Ranspach-le-Haut

französische Gemeinde im Elsass From Wikipedia, the free encyclopedia

Ranspach-le-Haut (deutsch Ober-Ranspach, elsässisch Oberraischbe) ist eine französische Gemeinde mit 627 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Saint-Louis und zum Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération.

Schnelle Fakten
Ranspach-le-Haut
Ranspach-le-Haut (Frankreich)
Ranspach-le-Haut (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Mulhouse
Kanton Saint-Louis
Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération
Koordinaten 47° 35′ N,  25′ O
Höhe 342–445 m
Fläche 4,39 km²
Einwohner 627 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 143 Einw./km²
Postleitzahl 68220
INSEE-Code

Mairie Ranspach-le-Haut
Schließen

Geografie

Die Gemeinde Ranspach-le-Haut liegt im Sundgau, etwa 18 Kilometer östlich von Altkirch und 13 Kilometer westlich von Basel.

Nachbargemeinden von Ranspach-le-Haut sind Helfrantzkirch im Norden, Ranspach-le-Bas im Osten, Michelbach-le-Haut im Südosten, Knœringue im Süden sowie Berentzwiller im Westen.

Geologie

Ranspach-le-Haut liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland im Bereich der unter der Lössdecke lagernden Sundgauschotter. Diese sind die Hinterlassenschaft einer einst (im Pliozän und Altpleistozän) über Doubs, Saône und Rhône zum Mittelmeer entwässernden Ur-Aare. Unter den die (oberen) Talhänge bildenden Sundgauschottern liegen die sandig-mergeligen Schichten der oligozänen Elsässer Molasse (Molasse alsacienne).

Geschichte

Urkundliche Ersterwähnung 1103. Im Mittelalter gehörte Ranspach-le-Haut zu Vorderösterreich. Im Westfälischen Frieden kam der Ort mit dem ganzen habsburgischen Besitz im Elsass 1648 an die französische Krone.

1802 wurde Ranspach-le-Haut, das zuvor Filial der Niederranspacher Kirche gewesen war, eigenständige Kirchengemeinde. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Oberranspach als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Mülhausen, Bezirk Oberelsaß).[1] Ranspach wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 20. November 1944 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Offensive der Alliierten gegen den von den Deutschen hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).

Bevölkerungsentwicklung

Jahr191019621968197519821990199920062017
Einwohner366[1]309320337350387414528628

Sehenswürdigkeiten

Kirche Saint-Étienne

Kirche Sankt Stefan (St. Étienne): Erbaut 1773–76. Ein Gemälde des 18. Jahrhunderts im Chor zeigt die Steinigung des Kirchenheiligen. Die barocke Kanzel und die Seitenaltäre stammen aus Landser.

Gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, alle in Stockwerkbauweise. Auf den sonst im Sundgau verbreiteten Krüppel- oder Halbwalm über dem Giebel wurde hier fast überall verzichtet.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 628–629.
Commons: Ranspach-le-Haut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise

Related Articles

Wikiwand AI