Rauschensteig
Ortsteil von Röslau (Landkreis Wunsiedel)
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Rauschensteig ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Rauschensteig liegt in der Gemarkung Neudes.[3]
Rauschensteig Gemeinde Röslau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 12° 1′ O |
| Höhe: | 599 m ü. NHN |
| Einwohner: | 39 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95195 |
| Vorwahl: | 09238 |
Geographie
Das Dorf liegt am Kuhlberg (619 m ü. NHN), einer Erhebung des Fichtelgebirges. Es entspringt dort der Moosbach, der linke Oberlauf des Bibersbach. Die Staatsstraße 2180 führt nach Röslau (2,7 km westlich) bzw. nach Bernstein (2,9 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Bibersbach (1,8 km südlich), nach Habnith (4,2 km nördlich) und nach Unterwoltersgrün (1,5 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt zum Rosenhof (0,1 km südwestlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1317 im Hennebergischen Lehensverzeichnis als „Ruzzenstig“ erstmals urkundlich erwähnt; die Brüder Hirschberg empfingen demnach den Ort als Reichslehen. In der Folge zinste Rauschensteig nach St. Katharina auf dem Berg. 1499 bestand der Ort aus sieben Untertansfamilien, die als arm galten. 1787 bestand Rauschensteig mit dem Rosenhof aus 9 Höfen, 2 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 1 Schenkstatt und 1 Gemeindehirtenhaus.[5] Das Dorf zählte bis 1848 zu den sogenannten sieben „Wunsiedler Stadtdörfern“.[6] Rauschensteig lag im Fraischbezirk des bayreuthischen Sechsamtes Wunsiedel.
Von 1797 bis 1810 unterstand Rauschensteig dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neudes[8] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Neudes zugeordnet. Am. 1. Januar 1978 wurde Rauschensteig nach Röslau eingemeindet.[9]
Bis 1971 existierte in Rauschensteig das älteste Wirtshaus im Fichtelgebirge (Gasthof goldener Stern). Die Schenke war bis dahin 650 Jahre alt.[10]
Napoleon Bonaparte übernachtete 1812 im Gasthaus goldener Stern, da er die Hälfte seines Heeres aufteilte. Eine Hälfte schickte er über Eger, die andere Hälfte über Hof nach Russland.[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Rauschensteig ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Röslau) gepfarrt.[21] Die Katholiken sind nach Zu den Zwölf Aposteln (Wunsiedel) gepfarrt.[19]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rauschensteig. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 435 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 527 f.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 185.
Weblinks
- Rauschensteig in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- Rauschensteig in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- Rauschensteig im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. Oktober 2025.