Andreas Schwarz (Politiker, 1979)
deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), MdL (BW)
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Andreas Schwarz (* 30. August 1979 in Nürtingen[1]) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er ist 2011 Mitglied im Landtag von Baden-Württemberg[2] und dort seit 2016 Fraktionsvorsitzender der Grünen-Fraktion.[3]

Biografie
Schwarz absolvierte das Abitur am Schlossgymnasium in Kirchheim unter Teck. Im Anschluss studierte er Wirtschaftsrecht sowie Öffentliche Verwaltung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und schloss das Studium als Dipl.-Wirtschaftsjurist (mit Vertiefung Arbeitsrecht und Organisationspsychologie)[4] ab.[5][6] Seine Diplomarbeit verfasste er zum Thema Rechtsfragen zum Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Internet. Außerdem absolvierte er einen Master of Business Administration (MBA) an der Steinbeis Hochschule in Berlin.[5][6] In seiner Masterarbeit standen Fragen der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Stuttgart im Vordergrund. Parallel zu seinem Studium leistete Schwarz seinen Zivildienst bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kirchheim unter Teck und arbeitete unter anderem für die Robert Bosch GmbH und für das Innenministerium Baden-Württemberg.
Von 2007 bis zu seiner Wahl in den Landtag 2011 war er beim Verband Region Stuttgart, für den er schon zwischenzeitlich als Student gearbeitet hatte,[5] tätig.[4] Derzeit ist er von seinem Arbeitgeber freigestellt.[4]
Schwarz ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[7]
Politik

Werdegang
Schwarz trat 1998 in die Partei Bündnis 90/Die Grünen ein. Er gehörte für seine Partei von 1999 bis 2016 dem Gemeinderat von Kirchheim unter Teck an und war dort von 2006 bis 2011 Fraktionsvorsitzender.[3] Im Kreistag des Landkreises Esslingen hatte er von 2004 bis 2016 einen Sitz inne und war dort von 2009 bis 2011 Fraktionsvorsitzender.[8] In dieser Zeit war er der jüngste Gemeinderat und wurde auch als jüngster Gemeinderat verabschiedet. Von 2010 bis 2016 war Andreas Schwarz darüber hinaus Landesvorsitzender der kommunalpolitischen Vereinigung der Grünen und Alternativen in den Räten von Baden-Württemberg (GAR Baden-Württemberg).
Bei der Landtagswahl 2011 war Schwarz Mitglied des Spitzenteams um Winfried Kretschmann. Er wurde 2011 über ein Zweitmandat für den Landtagswahlkreis Kirchheim in den Landtag gewählt. In der Legislaturperiode von 2011 bis 2016 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur sowie kommunalpolitischer Sprecher.
Seit Mai 2016 ist Schwarz Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg. Bei der Landtagswahl 2016 erreichte Schwarz mit über 27.000 Stimmen (30,5 %) das Direktmandat in seinem Wahlkreis. Bei der Landtagswahl 2021 gewann Schwarz mit 33,1 % der Stimmen erneut das Direktmandat im Wahlkreis Kirchheim. Bei der Landtagswahl 2026 zog er über Platz 4 der Grünen-Landesliste erneut in den Landtag ein. Am 17. März 2026 wurde Schwarz erneut zum Fraktionschef der Landtagsfraktion gewählt.[9] Schwarz gilt als Unterstützer einer grün-schwarzen Koalition und hat sich entsprechend im Fernsehen geäußert.[10]
Positionen
Presseberichten zufolge gilt Andreas Schwarz als „eine gute Seele, immer für einen Kompromiss zu haben – und bei Absprachen verlässlich“.[11] In der Debatte zur Ausrichtung der Automobilindustrie sprach sich Schwarz einerseits für die klare Förderung der Elektromobilität aus und forderte andererseits die Verschiebung des Verbrennerverbots über 2035 hinaus.[12][13] Zudem sprach er sich für eine Stärkung der kommunalen Finanzkraft aus.[14] Zudem forderte er eine rasche Umsetzung des Freihandelsabkommens EU-Mercosur.[15] In der Verkehrspolitik setzt sich Andreas Schwarz für eine Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken, wie beispielsweise die Eisenbahnlinie nach Weilheim an der Teck, ein.[16] Im Zuge des Formats „Mein erstes Mal, Wahl“ hat sich Andreas Schwarz für eine Ausweitung der Landeswohnraumförderung und der Neuauflage eines Programms "junges Wohnen" ausgesprochen, um mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen und Auszubildende zu schaffen.[17] In der Fernsehsendung „zur Sache Baden-Württemberg“ hat Andreas Schwarz die Einführung eines rechtsverpflichtenden beitragsfreien letzten Kindergartenjahrs als wichtige sozial- und bildungspolitische Maßnahme angekündigt.[18]
Privates
Schwarz ist verheiratet und hat eine Tochter.