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Dux Valeriae ripensis

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Der Dux Valeriae ripensis (Heerführer der Ufervaleria) war vermutlich ab dem 4. Jahrhundert Kommandeur der am mittleren Donaulimes stationierten Limitanei- und Flotteneinheiten. Sein unmittelbarer Vorgesetzter war der Magister peditum (Oberbefehlshaber der Infanterie).

Wie die meisten Duces limites des Westreiches befehligte er nur das Aufgebot einer Provinz. Sein Zuständigkeitsbereich erstreckte sich auf den Limes der Provinz Valeria, d. i. die Donauregion im heutigen Zentralungarn und damit der Abschnitt der mittleren Donau, der von der Mündung der Raab bei Arrabona (Győr) bis nach Ad Militare (Batina) in der Nähe der Mündung der Drau verlief.[1]

Die offizielle Amtsbezeichnung, Dux Valeriae limitis, ist aus einer Bauinschrift des Kastells von Solva bekannt.[2] Sitz des Dux war das Legionslager Aquincum.[3] Das große Badegebäude im südöstlichen Viertel des Legionslagers wurde in der Spätantike zu einem Wohngebäude umgebaut und diente danach vermutlich als Residenz des Dux, da der alte Statthalterpalast zu dieser Zeit wohl nicht mehr benutzbar war.[4]

Das Dukat, bzw. einige seiner Amtsinhaber, sind aus der

Namentlich bekannte Duces:

Mehrere Ziegelstempel des Dux Frigeridus fanden sich im Burgus Tahitótfalu-Balhavár, dem Burgus von Visegrád – Lepence, im Wachtturm Visegrád – Steinbruch und im Burgus von Szigetmonostor – Horány. Da dort auch einige Exemplare des Dux Terentius gefunden wurden, könnte dieser um das Jahr 371 abgelöst worden sein. Die Amtszeit und die Ziegelstempel des Frigeridus konnten in die Jahre zwischen 371 und 373 n. Chr. datiert werden.[8]

Frigeridus Rang im römischen Reichsadel, Vir perfectissimus, ist auf einigen Ziegelstempeln in der Abkürzung VP überliefert. Ab der Herrschaft Valentinian I. nahm ein Dux die Stellung eines Vir spectabilis (zweite senatorische Rangklasse) ein.

Verwaltungsstab

Das Officium (Verwaltungsstab) des Dux umfasste folgende Ämter:[9]

  • Principem de eodem corpore (Kanzleileiter)
  • Numerarium (Zahlmeister)
  • Adiutorem (Assistent)
  • Commentariensem (Buchführer und Rechtskundiger)
  • Subadiuuam (Hilfskraft)
  • Regrendarium (Verwalter oder Archivar)
  • Exceptores (Schreiber)
  • Singulares et reliquos officiales (Ordonnanzen)

Truppen

Der Großteil der Einheiten (einige werden in mehreren Standorten genannt) gehörte zu den Limitanei. Sie waren auf Kastelle oder Städte direkt an oder nahe der Donau verteilt. Ein paar von ihnen finden sich aber auch in den Feldarmeen (Comitatenses) des Magister Equitum Galliarum (OB der in Gallien stationierten Reiterarmee) und des Magister peditum (OB der Infanterie). Die Notitia dignitatum zählt für die Valeria insgesamt 31 Kastelle und Städte auf. Allerdings werden nur 9 Präfekten und 6 Tribunen angegeben. Die Notitia Dignitatum, liefert auch keine genauen Informationen über die Struktur der spätrömischen Militärorganisation in den pannonischen Provinzen während der spätrömischen Zeitperiode. Sie zeigt den Stand um 395 (und später bis 425–430) an, dem Zeitpunkt ihrer Zusammenstellung und späteren teilweisen Korrektur.[10] Im Gegensatz zur benachbarten Pannonia II scheinen die Einheiten des Dux Valeria aber vollständig angegeben zu sein (vorausgesetzt, die nicht mit ihrer Ordnungsnummer angeführte Legionsabteilung in Transiacinco gehörte zur Legio I Adiutrix). Dennoch wurden anscheinend zwei Einheiten aus der Valeria abgezogen, noch bevor die Endfassung der Notitia erstellt wurde. Inschriften bestätigen die Existenz eines N EQQ SCUT (Numerus equitum scutariorum). Der Grabstein eines ihrer Offiziere (praepositus) wurde in Intercisa (Dunaújváros) entdeckt. Dasselbe trifft für die militum Histricorum aus Aquincum zu. Diese beiden Einheiten werden nicht mehr in der Notitia erwähnt.[11] Die Überreste der früheren Organisationsstruktur lassen sich noch in der Notitia erkennen. Die Legion bestand aus zwei Teilen, einer pars (oder pedatura) superior und einer pars inferior, jeweils mit fünf Kohorten unter dem Kommando eines Praefectus ripae. Die Existenz dieses Systems auch in den anderen Donauprovinzen wurde von Karlheinz Dietz anhand gestempelter Ziegel nachgewiesen.[12] Wie in einigen anderen pannonischen Donauprovinzen war daher auch der Limes (ripae) der Valeria organisatorisch in zwei Abschnitte geteilt:

  • oberer Abschnitt, stromaufwärts (partis superioris) und
  • unterer Abschnitt, stromabwärts (partis inferioris).

Die ggstdl. Abschnitte wurden lt. Notitia auffällig oft von der fünften Kohorte gesichert. Laut Karlheinz Dietz handelte es sich dabei wohl um eine Fehlinterpretation des Kürzels CHTV (c[o]h[or]t[i]u[m]) seitens der mittelalterlichen Kopisten der Notitia.[13]

Eine der westlichen Fabricae ist in der Notitia als Acincensis scutarie aufgeführt. Sie befand sich in Aquincum (Acincum) stellte Schilde her und unterstand dem westlichen Magister Officiorum.

Distributio Numerorum

Laut der ND Occ. standen dem Dux folgende Einheiten zur Verfügung:[14]

