Come (Album)

Album von Prince From Wikipedia, the free encyclopedia

Come ist das 15. Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince, der alle Songs arrangierte, komponierte und produzierte. Es erschien am 15. August 1994 bei dem Label Warner Bros. Records und zählte zu dem Vertrag zwischen ihm und dem Label aus dem Jahr 1992. Damals hatte Prince seinen laufenden Vertrag für sechs weitere Alben bis zum 31. Dezember 1999 verlängert. Aufgrund späterer Differenzen mit dem Label legte er aber am 7. Juni 1993 seinen Künstlernamen ab und verwendete fortan ein unaussprechbares Symbol als Pseudonym. In der Folge veröffentlichte Prince bei Warner Bros. Records nur noch Songs, die er vor diesem Datum geschrieben hatte.

Veröffent-
lichung

15. August 1994

Aufnahme

29. Dezember 1992 – 19. Mai 1994

Format(e)

CD, Download, LP, MC

Schnelle Fakten Studioalbum von Prince, Veröffent-lichung ...
Come
Studioalbum von Prince

Veröffent-
lichung

15. August 1994

Aufnahme

29. Dezember 1992 – 19. Mai 1994

Label(s)

Warner Bros. Records

Format(e)

CD, Download, LP, MC

Genre(s)

Contemporary R&B, Elektronische Tanzmusik, Funk, Pop

Titel (Anzahl)

10

Länge

48:43

Besetzung

s. Mitwirkende

Produktion

Prince

Studio(s)

Paisley Park Studios (Chanhassen)
Record Plant (Los Angeles)

Chronologie
Love Symbol
(1992)
Come Black Album
(1994)
Singleauskopplungen
9. August 1994 Letitgo
1. November 1994 Space
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Die Musik ist den Genres Contemporary R&B, Elektronische Tanzmusik, Funk und Pop zuzuordnen; die Liedtexte behandeln überwiegend sexuelle Themen. Als musikalische Gäste wirkten das Blechbläserquintett Hornheads, Mayte Garcia und Vanity mit. Musikkritiker bewerteten Come überwiegend negativ. Trotz fehlender nennenswerter Werbung durch Prince oder Warner Bros. Records erreichte das Album in einigen Ländern Goldstatus. Eine Tournee zum Album absolvierte Prince nicht.

Entstehung

Alle Songs nahm Prince in den Jahren 1992 und 1994 in seinem Paisley Park Studio in Chanhassen auf. Orgasm spielte er ursprünglich unter dem Titel Poem am 29. Dezember 1992 ein, einen Tag später nahm er Dark auf. Das Titelstück Come nahm Prince am 2. Januar 1993 auf, Papa und Pheromone spielte er auch im Januar 1993 ein, doch die genauen Aufnahmedaten sind der Öffentlichkeit nicht bekannt. Am 4. März 1993 spielte er Loose! ein, am 3. Mai Space und am 5. Mai Solo. Das Stück Race nahm er bereits am 8. November 1991 im Tonstudio Record Plant in Los Angeles auf, überarbeitete es aber Mitte Mai 1993 im Paisley Park Studio.[1]

Anfang 1994 erzielte Prince unter seinem unaussprechbaren Pseudonym mit der Single The Most Beautiful Girl in the World einen weltweiten kommerziellen Erfolg, die er über sein eigenes Label NPG Records in Kooperation mit dem US-Independent-Label Bellmark Records veröffentlichte. Am 11. März 1994 präsentierte er dann dem Tonträgerunternehmen Warner Bros. Records ein neues Album mit dem Titel Come, doch The Most Beautiful Girl in the World platzierte er auf der Tracklist nicht:[2]

