Stritthof
Ortsteil des Marktes Lichtenau (Mittelfr.)
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Stritthof (fränkisch: Schdriad-huhf[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Stritthof liegt in der Gemarkung Lichtenau.[4]
Stritthof Markt Lichtenau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 16′ N, 10° 40′ O |
| Höhe: | 458 m ü. NHN |
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91586 |
| Vorwahl: | 09827 |
Geografie
Unmittelbar östlich der Einöde gibt es einen Golfplatz, unmittelbar südwestlich liegt das Stritthoffeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rutzendorf (1,6 km nördlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1 km südlich), die nach Steinhof (0,2 km nordwestlich) bzw. zur Kreisstraße AN 1 bei Oberrammersdorf verläuft (0,5 km südlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch von 1317 als „Strůthof“ erstmals urkundlich erwähnt. Bestimmungswort des Ortsnamens ist das mittelhochdeutsche Wort „strut“ (= Gebüsch, Dickicht).[6]
Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das nürnbergische Pflegamt Lichtenau (Hauptmannschaft Sachsen) aus. Im Salbuch des Pflegamts Lichtenau von 1515 wurde das Anwesen als „sornt hoff“ aufgelistet.[7] Laut der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 wurde das Anwesen bereits als Schäferei genutzt.[8] Lichtenauer Bürger hatten daran zehn Anteile, ein Weißenburger Bürger und ein Bauer aus Rutzendorf jeweils einen Anteil.[9]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Stritthof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lichtenau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Lichtenau zugeordnet.[10] 1818 stellte Boxbrunn einen Antrag mit Weickershof und Stritthof eine eigene Gemeinde zu bilden, was jedoch abgelehnt wurde.[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt,[9] seit dem 2. Juli 1809 ist die Pfarrei Dreieinigkeitskirche (Lichtenau) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.[21][23]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Struthof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 469 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 179.
- Georg Paul Hönn: Strüthof. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 535 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Stritthof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 19. November 2021.
- Stritthof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. September 2019.
- Stritthof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.