Bolschoje Saretschnoje

verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad From Wikipedia, the free encyclopedia

Bolschoje Saretschnoje (russisch Большое Заречное, deutsch Drusken) ist ein verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Untergegangener Ort
Bolschoje Saretschnoje
Drusken
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Nesterow
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 39′ N, 22° 34′ O
Bolschoje Saretschnoje (Europäisches Russland)
Bolschoje Saretschnoje (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Bolschoje Saretschnoje (Oblast Kaliningrad)
Bolschoje Saretschnoje (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Die Ortsstelle befindet sich an der Regionalstraße 27A-059 (ex R510) drei Kilometer nördlich der Rajonstadt Nesterow (Stallupönen/Ebenrode) an dem kleinen Fluss Tumannaja (dt. Rauschwe).

Geschichte

Der Ort wurde seit Mitte des 16. Jahrhunderts erwähnt. Um 1780 war Drusken ein meliertes Dorf mit 13 Feuerstellen.[1] Es gab dort auch zwei Windmühlen.[2] 1874 wurde Drusken, das neben einer Landgemeinde auch aus einem Gutsbezirk bestand, namensgebend für einen neu gebildeten Amtsbezirk im Kreis Stallupönen.[3] 1928 wurde der Gutsbezirk an die Landgemeinde angeschlossen.

Im Oktober 1944 wurde der Ort von der Roten Armee besetzt und kam in der Folge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 erhielt er den russischen Namen Bolschoje Saretschnoje und wurde dem Prigorodny selski Sowet im Rajon Nesterow zugeordnet.[4] Bolschoje Saretschnoje wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Bemerkungen
1867[6]237in der Landgemeinde 148, im Gutsbezirk 89
1871[6]207in der Landgemeinde 123, im Gutsbezirk 84
1885[7]266in der Landgemeinde 150, im Gutsbezirk 116
1905[8]199in der Landgemeinde 111, im Gutsbezirk 88
1910[9]198in der Landgemeinde 116, im Gutsbezirk 82
1933[10]189
1939[11]198
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Amtsbezirk Drusken 1874–1945

Der Amtsbezirk Drusken wurde 1874 im Kreis Stallupönen eingerichtet.[3] Er bestand zunächst aus 18 Landgemeinden (LG) und zwei Gutsbezirken (GB).

Weitere Informationen Name, Änderungsname von 1938 ...
Name Änderungsname
von 1938
Russischer Name
nach 1945
Bemerkungen
Bareischkehmen (LG)BaringenPerwomaiskoje
Doblendszen (LG)Parkhof1936 bis 1938: Doblendschen
Drusken (LG)Bolschoje Saretschnoje
Drusken (GB)1928 zur LG Drusken
Enskehmen (LG)Rauschendorf (Ostpr.)
Kerrin (GB)Stubbenhof1928 zur LG Enskehmen
Kischen (LG)Krähenwalde
Klein Degesen (LG)KleinluckenWysselki1937 zur LG Lucken
Klein Wannagupchen (LG)kam 1906 zum GB Amalienhof im Amtsbezirk Groß Wannagupchen
Kögsten (LG)
Leibgarten (LG)Pobednoje1938 zur LG Baringen (ex Bareischkehmen)
Lucken (LG)
Lukoschen (LG)Neulucken1937 zur LG Lucken
Packern (LG)
Patilszen (LG)Brücken (Ostpr.)1936 bis 1938: Patilschen
Plicken (LG)KleinluckenWysselki1938 zur LG Baringen (ex Bareischkehmen)
Ribben (LG)
Schöckstupönen (LG)PohlauBrigadnoje
Szillehnen (LG)Lehmau1936 bis 1938: Schillehnen
Wilpischen (LG)WilpenNagornoje
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1935 wurden die Landgemeinden in Gemeinden umbenannt. Im Oktober 1944 umfasste der Amtsbezirk Drusken, nun im umbenannten Landkreis Ebenrode, die 13 Gemeinden Baringen, Brücken (Ostpr.), Drusken, Kögsten, Krähenwalde, Lehmau, Lucken, Packern, Parkhof, Pohlau, Rauschendorf (Ostpr.), Ribben und Wilpen.

Kirche

Drusken gehörte zum evangelischen Kirchspiel Stallupönen.

Einzelnachweise

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