Kavallerie

Weitere Informationen Einheit/Kastelle, Bemerkung ...
Einheit/Kastelle Bemerkung Abbildung
Cuneus – limitanei
Cuneus equitum scutatorum, Solve „Equitum scutatorum“ bedeutet übersetzt „die schildtragenden Reiter“. Cuneus (lateinisch für „Keil“) bezeichnete eine eigenständige Kavallerieeinheit von etwa 200 bis 300 Reitern. Ursprünglich der taktische Begriff für eine keilförmige Schlachtordnung, wurde er später quasi zur offiziellen Bezeichnung für kleinere Reitereinheiten. Das spätantike Lager stand direkt am Donauufer auf einem freistehenden, ovalen, 150 Meter hohen Felsplateau, der sog. Burgberg der Stadt Esztergom, der heute von der Kathedrale Mariä Himmelfahrt und St. Adalbert eingenommen wird. Seine exponierte Lage erlaubte der Besatzung die östlich, in einer Senke zwischen dem Kastellplateau und dem ansteigenden Gebirge verlaufende Militär- und Handelsstraße schon aus großer Entfernung eingesehen werden. Auch die von Südwesten abfließende Donau, die in einem weit nach Nordwesten ausgreifenden Bogen am Kastellplatz vorbeiführt, sowie das gegenüberliegende, im Barbaricum gelegene Ufer des Flusses, das im Westen sehr flach ausläuft, konnte von dieser Position aus gut kontrolliert werden.
Schildzeichen unbekannt
Cuneus equitum Dalmatarum, Intercisa Größtenteils anfangs wohl aus dalmatinischen Stämmen rekrutierte Kavalleristen. Die Verbände der equites Dalmatae wurden während der Herrschaft des Gallienus (253–268) geschaffen, als schnelle, leicht bewaffnete Eingreiftruppe eingesetzt und im 4. Jahrhundert den Grenztruppen zugewiesen. Ähnlich wie andere zu dieser Zeit aufgestellte Kavallerieformationen, die aus den Reiterkontingenten der Legionen und Auxiliareinheiten herausgelöst wurden. Equites Dalmatae waren zu dieser Zeit eine der am weitesten verbreiteten Reiterverbände. Allein im Westreich sind über 30 von ihnen dokumentiert. Der Name Dalmatae bedeutet, dass anfangs wohl viele ihrer Soldaten aus dieser Provinz stammten. Onomastische Analysen deuten darauf hin, dass sie in der Spätantike aber vorwiegend aus lokalen Ressourcen rekrutiert wurden und dieser Name entweder auf ihre Kampftaktik zurückgeht oder später aus alter Tradition beibehalten wurde. Diese Reiterformationen waren also nie als ethnische reine Einheiten gedacht. Ihre enorme Präsenz unterstreicht ihre Rolle als Rückgrat der mobilen Grenzverteidigung am norisch-pannonischen Limes. Ihre Aufgabe war die Überwachung ihres jeweiligen Flussabschnitts und die schnelle Reaktion auf Einfälle transdanubischer Völker.[15] Als spätantike Besatzungen sind in Intercisa auch die
  • Equites sagittarii[16] (berittene Bogenschützen), anschließend der
  • Cuneus equitum Dalmatarum[17] sowie zuletzt der aus dem Kastell Lussonium hierher versetzte
  • Cuneus equitum Constantianorum[18] belegt.

Zolt Visy vermutete, dass die Equites sagittarii aus der Cohors I milliaria Hemesenorum sagittaria equitata civium Romanorum neu formiert worden sind.[19] Von ihrem Kastell aus konnte die Besatzung weite Teile der sich am gegenüberliegenden Ufer der Donau nach Osten erstreckenden Ungarischen Tiefebene überwachen.[20]Dort siedelte seit der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. der als besonders unruhige geltende sarmatische Stamm der Jazygen.[21] In den Resten eines horreums, fanden sich die Bruchstücke von vermutlich bis zu zwanzig spätrömischen Kammhelmen. Da es durch ein Feuer zerstört wurde, blieben Helmfragmente erhalten. Vier Helme ließen sich fast komplett rekonstruieren. Sie stammten aus der Wende vom Ende des 3./Anfang des 4. Jahrhunderts, sie bewiesen die Einführung eines damals neuen, aus dem persisch/sassanidischen Osten stammenden Helmtypus, der die bisherigen römischen Helmmodelle, die ihre Ursprünge teilweise noch in spätrepublikanischer Zeit hatten, ablöste. Charakteristisch für den Typ Intercisa (I-IV) sind eingeprägte oder aufgemalte „Augen“ auf der Stirnseite, die vermutlich eine apotropäische Funktion hatten. Sie gaben der Gruppe der spätrömischen Kammhelme ihren Namen und gehörten wohl zur Standardausrüstung der spätrömischen Truppen am Donaulimes.

Schildzeichen unbekannt
Cuneus equitum Constantianorum, Lusionio nune Intercisa Der Name „Constantianorum“ leitet sich vermutlich von Kaiser Konstantin I. (Konstantin der Große) ab, was auf eine Aufstellung oder Ehrung unter dessen Herrschaft hindeutet. Der Eintrag in der Notitia Dignitatum[22] vermerkt, dass diese Einheit ursprünglich in Dunakömlőd lag, später jedoch nach Dunaújváros verlegt wurde. Interessanterweise waren in Intercisa laut ND zeitweise mehrere Einheiten stationiert, was die Bedeutung dieses Kastells als zentralen Verteidigungsknoten am pannonischen Donau-Limes unterstreicht.
Schildzeichen unbekannt
Cuneus equitum stablesianorum, Ripa Alta nune Conradcuha Dieser Cuneus der Gardereiterei (Comitatenses) die später offenbar von Tolna (mutmaßlich) nach Dunaföldvár verlegt wurde. „Stablesianorum“ leitet sich vermutlich von stabulum (Stall) ab. Diese Einheiten wurden im 3. Jahrhundert von Kaiser Gallienus unter dem Kommando des Aureolus, den Michael Speidel als Stabulensis, einen hohen, für die kaiserlichen Stallungen verantwortlichen Offizier, identifiziert, vorübergehend in Norditalien stationiert. Sie bestanden ursprünglich aus Soldaten, die als Pferdeknechte den kaiserlichen Stallungen oder den Leibwächtern der Provinzstatthalter (stratores) zugeteilt waren.[23][24]

