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Wirtschaft der Volksrepublik China

Überblick über die Wirtschaft in China From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Wirtschaft der Volksrepublik China gehört zu den größten Volkswirtschaften der Welt und spielt eine zentrale Rolle im internationalen Handel und in globalen Wertschöpfungsketten. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IMF) erreichte das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 etwa 19,4 Bio. US-Dollar, womit das Land rund 19 % des globalen nominalen BIP ausmachte. Gleichzeitig lag der Anteil Chinas am Welt-BIP auf Basis der Kaufkraftparität ebenfalls bei etwa 19–20 %. Diese Werte spiegeln die führende Rolle Chinas in der weltweiten Wirtschaftsleistung wider.[4]

Weltwirtschaftsrang2. (nominal) (2024)[1]
Umrechnungskurs1 EUR = 7,78 CNY
(Stand: 6. Juli 2018)
Handels-
organisationen
WTO, APEC
Schnelle Fakten Volksrepublik China, China Volksrepublik ...
Volksrepublik China
China Volksrepublik
Weltwirtschaftsrang 2. (nominal) (2024)[1]
Währung Renminbi (CNY)
Umrechnungskurs 1 EUR = 7,78 CNY
(Stand: 6. Juli 2018)
Handels-
organisationen
WTO, APEC
Kennzahlen
Bruttoinlands-
produkt (BIP)
18.748 Mrd. $ (nominal) (2024)
38.154 Mrd. $ (PPP) (2024)[1]
BIP pro Kopf 13.313 $ (nominal) (2024)
27.092 $ (PPP) (2024)[1]
BIP nach Wirtschaftssektor Landwirtschaft: 6,8 %
Industrie: 36,5 %
Dienstleistung: 56,7 % (2024)[2]
Wachstum   5,0 % (2024)[1]
Inflationsrate 0,2 % (2024)[1]
Gini-Index 35,7 (2021)[2]
Erwerbstätige 773,88 Mio. (2024)[2]
Erwerbstätige nach Wirtschaftssektor Landwirtschaft: 28,3 % (2016)
Industrie: 29,3 % (2016)
Dienstleistung: 42,4 % (2016)[2]
Erwerbsquote 68,9 % (2017)[3]
Arbeitslosenquote 4,6 % (2024)[2]
Außenhandel
Export $ 3.793 Mrd. (2024)[2]
Exportgüter Elektronik, Maschinen, Textilien(2023)[2]
Exportpartner USA: 13 %
Hongkong: 8 %
Japan: 5 %
Deutschland: 5 %
Südkorea: 4 % (2023)[2]
Import $ 3.254 Mrd. (2024)[2]
Importgüter Erdöl- und Erdgas, Eisenerz, Elektronik, Gold (2023)[2]
Importpartner Südkorea: 7 %
USA: 7 %
Japan: 6 %
Australien: 6 %
Russland: 6 % (2023)[2]
Außenhandelsbilanz 539 Mrd. $ (2024)[2]
Öffentliche Finanzen
Öffentliche Schulden 88,3 % des BIP (2024)[1]
Staatseinnahmen 25,6 % des BIP (2024)[1]
Staatsausgaben 32,9 % des BIP (2024)[1]
Haushaltssaldo −7,3 % des BIP (2024)[1]
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Das Wirtschaftssystem der Volksrepublik China wird offiziell als sozialistische Marktwirtschaft bezeichnet. Diese Bezeichnung ist seit einer Verfassungsänderung im Jahr 1993 in Artikel 15 der Verfassung verankert. Das System verbindet marktwirtschaftliche Elemente wie Wettbewerb, private Unternehmensformen und Preisbildung mit einer weiterhin bedeutenden Rolle des Staates. Staatseigene Unternehmen nehmen insbesondere in strategischen Sektoren wie Energie, Telekommunikation, Finanzwesen und Schwerindustrie eine zentrale Stellung ein. In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur wird die chinesische Wirtschaftsordnung daher häufig als staatsgeprägte oder staatsdominierte Marktwirtschaft charakterisiert.[5]

Die Wirtschaftsstruktur zeigt eine zunehmende Bedeutung des tertiären Sektors; Dienstleistungen und moderne Industrien tragen zunehmend zum Wachstum bei, während Investitionen und der Immobiliensektor aktuell eine geringere Wachstumsdynamik aufweisen. Chinas Außenhandel bleibt ein starker Wachstumsmotor: 2025 verzeichnete das Land – trotz globaler Unsicherheiten – weiterhin deutliche Exportzuwächse.[6]

Seit den 2010er Jahren steht die chinesische Wirtschaft vor einem strukturellen Wandel. Angestrebt wird eine stärkere Ausrichtung auf Binnenkonsum, technologische Innovation, Dienstleistungen und nachhaltige Entwicklung. Gleichzeitig sieht sie sich Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, einer hohen Verschuldung einzelner Wirtschaftssektoren, regionalen Disparitäten sowie handelspolitischen Spannungen mit wichtigen Wirtschaftspartnern gegenüber.[7]

