Dürnberg (Röslau)
Ortsteil von Röslau (Landkreis Wunsiedel)
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Dürnberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Dürnberg hat eine Fläche von 2,810 km². Sie ist in 390 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurfläche von 7204,23 m² haben.[1][4]
Dürnberg Gemeinde Röslau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 6′ N, 11° 58′ O |
| Höhe: | 594 m ü. NHN |
| Fläche: | 2,81 km²[1] |
| Einwohner: | 43 (25. Mai 1987)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 15 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1956 |
| Postleitzahl: | 95195 |
| Vorwahl: | 09238 |
Geographie
Westlich des Dorfes grenzt die bewaldete Anhöhe Peuntholz an, ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben, das Gelände ist leicht abschüssig. Ein Anliegerweg führt 200 Meter östlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die nach Reicholdsgrün (2,4 km nördlich) bzw. nach Röslau zur Staatsstraße 2177 verläuft (2,2 km südlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1356 als „das Meierhöfl unter dem Durnberg“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Anwesen war ursprünglich der Versorgerhof der Burg Epprechtstein. Nördlich des Dorfes lag ein Zinnbergwerk. Dieses erhielt 1489 der Weißenstädter Amtmann Hans von Hirschberg vom Kulmbacher Markgrafen. Der Zinnerzabbau wurde nochmals im Ersten Weltkrieg von der Firma Degussa aktiviert, brachte aber nicht der erwartete Ausbeute.[6] Dürnberg lag im Fraischbezirk des kulmbacher Sechsamt Wunsiedel. Dorf- und Grundherr war das Rittergut Oberröslau, das den Herren von Waldenfels gehörte.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand Dürnberg dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[8] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Röslau zugeordnet.[9] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dürnberg, zu der Bödlas und Thusmühle gehörten.[6] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kirchenlamitz und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Wunsiedel (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit war das Patrimonialgericht der Herren von Waldenfels zuständig.[7] Ab 1862 gehörte Dürnberg zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Kirchenlamitz (1879 in das Amtsgericht Kirchenlamitz umgewandelt). 1952 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 3,470 km².[10] Im Jahr 1956 wurde Dürnberg nach Oberröslau eingemeindet, das am 1. Mai 1967 nach Röslau umbenannt wurde.[11][12][13]
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Dürnberg gibt es ein Bodendenkmal.[14]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Dürnberg
Ort Dürnberg
Religion
Dürnberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Röslau) gepfarrt.[30] Die Katholiken sind nach St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.[28]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dürrenberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 651 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 117 f.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 187–188.
Weblinks
- Dürnberg in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 19. Oktober 2025.
- Dürnberg in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 19. Oktober 2025.
- Dürnberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 19. Oktober 2025.