Weitere Abteilungen dieser Einheit finden sich in der Liste des

Schildzeichen unbekannt
Cuneus equitum Fortensium, Altino „Fortenses“ leitet sich vom lateinischen fortis (tapfer, stark) ab. Ein Ehrentitel, der oft an Einheiten verliehen wurde, die sich entweder im Kampf bewährt hatten oder aus einer besonders „starken“ Stammeinheit (wie z. B. einer Legion) hervorgegangen waren. Die Einheit war im Kastell beim heutigen Mohács-Kölked in Südungarn stationiert.[25] Die Besatzung sicherte dort u. a. die Straße von Aquincum nach Viminacium, nahe dem rechten Donauufer, gegenüber der Margitta-Insel. Für das 4. Jahrhundert sind für Altino auch Equites sagittarii, berittene Bogenschützen, die laut Sándor Soproni um 380 nach Dunafalva verlegt worden sein könnten, als Besatzungstruppe nachgewiesen.[26] Möglicherweise wurde ihre Verlegung schon etwas früher, in der valentinianischen Epoche (364–375), angeordnet. Nachuntersuchungen der Archäologen Zsolt Mráv und Éva Maróti an den baugleichen Ländeburgi in Dunakeszi (2002) und Szigetmonostor-Horány (1995) bestätigen diese Annahme. Eine Einheit dieses Namens findet sich auch in der Armee des Dux Daciae ripensis (Ostreich).
Schildzeichen unbekannt
Equites – limitanei
Equites Dalmatae, Odiabo Im frühen 4. Jahrhundert aus den dalmatinischen Stämmen rekrutierte Reitersoldaten, die in einem Kleinkastell auf dem Gebiet der ungarischen Gemeinde Almásfüzitő im Komitat Komárom-Esztergom lagen. In nachvalentinianischer Zeit wurde im Kastell von Almásfüzitő der Großteil des alten Lagerareals aufgegeben und in der nordwestlichen Ecke ein mehrphasiges, 32 × 32 m großes Reduktionskastell errichtet, wo anscheinend auch die dalmatinischen Reiter untergebracht waren.[27] Das Kastell stand auf einer von Sümpfen und Altarmen umgebenen, Schotterterrasse. Westlich der Terrasse, von der aus die Besatzung auch einen guten Rundumblick hatte, konnte das Überschwemmungsgebiet der Donau überwacht werden. Südwestlich von Odiabo zweigte eine Nebenstraße von der Limesstraße ab und verlief in einem großen Bogen von Westen nach Süden in Richtung der heutigen Stadt Tata.
Schildzeichen unbekannt
Equites promoti, Crumero Diese „ausgewählten Reiter“ waren in einem unmittelbar über dem Südufer der Donau entdeckten Festung stationiert. Sie lag in der östlichen Gemarkung der nordungarischen Gemeinde Nyergesújfalu. Direkt davor führte die Limesstraße, die entlang der Donau einige der bedeutendsten römischen Provinzstädte miteinander verband, vorbei. Die Garnison hatte dort einen sehr exponierten Limesabschnitt zu überwachen, da Rom sich wiederholt mit dem am gegenüberliegenden Ufer ansässigen Quaden auseinandersetzen musste. Die in der Notitia Dignitatum aufgelisteten equites promoti stammten meist von Legionsreitern ab, die im 3. Jahrhundert, unter Diokletian (284–305) aus ihrer Stammlegion herausgezogen wurden und von da an als eigenständige Einheiten operieren sollten. Als promoti scheinen ursprünglich nur einzelne Soldaten bezeichnet worden sein, die aus irgendeinem Grund befördert worden waren. Später wurden jedoch ganze Gruppen ausgewählter Legionäre offenbar zu Reitern ausgebildet. Dies führte, insbesondere im 3. Jahrhundert, zur Aufstellung von Legionskavallerie, die dann zunehmend als eigenständige Einheiten eingesetzt wurden. Dies erklärt die große Anzahl an Equites promoti-Einheiten in der Notitia – allerdings meist bei den Limitanei und nicht in den Feldarmeen. Die 31 in der Notitia genannten Einheiten stellten einen beträchtlichen Teil des Kavallerieaufgebots des späten Reiches dar. Die volle Mannschaftsstärke einer Promoti-Einheit betrug anfangs 726 Reiter, wesentlich mehr als die rund 300 Mann der equites legionis der frühen und mittleren Kaiserzeit. Sie dienten in den damaligen Legionen als Gardeeinheit des Legatus und waren auch etwas besser ausgebildet. Ihre Neuorganisation verdeutlicht die zunehmende Bedeutung, die der Kavallerie im Allgemeinen und den Legionen im Besonderen bei der Grenzverteidigung während der Reichskrise des 3. Jahrhunderts zuerkannt wurde. In der Notitia Dignitatum werden sie sowohl als Teil der limitanei als auch der comitatenses aufgelistet. Sie galten als Eliteformationen und bildeten am Limes die taktische Reserve, um schneller auf Bedrohungen reagieren zu können. In der Donauarmee standen die Promoti über den Dalmatae, was ihre Rolle als taktische Reserve noch unterstreicht. Einige von ihnen wurden deswegen nicht nur in ihrer Provinz eingesetzt, sondern bei Bedarf auch an andere Kriegsschauplätze abkommandiert. Man geht heute davon aus, dass eine spätantike Promoti-Einheit in der Regel um die 500 Mann stark war. Vegetius bezeichnet sie auch als Loricati, d. h. sie trugen eine Körperpanzerung und waren mit Lanzen bewaffnet.[28] Die westlichen Einheiten werden in der Notitia nur als Equites promoti angeführt, während bei den östlichen in
  • Equites promoti indigenae und
  • Equites promoti Illyriciani

unterschieden wird.

