Buschwiller
französische Gemeinde im Elsass
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Buschwiller, deutsch Buschweiler[1] (elsässisch Büschwiller), ist eine französische Gemeinde mit 1047 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse und zum Kanton Saint-Louis.
| Buschwiller Buschweiler | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |
| Arrondissement | Mulhouse | |
| Kanton | Saint-Louis | |
| Gemeindeverband | Saint-Louis Agglomération | |
| Koordinaten | 47° 33′ N, 7° 30′ O | |
| Höhe | 282–372 m | |
| Fläche | 4,16 km² | |
| Einwohner | 1.047 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 252 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68220 | |
| INSEE-Code | 68061 | |
| Website | www.buschwiller.fr | |
Geografie
Die Gemeinde Buschwiller liegt am Südostrand des Sundgaus, etwa fünf Kilometer westlich der Basler Innenstadt.
Nachbargemeinden von Buschwiller sind Hésingue im Norden, Hégenheim im Osten, Allschwil, Schönenbuch (beide Schweizer Gemeinden) und Hagenthal-le-Bas im Süden, Wentzwiller im Westen sowie Attenschwiller im Nordwesten.
Geschichte
Im 11. Jahrhundert als Bustwilre erwähnt. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt und kam dann durch die Heirat der Johannna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone.
1361 bekamen die Reich von Reichenstein den Ort als habsburgisches Lehen und besaßen ihn bis zur Revolution. Die jüdische Gemeinde besaß bis 1908 hier eine Synagoge.
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Buschweiler als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Mülhausen im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Einwohner von Buschwiller im September 1939 in den Südwesten Frankreichs (Département Landes) evakuiert. Nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 war eine Rückkehr ins Elsass möglich. 1940 wurde der Ort bombardiert. Buschwiller. wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 20. November 1944 durch Truppen der 1. französische Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Offensive der Alliierten gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 640[2] | 559 | 607 | 762 | 759 | 767 | 883 | 950 | 1029 |
Sehenswürdigkeiten
Die Sankt-Martinskirche ersetzte 1933 eine kleine, mitten im Dorf gelegene Kapelle. Beachtenswerter barocker Altaraufsatz von 1690, der aus der Klosterkirche Mariastein stammt. Er ist das Werk des Bildhauers Johann Friedrich Buol aus dem aargauischen Kaiserstuhl. Andere Teile des Altars aus dem späten 19. Jahrhundert.
Fachwerkhäuser, z. Bsp. 4 rue des Vosges, datiert 1688, mit schöner Laube und 10 rue des Vosges.
Persönlichkeiten
- Jean Cron (* 1884 in Buschwiller; † 1950 in Basel), Schweizer Unternehmer und Erfinder
Literatur
- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 609.
Siehe auch
Weblinks
- Buschwiller. cc-3frontieres.fr (französisch)


