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Bahnstrecke Bamberg–Hof

Bahnstrecke in Oberfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bahnstrecke Bamberg–Hof ist eine weitgehend zweigleisige Hauptbahn in Bayern. Sie verläuft von Bamberg über Lichtenfels, Kulmbach, Neuenmarkt-Wirsberg und Münchberg nach Hof.

Weitere Informationen Bamberg–Hof Hbf ...
Bamberg–Hof Hbf
Streckenverlauf
Streckennummer (DB):5100
Kursbuchstrecke (DB):512, 820, 850
Streckenlänge:127,230 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:Bamberg–Hochstadt-Marktzeuln:
15 kV, 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 23,0 ‰
Streckengeschwindigkeit:160 km/h
Zugbeeinflussung:PZB
ZUB 262 (Lichtenfels–Hof Hbf)
Zweigleisigkeit:Bamberg–Marktschorgast
Stammbach–Hof Hbf
Strecke
von Nürnberg
Bahnhof
0,000 Bamberg 240 m
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
nach Scheßlitz
Abzweig geradeaus und nach links
nach Rottendorf und Bamberg Hafen
Abzweig geradeaus und von links
von Höflein
Strecke mit Straßenbrücke
2,700 Bundesautobahn 70
Blockstelle
65,163   2,648 Hallstadt (b Bamberg) (Abzw)
Abzweig geradeaus und nach linksStrecke von rechts
Haltepunkt / HaltestelleStrecke
3,455 Hallstadt (Hp)
Dienststation / Betriebs- oder GüterbahnhofDienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
67,895   5,271 Breitengüßbach Süd
Strecke mit StraßenbrückeStrecke mit Straßenbrücke
6,600 Bundesautobahn 73
Abzweig geradeaus und ehemals von rechtsStrecke
Anst Breitengüßbach Muna[1]
BahnhofBahnhof
70,207   7,639 Breitengüßbach 248 m
StreckeAbzweig geradeaus und nach links
nach Ebern (–Maroldsweisach)
StreckeAbzweig geradeaus und nach links
nach Dietersdorf
Strecke mit StraßenbrückeStrecke mit Straßenbrücke
10,700 Bundesautobahn 73
Haltepunkt / HaltestelleStrecke
12,056 Ebing
Haltepunkt / HaltestelleStrecke
14,249 Zapfendorf
Dienststation / Betriebs- oder GüterbahnhofDienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
80,604   18,000 Unterleiterbach
Haltepunkt / HaltestelleStrecke
20,199 Ebensfeld 254 m
StreckeStrecke nach links
nach Leipzig Hbf (Schnellfahrstrecke)
Bahnhof
25,657 Bad Staffelstein
Strecke mit Straßenbrücke
28,500 Bundesautobahn 73
Bahnhof
31,897 Lichtenfels 263 m
Abzweig geradeaus und nach links
nach Coburg (–Eisenach)
Haltepunkt / Haltestelle
36,098 Michelau (Oberfr)
Bahnhof
40,164 Hochstadt-Marktzeuln 274 m
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraßen 173 und 289
Abzweig geradeaus und nach links
nach Probstzella (seit 1905)
Brücke über Wasserlauf
Main
Abzweig geradeaus und ehemals nach links
42,000 nach Probstzella (bis 1905)
Haltepunkt / Haltestelle
45,691 Burgkunstadt
Haltepunkt / Haltestelle
51,685 Mainroth
Bahnhof
56,620 Mainleus 302 m
Brücke über Wasserlauf
Weißer Main
Abzweig geradeaus und von rechts
von (Bayreuth–) Melkendorf
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 85
Brücke über Wasserlauf
Weißer Main
Bahnhof
61,977 Kulmbach 304 m
Bahnhof
68,370 Untersteinach (b Stadtsteinach)
Abzweig geradeaus und nach links
nach Stadtsteinach
Haltepunkt / Haltestelle
70,726 Ludwigschorgast
Bahnhof
74,362 Neuenmarkt-Wirsberg 348 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Bayreuth
Abzweig geradeaus und von rechts
Schlömener Kurve
Blockstelle
75,598 Neuenmarkt-Wirsberg Ost (Bft)
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 303
Strecke
Schiefe Ebene
Bahnhof
81,823 Marktschorgast 506 m
ehemaliger Bahnhof
86,400 Falls
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
nach Gefrees
Bahnhof
93,050 Stammbach 581 m
Brücke
Bundesstraße 289
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesautobahn 9
Abzweig geradeaus und von links
von Helmbrechts
Bahnhof
102,971 Münchberg 536 m
Brücke
Bundesstraße 2
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
nach Zell
Haltepunkt / Haltestelle
109,560 Seulbitz
Brücke über Wasserlauf
Sächsische Saale
Haltepunkt / Haltestelle
113,750 Förbau 509 m
Bahnhof
116,214 Schwarzenbach (Saale)
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 289
Brücke über Wasserlauf
Lamitz
Abzweig geradeaus und von rechts
von Weiden (Oberpf)
Abzweig geradeaus und von rechts
von Cheb
Bahnhof
121,615 Oberkotzau (Keilbahnhof) 485 m
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 15
Brücke über Wasserlauf
124,821 Saaleviadukt (164 m)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
125,100 Hof-Moschendorf
Bahnhof
127,230 Hof Hbf 495 m
Abzweig geradeaus und nach links
nach Bad Steben
Strecke
nach Leipzig Bayer Bf