Schildzeichen unbekannt
Equites Mauri, Solva „Die maurischen Reiter in Solva“. Eine Reitereinheit die ursprünglich aus Angehörigen nordafrikanischer Stämme (Mauren) rekrutiert wurde. Sie lag in einem Kastell auf dem Burgberg von Esztergom, eine strategisch wichtige Verteidigungsposition am Donauknie. Mauri wurden als leichte Kavallerie eingesetzt und ursprünglich in der Mauretania Caesariensis rekrutiert. Sie waren bekannt für ihre Schnelligkeit und kämpften anfangs oft ohne Sattel und schwere Rüstung, nur bewaffnet mit Wurfspeeren und leichten Schilden. In der Spätantike wurden diese maurischen Spezialeinheiten bevorzugt an Brennpunkten des Limes eingesetzt. Sie waren besonders unter den Infanteristen gefürchtet, da sie durch ihre enorme Beweglichkeit Hit and Run Angriffe aus dem Hinterhalt ausführen konnten.
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Ad Herculem „Die dalmatinischen Reiter in Ad Herculem“, das Kastell lag nahe dem heutigen Ort Pilismarót. Die Wehranlage wurde rund 1300 Meter südlich der Donau auf dem Kishegy-Hügel am Fuß des Pilisgebirges errichtet und lag an einer, zum Kastell Budapest (Castra Aquincum) führenden Fernstraße. Von Ad Herculem aus hatte die Besatzung auch Sichtverbindung zu einigen direkt an der Donau stehenden Wachtürmen und zum nahegelegenen Burgus Pilismarót-Malompatak.[29]
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Cirpi Die „dalmatinischen Reiter in Cirpi“, ein Kastell nahe dem heutigen Dunabogdány, südlich der Provinzgrenze zur Pannonia superior. An der Stelle des Kastells trat zu Beginn des 5. Jahrhunderts eine 17 × 16,5 Meter großes Reduktionskastell, das in der Ostecke eingebaut wurde.[30] Es existierte vielleicht bis zum Ende der Provinz. Nordwestlich der Festung teilt sich die Donau in einen östlichen Haupt- und einen westlichen Nebenarm, die beide, fast parallel, in einem weiten Bogen nach Süden abfließen. Erst rund 30 Kilometer südlich treffen sie wieder aufeinander. Die zwischen dem westlichen und östlichen Strom liegende Insel Szentendrei (Sankt-Andrä-Insel) wurde bereits in der Antike, nachweislich insbesondere in spätantiker Zeit, zum römischen Territorium gezählt. Von Westen führte eine Militärstraße zum Kastell und zur Zivilstadt von Aquincum. In Sichtweite zum Kastell befand sich in der Spätantike südöstlich, etwas weiter vom Ostufer des Westarms entfernt, ein Wachturm. Von diesem führte eine Straße weiter nach Südwesten zum Ufer des östlichen Donaustroms. Hier konnte man über einen Flussübergang mit Brückenkopf ins Barbaricum gelangen. Ein anderer Weg führte vom Wachturm aus auf der Insel entlang nach Nordwesten und endete an einem weiteren befestigten Brückenkopf der eine Donaubrücke sicherte.
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Constantiae „Die dalmatinischen Reiter in Constantiae“, ein Kastell im heutigen Szentendre. Das Kastell wurde zunächst als Ulcisia Castra (= Lager der Wölfe) gegründet und während der Herrschaftsperiode der konstantinischen Dynastie in Castra Constantia unbenannt.[31] Das Kastell wurde auf einer Anhöhe des zur Donau hin abfallenden Geländes nahe am nördlich vorbeifließenden Bükkös-Bach errichtet. Unterhalb verlief, fast genau in Nord-Süd-Ausrichtung, die Limesstraße zur zeitweiligen Provinzhauptstadt Aquincum und dem südlich davon gelegenen Legionslager. An dieser Straße lag eine dichte Grenzpostenkette mit der vom Kastell aus Sicht- und Signalverbindung aufgenommen werden konnte.
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Campona „Die dalmatinischen Reiter in Campona“,[32] ein Kastell in Nagytétény (heute der 22. Budapester Stadtbezirk). Seine Besatzung war für die Sicherung und Überwachung eines Abschnittes der pannonischen Donau verantwortlich. Das Kastell stand nahe am Donauufer, rund acht Kilometer südwestlich vom nächsten Garnisonsstandort Kastell Budapest-Albertfalva entfernt.[33][34]Das Lager selbst war von Anfang an als Reiterlager konzipiert worden und wurde bis in das 5. Jahrhundert genutzt.
Schildzeichen unbekannt
Equites promoti, Matrice „Die ausgewählten Reiter in Matrice“, ein Kastell im heutigen Százhalombatta, etwas südlich von Budapest. Es diente zur Überwachung eines Donauübergangs und des gegenüberliegenden sarmatischen Siedlungsgebietes. Man wählte als Kastellstandort allerdings nicht ein höher gelegenes Terrain des Westufers, sondern errichtete es im südlichen Randbereich einer zur Donau hin offenen Senke, in fast unmittelbarer Nähe des dort stark hochwassergefährdeten Flussufers das damals noch dazu von einem Feuchtgebiet umgeben war.[35] Von hier aus konnte aber sehr gut die Donau sowie der gegenüberliegende Uferstreifen im Barbaricum beobachtet werden.
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Vetusalinae „Die dalmatinischen Reiter in Vetus Salina“, ein Kastell bei der Stadt Adony in Zentralungarn. Da die Donau seit der Antike ihr Flussbett mehrfach geändert hat wurde ein Großteil der dort befindlichen römischen Bausubstanz vernichtet. Einst lag die Festung gegenüber der rund 48 Kilometer langen und bereits in der Antike bestehenden Csepel-Insel. Westlich der noch erhaltenen SW-Kastellecke wird die Limesstraße vermutet. Der dem Kastell nachfolgende Burgus in dem die Equites Dalmatae wahrscheinlich untergebracht waren, konnte bisher nicht gefunden werden. Entweder spülte ihn die Donau fort oder er ist an einem anderen Platz zu suchen. Die Planierschicht am Kastell zeigte jedoch, dass an der fraglichen Stelle anscheinend eine neue Bebauung vorgesehen war. Möglicherweise sind die dort später entstandenen militärischen Bauten (?) auch später dem mittelalterlichen und neuzeitlichen Steinraub zum Opfer gefallen. Wahrscheinlich war dieser Platz bis ins frühe 5. Jahrhundert vom römischen Militär genutzt.
Schildzeichen unbekannt
Equites sagittarii, Intercisa Eine Einheit berittener Bogenschützen in Kastell von Dunaújváros, einer der bedeutendsten Militärstützpunkte in der Provinz Valeria ripenses. Der Einheitsname leitet sich von eques (Reiter) und sagittarius (Bogenschütze) ab. Im Gegensatz zur schwergepanzerten Reiterei war ihre Hauptaufgabe der schnelle Distanzkampf vom Pferd aus, der in der Spätantike zur Abwehr asiatischer Reitervölker an der Donaugrenze immer wichtiger wurde. Im Gegensatz zu anderen Kavallerieeinheiten, die den Pfeilbogen nur als Sekundärwaffe führten, war er bei den sagittarii meist das Hauptkampfmittel. Hierzu nutzte man den Kompositbogen den Rom ursprünglich von östlichen Reitervölkern wie den Skythen und Parthern übernommen hatte. Je nach Kampfsituation stand ihnen aber dafür sicher auch eine Vielzahl von anderen Waffen (z. B. Wurfspeer, Schwert, Streitaxt, Keule etc.) zur Verfügung. Auch anderes spezialisiertes Equipment der Bogenschützen war nach östlichen Vorbildern angefertigt worden, während die übrige Kavallerieausrüstung wohl dem Standard des römischen Militärs entsprach. Diese Einheiten wurden oft eingesetzt, um den Gegner aus der Distanz zu dezimieren und zu zermürben, als Vorbereitung für einen Angriff der schweren Kavallerie oder Infanterie. Geschätzt wurde dabei ihre hohe Flexibilität, Mobilität und Feuerkraft. Aufgrund ihrer Beweglichkeit kamen sie besonders bei eigenständigen Schlachtfeldoperationen zum Einsatz. Berittene Bogenschützen wurden fast ausschließlich aus Regionen der Ostprovinzen rekrutiert und dort auch bevorzugt verwendet, nicht nur auf Feldzügen, sondern auch als Grenzwächter in Pannonien, Dakien, Afrika und der Levante. Der Kaiser des Ostens, Valens (364-378), erließ in den 370er Jahren ein Edikt, dass alle seine Soldaten auch zu Bogenschützen ausgebildet werden sollten.[36]