Historische Entwicklung

Nach der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 wurde eine zentral gelenkte Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild aufgebaut, die auf Verstaatlichung von Industrie und Landwirtschaft sowie staatliche Produktionsvorgaben beruhte. Kampagnen wie der Große Sprung nach vorn (1958–1961) und die Kulturrevolution (1966–1976) führten zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen und Produktivitätsverlusten. Mit der Reform- und Öffnungspolitik unter Deng Xiaoping ab 1978 begann schrittweise die Einführung marktwirtschaftlicher Elemente, darunter die Entkollektivierung der Landwirtschaft, die Zulassung privater Unternehmen und die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen. In den 1990er Jahren wurde das Konzept der sozialistischen Marktwirtschaft offiziell verankert und der staatliche Sektor reformiert. Der Beitritt zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001 beschleunigte die Integration Chinas in die Weltwirtschaft und trug zu einer Phase anhaltend hoher Wachstumsraten bei. Seit den 2010er Jahren verlangsamt sich das Wachstum, während die Wirtschaft einen strukturellen Wandel hin zu stärkerem Binnenkonsum, Dienstleistungen und technologischer Innovation durchläuft.[8]

Wirtschaftsstruktur

Die Wirtschaftsstruktur der Volksrepublik China hat sich seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik Ende der 1970er Jahre grundlegend gewandelt. Während die Volkswirtschaft in den 1950er und 1960er Jahren stark agrarisch geprägt war, entwickelte sich China seit den 1990er Jahren zu einer industriell dominierten Exportwirtschaft. Seit den 2010er Jahren gewinnt der Dienstleistungssektor zunehmend an Bedeutung, sodass sich die Wirtschaftsstruktur schrittweise in Richtung einer stärker konsum- und dienstleistungsorientierten Volkswirtschaft verschiebt.[9]

Sektorale Struktur

Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes entfielen im Jahr 2024 auf den Primärsektor (Landwirtschaft) rund 7 % des Bruttoinlandsprodukts, den Sekundärsektor (Industrie und Bauwesen) etwa 37 %, den Tertiärsektor (Dienstleistungen) rund 57 %.[10]

Trotz des Bedeutungszuwachses des Dienstleistungssektors bleibt der Industrieanteil im internationalen Vergleich hoch. Die Weltbank weist darauf hin, dass China weiterhin eine der größten industriellen Produktionskapazitäten weltweit besitzt, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe.[11]

In beschäftigungspolitischer Hinsicht ist der landwirtschaftliche Sektor weiterhin bedeutender als sein Anteil am BIP vermuten lässt, wenngleich die Urbanisierung und der Strukturwandel den Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten langfristig reduzieren.[12]

Eigentumsformen und Unternehmensstruktur

Kennzeichnend für die chinesische Wirtschaftsstruktur ist die Koexistenz staatlicher, kollektiver und privater Unternehmen. Staatseigene Unternehmen (State-Owned Enterprises, SOEs) nehmen insbesondere in strategischen Sektoren wie Energie, Telekommunikation, Finanzwesen, Verkehr und Schwerindustrie eine zentrale Stellung ein. Eine eigene Behörde, die Kommission zur Kontrolle und Verwaltung von Staatsvermögen, kontrolliert diese Staatsunternehmen. Gleichzeitig hat der private Sektor seit den 1990er Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und trägt maßgeblich zur Beschäftigung, Innovation und Exportleistung bei. Seit Mitte der 2010er werden Staatsunternehmen wieder stärker gefördert, da sie für wirtschaftliche Stabilität eingesetzt werden können.[13][14]

Regionale Disparitäten

Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas weist deutliche regionale Unterschiede auf. Küstenprovinzen wie Guangdong, Jiangsu und Zhejiang sowie Metropolregionen wie Shanghai und Shenzhen verzeichnen im langfristigen Vergleich höhere Pro-Kopf-Einkommen und stärkere Industrialisierung als viele Binnen- und Westprovinzen. Zur Verringerung dieser Disparitäten verfolgt die Zentralregierung seit den 2000er Jahren Programme zur Förderung des westlichen und zentralen Landesteils (Chinas Go-West-Strategie).[15]

Wirtschaftsleistung der einzelnen Provinzen

Die wirtschaftliche Leistungskraft der einzelnen Provinzen bzw. regierungsunmittelbaren Städte oder autonomen Regionen ist sehr unterschiedlich. Die folgende Tabelle gibt die regionalen BIP-Daten des Jahres 2022 wieder und die Anteile der verschiedenen Wirtschaftssektoren am BIP.[16]