Quellen: [2][3][4]
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Im Rahmen des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 wird parallel zur Strecke Bamberg–Hof zwischen Bamberg und Ebensfeld die Schnellfahrstrecke Eltersdorf–Leipzig gebaut. Der erste Ausbauabschnitt zwischen Breitengüßbach und Ebensfeld wurde im Dezember 2017 zusammen mit der Neubaustrecke VDE 8.1 in Betrieb genommen. Seit der Inbetriebnahme der Abschnitts Hallstadt–Breitengüßbach im April 2022 ist die Strecke zwischen Hallstadt unmittelbar nördlich von Bamberg und Ebensfeld viergleisig ausgebaut.[5] Der Umbau des Knotens Bamberg befindet sich noch im Planfeststellungsverfahren, die letzte Offenlage der Pläne hat Ende 2024 stattgefunden.[6] Der noch nicht elektrifizierte Streckenabschnitt von Hochstadt-Marktzeuln nach Hof soll in den 2030er-Jahren sukzessive (teil-)elektrifiziert werden.

Geschichte

Empfangsgebäude des Bahnhofs Ebensfeld aus dem Jahr 1846, 2015 im Zuge des Baus der Schnellfahrstrecke Eltersdorf–Leipzig abgebrochen
Bahnhof Hochstadt-Marktzeuln, links das Gleispaar der Bahnstrecke Hochstadt-Marktzeuln–Probstzella
Schienenbus VT 98 des DDM auf der Schiefen Ebene
VT 614 in Schwarzenbach an der Saale, 1986
Schnellzug bei der Durchfahrt durch den Bahnhof Oberkotzau, 1986

Die Strecke wurde als Teil der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Lindau (Bodensee) nach Hof erbaut. Sie entstand durch die Königlich Bayerische Staatsbahn in drei Etappen zwischen 1846 und 1848.

Die Strecke wurde ursprünglich eingleisig errichtet, nur der Steilstreckenabschnitt Schiefe Ebene von Neuenmarkt nach Marktschorgast war Beginn an zweigleisig ausgeführt. 1891 erfolgte die Erweiterung um ein zweites Gleis auf der Gesamtstrecke.

Am Nachmittag des 12. Mai 1907 entgleiste aufgrund einer Gleisverwerfung wegen großer Hitze der Schnellzug Berlin–München (D 40) im Bereich des Bahnhofs Ebensfeld bei etwa 80 km/h. Alle Wagen entgleisten, ernsthaft verletzt wurde jedoch niemand.[7]

Der Abschnitt von Bamberg bis Hochstadt-Marktzeuln erhielt eine Fahrleitung im Zuge der Elektrifizierung der Frankenwaldbahn nach Saalfeld. Die Arbeiten wurden am 10. Mai 1939 abgeschlossen.

Ende der 1960er Jahre war der Streckenabschnitt Marktschorgast–Falls–Stammbach marode. Im Laufe des Jahres 1969 wurde der Abschnitt nur noch eingleisig betrieben. Ab Juli 1970 erfolge der Abbau des zweiten Streckengleises. Auf den Abbau des zweiten Gleises auf weiten Abschnitten wurde verzichtet – wegen der hohen Kosten der Rück- und Umbaumaßnahnmen verbunden mit unflexibler Reaktionsmöglichkeiten bei Fahrplanabweichungen.[8]

Um durchgehende Züge von Hof über Münchberg nach Bayreuth zu ermöglichen, wurde am 18. Juni 2000 die Schlömener Kurve in Betrieb genommen. Sie ermöglicht Zugfahrten direkt von Marktschorgast Richtung Trebgast ohne Halt im Bahnhof Neuenmarkt.