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Adnamantia Die dalmatinischen Reiter in Annamatia,[37] ein Kastell beim heutigen Dorf Dorfes Baracs im Komitat Fejér, das auch auf der Tabula Peutingeriana, eingezeichnet ist. Das Kastell lag östlich der von Aquincum über das etwas nördlicher gelegene Hilfstruppenkastell Dunaújváros führenden Limesstraße, in einer Senke unmittelbar am damals von Überschwemmungen bedrohten Westufer der Donau. Der über dem Hochufer des Flusses gelegene Standort wies allerdings auf seiner Landseite in Richtung Norden, Süden und Westen nur ein beschränktes Sichtfeld auf. Um dieses Manko etwas auszugleichen und um vor Hochwasser sicher zu sein, wurde die Festung auf leicht erhöhtem Gelände errichtet. Im 4. Jahrhundert versuchte man die mangelhafte Rundumsicht durch die Errichtung je eines nördlich und südlich der Senke auf höher gelegenem Terrain postierten Wachturmes auszugleichen.[38]
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Lussonio „Die dalmatinischen Reiter in Lussonio“, ein Kastell beim heutigen Dunakömlőd. Gegen Ende der römischen Herrschaft war dort auch eine Vexillation der Legio II Adiutrix stationiert.[39]Von Nordosten kommend, fließt die Donau seit dem 19. Jahrhundert statt nach Nordwesten zur Krümmung Imses direkt nach Westen und knickt dann nach Südwesten ab. Nahe diesem Knick, an den bereits das Nordende der Stadt Paks reicht, wurden in der Donau die Reste eines spätantiken Ländeburgus,[40] der hier einen Flussübergang sicherte, entdeckt. Damals floss die Donau in diesem Bereich nicht von Osten, sondern von Norden (von der Krümmung Imses) heran. Dementsprechend lag der Burgus nicht (wie heute) am Nordufer des Flusses, sondern an dessen Ostufer auf der Halbinsel Imsós. Das bereits vor dem Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. bestehende Kastell Lussonium entstand am Westufer der Donau, rund 1,2 Kilometer nordwestlich des Burgus auf einer strategisch günstig gelegenen Erhebung. Von hier aus hatte seine Besatzung einen hervorragenden Rundumblick und konnte auch den Flussübergang gut einsehen. Am Südende des Kastells entstand in der Spätantike über den Resten einer Mannschaftsbaracke und der Lagerhauptstraße ein massiver 10 × 10 Meter großer, mehrstöckiger Burgus mit 2,30 Meter starken Mauern. Offensichtlich konzentrierte sich die Nutzung der Festung während der nachvalentinianischen Zeit nicht nur im Südteil, sondern auch im nordwestlichen Areal des mittelkaiserzeitlichen Kastellareals.
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Ripa Alta „Die dalmatinischen Reiter in Ripa Alta“. Diese wurden laut ND etwas später durch den Cuneus equitum Stablesianorum abgelöst,[41] diese Einheit wechselte danach in das bis heute unbekannte Kastell Conradeuha. Ripa Alta stand vermutlich nahe der südungarischen Stadt Tolna. Diese befindet sich an einem tiefer gelegenen Uferstreifen der Donau. Der Strom hat in diesem Bereich seinen Lauf in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach geändert. Die Limesstraße umging vermutlich das Kastell, doch führte eine Abzweigung in die römische Zivilsiedlung. Tolna wurde in der Forschung schon früh mit Ripa Alta in Verbindung gebracht, da auch der lateinische Ortsname auf ein tiefliegendes Ufer hinweist. Aufgrund des nur relativ spärlichen Fundmaterials aus Tolna lässt sich eine Verbindung zum Kastell jedoch bis heute nicht zweifelsfrei nachweisen.[42]
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Ad Statuas „Die dalmatinischen Reiter in Ad Statuas“. Sie lösten vermutlich die, seit der Herrschaft des Trajan (98-117) dort stationierte Cohors II Asturum et Callaecorum ab, für die in der Spätantike die dalmatinischen Reiter und die Auxilia Ursarensia nachrückten.[43] Ihr Kastell stand im heutigen Dorf Várdomb, nahe der Stadt Tolna.[44] Wie der mit „Burghügel“ zu übersetzende ungarische Ortsname verdeutlicht, ging das Wissen um eine alte Befestigungsanlage – aufgrund der offenbar noch lange sichtbaren Baureste – in dieser Region nie vollständig verloren. Es stand in Unterhanglage am Westrand einer Niederung, die sich zwischen den westlich ansteigenden Bergen von Szekszárd und der weiter östlich vorbeifließenden Donau erstreckt, auf einer leicht erhöhten Schotterterrasse umgeben von sumpfigen Terrain, das durch die damals viel weiter ausgebreitenden Donauauen gebildet worden waren. Die von Norden herankommende Limesstraße umlief das damals stark hochwassergefährdete Gelände, führte direkt an der Fortifikation vorbei und verläuft Richtung Süden zum Kastell Dunaszekcső.[45]
Schildzeichen unbekannt
Equites Dalmatae, Florentiae „Die dalmatinischen Reiter in Florentiae“. Ihr Kastell befand sich auf einem Lößplateau unmittelbar über dem westlichen Donauufer. Der die Landschaft dominierende ovale Hügel, der in die Überlieferung als „Várhegy“ (Burghügel) eingegangen ist, erhebt sich mit seinen steil abfallenden Hängen mehr als 40 Meter über der Donau. Er wird heute an den nördlichen, westlichen und südlichen Flanken von dem im ungarischen Komitat Baranya liegenden Dorf Dunaszekcső umschlossen. Neben dem Reiterlager entwickelte sich sein Vicus zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, da eine Fernstraße über den Fluss hinweg nach Osten in das Siedlungsgebiet der Jazygen und weiter nach Dakien führte.[46]
Schildzeichen unbekannt
Equites sagittarii, Altino, nune in burgo contra Florentiam Zum Zeitpunkt der Erstellung der westlichen Notitia waren diese „berittenen Bogenschützen“ offensichtlich in einem Burgus gegenüber dem Kastell Florentia stationiert, ein Kastell beim heutigen Dunaszekcső. Sándor Soproni ging davon aus, dass die in Dunafalva liegende Truppe aus dem südlichsten Kastell der Provinz Valeria, Altinum, hierher verlegt worden war.[47]Am Ende des 4. Jahrhunderts wurden offensichtlich große Teile seiner Garnison aus unbekannten Gründen abgezogen, nur eine kleine Restbesatzung blieb dort zurück. Der Burgus contra Florentiam war ein zur Zeit der valentinianischen Herrschaftsepoche (364–375) errichteter Ländeburgus, auch seine Überreste befinden sich noch auf dem Gemeindegebiet von Dunafalva. Die Wehranlage wurde am östlichen Ufer des Stromes im Siedlungsgebiet der sarmatischen Jazygen errichtet. Er stand auf der Insel von Mohács, die damals noch von vielen größeren und kleineren Donauarmen umgeben war, diese Region wird in Reisebeschreibungen des 19. Jahrhunderts noch als ein sehr sumpfiges, jährlich überschwemmtes Gebiet beschrieben. Aufgrund einer dort vorbeiführenden Fernstraße nach Dakien befand sich an dieser Stelle – schon seit mittelkaiserlicher Zeit – ein stark frequentierter Flussübergang. Die Besatzung des Burgus stand deswegen wohl in engem Kontakt zum Kastell am westlichen Ufer. Da es auf einer Anhöhe lag, hatte man von dort auch aus ebenfalls eine gute Fernsicht auf das Siedlungsland der Jazygen, die eigentlich als Verbündete der Römer galten, aber auch immer wieder zu Aufständen gegen sie bereit waren. Das Festungswerk wurde bis in die 430er Jahre genutzt und verfiel nach der endgültigen Aufgabe Pannoniens durch Rom.[48]
Schildzeichen unbekannt
Equites Flavianenses, Ad Militare Die „flavischen Reiter in Ad Militare“, der Beiname „Flavianenses“ deutet auf eine Ehrung oder Neuorganisation unter Konstantin I. (306–337), auch Flavius Valerius Constantinus, hin. Zwei dort aufgefundene silberne Fibeln, die wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts stammen, könnten dort stationierten westgotischen Offizieren gehört haben und stammen aus der späten Nutzungsphase des Kastells.[49] Ihr Kastell befand sich in der Gemeinde Batina, im Nordosten Kroatiens, nahe der Grenze zu Ungarn. Das Lager lag auf dem Gradac-Hügel über der Donau und diente der Überwachung eines Flussübergangs. Er war Teil der Bergkette Banska kosa, die von den Römern Aureus Mons (Goldener Berg) genannt wurde. Vom Gradac-Plateau aus konnte ein weites Umland, darunter auch das weitgehend flache, am anderen Ufer der Donau gelegene Siedlungsgebiet der Jazygen in nördlicher, östlicher und südöstlicher Richtung eingesehen werden.[50] Durch seine weit erhöhte Lage war die Fortifikation vor Hochwässern sicher, die das in der Antike von vielen Altarmen und Auen durchzogene Land immer wieder überfluteten.
Schildzeichen unbekannt
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Infanterie

