Georgenkirchstraße

Straße in Berlin-Friedrichshain From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Georgenkirchstraße ist eine Straße in Berlin-Friedrichshain.

Schnelle Fakten Basisdaten, Nutzung ...
Georgenkirchstraße
Wappen
Straße in Berlin
Blick zur Friedenstraße
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Friedrichshain
Hist. Namen Kirch-Gasse (1723, 1748)
Grosse Kirch-Gasse (1786)
Große Georgenkirch-Gasse (1799–1862)
Querstraßen Friedenstraße, Höchste Straße, Barnimstraße (von Nord nach Süd)
Bauwerke Missionshaus, erbaut 1873
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr
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Lage

Berlin 1914, mit Georgenkirchstraße (Mitte rechts)

Die Georgenkirchstraße verläuft von der Barnimstraße in nordöstlicher Richtung an der Höchste Straße vorbei bis zur Friedenstraße.[1] Auf deren westlichen Seite steht die St. Bartholomäus-Kirche, daneben verläuft die Otto-Braun-Straße als Parallelstraße.

Die Georgenkirchstraße führte ursprünglich vom Georgenkirchplatz in der Nähe des Alexanderplatzes durch die Katharinenstraße, und die Lietzmannstraße bis zur Gollnowstraße, ab etwa 1840 weiter bis zur Friedensstraße. Seit 1972 blieb nur noch der Teil nördlich der Mollstraße bestehen, 2011 wurde dessen südlicher Teil in Pauline-Staegemann-Straße umbenannt.

Geschichte

Sie war zuerst ein Feldweg, der vom Georgenhospital und der Georgenkirche nach Nordosten führte, parallel zur Fernstraße nach Bernau. 1723 hieß sie Kirch-Gasse, 1786 Grosse Kirch-Gasse und 1799 Große Georgenkirch-Gasse.[2] In dieser Zeit war sie bereits bebaut. 1855 wurde an deren nördlichen Ende die St. Bartholomäus-Kirche gebaut. 1861 beantragten Anwohner deshalb die Umbenennung in Bartholomäusstraße, was aber abgelehnt wurde.[3] Seit 1862 heißt sie Georgenkirch-Straße.

Von 1943 bis 1945 wurden die meisten Gebäude durch Kriegseinwirkungen beschädigt oder zerstört. In den 1950er und 1960er Jahren wurden alle außer das Missions-Haus abgerissen. Der Bereich südlich der Mollstraße wurde mit Neubauten überbaut und 1972 offiziell aufgehoben.[4] Im nördlichen Teil wurden einige Neubauten entlang des bisherigen Straßenverlaufs errichtet.

Gebäude und Bewohner

Bestehende Gebäude

Missionshaus

Das Missionshaus von 1873 ist als einziges historisches Gebäude erhalten. Außerdem gibt es mehrere Neubauten auf dem verbliebenen kurzen Abschnitt der Straße.

Ehemalige Gebäude

Gewerbekomplex Georgenkirchstraße 44 (rechts) und Gollnowstraße 12 (links), um 1900

Bis 1945 standen in der Georgenkirchstraße viele Wohn- und Geschäftshäuser, in denen es auch einige Fabriken und weitere Gewerbe gab. Die Nummerierung verlief von der Friedenstraße auf der nordwestlichen Straßenseite bis zum Georgenkirchplatz und auf der anderen Straßenseite wieder zurück.[5]

  • Nr. 2 Gemeindeschule, 1850, zwei Gemeindeschulen, 1907
  • Nr. 2 Städtische Fortbildungsschule für Mädchen, vor 1900–nach 1907[6]
  • Nr. 2 Standesamt, 1907
  • Nr. 11 Gemeindeschule, 1907
  • Nr. 22 Sportstudio Seelig, bis 1933, danach Katter
  • Nr. 23 Gasthof zur goldenen Krone, 1907
  • Nr. 24 Lippmann-Tauß-Synagogenverein, mietete um 1892 einen Raum als Betsaal, zog bald wegen des Lärms der umliegenden Fabrikräume wieder aus
  • Nr. 40 Ortskrankenkasse, vor 1902–nach 1907, gab jährliche Wohnungs-Enquete über schlechte Wohnverhältnisse heraus
  • Nr. 44 Heintze & Blanckertz, Gewerbekomplex zur Gollnowstraße 12
  • Nr. 64 Armenküche, 1907
  • Nr. 69/70 Evangelisches Missionshaus, seit 1873

Einzelnachweise

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