Weitere Informationen #, Titel ...
# Titel Veröffentlichung
1 Poem (später in Orgasm umbenannt) 1994: Come
2 Interactive 1998: Crystal Ball
3 Endorphinmachine 1995: The Gold Experience
4 Space 1994: Come
5 Pheromone 1994: Come
6 Loose! 1994: Come
7 Papa 1994: Come
8 Race 1994: Come
9 Dark 1994: Come
10 Solo 1994: Come
11 Strays of the World 1998: Crystal Ball
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Warner zeigte sich von der Tracklist wenig begeistert. Marylou Badeaux, damalige Vizepräsidentin von Warner Bros. Records, erinnerte sich: „Die Firma war furchtbar enttäuscht über das Album – manche sagten, es sei komplette Scheiße. Man hatte allgemein den Eindruck, dass er uns mit Müll zukippte.“[3] Mo Ostin und Lenny Waronker (* 1941), damalige Vorstandsvorsitzende von Warner Bros. Records, fragten Prince, ob er Songs wie Come und The Most Beautiful Girl in the World sowie zwei oder drei weitere stärkere Titel in das Album mit aufnehmen könne.[2] Prince willigte ein und spielte am 14. März 1994 den Track Letitgo ein, der der einzige Song ist, den er gezielt für das Album Come komponierte, also neun Monate nach seiner Namensänderung. Am 17. April 1994 fügte er dem Titelstück Horn-Overdubs hinzu und stellte Warner am 19. Mai 1994 eine überarbeitete Version des Albums Come vor; diesmal mit der Tracklist, die schließlich auch im August 1994 offiziell veröffentlicht wurde – Poem hatte er in Orgasm umbenannt, aber The Most Beautiful Girl in the World stellte er erneut nicht zur Verfügung.[4] Marylou Badeaux sagte: „Mo und Lenny waren bestürzt, dass ‚Beautiful Girl‘ [sic] nicht auf der Platte war. Man glaubte, dass er dem Label jetzt nur noch irgendetwas hinwarf, um seinen Vertrag zu erfüllen.“[3] Michael Bland (* 1969), damaliger Schlagzeuger in Prince’ Band, meinte über Come: „Es war eine Zusammenstellung schwacher Songs, die noch dazu altbacken produziert worden waren. Ich hatte das Gefühl, dass wir die Fans betrogen.“[5]

Kurz nach dem 19. Mai 1994 stellte Prince Warner Bros. Records ein weiteres Album mit Namen The Gold Experience vor.[4] Er schlug vor, Come unter dem Künstlernamen „Prince“ und The Gold Experience unter seinem unaussprechbaren Pseudonym zu veröffentlichen. Zudem sollten beide Alben an seinem 36. Geburtstag, dem 7. Juni 1994 erscheinen – auf den Tag genau ein Jahr nach seiner Namensänderung.[6] Doch Warner lehnte den Vorschlag ab; zwar zeigte sich das Label an einer Veröffentlichung von The Gold Experience interessiert, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt.[4] Beide Alben zählten zu den sechs Alben des Vertrags, den Prince im Jahr 1992 mit Warner abgeschlossen hatte.

Prince verzichtete auf Musikpromotion für Come und absolvierte – anders als sonst üblich – keine begleitende Tournee. Auch in den folgenden Jahren spielte er Songs des Albums nur selten live. Warner Bros. Records betrieb 1994 ebenfalls kaum Werbung für das Album.

Gestaltung des Covers

Die Sagrada Familia, 2017

Das Schallplattencover ist ein Schwarzweiß-Foto und zeigt Prince stehend vor einem Gittertor der Kathedrale Sagrada Família in Barcelona. Die Perspektive erweckt jedoch den Eindruck, er stünde nicht vor der Kathedrale, sondern vor einem Friedhof. In der Mitte des Covers ist der Name „Prince“ zu lesen, darunter – wie bei einer Grabinschrift – die Jahreszahlen „1958“ und „1993“;[5] im Jahr 1958 wurde Prince geboren und 1993 änderte er seinen Künstlernamen. Auf der Rückseite des Covers befindet sich links oben ein Foto des offenbar lebenden Prince mit der Datierung „1958“. Rechts oben ist ein Bild zu sehen, das ihn scheinbar tot zeigt, liegend auf dem Rücken mit zur Seite gedrehtem Kopf und abgespreizten Gliedmaßen; es ist mit „1993“ datiert.[6]

