Buchau (Pegnitz)

Ortsteil von Pegnitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Buchau (oberfränkisch: Bouchn oder Bucha[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Buchau hat eine Fläche von 15,623 km². Sie ist in 3049 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5124,00 m² haben.[4] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe.[5]

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Lage

Das Kirchdorf bildet mit Lehm im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an der Fichtenohe und am Buchauer Bach, der innerorts als rechter Zufluss in die Fichtenohe mündet. Entlang der der Fichtenohe verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb und die Bundesstraße 2 (hier Bier- und Burgenstraße genannt). Die B 2 führt nach Pegnitz (2,5 km südlich) bzw. nach Zips (2,4 km östlich). Die Kreisstraße BT 23 führt an Scharthammer vorbei nach Leups (4,2 km nördlich) bzw. nach Rosenhof (1,1 km südlich). Südlich von Buchau auf dem Schusterberg (519 m ü. NHN) gibt es einen Modellflugplatz.[6]

Geschichte

1119 wurde der Ort als „Bucha“ erstmals urkundlich erwähnt. Der zugrundeliegende Flurname bezeichnet eine von Buchen bestandene Aue. Der Ort gehörte zur Grundausstattung des im selben Jahr gegründeten Klosters Michelfeld,[7] dem der Zehnt bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zustand.[8] In der Fraisch unterstand Buchau bis 1780 dem brandenburg-bayreuthischen Oberamt Pegnitz,[9] danach für kurze Zeit dem Oberamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 waren das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz die übergeordneten Institutionen.[10] Danach kam die gesamte Region an das Königreich Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Buchau gebildet.[11] Zu diesem gehörten Haidmühle, Kaltenthal, Lehm, Scharthammer und Wolfslohe. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Buchau. Zu dieser gehörten Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Buchau zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 15,678 km².[12] Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Juli 1972 in die Stadt Pegnitz eingegliedert.[13][14]

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Buchau gibt es ein Bodendenkmal.[15]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Buchau

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 463566563535513509543582503534494495491519492490467464479631597562670645
Häuser[16] 788187798089115
Quelle [11][17][17][17][18][19][20][21][22][23][24][17][25][17][26][17][27][17][17][17][28][17][12][29]
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Ort Buchau

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 191219240245236229324349337326
Häuser[16] 403940496284
Quelle [11][18][20][23][25][27][28][12][29][1]
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Religion

Buchau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Pegnitz) gepfarrt.[7][12]

Literatur

Commons: Buchau (Pegnitz) – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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