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung in Prozent des nationalen Durchschnitts 2022, Grüntöne = über dem Landesdurchschnitt, Rottöne = darunter
Weitere Informationen Verwaltungs- einheit, BIP gesamt ...
Wirtschaftsleistung (BIP) in absoluten Zahlen und pro Kopf der Bevölkerung,
sowie Anteile der Wirtschaftssektoren am BIP in absoluten Zahlen und Prozent[16]
(Absolutzahlen in 100 Mio. Yuan)
Verwaltungs-
einheit
BIP
gesamt
Primär-
sektor
Sekundär-
sektor
Tertiär-
sektor
BIP
pro Kopf
(in Yuan)
% Primär-
sektor
% Sekundär-
sektor
% Tertiär-
sektor
Peking41.6111126.60534.894190.3130,3 %15,9 %83,9 %
Tianjin16.3112736.0399.999119.2351,7 %37,0 %61,3 %
Hebei42.3704.41017.05020.91056.99510,4 %40,2 %49,4 %
Shanxi25.6431.34013.84110.46173.6755,2 %54,0 %40,8 %
Innere Mongolei23.1592.65411.2429.26396.47411,5 %48,5 %40,0 %
Liaoning28.9752.59811.75614.62268.7759,0 %40,6 %50,5 %
Jilin13.0701.6894.6286.75355.34712,9 %35,4 %51,7 %
Heilongjiang15.9013.6104.6497.64251.09622,7 %29,2 %48,1 %
Shanghai44.6539711.45833.097179.9070,2 %25,7 %74,1 %
Jiangsu122.8764.95955.88962.028144.3904,0 %45,5 %50,5 %
Zhejiang77.7152.32533.20542.185118.4963,0 %42,7 %54,3 %
Anhui45.0453.51418.58822.94373.6037,8 %41,3 %50,9 %
Fujian53.1103.07625.07824.956126.8295,8 %47,2 %47,0 %
Jiangxi32.0752.45214.36015.26470.9237,6 %44,8 %47,6 %
Shandong87.4356.29935.01446.12286.0037,2 %40,0 %52,8 %
Henan61.3455.81825.46530.06262.1069,5 %41,5 %49,0 %
Hubei53.7354.98721.24127.50892.0599,3 %39,5 %51,2 %
Hunan48.6704.60319.18324.88573.5989,5 %39,4 %51,1 %
Guangdong129.1195.34052.84470.935101.9054,1 %40,9 %54,9 %
Guangxi26.3014.2708.93913.09352.16416,2 %34,0 %49,8 %
Hainan6.8181.4181.3114.09066.60220,8 %19,2 %60,0 %
Chongqing29.1292.01211.69415.42390.6636,9 %40,1 %52,9 %
Sichuan56.7505.96421.15729.62867.77710,5 %37,3 %52,2 %
Guizhou20.1652.8617.11310.19052.32114,2 %35,3 %50,5 %
Yunnan28.9544.01210.47114.47161.71613,9 %36,2 %50,0 %
Tibet2.1331808051.14858.4388,4 %37,7 %53,8 %
Shaanxi32.7732.57515.93314.26482.8647,9 %48,6 %43,5 %
Gansu11.2021.5153.9455.74144.96813,5 %35,2 %51,3 %
Qinghai3.6103801.5861.64460.72410,5 %43,9 %45,5 %
Ningxia5.0704082.4492.21369.7818,0 %48,3 %43,7 %
Xinjiang17.7412.5097.2717.96168.55214,1 %41,0 %44,9 %
China gesamt[17]1.210.20788.345483.165638.69885.6987,3 %39,9 %52,8 %
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Bemerkung: Sämtliche Angaben der obenstehenden Tabelle sind dem China Statistical Yearbook 2022 entnommen. dort sind die nationalen und die provinzbezogenen BIP-Angaben in separaten Tabellen aufgeführt. Bei Aufsummierung der Provinz-Zahlen ergeben sich Zahlen, die von denen des nationalen BIP abweichen (Abweichung < 1 Prozent). Möglicherweise handelt es sich um Rundungsfehler.

Industrie und Schlüsselbranchen

Die Industrie bildet weiterhin einen zentralen Pfeiler der Wirtschaftsstruktur der Volksrepublik China. China ist seit den 2010er Jahren einer der weltweit größten Industriestandorte und verfügt über umfassende Produktionskapazitäten entlang nahezu aller industriellen Wertschöpfungsketten. Das verarbeitende Gewerbe trägt erheblich zur Wertschöpfung, Beschäftigung und Exportleistung bei. Zu den wichtigsten Industriebranchen zählen: Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik- und Informationstechnologie, Automobilindustrie (insbesondere Elektromobilität), Stahl- und Chemieindustrie, Bauwesen und Infrastruktur.[18]

China ist der größte Automobilmarkt der Welt und einer der führenden Produzenten von Elektrofahrzeugen und Batterietechnologie.[19] Im Bereich erneuerbarer Energien – besonders bei der Produktion von Solarzellen und Windkraftanlagen – nimmt China eine führende Stellung ein.