Die Bilder stammen von der US-amerikanischen Fotografin Terry Gydesen (* 1955), mit der Prince im Jahr 1993 zusammenarbeitete. Ein Jahr später veröffentlichte Prince ein limitiertes Fotobuch mit Namen The Sacrifice of Victor, das Aufnahmen von ihm während seiner Act II Show (1993) zeigen, die Gydesen gemacht hat. Das Fotobuch gilt heute (2026) als Rarität.

Das CD-Cover ist als Faltcover gestaltet und kann zu einem Poster mit den Maßen 240 × 237 mm ausgeklappt werden, das weniger hoch, aber breiter als DIN A4 ist. Die Rückseite des Posters ist mit der Überschrift „Come“ betitelt und ergänzend dazu steht links unten in Spiegelschrift der Satz „The dawning of a new spiritual revolution“ („Das Dämmern einer neuen spirituellen Revolution“).

Die Liedtexte sind nicht abgedruckt und auf der Vorderseite des Covers befindet sich der Warnhinweis „Parental Advisory“ („Hinweis für Eltern – allzu deutliche Liedtexte“).

Musik und Liedtexte

Die Musik ist vorwiegend von Contemporary R&B, Elektronische Tanzmusik, Funk und Pop geprägt. Anders als auf den meisten Alben der 1990er Jahre setzte Prince in Come überwiegend auf elektronische Instrumente; Drumcomputer und Synthesizer dominieren viele Stücke, die häufig stärker vom Groove als von melodischer Ausarbeitung bestimmt sind. Die Arrangements bleiben meist schlicht und verzichten auf Ausschmückung. Als verbindende Motive fungieren Synthesizerpassagen, die an rauschendes Wasser erinnern, sowie gesprochene oder geflüsterte Instruktionen von Prince. Die Liedtexte behandeln überwiegend Sex; zudem ist Prince unter anderem in seinem charakteristischen Falsettgesang zu hören.