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Offizier/Einheit/Kastelle Bemerkung Abbildung
Auxilia – limitanei
Auxilia Herculensia, Ad Herculem Die „Hilfstruppe des Herkules in Ad Herculem“. Ihr Name leitet sich von der Gottheit Herakles ab, dem Schutzgott von Kaiser Maximian (286 bis 305). Einheiten mit diesem Namen stammten oft von den ihn unterstellten Eliteverbänden ab. Es handelte sich um eine Auxilia (Hilfstruppeneinheit) der leichten Infanterie, die in der Spätantike als Limitanei eingesetzt wurde. Die Militärreformen, mit denen man dann auf die „Reichskrise des 3. Jahrhunderts“ zu reagieren suchte, veränderten den Aufbau der kaiserlichen Armee. Seit etwa 300 wurde die Überwachung der Grenzen nicht mehr den Auxilien, sondern den neu aufgestellten limitanei oder riparenses übertragen. Die früher strikt gehandhabte Unterscheidung zwischen Legionen und Auxilia verwischte in dieser Zeit und die kampftauglichsten der Auxiliaren wurden in die neuen mobilen Feldarmeen (Auxilia Palatina) versetzt. Ihr Kastell befand sich beim heutigen Ort Pilismarót, an einer strategisch wichtigen Stelle am Donauknie. Neben den Auxilia Herculensia waren dort laut Notitia Dignitatum zeitweise auch Equites Dalmatae untergebracht.
Schildzeichen unbekannt
Auxilia Ursarensia, Pone Navata nune Ad Statuas Die „Hilfstruppe der Ursarienser in Ad Statuas“ (Ács-Vaspuszta oder Várdomb). Vielleicht ursprünglich eine Vexillation der Cursarienses iuniores in der Armee des Magister Equitum Galliarum.[51] Der Name der Einheit könnte sich von einem Ort namens Ursaria ableiten. Sándor Soproni identifizierte Pone Navata (Pons Navata ?) mit einem Kastell auf dem Sibrik-Hügel bei Visegrád, Ungarn.[52] Noch vor 380 wurde Pone Navata anscheinend aufgelassen und seine Garnison, laut Notitia dignitatum, nach Ad Statuas (Várdomb) verlegt, wo auch eine Formation der Equites Dalmatae stationiert war.[53] Der Grund hierfür lag im Bedeutungsverlust des Standortes nach Aufgabe des großen Wallsystems um 378. Damit war eine höhere Truppenkonzentration an der Donaulinie notwendig geworden. Die Befestigung könnte aber als Außenposten weiterverwendet worden sein.[54] Die neue Besatzung errichtete an der mutmaßlichen Stelle des Osttores einen Burgus,[55] dieser war bis zur Aufgabe der Provinz in Verwendung.[56]
Schildzeichen unbekannt
Auxilia Vigilum, contra Acinco in barbarico Die „Wächter in Transaquincum“, in der Spätantike bezeichneten Auxilia oft mobile oder Spezialeinheiten der Limitanei, Vigilum deutet auf die Überwachungsaufgaben der Truppe hin. Ihr Kastell stand auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Pest in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Das Lager diente als Brückenkopf für das Legionslager Aquincum (heute Buda), dem Hauptquartier des Dux der Provinz Valeria. Das linke Ufer der Donau galt damals als „Barbaricum“, d. h. alle Länder außerhalb des Reichsgebiets im Siedlungsgebiet der Sarmaten. Von diesen Brückenkopfkastell aus sollten wohl eventuelle Bedrohungen durch Germanen- und Sarmatenstämme frühzeitig erkannt und gegebenenfalls abgewehrt werden um den Donauübergang zu sichern. Zur Zeit der Römer war die Donauniederung im heutigen Stadtgebiet von Budapest durch Alt- und Seitenarme des Flusses geprägt.[57] In dieser stark von Sümpfen durchzogenen Landschaft hatte die Donau auch einige Schwemmlandinseln aufgeworfen. Das am östlichen Ufer an der Mündung des Rákos-Bachs errichtete Brückenkopfkastell war durch eine Brücke mit dem Legionslager verbunden. Deren Reste wurden im 19. Jahrhundert auf der Fürdő-Insel (Badeinsel) gefunden.[58] Sie verband Transaquincum auch mit der Schiffswerft-Insel. Die Forschungen machten deutlich, dass dieser Flussübergang sehr lange als Übergang genutzt wurde und zur Gruppe der Pfahlrostbrücken gezählt werden muss,[59] wie beispielsweise auch die römische Brücke in Mainz. Der Standort des westlichen Brückenkopfs ist noch unbekannt.[58]Transaquincum war gut gegen feindliche Angriffen gewappnet, da es über die Brücke rasch mit Nachschub und Verstärkungen versorgt werden konnte. Im Stadtgebiet von Budapest wurden bisher zwei römische Brücken bekannt. Neben dem die beiden Militärlager verbindenden Übergang befindet sich etwas weiter nördlich im Bereich zwischen der Canabae des Legionslagers und der Zivilstadt Aquincum eine weitere Brücke, deren Reste im Stadtteil Óbuda an der vormaligen Mündung des Aranyhegyi-Bachs entdeckt wurden.[58] Auch dort existierte ein befestigter Brückenkopf.
Schildzeichen unbekannt
Auxilia Fortensia, Cirpe Die „Hilfstruppe der Fortensia in Cirpe“, ein Kastell nahe dem heutigen Dunabogdány in Ungarn, nordöstlich von Visegrád. Der Beiname leitet sich vermutlich von fortis (stark/tapfer) ab oder bezieht sich auf eine spezifische Tradition dieser Einheit. In der Ruine des mittelkaiserzeitlichen Kohortenkastells wurde zu Beginn des 5. Jahrhunderts in der Ostecke ein wesentlich kleineres Reduktionskastell eingerichtet. Es war vielleicht bis zum Ende der Provinz mit Soldaten besetzt. In Cirpi waren während der Spätzeit der römischen Herrschaft über Pannonien verschiedene Einheiten stationiert, darunter auch Abteilungen der Equites Dalmatae und der Legio II Adiutrix.

