Arbesbach

Marktgemeinde im Bezirk Zwettl, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Arbesbach ist eine Marktgemeinde mit 1580 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Arbesbach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Arbesbach
Arbesbach (Österreich)
Arbesbach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 55,03 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 14° 56′ O
Höhe: 850 m ü. A.
Einwohner: 1.580 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 29 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3920, 3925
Vorwahl: 02813
Gemeindekennziffer: 3 25 02
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptplatz 35
3925 Arbesbach
Website: www.arbesbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Martin Frühwirth (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
16
3
16 3 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Arbesbach im Bezirk Zwettl
Lage der Gemeinde Arbesbach im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)KirchschlagLangschlagSchwarzenauWaldhausen
Lage der Gemeinde Arbesbach im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
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Dorfzentrum und Burg von Westen
Dorfzentrum und Burg von Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Arbesbach liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 54,98 Quadratkilometer. 48,59 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Gemeinde ist Teil der Kleinregion Waldviertler Hochland.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 12 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

und ebenfalls 12 Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023[3]):

  • Arbesbach (414,74 ha)
  • Brunn (540,98 ha)
  • Etlasamt (333,81 ha)
  • Haselbach (336,69 ha)
  • Kamp (165,17 ha)
  • Neumelon (345,7 ha)
  • Pretrobruck (305,7 ha)
  • Purrat (356,89 ha)
  • Rammelhof (1.191,43 ha)
  • Schönfeld (333,17 ha)
  • Schwarzauamt (673,97 ha)
  • Wiesensfeld (504,88 ha)

Nachbargemeinden

Liebenau (OÖ) Groß Gerungs
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Rappottenstein
Königswiesen (OÖ) Altmelon Schönbach

Geschichte

Die Burg Arbesbach, genannt „Stockzahn des Waldviertels“, steht auf über 900 m auf einer Granitformation. Sie entstand am Ende des 12. Jahrhunderts inmitten des Arbesbacher Waldes an der damaligen Fernstraße von Spitz nach Freistadt und wurde um 1190 von den Kuenringern der Linie Weitra-Rappottenstein erbaut.[4]

Arbesbach entstand Anfang des 13. Jahrhunderts unterhalb dieser Burg als wirtschaftlicher und seelsorglicher Mittelpunkt der Herrschaft. 1246 wurde die Pfarre „Arwaizpach“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Marktrechte des Ortes sind seit Ende des 14. Jahrhunderts bezeugt.[4]

1593 wurde als Ersatz für die Burg das Herrenhaus Arbesbach als Herrensitz errichtet.[5]

Die Pfarrkirche St. Ägidius wurde an der Schmalseite eines regelmäßigen Rechteckplatzes erbaut. An ihrer Stelle wurde nach einem Brand im Jahr 1756 der heutige Barockbau errichtet (1761–1772).[5]

Am südwestlich der Ortschaft gelegenen Galgenberg befindet sich in einem Wald ein Galgen, welcher im Jahr 1728 zuletzt für eine Hinrichtung benutzt wurde. Der Galgen steht auf einem Granitfelsen und besteht aus drei Steinsäulen und einem Mauerkreis mit Durchgang.[6][7][8] Im Jahr 1938 waren in der Ortsgemeinde Arbesbach ein Arzt, vier Verkehrsunternehmer, vier Bäcker, zwei Fleischer, ein Friseur, fünf Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Modehaus, ein Landmaschinenhändler, zwei Obsthändler, ein Schlosser, zwei Schmiede, drei Schneider und eine Schneiderin, fünf Schuster, drei Schweinehändler, vier Tischler, ein Uhrmacher, vier Viehhändler, zwei Viktualienhändler, ein Wagner, ein Zimmerer und mehrere Landwirte ansässig.[9]

Die Eingemeindung von Purrath und Rammelhof erfolgte am 1. Jänner 1967[10], die von Pretrobruck und Wiesensfeld am 1. Jänner 1970.[11]

Einwohnerentwicklung

Arbesbach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.783
1880
 
1.882
1890
 
1.879
1900
 
1.822
1910
 
1.768
1923
 
1.743
1934
 
1.798
1939
 
1.823
1951
 
1.729
1961
 
1.740
1971
 
1.841
1981
 
1.836
1991
 
1.770
2001
 
1.785
2011
 
1.715
2021
 
1.590
2025
 
1.580
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Burgruine Arbesbach, auch als „Stockzahn des Waldviertels“ bezeichnet
Schmiedemuseum im Ortsteil Kamp

Sport

  • Der URA (Union Volleyball Arbesbach) spielt in der österreichischen Bundesliga.[12]
  • Der UFCA (Union Fußball Club Arbesbach) spielt in der 2. Klasse Waldviertel Süd – Abstieg im Sommer 2010 von der 1. Klasse Waldviertel.[13]
  • Außerdem gibt es einen Stockschützen-, Tennis- und Tischtennisclub.[14]
  • Durch Arbesbach verlaufen mit dem Nord-Süd-Weitwanderweg und dem Eisenwurzenweg zwei österreichische Weitwanderwege.

Wirtschaft und Infrastruktur

Arbeitsplätze

In Arbesbach gab es im Jahr 2011 insgesamt 542 Arbeitsplätze. Davon entfielen auf die Landwirtschaft und auf den Dienstleistungssektor jeweils vierzig Prozent und zwanzig Prozent auf den Produktionssektor.[15]

Berufspendler

Von den 885 Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Arbesbach wohnten, hatte etwas weniger als die Hälfte ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde, die übrigen pendelten aus. Aus der Umgebung kamen 134 Menschen, um in Arbesbach zu arbeiten.[16]


 Arbeitsmarkt 
lokal be...Auspendler andere GemeindeAuspendler...Auspen...Einpendlerlokal beschäftigtAuspendler andere GemeindeAuspendler anderer BezirkAuspendler anderes BundeslandEinpendler

Öffentliche Einrichtungen

In der Gemeinde gibt es zwei Kindergärten,[17] einen davon in Purrath, eine Volksschule und eine Mittelschule.[18]

Politik

Gemeindeamt von Arbesbach

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

  • bis 2009 Josef Weidmann (ÖVP)
  • 2009–2020 Alfred Hennerbichler (ÖVP)
  • seit 2020 Martin Frühwirth (ÖVP)[25]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1987: Franz Holzmann (1927–2020), Bürgermeister von Arbesbach 1975–1990[26]
  • 2020: Alfred Hennerbichler, Altbürgermeister von Arbesbach[27]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Commons: Arbesbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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