Verarbeitendes Gewerbe

Das verarbeitende Gewerbe bleibt trotz der strategischen Förderung des Dienstleistungssektors ein zentrales Element der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Exportstruktur.[20]

Maschinenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau zählt zu den tragenden Säulen der chinesischen Industrie. Produziert werden unter anderem Werkzeugmaschinen, Baumaschinen, Energieanlagen, Schienenfahrzeuge sowie industrielle Ausrüstungen für Exportmärkte. Die Branche profitierte insbesondere von großangelegten Infrastrukturinvestitionen im Inland sowie Ausland. Gleichzeitig verfolgt die Regierung das Ziel, die technologische Eigenständigkeit in hochwertigen Industrieanlagen zu erhöhen.[21]

Elektronik

China ist einer der weltweit größten Produzenten von Unterhaltungselektronik, Telekommunikationsgeräten und Computertechnik. Zahlreiche multinationale Unternehmen betreiben Produktionsstätten im Land. Gleichzeitig sind chinesische Unternehmen in Bereichen wie Smartphones, Netzwerktechnik und Komponentenfertigung global präsent.[22]

Textilindustrie

Die Textil- und Bekleidungsindustrie spielte eine zentrale Rolle in der frühen Phase des exportgetriebenen Wachstums. China entwickelte sich seit den 1980er Jahren zum weltweit größten Textilproduzenten und -exporteur. In jüngerer Zeit verlagerte sich ein Teil der arbeitsintensiven Produktion in Länder mit niedrigeren Lohnkosten, während in China höherwertige Segmente und technische Textilien an Bedeutung gewannen.[23]

Automobilindustrie (inkl. Elektromobilität)

China ist der größte Automobilmarkt der Welt und zugleich einer der größten Produzenten von Kraftfahrzeugen. Neben internationalen Herstellern haben sich zahlreiche chinesische Unternehmen etabliert. Besonders dynamisch entwickelte sich seit den 2010er Jahren der Markt für Elektrofahrzeuge. China ist sowohl führend bei der Produktion von Elektroautos als auch bei der Herstellung von Batterien und Komponenten für Elektromobilität. Die Elektromobilität wird durch staatliche Förderprogramme, Industriepolitik und Infrastrukturinvestitionen unterstützt.[24]

Technologie und Innovation

Seit den 2010er Jahren verfolgt China das Ziel, von einem überwiegend produktionsorientierten Standort zu einer innovationsgetriebenen Volkswirtschaft aufzusteigen. Forschungsausgaben, Patentanmeldungen und technologische Eigenentwicklungen haben in diesem Zusammenhang deutlich zugenommen.[25]

Halbleiter

Die Halbleiterindustrie gilt als strategischer Schlüsselbereich. China ist einer der größten Absatzmärkte für Halbleiter, ist jedoch bei Hochleistungs-Chips teilweise von Importen abhängig. Die Regierung fördert daher den Aufbau eigener Produktionskapazitäten und technologischer Kompetenzen, insbesondere im Kontext internationaler Handels- und Technologiebeschränkungen.[26]

Künstliche Intelligenz (KI)

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz zählt China zu den weltweit führenden Akteuren. Staatliche Förderprogramme und umfangreiche Datenbestände begünstigten die Entwicklung von Anwendungen in Bereichen wie Gesichtserkennung, autonomes Fahren und industrielle Automatisierung. Internationale Studien weisen darauf hin, dass China sowohl bei KI-Patenten als auch bei wissenschaftlichen Publikationen zu den Spitzenreitern gehört.[27]

Telekommunikation

Die Telekommunikationsbranche ist ein weiterer strategischer Sektor. Chinesische Unternehmen zählen zu den führenden Anbietern von 5G-Infrastruktur und Netzwerktechnik. Der Ausbau digitaler Netze gilt als zentraler Bestandteil der wirtschaftlichen Modernisierung.[28]

Made in China 2025

Mit dem industriepolitischen Programm Made in China 2025 verfolgt die Regierung das Ziel, die technologische Wettbewerbsfähigkeit in strategischen Zukunftsbranchen zu erhöhen, darunter Robotik, Luft- und Raumfahrt, Elektromobilität, Informationstechnologie und Biotechnologie. Das Programm zielt auf die Reduzierung technologischer Abhängigkeiten und die Stärkung einheimischer Innovation ab und wurde international teilweise kritisch diskutiert.[29][30]

