Buchau (Pegnitz)
Ortsteil von Pegnitz
From Wikipedia, the free encyclopedia
Buchau (oberfränkisch: Bouchn oder Bucha[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Buchau hat eine Fläche von 15,623 km². Sie ist in 3049 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5124,00 m² haben.[4] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe.[5]
Buchau Stadt Pegnitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 47′ N, 11° 32′ O |
| Höhe: | 436 m ü. NHN |
| Einwohner: | 326 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 91257 |
| Vorwahl: | 09241 |
Lage
Das Kirchdorf bildet mit Lehm im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an der Fichtenohe und am Buchauer Bach, der innerorts als rechter Zufluss in die Fichtenohe mündet. Entlang der der Fichtenohe verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb und die Bundesstraße 2 (hier Bier- und Burgenstraße genannt). Die B 2 führt nach Pegnitz (2,5 km südlich) bzw. nach Zips (2,4 km östlich). Die Kreisstraße BT 23 führt an Scharthammer vorbei nach Leups (4,2 km nördlich) bzw. nach Rosenhof (1,1 km südlich). Südlich von Buchau auf dem Schusterberg (519 m ü. NHN) gibt es einen Modellflugplatz.[6]
Geschichte
1119 wurde der Ort als „Bucha“ erstmals urkundlich erwähnt. Der zugrundeliegende Flurname bezeichnet eine von Buchen bestandene Aue. Der Ort gehörte zur Grundausstattung des im selben Jahr gegründeten Klosters Michelfeld,[7] dem der Zehnt bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zustand.[8] In der Fraisch unterstand Buchau bis 1780 dem brandenburg-bayreuthischen Oberamt Pegnitz,[9] danach für kurze Zeit dem Oberamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 waren das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz die übergeordneten Institutionen.[10] Danach kam die gesamte Region an das Königreich Bayern.
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Buchau gebildet.[11] Zu diesem gehörten Haidmühle, Kaltenthal, Lehm, Scharthammer und Wolfslohe. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Buchau. Zu dieser gehörten Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Buchau zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 15,678 km².[12] Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Juli 1972 in die Stadt Pegnitz eingegliedert.[13][14]
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Buchau gibt es ein Bodendenkmal.[15]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Buchau
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 463 | 566 | 563 | 535 | 513 | 509 | 543 | 582 | 503 | 534 | 494 | 495 | 491 | 519 | 492 | 490 | 467 | 464 | 479 | 631 | 597 | 562 | 670 | 645 |
| Häuser[16] | 78 | 81 | 87 | 79 | 80 | 89 | 115 | |||||||||||||||||
| Quelle | [11] | [17] | [17] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [22] | [23] | [24] | [17] | [25] | [17] | [26] | [17] | [27] | [17] | [17] | [17] | [28] | [17] | [12] | [29] |
Ort Buchau
Religion
Buchau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Pegnitz) gepfarrt.[7][12]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Buchau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 661–662 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Buchau. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 233 (Digitalisat).
- Josef Pfanner: Landkreis Pegnitz (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1965, DNB 457000961, S. 8.
- Alfred Schädler: Landkreis Pegnitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 2). R. Oldenbourg, München 1961, DNB 457322586, S. 97–100.
Weblinks
- Buchau in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 3. Oktober 2021.
- Buchau in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 27. November 2024.
- Buchau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 27. November 2024.