  1. Come
    Das Titelstück wird von einer langsamen Bassline und Blechbläser-Arrangements begleitet, die Elemente aus Jazz- und Funk-Phrases verbinden. Der Liedtext enthält anzügliche Passagen wie: „kann ich an Dir lutschen, Baby?“ und „kann ich dich ficken, Baby?“ Zudem sind stellenweise Schmatz- und Stöhngeräusche zu hören. Abgesehen davon behandelt der Liedtext auch eine spirituelle Thematik; im Verlauf wiederholt Prince des Öfteren den gesungenen Satz „die Seele ruft, und hier ist der Grund dafür“. Mit einer Spieldauer von über elf Minuten wirkt das Stück insgesamt stellenweise langatmig.[7]
  2. Space
    Der Song wird von lebhaften und zugleich verträumten Synthesizerklängen getragen, die das Bassspiel kontrastieren, das sich im Verlauf zu einer repetitiven Figur entwickelt. Der Liedtext verbindet sexuelle Anspielungen mit spirituellen Untertönen; beispielsweise singt Prince: „Alles, was ich mit Deinem Körper machen werde, Baby, werde ich mit deinem Kopf tun“.[7]
  3. Pheromone
    Während die ersten beiden Songs Come und Space einen entspannten Beat besitzen, wird Pheromone von einem unnachgiebigen Drum-Beat dominiert. Nach Prince’ eigener Aussage diente ihm die Schauspielerin Carmen Electra als Inspiration für den anzüglichen Liedtext, in dem der Begriff Pheromon in sexueller Bedeutung verwendet wird.[7]
  4. Loose!
    Die Up-Tempo-Nummer verschmilzt Techno-angehauchte Sounds mit Rock-Gitarren. Den Liedtext singt Prince mit bewegter und wütender Stimme.[8]
  5. Papa
    Das Stück bildet einen Kontrast zu den vorwiegend tanzorientierten Songs wie Loose! und Pheromone. Papa ist eine langsame, Blues-beeinflusste Nummer mit sparsam eingesetzten Instrumenten, geprägt von zurückhaltenden Gitarrenphrasen und einem Slide-Gitarren-Lick. Im Liedtext schildert Prince eine Geschichte, die von Kindesmissbrauch und vom Suizid des Vaters handelt. Gegen Ende des Songs sagt er: „Missbraucht keine Kinder, sonst geraten sie wie ich“. Der überwiegend gesprochene Liedtext verleiht dem Song eine düstere, intime Atmosphäre.[8][7][9]
  6. Race
    David Henry Hwang (2008), der den Liedtext zu Solo verfasste
    Der Song ist aus den Genres Elektronische Tanzmusik und Pop. Er enthält mit „Face the Music“ ein Sample der Sängerin Jearlyn Steele-Battle, die Schwester von Jevetta Steele. In den Backing Vocals von Race ist Mayte Garcia zu hören, Prince’ späterer Ehefrau. Im Liedtext, den er stellenweise in einem Rap-ähnlichen Sprechgesang vorträgt, thematisiert Prince Rassismus.[7]
  7. Dark
    Die für Prince typische R&B-Ballade wird von jazzig arrangierten Waldhörnern begleitet. Der Liedtext handelt von der Obsession eines Mannes, der von einer Frau verlassen wurde, die ihn schlecht behandelte.[7] Im Januar 1998 veröffentlichte Prince mit So Dark eine Remixversion auf seinem Album Crystal Ball.
  8. Solo
    Das Stück trägt Prince im Wesentlichen a cappella vor; seine Stimme wird lediglich von künstlich erzeugtem Harfespiel begleitet. Den Liedtext verfasste der US-Schriftsteller David Henry Hwang und thematisiert das Gefühl von Unvollkommenheit, das ohne einen Liebhaber empfunden werde. Weitere geplante musikalische Projekte von Prince und Hwang kamen in der Folgezeit nicht zustande.[7]
  9. Letitgo
    Der Song besitzt einen lebhaften Beat, mit einer einprägsamen Melodie, deren Hookline orientalisch anmutet. In Moll komponiert, vermittelt er eine düstere, depressive Stimmung. Der Liedtext, den Prince erst nach seiner Namensänderung schrieb, thematisiert den Anpassungsdruck durch die Musikindustrie und seine daraus resultierende Unfähigkeit, eigene Gefühle authentisch auszudrücken.[7]
  10. Orgasm
    Im Song ist Denise Katrina Matthews, bekannt unter ihrem Künstlernamen Vanity, als Frau an Prince’ Seite zu hören; sie stöhnt und simuliert einen Orgasmus. Ansonsten besteht das Stück aus Klängen rauschenden Wassers sowie aus einer quietschenden E-Gitarrenpassage, die Prince dem Schluss seines Songs Private Joy entnahm, den er 1981 auf dem Album Controversy veröffentlichte. Offiziell wird Vanity in den Liner Notes nicht genannt; im Booklet findet sich lediglich der Hinweis „she knows“. Prince hatte für sie bereits im Sommer 1983 den unveröffentlichten Song Vibrator geschrieben, aus dem Orgasm hervorging.[8][10]

Titelliste und Veröffentlichungen

Weitere Informationen #, Titel ...
# Titel Dauer
1 Come 11:13
2 Space 4:27
3 Pheromone 5:08
4 Loose! 3:26
5 Papa 2:48
6 Race 4:28
7 Dark 6:10
8 Solo a 3:48
9 Letitgo 5:32
10 Orgasm 1:39
Spieldauer: 48:43 min.
Autor aller Songs ist Prince
a 
Autoren: Prince und David Henry Hwang
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Come erschien am 15. August 1994 in Großbritannien und einen Tag später in den USA.[11] Das Album wurde auf CD, LP und MC veröffentlicht sowie später auch als Download.