Energiewirtschaft

Shanghai, das Finanzzentrum Chinas; 2016
Kohlemine in der Inneren Mongolei; 2005
Kernkraftwerk Qinshan, Provinz Zhejiang; 2009
Chinesische Spitzentechnologie: CPV-Konzentratorzellen auf zweiachsigen Solartrackern in Golmud, Autonomer Bezirk Haixi, Provinz Qinghai; 2014

Durch die rasche Industrialisierung sowie den Anstieg des Lebensstandards (Lebensqualität) stieg der Energiebedarf stark an. Im Jahr 1985 wurde etwa dreizehnmal soviel Energie verbraucht wie im Jahr 1957. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Energie liegt im Vergleich niedrig bei etwa der Hälfte des internationalen Schnitts und bei etwa einem Zehntel des Pro-Kopf-Verbrauches der Vereinigten Staaten. Deshalb kann ein weiteres starkes Ansteigen des Energiebedarfs prognostiziert werden.

Das Jahr 1990 markierte einen ersten Wendepunkt in der Energieversorgung: China wurde zum Nettoimporteur von Energie. Ende 1993 wurde China auch zum Nettoimporteur von Rohöl. Im Juli 2010 wurde China zum größten Energieverbraucher der Welt.[31] Ein wichtiger Faktor für den Anstieg des Energieverbrauchs und damit auch der Kohlenstoffdioxidemissionen ist auf die Rolle Chinas als „Werkbank der Welt“ zurückzuführen, d. h. auf Produktion von Exportgütern für den Konsum in anderen Staaten. Zwischen 2002 und 2008 war die Exportgüterproduktion für etwa 48 % der gesamten Kohlenstoffdioxidproduktion Chinas verantwortlich.[32]

Im September 2016 ratifizierte China das auf der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 beschlossene Klimaschutzvertrag. Dieser sieht vor, die globale Erwärmung auf möglichst 1,5 °C, aber auf jeden Fall unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.[33]

Kohle

Kohle ist Chinas wichtigster Energieträger. 2023 lag der Anteil am chinesischen Gesamtenergieverbrauch bei 61 %, wobei der relative Anteil seit Jahren rückläufig ist.[34] 2013 erreichte der Kohleverbrauch in China seinen Höchststand (eine andere Statistik nennt 2014), anschließend fiel der Verbrauch wieder, 2014 um 2,9 %, 2015 um 3,6 %. Da dieser Rückgang des Kohleverbrauches trotz eines Wirtschaftswachstums von 7,3 bzw. 6,9 % erzielt wurde, womit das Wachstum vom Kohleverbrauch entkoppelt wurde, wird dieser Rückgang von einem Teil der Forscher als eine dauerhafte Trendwende in der chinesischen Energiepolitik sowie ein wichtiger Schritt bei den weltweiten Klimaschutzbemühungen betrachtet.[35] Mit dem sinkenden Brennstoffverbrauch durch die um 63 TWh niedrigere Kohlestromproduktion gingen auch die CO2-Emissionen zurück, in den ersten 4 Monaten 2015 um 5 %.[36] Das entspricht der gesamten Kohlenstoffdioxidproduktion von Großbritannien. Parallel wurden ca. 1000 Kohleminen geschlossen.[37]

2016 lag die installierte Leistung mit 1646 GW an zweiter Stelle und bzgl. der jährlichen Erzeugung mit 6,142 Billionen kWh an erster Stelle in der Welt. Mitte der 1990er-Jahre hatte die installierte Leistung noch bei 215 GW und die jährliche Erzeugung bei 994 Mrd. kWh gelegen.[38]

Erneuerbare Energien

Im Bereich Wasserkraft besitzt das Land eine technisch ausbeutbare Kapazität von 574 GW; 70 % davon aus Flüssen der Provinzen Sichuan, Yunnan und Tibet. Bis Ende 2009 wurden etwa 197 GW erschlossen. Ende April 2010 befanden sich 67 GW neuer Kraftwerke in Bau, das größte davon ist ein Projekt am Brahmaputra in Tibet.[39] Das weltweit größte Wasserkraftwerk ist der Drei-Schluchten-Damm. 2016 waren in der Volksrepublik Wasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von 331,11 GW in Betrieb; davon waren 26,72 GW Pumpspeicherkraftwerke. Die Jahreserzeugung der Wasserkraftwerke betrug im selben Jahr 1,18 Billionen kWh. Die installierte Leistung der Wasserkraftwerke in China stellte 2016 mehr als ein Viertel der weltweiten Wasserkraftwerkskapazität dar.[40] Der Anteil der Wasserkraftwerke an der installierten Leistung aller Kraftwerke in der Volksrepublik lag 2016 bei 20,2 %. Insgesamt existieren mehrere Hundert Wasserkraftwerken in China.