In der Notitia werden zudem noch viele andere Fortensis-Einheiten angegeben, die

Diese Vielzahl an Fortenses-Einheiten rührt daher, dass der Beiname Fortis in früheren Jahrhunderten eine gängige Auszeichnung für Einheiten war, die sich in einer Schlacht bewährt hatten.

Schildzeichen unbekannt
Auxilia insidiatorum, Cardabiaca „Soldaten im Hinterhalt“, vermutlich nur eine Funktionsbezeichnung aber wohl kein Ehrenname. Diese Einheit könnte auf Hinterhalte, Kundschafterdienste oder Hit and Run-Taktiken spezialisiert gewesen sein. Das Lager Cardabiaca (auch Gardellaca oder Cardabiaco) wird entweder im Bereich von Tokod-Várberek (Ungarn) oder beim heutigen Neudorf an der Donau (östlich von Komárom) in Serbien vermutet. Es dürfte sich dabei um eine der pannonischen Binnenfestungen gehandelt haben, da sie zwar nah der Donau lag, dennoch aber wohl nicht zur Kastellkette der ripa gehörte.[60] Die Besatzung konnte im Krisenfall entweder als Reserve eingreifen oder wichtige Straßenverbindungen sichern. Das Kastell war eine Etappe an der Limesstraße zwischen den Legionslagern Brigetio und Aquincum.[61]Ihre Stammtruppe könnten die Insidatores gewesen sein, die in der Armee des Magister Equitum Galliarum angeführt sind.[62]
Schildzeichen unbekannt
Legiones – limitanei
Praefectus legionis primae adiutricis cohortis quintae,
partis superioris
, Bregtione
Die Legio I Adiutrix war eine der traditionsreichsten Legionen Pannoniens. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts wurde sie aber nicht mehr als geschlossene Einheit eingesetzt, sondern in kleinere Abteilungen aufgeteilt. „Partis superioris“ bedeutet „des oberen Teils“ und bezieht sich auf das Legionslager selbst oder einen Zuständigkeitsbereich am Flussufer (also den oberen Flussabschnitt bei Brigetio), für den dieser Präfekt verantwortlich war. Bregtione (Brigetio) lag beim heutigen Szőny (einem Stadtteil der ungarischen Stadt Komárom), direkt an der Donau gegenüber dem slowakischen Komárno. Es war eines der vier Legionslager am pannonischen Limes. In der Spätantike war es noch einmal massiv befestigt worden, um eine strategisch wichtige Brücke zu sichern. Laut Notitia war die fünfte Kohorte dieser Legion, im späten 4. Jahrhundert noch immer in ihrem Stammlager stationiert und sicherte von dort aus ihren Abschnitt des valerischen Limes. Dass diese Kohorte von einem eigenen Präfekten befehligt wurde, beweist die Zersplitterung der alten Legionen in der Spätantike. Auch eine Infanterieeinheit unter dem Befehl des Magister Equitum Galiarum, die Acincenses, die aber nicht in der Armee des Magister peditum aufscheint, ist eindeutig auf Aquincum zurückzuführen. Deren Soldaten könnten entweder aus der Legio I oder II Adiutrix herausgezogen worden sein. Anscheinend wurde die Einheit dem Dux Mogontiacensis zugeteilt, in dessen Armee ein Praefectus militum Acincensium angeführt ist. Es wäre jedoch auch möglich, dass es sich hierbei um eine Vexillation der Auxilia vigilum handelte.[63]
Schildzeichen unbekannt
Praefectus legionis secundae adiutricis cohortis quintae,
partis superioris
, Aliscae
In der Spätantike wurde auch die zweite pannonische Hauslegion, die Legio II Adiutrix, nicht mehr als geschlossener Block (mit ursprünglich rund 5.000 Mann) eingesetzt, sondern in kleinere und damit viel flexiblere Abteilungen aufgesplittert. Anstatt eines Legaten standen nun mehrere Präfekten den einzelnen Legionskohorten an ihren Stationierungsorten vor. Detachements dieser Legion lagen unter anderem auch in Alisca, Acinco (Aquincum) und Lussonium. Ihre fünfte Kohorte besetzte im 4. Jahrhundert ein Kastell nördlich von Őcsény, ein Dorf im ungarischen Komitat Tolna und sicherte dort den oberen Abschnitt des valerischen Limes. Die Flur Szigetpuszta liegt in einer Niederung, die sich zwischen den Bergen von Szekszárd und der Donau erstreckt. Das Kastell wurde – wohl aus strategischen Überlegungen – im sumpfigen Terrain der damals noch viel ausgedehnteren Donauauen errichtet und war nur durch einen Weg mit der Limesstraße verbunden, die diese stark hochwassergefährdete Region umgehen musste.[64] Durch die Kanalisierung fließt die Donau heute wesentlich weiter östlich, doch zeigen die auch heute noch deutlich sichtbaren Altarme, wie nahe sie in der Antike am Lager vorbeifloss.
Schildzeichen unbekannt
Praefectus legionis secundae adiutricis,
partis inferioris
, Florentiae
Eine von einem Präfekten befehligte Vexillation der Legio II Adiutrix, die im 4. Jahrhundert von einem Kastell bei Dunaszekcső aus den unteren Abschnitt des valerischen Limes sicherte.
Schildzeichen unbekannt
Praefectus legionis secundae adiutricis,
partis superioris
, Acinco
Eine von einem Präfekten befehligte Abteilung dieser Legion lag an der Wende des 4. auf das 5. Jahrhundert noch immer in ihrem Stammlager Aquincum und sicherte den oberen Abschnitt des valerischen Limes. „Partis superioris“ bezog sich entweder nur auf das Lagerumland oder einen ganzen Uferstreifen an der Donau.
Schildzeichen unbekannt
Praefectus legionis secundae adiutricis, castello contra Tautantum Eine Vexillation der Legio II Adiutrix stand im 4. Jahrhundert im Kastell "gegenüber von Tautantum". Man vermutet, dass es sich dabei um das Brückenkopfkastell Contra Aquincum (im heutigen Budapest) gehandelt hat.
Schildzeichen unbekannt
Praefectus legionis secundae adiutricis, Cirpi Eine Vexillation der Legio II Adiutrix die in einem Kastell beim heutigen Dunabogdány stationiert war.
Schildzeichen unbekannt
Praefectus legionis secundae adiutricis, Lussonio Eine Vexillation der Legio II Adiutrix, die im Kastell beim heutigen Dunakömlőd (nahe Paks in Ungarn) stationiert war.
Schildzeichen unbekannt
Praefectus legionis, Transiacinco Unter Transacincum (Transaquincum) ist hier – gemäß römischer Praxis, geographische Namen mit der Präposition trans- zu bilden – vermutlich nicht der Name eines Lagers, sondern eine über Aquincum hinausreichende Überwachungszone zu verstehen, die einem Praefectus der Legio II Adiutrix unterstand. Wir wissen weder, wann diese eingerichtet wurde, noch, ob ihr letzter Platz in der Liste mit ihrem vom Namen der Kastelle abweichenden Charakter zu erklären ist oder nur auf ein späteres Hinzufügen hindeutet. Sie scheint in der – spätestens 365 zusammengestellten – Truppenliste der Valeria auf. Laut dieser existierte zur Zeit Valentinians I. im Vorland von Aquincum, in unmittelbarer Nähe des quadisch-sarmatischen Grenzstreifens, ein unter römischer Militärverwaltung stehendes Gebiet, dessen Ausdehnung sich wohl bis zur jeweils aktuellen nördlichen Grenzlinie erstreckte.[65]