Singles

Aus dem Album wurden zwei Singles ausgekoppelt. Als Vorabsingle erschien Letitgo am 9. August 1994 in einer auf 4:15 Minuten gekürzten Fassung;[12] die B-Seite Solo entsprach der Albumversion. Als zweite Single folgte am 1. November 1994 Space,[13] die jedoch nicht in Europa veröffentlicht wurde. Die A-Seite enthält den auf 3:58 Minuten gekürzten Universal Love Radio Remix, während sich auf der B-Seite die Albumversion befindet.

Zudem erschien im Herbst 1994 in ausschließlich Deutschland eine 1-Track-Promo-CD-Single mit dem Titel Come. Enthalten ist jedoch nicht der gleichnamige Song, sondern Poem in einer Länge von 3:42 Minuten, die vollständige Version von Orgasm. Abgesehen vom Abspann des Films The Beautiful Experience, in dem Poem zu hören ist, wurde das Stück auf keinem weiteren Tonträger von Prince veröffentlicht.[14]

Musikvideos

Da sich Prince 1994 in einem Streit mit Warner Bros. Records befand, veröffentlichte er parallel zum bestehenden Vertrag Produktionen unter seinem damaligen Pseudonym „Symbol“ auch bei anderen Firmen.[15] Am 3. April 1994 – vier Monate vor der Veröffentlichung von Come – zeigte der britische Fernsehsender Sky One das TV-Special The Beautiful Experience. Daraus stammen die fünf Musikvideos zu Come (in einer deutlich von der Albumversion abweichenden Fassung), Loose!, Papa, Pheromone und Race. In dem von Prince unter seinem unaussprechbaren Pseudonym produzierten Film übernahm Nona Gaye die Hauptrolle. Der 70-minütige Film besteht aus Aufnahmen eines Paisley-Park-Konzerts vom 13. Februar 1994 sowie aus Sequenzen mit damals noch unveröffentlichten Songs.

Prince widersetzte sich dem Wunsch von Warner Bros. Records, zur Single Letitgo ein Musikvideo zu drehen,[16] worauf das Label ein Promotion-Video aus Material des Direct-to-Video-Films 3 Chains o’ Gold produzierte. Der Film erschien – wie das Album Come – am 16. August 1994 in den USA, ist 73 Minuten lang und besteht überwiegend aus Musikvideos zu Songs des Albums Love Symbol (1992). Für das Letitgo-Video wählte Warner unter anderem eine Szene, die Prince beim Unterzeichnen eines Vertrags zeigt.[17] Zu Space existiert kein Musikvideo.

Coverversionen

Von den Songs des Albums Come sind lediglich zwei Coverversionen bekannt. Beide erschienen im Juni 2008 auf der auf 5.000 Exemplare limitierten Kompilation Shockadelica: 50th Anniversary Tribute to the Artist Known as Prince, die anlässlich des 50. Geburtstags von Prince veröffentlicht wurde. Norwegische Musiker interpretierten dafür insgesamt 81 Versionen von 68 Prince-Songs auf fünf CDs neu. Der Bluesgitarrist Bjørn Berge nahm Letitgo auf, während der Saxofonist und Komponist Rolf-Erik Nystrøm eine neue Version von Solo einspielte, bei der Maja Ratkje den Gesang übernahm.[18]

Mitwirkende

Musiker

Alle Songs wurden von Prince produziert, arrangiert, komponiert und vorgetragen, zudem spielte er sämtliche Musikinstrumente selbst ein. Ergänzend wirkten folgende Personen an den Aufnahmen mit:[8][19]