China setzt seit etwa 2006 stark auf erneuerbare Energien. 2013 deckten erneuerbare Energien (Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen usw.) ca. 20,4 % des chinesischen Strombedarfs.[41] Im gleichen Jahr investierte China erstmals mehr in erneuerbare Energien als in Kohlekraftwerke und baute mehr als 12 GW Photovoltaik-Kapazität zu – mehr als jemals ein Land in diesen Sektor investierte. Damit verdoppelte China seine Photovoltaik-Kapazitäten und plant einen Zubau von weiteren 14 GW jährlich. Insgesamt wurden 2013 in China rund 57 GW regenerative Erzeugungskapazitäten installiert (zum Vergleich: Kohle: 39,7 GW).[42]

Im Jahr 2014 stieg die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stark an. Gegenüber dem Vorjahr wurden ca. 242 TWh Ökostrom mehr produziert, vor allem aus Wasserkraft. Insgesamt liegt der chinesische Stromverbrauch bei ca. 6000 TWh, was etwa das 10fache der deutschen Stromerzeugung ist.[36] Der Ausbau von Photovoltaik wird von der chinesischen Regierung stark vorangetrieben. Die chinesischen Nationalen Energieagentur hat ihre Ausbauziele zuletzt um 30 % erhöht und 2015 Deutschland als größten Installateur von Photovoltaik sowohl insgesamt (21,3 GW) als auch pro Kopf der Bevölkerung der neu installierten Leistung (16,3 W) überholt.[43] Bis 2030 sollen erneuerbare Energien ca. 20 % des gesamten Primärenergiebedarfes decken.[44]

Bei der Windenergie ist China weltweit Spitzenreiter. Ende 2017 waren Windkraftanlagen mit zusammen 188,2 GW installiert, womit China klar vor den USA mit 89,1 GW und Deutschland mit 56,1 GW lag. Damit steht gemessen an der Leistung ca. jede dritte Windkraftanlage weltweit in China.[45] Bis 2030 soll der Windstromanteil verdreifacht bis verfünffacht werden.[44] Mit Stand 2016 ist die Windenergie nach der Kohleverstromung und der Wasserkraft der drittwichtigste Stromlieferant.[46]

China ist zudem Weltmarktführer im Bereich Solarthermie. 2012 wurden alleine in China 63.900.000 m² solarthermische Kollektorfläche neu installiert, der Löwenanteil der 72.913.000 m², die in diesem Jahr weltweit neu in Betrieb genommen wurden.[47] Zum Vergleich: In Europa waren 2004 etwa 14 Mio. m² installiert, in China etwa 64 Mio. m². Bis 2020 wird in China eine installierte Gesamt-Kollektorfläche von 270 Mio. m² prognostiziert.[48]

Es gibt mehrere Atomkraftwerke in der Volksrepublik China. Das erste chinesische Kernkraftwerk liegt in Qinshan (Provinz Zhejiang) und ist seit 1991 am Netz. Mit Stand März 2014 waren 21 Reaktorblöcke mit einer Nennleistung von 16,9 GW in Betrieb. 28 weitere Kraftwerksblöcke mit einer Leistung von 27,7 GW waren in Bau[49], weitere Kraftwerke sind geplant. Im Jahr 2013 lieferten Kernkraftwerke 110,7 TWh elektrischer Energie. Damit trugen Kernkraftwerke mit 2,11 % zur gesamten Stromerzeugung Chinas bei.[50]

Finanzsystem

Das Finanzsystem der Volksrepublik China ist überwiegend bankendominiert und zeichnet sich durch eine starke Rolle staatlicher Institutionen aus. Es umfasst das Bankenwesen, Kapitalmärkte, Versicherungen sowie zunehmend digitale Finanzdienstleistungen. Die Regulierung erfolgt durch staatliche Aufsichtsbehörden, während die Geldpolitik von der Zentralbank gesteuert wird.

Bankenwesen

Der Bankensektor bildet den Kern des chinesischen Finanzsystems. Die größten Geschäftsbanken befinden sich mehrheitlich in staatlichem Besitz und zählen gemessen an der Bilanzsumme zu den größten Banken der Welt. Dazu gehören unter anderem die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), die China Construction Bank (CCB), die Agricultural Bank of China (ABC) sowie die Bank of China (BoC). Neben den Großbanken existieren zahlreiche regionale Banken, ländliche Kreditgenossenschaften sowie politische Entwicklungsbanken wie die China Development Bank. Der IWF weist darauf hin, dass der staatliche Einfluss im Kreditvergabesystem weiterhin erheblich ist und Finanzströme häufig industrie- und strukturpolitischen Zielen folgen.[51]

Kapitalmarkt

Die chinesischen Kapitalmärkte haben seit den 1990er Jahren erheblich an Bedeutung Die wichtigsten Börsen sind die Shanghai Stock Exchange und die Shenzhen Stock Exchange. An dritter Stelle befindet sich die Beijing Stock Exchange. Als Waren- und Terminbörsen, gelten die folgenden Börsen: Zhengzhou Commodity Exchange, Shanghai Futures Exchange, China Financial Futures Exchange, Dalian Commodity Exchange und die China Securities Depository and Clearing Corporation als Clearingstelle. Zusätzlich besteht mit der Börse in Hongkong eine international stark integrierte Handelsplattform. Die Marktkapitalisierung der chinesischen Aktienmärkte zählt zu den größten weltweit.[52]

Die Leitindizes der Volkswirtschaft sind der SSE Composite Index und der CSI 300.