Schildzeichen unbekannt
Cohortes – limitanei
Tribunus cohortis, Vincentiae Man vermutet, dass es sich auch bei Vincentia um eines der pannonischen Binnenkastelle (in diesem Fall beim heutigen Környe) handelt. Der Name dieses Standortes ist nur von Ziegelstempel bekannt. Als Festungskommandanten wurden, laut Notitia, Tribunen eingesetzt. Es fällt auf, dass von den zwölf bekannten Tribuni cohortis (Pannonia prima und Valeria ripensis) bei elf keine Ordnungsnummer oder Bezeichnung ihrer Garnisonstruppe angegeben wird, nur ihr Stationierungsort. Sándor Soproni ordnet sie den Militäranlagen im Hinterland der Grenze zu. Diese Kohorten stammten höchstwahrscheinlich von heute nicht mehr identifizierbaren Einheiten aus der mittleren Kaiserzeit ab.[66] Die fehlende Truppenzuordnung könnte auch bedeuten, dass diese Tribunen keine Frontoffiziere waren, sondern in der Etappe nur mit einem Spezialkommando betraut waren, d. h. sie sollten wohl vor allem für eine reibungslose Abwicklung der Logistik sorgen. Sie könnten aber auch für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit in den ihnen zugewiesenen Sprengeln verantwortlich gewesen sein, wie ein Absatz im Codex Theodosianus (Cod. Theod. 7.18.17.) annehmen lässt.[67] Im Zuge der spätkaiserzeitlichen Staatsreformen wollte man in der Valeria auch das Hinterland der Donaugrenze besser absichern. Einige der Binnenkastelle wurden hierfür im großen Stil ausgebaut, deren Standort konnte in einigen Fällen aufgrund archäologischer bzw. schriftlicher Belege identifiziert werden, wie z. B. das Binnenkastell Keszthely-Fenékpuszta. Sie dienten wohl vorrangig als Nachschubverteiler für die Grenzkastelle, waren aber auch Zentren der Agrarproduktion und -verarbeitung und übernahmen darüber hinaus wohl auch administrativen Aufgaben. Ihre Besatzungen werden größtenteils aus Zivilisten bestanden haben, aber auch reguläre Soldaten und Milizionäre (Burgarii) dürften hier dauerhaft stationiert gewesen sein. Die größeren Binnenkastelle wurden wohl im 4. Jahrhundert errichtet, ihre bebaute Fläche variierte zwischen 8 und 22 Hektar. Sie verfügten über massive Wehrmauern, große runde Zwischen- sowie Ecktürme und boten bei Gefahr auch Schutz für die Zivilbevölkerung. Im Inneren standen neben einem Prätorium, Horrea sowie diverse Wohn- und Wirtschaftsgebäude.[68]
Schildzeichen unbekannt
Tribunus cohortis, Quadriborgio „Der Tribun der Kohorte, in der Vierturm-Festung“. Die Notitia Dignitatum überliefert bei kleineren Grenzschutzeinheiten oft nicht mehr ihren vollen Namen, sondern listete sie nur noch mit dem Rang ihres Kommandeurs auf. „Quadriburgium“ leitet sich von einem spätantiken Festungstyp ab – eine Kleinfestung mit vier massiven Ecktürmen (siehe Burgus). Ihr genauer Standort konnte archäologisch noch nicht lokalisiert werden, sie ist ansonsten nur von Ziegelstempeln – Quadriburg(ium) – bekannt.
Schildzeichen unbekannt
Tribunus cohortis, Iovia „Ein Tribun der Kohorte in Iovia“, ihr Kastell lag nahe dem Ufer der Drau, vermutlich auf dem Gebiet der Stadt Ludbreg, Ortsteil Botivo, Gespanschaft Varaždin, im Grenzgebiet zwischen Ungarn und Kroatien. Der Name könnte sich vom Beinamen des Kaisers Diokletian (284-305) (Iovius) ableiten. Durch das Drautal führte damals eine wichtige Ost-West-Verbindung. Nördlich lagen einige günstig gelegene Furten über den Fluss, im Süden kreuzten sich einige Nebenstraßen durch Flusstäler bei Bilogora, Kalnik und Toplicka Gora mit dem Drautal. Ludbreg liegt am Durchbruch der Bednja in das Drau-Tiefland, das Kastell sicherte wohl einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt.
Schildzeichen unbekannt
Tribunus cohortis, ad burgum Centenarium Auch diese Kohorte war offensichtlich in einer kleineren, örtlich noch nicht erfassten Befestigung stationiert, vielleicht ein Kontrollpunkt an einer stark frequentierten Straße. Centenarium leitet sich vom lateinischen centum (hundert) ab. Es beschrieb meist eine Kleinfestung oder Burgus, der eventuell für eine Besatzung von etwa 100 Mann ausgelegt war. Es ist wahrscheinlich, dass die ursprünglichen Centenaria vom Militär errichtete Zweckbauten unterschiedlicher Form und Größe waren, die erstmals im dritten Jahrhundert errichtet und sich dann in der Herrschaftszeit der Tetrarchen weiter ausbreiteten. Sie scheinen charakteristisch für die afrikanischen Provinzen zu sein, von denen die meisten Belege über sie stammen, aber man kann nicht ausschließen, dass man sie auch in anderen Provinzen des Reiches errichtete.[69]
Schildzeichen unbekannt
Tribunus cohortis, Alesacae „Ein Tribun der Kohorte im Kastell Alisca“,[70] diese Festung lag (wahrscheinlich) auf einer sumpfigen Flurebene, rund sieben Kilometer südöstlich der südungarischen Stadt Szekszárd. Diese Truppe wurde laut Notitia etwas später durch eine Vexillation der Legio II Adiutrix abgelöst.[71]
Schildzeichen unbekannt
Tribunus cohortis, Marinanae „Ein Tribun der Kohorte im Kastell Marinanae“,[72] Bei dem ansonsten in keiner anderen antiken Quelle aufscheinenden Marinanae handelte es sich vermutlich um eine sogenanntes Binnenkastell im Hinterland des Limes. Diese Kohorte sicherte wohl eine strategisch wichtige Straßenverbindung. Der Standort dieses Kastells wird von der Forschung in der Region westlich des ungarischen Teils der Donau (Transdanubien) vermutet, wobei die archäologische Bestätigung noch aussteht.
Schildzeichen unbekannt
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Flotte

Weitere Informationen Offiziere/Einheit/Kastelle, Bemerkung ...
Offiziere/Einheit/Kastelle Bemerkung Abbildung
Classis
Praefectus classis Histricae, Florentiae Wahrscheinlich ging diese Einheit aus der Classis Pannonica hervor. Andere Abteilungen dieser Flotte werden beim

(dessen Flotteneinheit in der Notitia allerdings nicht aufgelistet sind) angeführt.

Schildzeichen unbekannt
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Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

Literatur

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