Bachmühle (Lichtenau)
Ortsteil des Marktes Lichtenau, Mittelfranken
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Bachmühle (fränkisch: Booch-mil[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Bachmühle liegt in der Gemarkung Schlauersbach.[4]
Bachmühle Markt Lichtenau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 17′ N, 10° 45′ O |
| Höhe: | 398 m ü. NHN |
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91586 |
| Vorwahl: | 09874 |
Die Einöde | |
Geografie
Die Einöde liegt am Ziegendorfer Bach, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. Der Ort ist eingebettet zwischen Hackerleite und Sandleite, in der Nähe befindet sich der Neuendettelsauer Wald mit seiner höchsten Erhebung von (457 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ziegendorf (1,3 km nördlich) bzw. nach Schlauersbach zur Staatsstraße 2223 (0,8 km südlich).[5]
Geschichte
Um 1710/15 wurde Bachmühle gegründet. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort 1718 als „die neue Mühl hinter dem Dorf“.[6] 1741 hieß sie „Hinder-Mühl“ und seit 1820 „Bachmühle“.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Bachmühle zur Realgemeinde Schlauersbach. Die Mühle hatte das brandenburgisch-ansbachische Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Bachmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 17 des Ortes Schlauersbach.[7] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.[8]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Bachmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Immeldorf und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Immeldorf zugeordnet.[9] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Bachmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Schlauersbach umgemeindet. Am 1. April 1971 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Lichtenau eingegliedert.[8][10]
Die ursprüngliche Mühle ist nicht erhalten geblieben.
Einwohnerentwicklung
Religion
Bachmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter (Petersaurach) gepfarrt, seit 1812 ist die Pfarrei St. Georg (Immeldorf) zuständig.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.[20][22]
Bilder
Literatur
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 44.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Karl Kelber: Chronika des Kirchspiels Immeldorf. 1914, OCLC 162797626, S. 55 (Digitalisat [PDF]).
- Manfred Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. Dissertation. Erlangen 2009, DNB 998940933, S. 325–326 (PDF; 11,1 MB).
Weblinks
- Bachmühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 19. November 2021.
- Bachmühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. September 2019.
- Bachmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.