Geldpolitik und Zentralbank

Die Geldpolitik wird von der People's Bank of China (PBoC) gesteuert. Zu ihren Instrumenten zählen Leitzinsen, Mindestreservesätze für Banken sowie gezielte Liquiditätsmaßnahmen. Anders als viele westliche Zentralbanken verfolgt die PBoC neben Preisstabilität auch Ziele wie Wirtschaftswachstum und Finanzstabilität.[53]

Der Renminbi (RMB) ist die offizielle Währung der Volksrepublik China. Das Wechselkurssystem gilt als verwaltet flexibel, wobei die Zentralbank Einfluss auf die tägliche Bandbreite der Wechselkursbewegungen nimmt. Seit 2016 ist der Renminbi Bestandteil des Währungskorbs der Sonderziehungsrechte (SZR) des IWF.[54]

Staatsfonds

Die Volksrepublik verfügt über diverse Staatsfonds, die über verschiedene Behörden, Banken gesteuert werden und strategische, politische ökonomische ökonomische Ziele verfolgen. Zusammen genommen wäre die Summe des Vermögens aller Fonds – der Volkswirtschaft entsprechend – die größte der Welt. Zu den Fonds gehören: die China Investment Corporation, das Staatliche chinesische Devisenamt, der National Council for Social Security Fund und der China-Africa Development Fund.[55][56][57][58]

Finanzielle Risiken und Reformen

Internationale Organisationen verweisen auf strukturelle Risiken im chinesischen Finanzsystem, darunter eine hohe Gesamtverschuldung, insbesondere im Unternehmens- und Immobiliensektor, sowie Verflechtungen zwischen lokalen Regierungen und Finanzinstituten.[59]

Seit den 2010er Jahren wurden regulatorische Reformen eingeleitet, um Schattenbankenaktivitäten einzudämmen, die Transparenz zu erhöhen und systemische Risiken zu[60]

Außenwirtschaft

Umfang der chinesischen Exporte nach Sektoren, 2019

Die Außenwirtschaft der Volksrepublik China spielt eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Der Außenhandel trug maßgeblich zum raschen Wirtschaftswachstum und zur Integration in globale Wertschöpfungsketten bei.

Außenhandel

China zählt zu den größten Export- und Importnationen weltweit. Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) ist das Land sowohl beim Warenexport die führende als auch beim Warenimport die die zweitwichtigste Volkswirtschaft.[61] Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Maschinen, Elektronik, Telekommunikationsgeräte, Textilien, Fahrzeuge und chemische Erzeugnisse. Auf der Importseite dominieren Rohstoffe, Halbleiter, Energieträger sowie hochwertige Vorprodukte.[62]

Weitere Informationen Land / Region, Anteil der Exporte ...
Außenhandelspartner Chinas (2025)[63]
Land / Region Anteil der Exporte Anteil der Importe
ASEAN ASEAN 17,6 % 15,1 %
Europaische Union Europäische Union 14,8 % 10,4 %
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 11,1 % 5,4 %
Hongkong Hongkong 8,9 % 1,2 %
Korea Sud Südkorea 3,8 % 7,2 %
Japan Japan 4,2 % 6,4 %
Taiwan Taiwan 2,2 % 8,9 %
Russland Russland 2,7 % 4,8 %
Brasilien Brasilien 1,9 % 4,5 %
Indien Indien 3,6 % 0,8 %
Sudafrika Südafrika 0,6 % 1,2 %
restliche Länder 28,6 % 34,1 %
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Direktinvestitionen

China ist sowohl Empfänger als auch Herkunftsland bedeutender ausländischer Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI). Seit den 1990er Jahren flossen erhebliche Investitionen internationaler Unternehmen in chinesische Produktionsstandorte. Gleichzeitig investierten chinesische Unternehmen zunehmend im Ausland, insbesondere in Infrastruktur, Energie, Technologie und Rohstoffsektoren. Die Auslandsinvestitionen stiegen vor allem seit den 2000er Jahren deutlich an.[64]

Globale Wirtschaftsinitiativen

Ein zentraler Bestandteil der chinesischen Außenwirtschaftspolitik ist die internationale Infrastruktur- und Investitionsstrategie „Belt and Road Initiative“ (Neue Seidenstraße), die 2013 angekündigt wurde. Ziel ist der Ausbau von Handels- und Transportverbindungen zwischen Asien, Europa, Afrika und weiteren Regionen.