Technisches Personal

  • David Friedlander (als „Chronic Freeze“) – Mastering, Mixing, Toningenieur
  • Eric Anest (als „Statik“) – Programming
  • J.C. Munson – Artdirector vom Frontcover
  • Kimm James – Toningenieur-Assistenz
  • Ludwig Hümmler (als „Hü“) – Lacquer und Direct Metal Mastering (DMM) Cutting Engineer
  • Ray Hahnfeldt – Mixing, Toningenieur
  • Terry Gydesen – Fotografie
  • Tom Garneau – Toningenieur-Assistenz
  • Tom Tucker (* 1949; † 2012) – Mixing, Toningenieur
  • Xanex Bess – Toningenieur-Assistenz

Rezensionen

Weitere Informationen Professionelle Bewertungen, Quelle ...
Professionelle Bewertungen
Durchschnittsbewertung
Quelle Bewertung
AOTY[20] 56 %
Weitere Bewertungen
Quelle Bewertung
AllMusic[21] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Musikexpress[22] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Rolling Stone (USA)[23] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Wilson & Alroy’s Record Reviews[24] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Entertainment Weekly[25] B+
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Musikkritiker bewerteten Come überwiegend negativ. So schrieb die US-Tageszeitung Detroit Free Press, es handle sich um ein „hastig herausgerotztes Album“, das den Erwartungen an eine Prince-Veröffentlichung nicht gerecht werde.[5] Weitere Kritiken bezeichneten die Musik als „einfallslos“ und „glanzlos“ und bemängelten zudem die teils „zu eindeutigen“ und „sexuell überladenen“ Liedtexte; das Album sei Prince’ „Sex Album“.[16] Die Website Album of the Year (AOTY) errechnete auf Grundlage von sechs englischsprachigen Rezensionen eine Durchschnittsbewertung von 56 %.[20]

David Browne von der Entertainment Weekly bewertete Come hingegen positiv und vergab auf der Skala von „A+“ bis „F“ die Note „B+“. Er bezeichnete das Album als „zum Glück nicht durchschnittlich“ und schrieb, es lege „verwirrende Albumkonzepte beiseite“ und lasse stattdessen das „entspannte, mondäne musikalische Bettgeflüster“ aus Prince’ Dirty-Mind-Ära (1980) wieder aufleben. Zugleich betonte Browne, Come sei „keine Nostalgie“: Loose! sei „ein souveräner Versuch, Techno zu spielen“, während Prince im Titelsong „fröhlich über ein tröstendes Hornarrangement“ singe, was zeige, „wie geschickt er in komplizierten Arrangements geworden“ sei. Den Liedtext von Papa bezeichnete Browne als „krasse Erzählung über elterlichen Missbrauch“ und Solo als „überaus üppige Ballade“.[25]

Die Musikjournalisten Albert Koch und Thomas Weiland vom Musikexpress vergaben drei von sechs Sternen. Das Album „funkt schon schön mellow und trocken“, zeige jedoch „eine leichte Tendenz zum Selbstplagiat und Schwächen im Songwriting“. In anzüglichen Stücken wie dem Titeltrack, Orgasm und Pheromone behandle Prince „die üblichen Topics“, allerdings „weniger verklausuliert“ als auf früheren Alben. Das Titelstück Come bezeichneten Koch und Weiland als „Highlight im Prince-Songkatalog“.[22]

Die Musikkritiker David Wilson und John Alroy zeigten sich enttäuscht und vergaben zweieinhalb von fünf Sternen. Prince habe „offenbar die besten Songs aus diesem Projekt zurückgehalten“, mutmaßten sie. Mit dem „gefühlvollen“ Dark, der Single Letitgo und der „schaurigen Kindesmissbrauchsgeschichte“ Papa enthalte das Album zwar „eine ganze Menge Material von höchster Qualität“, jedoch „nicht so viel, wie wir erwartet hatten“. Die A-cappella-Aufnahme Solo sei zwar eine „Überraschung“, letztlich aber nur ein „interessanter, jedoch nicht besonders gelungener Versuch“.[24]