Eröffnungsdaten

  • 15. Februar 1846: Bamberg – Lichtenfels[9]
  • 15. Oktober 1846: Lichtenfels – Neuenmarkt-Wirsberg[10]
  • 1. November 1848: Neuenmarkt-Wirsberg – Hof[11]

Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld

Parallel zur Bestandsstrecke entstehen zwischen Bamberg und Ebensfeld zwei Gleise der Ausbaustrecke. Die Ausbaustrecke wird für Geschwindigkeiten von bis zu 230 km/h trassiert. Der Verknüpfungspunkt der beiden Strecken ist der neue Überholbahnhof Unterleiterbach südlich von Ebensfeld.

Im Zuge des Ausbaus zwischen Breitengüßbach und Zapfendorf wurde die Strecke zwischen Lichtenfels und Bamberg von 11. Januar bis 4. September 2016 voll gesperrt.[12][13][14] Dabei wurden die Stationen Breitengüßbach, Ebing, Zapfendorf und Ebensfeld barrierefrei ausgebaut (Bahnsteighöhe: 55 cm). Die barrierefreie Ausstattung war aufgrund eines Verkehrsaufkommens von weniger als 1000 Ein-/Aussteigern pro Tag zunächst nicht vorgesehen. Der Bund entschied während der laufenden Planfeststellung, den barrierefreien Ausbau zu finanzieren. Die Nachrüstung von Aufzügen wurde planrechtlich gesondert betrachtet, die Aufzüge gingen 2017 in Betrieb.[14]

Im Zuge einer vom 26. bis 29. März 2021 geplanten Vollsperrung gingen ein neuer Bahnsteige und neue Gleisanlagen in Hallstadt in Betrieb.[15] Vom 1. bis 5. Dezember 2021 folgt eine weitere Vollsperrung, um die beiden neuen Gleise bei Hallstadt anzubinden.[16]

Planungen zur weiteren Elektrifizierung

Im März 2013 wurden Pläne des bayerischen Wirtschaftsministeriums bekannt, die „Oberfrankenachse“ zwischen Hochstadt-Marktzeuln und Hof vollständig zu elektrifizieren. Die Elektrifizierung sollte in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.[17] Das Projekt wurde mit Kabinettsbeschluss vom 3. August 2016 und dem darauf basierenden Bundesschienenwegeausbaugesetz vom 2. Dezember 2016 in den Bedarfsplan Schiene aufgenommen, ist dort jedoch nur im Abschnitt 2, Unterabschnitt 2 unter den Vorhaben des Potentiellen Bedarfs als Projekt Nr. 5 ABS Hochstadt-Marktzeuln – Hof/Nürnberg – Bayreuth – Neuenmarkt-Wirsberg aufgeführt.[18][19][20] Damit war die Finanzierung des Gesamtprojekts noch unklar. Im Januar 2026 hat der Freistaat Bayern die Deutsche Bahn mit der Planung der Elektrifizierung der Teilabschnitte Hochstadt-Marktzeuln – Mainroth und Münchberg – Oberkotzau beauftragt. Für die Infrastrukturausbauten strebt der Freistaat eine Bundesförderung gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) an. Die Elektrifizierung soll bis Ende 2040 abgeschlossen sein, so dass sukzessive bis Ende 2040 alle Linien des Netzes Regionalverkehr Oberfranken und des Neigetechnik-Netzes Expressverkehr Nordostbayern auf Akku-Züge umgestellt werden können.[21][22][23] Als Voraussetzung muss der Streckenabschnitt Hof – Oberkotzau – Martinlamitz der Bahnstrecke 5050 Weiden – Oberkotzau – Hof (Bauabschnitte 21 und 22 des „Ostkorridor Süd“ und der „Franken-Sachsen-Magistrale“) ausgebaut und elektrifiziert werden. Das Planfeststellungsverfahren hierfür wurde im März 2026 abgeschlossen, die Baumaßnahmen sollen von 2031 bis 2033 stattfinden. Die Finanzierung für die Bauausführung liegt noch nicht vor.[24][25]