Darüber hinaus ist China Mitglied zahlreicher multilateraler Handelsabkommen. Dazu zählt unter anderem das Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), das als eines der größten Freihandelsabkommen weltweit gilt.

Handelskonflikte

Seit den späten 2010er Jahren sieht sich China verstärkten handelspolitischen Spannungen ausgesetzt, insbesondere mit den Vereinigten Staaten. Diese betreffen Zölle, Technologietransfers und Investitionsbeschränkungen.[65] Internationale Organisationen verweisen darauf, dass die starke Exportorientierung sowie die Integration in globale Lieferketten sowohl Chancen als auch Verwundbarkeiten mit sich bringen.

Die wichtigsten Handelspartner sind die Vereinigten Staaten, die Europäische Union, die ASEAN-Staaten, Japan und Südkorea.[66] Trotz geopolitischer Spannungen bleibt die chinesische Wirtschaft stark in internationale Lieferketten eingebunden.

Herausforderungen

Nachdem die Wirtschaft der Volksrepublik China seit den 1980er Jahren jahrzehntelang vielfach mit zweistelligen jährlichen BIP-Wachstumsraten gewachsen war, flaute das Wirtschaftswachstum in der 2010er Dekade allmählich ab. Im Jahr 2020 wurde im Zuge der Corona-Pandemie mit 2,2 % das bislang niedrigste BIP-Wachstum seit 1980 erzielt. Im Jahr 2021 wurde in einer Art rebound wieder ein Wachstum von 8,5 % erreicht, jedoch fielen die Wachstumsraten in den Jahren 2022 und 2023 auf 3,0 % bzw. 5,2 % ab – die niedrigsten Raten seit 1990. Auch für die kommenden Jahre wurde ein Wachstum von 4 bis 5 % prognostiziert. Statt nur auf den Export und massive Investitionen in die Infrastruktur als Motor für das Wirtschaftswachstum zu setzen, sollte China nach Ansicht einiger Beobachter den privaten Konsum im eigenen Land steigern. Dies würde die chinesische Wirtschaft resilienter gegen Exporteinbrüche machen.[67] Als langfristige Schwächen der chinesischen Wirtschaft gelten die demografische Alterung, nachlassendes Produktivitätswachstum und die hohe Verschuldung von Staat und Unternehmen.[68][69]

Die chinesische Staatsführung reagierte auf die Wachstumsschwäche mit der Ankündigung, dass China sich künftig von einer schnell wachsenden in eine Hochtechnologie-Produkte fertigende Wirtschaft wandeln soll. Zwei Wirtschaftssektoren wurde hier vor allem genannt: die erneuerbaren Energien und die Elektromobilität. Auf diesen Gebieten konnte das Land beeindruckende Erfolge erzielen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) stammten im Jahr 2023 mindestens 80 Prozent aller weltweit produzierten Solarpanele aus China. Ein Drittel aller weltweiten Investitionen in grüne Technologien fand in China statt. Auch stieg das Land zum weltweit größten Produzenten von Elektroautos und Akkumulatoren auf. Beide zusammen machten im Jahr 2023 ein Exportvolumen von 139 Milliarden US$ aus. Mehrere große interne Probleme bremsen das Wirtschaftswachstum, insbesondere die schwelende Immobilienkrise, symbolisiert durch den Kollaps des Immobilienkonzerns Evergrande Group, und die interne Überschuldung, die durch jahrelange massive Investitionen beispielsweise in Infrastrukturprojekte (Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken, Brücken, Autobahnen, Flughäfen etc.) verursacht wurde.[67]

Siehe auch

Literatur

  • Yuen Yuen Ang: China’s Gilded Age: The Paradox of Economic Boom and Vast Corruption. Cambridge University Press, Cambridge 2021, ISBN 978-1-108-74595-6.
  • Tobias ten Brink: Chinas Kapitalismus. Entstehung, Verlauf, Paradoxien. Campus-Verlag, 2013, ISBN 978-3-593-39880-8.
  • Barbara Darimont (Hrsg.): Wirtschaftspolitik der Volksrepublik China. 2. Auflage. Springer Gabler, 2026, ISBN 978-3-658-50761-9.
  • Wolfgang Hirn: Shenzhen. Die Weltwirtschaft von morgen. Campus-Verlag, 2020, ISBN 978-3-593-51192-4.
  • Nicholas R. Lardy: Markets over Mao: The Rise of Private Business in China. Peterson Institute for International Economics, Washington 2014, ISBN 978-0-88132-693-2.

Einzelnachweise

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