Stephen Thomas Erlewine von AllMusic zeigte sich ebenfalls enttäuscht und vergab zwei von fünf Sternen. Nach dem Anhören des Albums sei dessen Zweck eindeutig: Es diene lediglich der Vertragserfüllung, „nicht mehr und nicht weniger“. Zwar seien „einige der Songs gut“, doch biete Come nichts, was Prince „nicht schon zuvor gemacht“ habe; bei manchen Stücken klinge er „sogar gelangweilt“. Zudem fehle es dem Album an „offensichtlichen Singles“, was es „zu einem Alptraum für den Verkauf“ gemacht habe. Daher sei es „wenig überraschend“ gewesen, dass Come aus kommerzieller Sicht „floppte“, schrieb Erlewine.[21]

Tom Moon vom US-Musikmagazin Rolling Stone vergab ebenfalls zwei von fünf Sternen. In Anspielung auf Prince’ vorausgegangene Namensänderung schrieb er: „Normale Künstler leisten sich mal einen Patzer, aber dieser Typ hat sich auf Public-Relations-Katastrophen spezialisiert, die seine loyalen Fans verwirren und seinen Status als großer genreüberschreitender Innovator des letzten Jahrzehnts gründlich aushöhlen.“[5]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[26]9 (11 Wo.)11
 Österreich (Ö3)[27]4 (10 Wo.)10
 Schweiz (IFPI)[28]4 (13 Wo.)13
 Vereinigte Staaten (Billboard)[29]15 (10 Wo.)10
 Vereinigtes Königreich (OCC)[30]1 (1) (9 Wo.)9
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Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[31]
(Jahr, Titel, , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1994 Letitgo DE45
(11 Wo.)DE
AT29
(2 Wo.)AT
CH21
(11 Wo.)CH
UK30
(4 Wo.)UK
US31
(14 Wo.)US
Space DEn.v.DE ATn.v.AT CHn.v.CH UKn.v.UK
Nicht in Europa ausgekoppelt
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In den USA konnte sich mit Space erstmals seit I Wish U Heaven aus dem Album Lovesexy (1988) keine Single eines Prince-Albums in den US-Top-100 platzieren.

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Weitere Informationen Land/Region, Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe) ...
Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Frankreich (SNEP)  Gold200.000
 Spanien (Promusicae) Gold50.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) Gold500.000
 Vereinigtes Königreich (BPI) Gold100.000
Insgesamt 5× Gold
850.000
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Hauptartikel: Prince/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Preise

Für die Come-Ära erhielt Prince folgende Auszeichnungen:

American Music Awards

30. Januar 1995: Sonderpreis „Award of Merit“ („Verdienstauszeichnung“) bei den American Music Awards 1995.[32]

BRIT Awards 1995

20. Februar 1995: Gewinner bei den BRIT Awards 1995 in der Kategorie „Best International Male Solo Artist“.[32]

Literatur

  • Alex Hahn: Besessen – Das turbulente Leben von Prince. Hannibal Verlag, Höfen 2016, ISBN 978-3-85445-610-0.
  • Benoît Clerc: Prince – Alle Songs: Die Geschichten hinter den Tracks. Delius Klasing Verlag; 1. Auflage 2023, ISBN 978-3-667-12537-8.
  • Duane Tudahl: Prince and the Purple Rain Era Studio Sessions 1983 and 1984 (Expanded Edition). Rowman & Littlefield, London 2018, ISBN 978-1-5381-1462-9.
  • Jason Draper: Prince – Life & Times (Revised & Updated Edition). Chartwell Books, New York 2016, ISBN 978-0-7858-3497-7.
  • Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince. Nilsen Publishing, Linköping 2004, ISBN 91-631-5482-X.

Einzelnachweise

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