Streckenbeschreibung

Verlauf

Bahnhof Bamberg
Fuß der Schiefen Ebene, von rechts die Schlömener Kurve
Empfangsgebäude des Bahnhofs Lichtenfels
Trennung der Strecken nach Weiden (links) und Bamberg in Oberkotzau
Hof Hauptbahnhof, 1986

Nach dem Beginn der Strecke im Bamberger Bahnhof zweigen die stillgelegte Nebenbahn nach Scheßlitz sowie die Hauptbahn nach Rottendorf ab, die bis auf Höhe der Kleingartensiedlung parallel verläuft und dann nach Nordwesten abbiegt. Von links trifft ein Verbindungsgleis von der Rottendorfer Strecke auf die Trasse, die im Anschluss die Bundesautobahn 70 unterquert, am Westrand von Hallstadt vorbeiführt und parallel zur Bundesstraße 4 verlaufend Breitengüßbach erreicht. Nach dem Bahnhof zweigen die Nebenbahn nach Ebern und die stillgelegte und abgebaute Nebenbahn nach Dietersdorf ab. Die Strecke unterquert die Bundesautobahn 73 und verläuft parallel zum Main. Über die Bahnhöfe Ebing, Zapfendorf, Ebensfeld, an dem die Schnellfahrstrecke nach Erfurt abzweigt, und Bad Staffelstein erreicht die Strecke Lichtenfels, wo die Werrabahn nach Coburg abzweigt.

Vom Bahnhof Lichtenfels aus verläuft die Strecke bis einschließlich Mainleus wieder parallel zum Main. In Hochstadt-Marktzeuln zweigt die Frankenwaldbahn nach Ludwigsstadt und Saalfeld ab, in Kulmbach stieß bis 1993 die Lokalbahn von Thurnau und Bayreuth auf die Strecke. Über Untersteinach und Ludwigschorgast erreicht die Strecke den Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg, der in der Vergangenheit ein eigenes Bahnbetriebswerk besaß. Es beherbergt heute das Deutsche Dampflokomotiv-Museum. Nach dem Bahnhof zweigt die Strecke nach Bayreuth ab, von der nur wenige Meter entfernt das als Schlömener Kurve bezeichnete Verbindungsgleis auf die Strecke nach Hof trifft. In Anschluss daran führt die Strecke über die Schiefe Ebene hinauf zum Bahnhof Marktschorgast, ab dessen Ende sie bis Stammbach eingleisig ist. Über Münchberg und Schwarzenbach an der Saale erreicht die Strecke Oberkotzau, vereinigt sich dort mit den Strecken aus Weiden und Selb, überquert bei Moschendorf die Saale und erreicht den Endbahnhof Hof.

Ausbauzustand

Die Strecke ist von Bamberg bis Hochstadt-Marktzeuln zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Die anschließende Strecke bis Hof ist nicht elektrifiziert, aber bis auf den eingleisigen Abschnitt Marktschorgast–Stammbach ebenfalls zweigleisig. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h.

Verkehr

Zwei gekuppelte Neigetechnikzüge der Baureihe 612 nach Hof Hauptbahnhof (im Hintergrund) und Pegnitz (über Bayreuth Hauptbahnhof) im Bahnhof Hochstadt-Marktzeuln
Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg mit zwei Triebwagen der Baureihe 641 bei der Ausfahrt in Richtung Bamberg, 2014

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 und der damit folgenden Verlagerung des Fernverkehrs auf die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt fuhren auf der Strecke von Bamberg über Lichtenfels bis Hochstadt-Marktzeuln Intercity-Express-Züge der Linie München–Nürnberg–Leipzig–Berlin(–Hamburg) im Stundentakt. Zum Einsatz kamen ICE-T-Neigetechnikzüge der Baureihe 411.

Seitdem besteht nur noch eine ICE-Verbindung unter der Woche von Lichtenfels aus über Bamberg nach München.[26] Des Weiteren verkehrt zweistündlich ein IC Linie 61 von Leipzig nach Karlsruhe mit Halt in Bamberg und Lichtenfels.[27] In der Nacht bedient ein IC-Zugpaar der Linie 17 sechsmal pro Woche die Strecke.

