Kleinen Weisach. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Buchfeld zur Kreisstraße ERH 22/BA 50 (0,9 km östlich) bzw. zur ERH 22/BA 50 (0,8 km nördlich) zwischen Buchfeld und Elsendorf.[5]
Geschichte
Warmersdorf wurde 1352 erstmals urkundlich erwähnt, als Hans von Lonnerstadt dort Zehntrechte erwarb. Das Kloster Michelsberg hatte im Ort grundherrliche Ansprüche. Ein Teil des Michelsberger Lehen, wechselte mehrfach den Lehensträger und gelangte 1534 schließlich an Sigmund Joachim von Egloffstein zu Mühlhausen. In Warmersdorf gab es auch ein Schlösschen, das 1632 während des Dreißigjährigen Kriegs abgebrannt wurde.[6] Das Hochgericht übte das Rittergut Mühlhausen aus, es hatte aber ggf. an das bambergische Centamt Wachenroth auszuliefern. Vom Castell’schen Amt Burghaslach wurde der bambergische Anspruch bestritten.[7]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Warmersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Unterwinterbach und der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Frimmersdorf zugewiesen. 1820 wurde Warmersdorf nach Mühlhausen umgemeindet, am 9. September 1854 schließlich nach Weingartsgreuth. Der gesamte Ort unterstand in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Mühlhausen (bis 1834).[8]
Am 1. Mai 1978 wurde Warmersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Wachenroth eingegliedert.[9]
Ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 16: Zugehöriger Stadel
- Haus Nr. 16: Barocke Türrahmung
Einwohnerentwicklung
Religion
Warmersdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und in die Weingartsgreuther Schlosskirche gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind in die Kuratie St. Laurentius (Elsendorf) gepfarrt.[18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Warmersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 104 (Digitalisat).
- Georg Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-München 1970, DNB 457004320, S. 137.
- Hanns Hubert Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1951, DNB 452071143, S. 137 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Warmersdorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 60 (Digitalisat).
- Franz Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt. Verlag für Behörden u. Wirtschaft, Hof (Saale) 1979, ISBN 3-921603-00-5, S. 179.
Weblinks
- Warmersdorf. In: wachenroth.de. Abgerufen am 8. August 2023.
- Warmersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 3. Oktober 2021.
- Warmersdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. Oktober 2019.
- Warmersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. Oktober 2019.