Auf dem Abschnitt Bamberg–Lichtenfels verkehrt stündlich ein Regional-Express (RE) des Franken-Thüringen-Expresses von Nürnberg nach Saalfeld/Saale über Bamberg, Lichtenfels und Kronach (RE 14). Alle zwei Stunden verkehrt dieser mit einem Zugteil nach Sonneberg über Coburg (RE 28), der in Lichtenfels vom RE 14 getrennt wird. Zudem verkehrt zweistündlich ein RE Bamberg–Lichtenfels–Hof/Bayreuth. Das Angebot wird durch die stündliche Regionalbahn-Linie Bamberg–Lichtenfels–Kronach ergänzt, die stündlich verkehrt.

Die Regional-Express-Züge nach Sonneberg/Saalfeld bestehen aus für 160 km/h zugelassenen Triebzügen vom Typ Siemens Desiro HC (Baureihe 1462). Die Linie Bamberg–Hof/Bayreuth wird aufgrund der engen Kurvenradien auf der Schiefen Ebene und der nicht elektrifizierten Abschnitte Hochstadt-Marktzeuln–Hof/Bayreuth von den dieselangetriebenen Neigetechnikzügen der Baureihe 612 befahren, die im Systemhalt Neuenmarkt-Wirsberg getrennt bzw. vereinigt werden. Seit Dezember 2013 kommt die Baureihe 612 nur noch im Zweistundentakt zwischen Lichtenfels und Bayreuth/Hof zum Einsatz. In der jeweils anderen Stunde verkehren zwischen Bamberg und Bayreuth/Hof Fahrzeuge der Baureihe 641. Damit wurde die bis Dezember 2013 umsteigefreie Verbindung Würzburg–Bayreuth/Hof in Bamberg gebrochen, da zwischen Bamberg und Würzburg Elektrotriebzüge der Baureihe 425 die bisherigen Leistungen der Baureihe 612 übernommen haben.[28][29]

Die Bahngesellschaft Agilis bedient seit 2011 als Gewinner der Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft auf der Bahnstrecke Bamberg–Hof folgende Linien:

  • von Ebern über Breitengüßbach nach Bamberg (Stundentakt)
  • von Bad Rodach über Lichtenfels und Neuenmarkt-Wirsberg nach Weiden (Stundentakt)
  • von Helmbrechts über Münchberg und Hof Hbf nach Bad Steben (Zweistundentakt)
  • einzelne Züge Bamberg – Lichtenfels
  • einzelne Züge Kulmbach – Münchberg

seit Dezember 2012 auch Hof – Marktredwitz.

Zwischen Marktschorgast und Hof befahren die Regional-Express-Züge von Nürnberg über Bayreuth nach Hof die Strecke.

E-Netz Franken

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 sollte sich auf dieser Strecke eine Änderung bei den Regionalexpressen vollziehen. Es war geplant, neue Triebwagen der Baureihe 442 auf der Strecke nach Sonneberg einzusetzen. Dieser RE sollte aus zwei kuppelbaren Zugteilen bestehen. Die Zugteilung war jeweils abwechselnd in Bamberg (für den RE nach Würzburg Hbf) oder in Lichtenfels (für den RE nach Jena Saalbahnhof) vorgesehen. Da die Baureihe 442 (Talent 2) Liefer- und Zulassungsschwierigkeiten hatte, konnte dieses Konzept erst ein Jahr später zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 in Kraft treten.

Zweiteilung

Die bis Dezember 2013 durchgehende RE-Linie Würzburg–Bamberg–Lichtenfels–Bayreuth/Hof wurde im Dezember 2013 zweigeteilt. Damit wird das unwirtschaftliche Fahren mit Dieselzügen unter Fahrdraht vermieden. Die DB Regio Franken gewann Anfang 2013 die Ausschreibung im Bereich Main-Spessart. Seit Dezember 2013 wird die Linie Frankfurt (Main)–Würzburg–Bamberg durch DB Regio Bayern Verkehrsbetrieb Franken bedient. Die Linie Bamberg–Lichtenfels–Bayreuth/Hof ging an die DB Regio Bayern Verkehrsbetrieb Nordostbayern über. Inzwischen verkehrt die Baureihe 440 auf der RE-Linie Würzburg–Bamberg und ersetzt die Baureihe 425. Die Linie Bamberg–Bayreuth/Hof wurde seit Dezember 2013 mit Dieseltriebwagen der Baureihe 641 bedient.

Commons: Bahnstrecke Bamberg–Hof – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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