Großer Preis von Österreich 2026
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Der Große Preis von Österreich 2026 (offiziell Formula 1 Lenovo Austrian Grand Prix 2026) fand am 28. Juni auf dem Red Bull Ring in Spielberg statt und war das achte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026.
| Renndaten | ||
|---|---|---|
| 8. von 23 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 | ||
| Name: | Formula 1 Lenovo Austrian Grand Prix 2026 | |
| Datum: | 28. Juni 2026 | |
| Ort: | Spielberg | |
| Kurs: | Red Bull Ring | |
| Länge: | 307,146 km in 71 Runden à 4,326 km | |
| Wetter: | Sonnig | |
| Pole-Position | ||
| Fahrer: | ||
| Zeit: | 1:06,113 min | |
| Schnellste Runde | ||
| Fahrer: | ||
| Zeit: | 1:10,374 min (Runde 59) | |
| Podium | ||
| Erster: | ||
| Zweiter: | ||
| Dritter: | ||
Russell holte die Pole-Position für das Rennen mit einer Zeit von 1:06,113 vor den beiden Ferrari-Fahrern Charles Leclerc und Lewis Hamilton, nachdem er diese schnellste Zeit unter gelber Flaggen durch einen späten Unfall von Max Verstappen in der Kurve 9 geholt hatte. Russell behielt die Pole-Position, nachdem die Rennleitung festgestellt hatte, dass er seine Geschwindigkeit im betroffenen Sektor ausreichend reduziert hatte. Russell gewann das Rennen aus der Pole-Position vor Verstappen und seinen Mercedes-Teamkollegen Andrea Kimi Antonelli.
Bericht
Hintergründe
Nach dem Großen Preis von Barcelona-Katalonien führte Andrea Kimi Antonelli in der Fahrerwertung mit 41 Punkten vor Lewis Hamilton und mit 50 Punkten vor George Russell. In der Konstrukteurswertung führte Mercedes mit 72 Punkten vor Ferrari und mit 81 Punkten vor McLaren.
Beim Großen Preis von Österreich stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen C3 Hard (weiß), C4 Medium (gelb) und C5 Soft (rot) sowie Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) für nasse Bedingungen zur Verfügung.[1]
Oliver Bearman (acht), Oscar Piastri (vier), Antonelli, Hamilton und Lance Stroll (jeweils drei), Alexander Albon, Carlos Sainz junior, Liam Lawson, Gabriel Bortoleto, Pierre Gasly und Franco Colapinto (jeweils zwei), Charles Leclerc und Esteban Ocon (jeweils einer) gingen mit Strafpunkten ins Wochenende.[2]
Mit Max Verstappen (viermal), Valtteri Bottas (zweimal), Hamilton, Charles Leclerc, Russell und Lando Norris (jeweils einmal) traten sechs ehemalige Sieger zu dem Grand Prix an. Verstappen und Hamilton gewannen zudem beide jeweils einmal den Großen Preis der Steiermark, welcher ebenfalls auf dem Red Bull Ring ausgetragen wurde.
Als Rennkommissare für dieses Rennwochenende fungierten Felix Holter (DEU), Loïc Bacquelaine (BEL), Pedro Lamy (POR) und Wilhelm Singer (AUT).
Training
Im ersten freien Training kamen sechs Young Driver zum Einsatz. Dino Beganovic übernahm den Ferrari SF-26 von Charles Leclerc, Luke Browning den Williams FW48 von Carlos Sainz jr., Ayumu Iwasa den Racing Bulls VCARB 03 von Liam Lawson, Jak Crawford den Aston Martin AMR26 von Lance Stroll, Ryō Hirakawa den Haas VF-26 von Esteban Ocon und Paul Aron den Audi R26 von Gabriel Bortoleto. Antonelli war mit einer Rundenzeit von 1:07,796 Minuten Schnellster vor Russell und Piastri.[3]
Im zweiten freien Training war Antonelli mit einer Rundenzeit von 1:07,014 Minuten Schnellster vor Piastri und Norris.[4]
Im dritten freien Training war Russell mit einer Rundenzeit von 1:07,096 Minuten Schnellster vor Antonelli und Hamilton.[5]
Qualifying
Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 46 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 16 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Antonelli war Schnellster. Beide Williams- beide Cadillac- und beide Aston Martin-Fahrer schieden aus.
Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die zehn schnellsten Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings. Antonelli war erneut Schnellster. Beide Alpine-, beide Audi- und beide Haas-Fahrer schieden aus.
Der finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von 13 Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Russell fuhr in 1:06,113 Minuten die Bestzeit vor Leclerc und Hamilton. Russell fuhr seine schnellste Runde unter gelben Flaggen, nachdem Verstappen in der Kurve 9 kurz vor Schluss verunfallt hatte. Russell behielt dennoch die Pole-Position, nachdem die Rennleitung festgestellt hatte, dass er seine Geschwindigkeit im betroffenen Sektor ausreichend reduziert hatte. Daher war dies die elfte Pole-Position für Russell in seiner Formel-1-Karriere und die vierte für ihn in der Saison 2026.[6][7]
Rennen
Russell behauptete seine Führung. Leclercs Versuch einer Attacke in Kurve 3 öffnete die Tür für Hamilton, der sich in einem engen Zweikampf den zweiten Platz holte. Antonelli rutschte in den Kurven 1 und 3 in Runde 1 und nochmal in Kurve 1 in Runde 2 von der Strecke. Dadurch musste er rausnehmen, was die Tür öffnete. Hin zu Kurve 3 schnappte sich Verstappen auf der zweiten Runde sowohl Leclerc als auch Antonelli und damit den dritten Platz. Bottas stellte nach zwei Runden mit brennenden Bremsen ab und in Runde 4 musste Pérez mit Rauch im Cockpit das Rennen aufgeben.
In Runde 7 überholte Antonelli Leclerc in der vorletzten Kurve und übernahm Platz 4. Hamilton wurde davor von Verstappen eingeholt. Das resultierte in Runde 11 in einem kurzen, aber heftigen Duell zwischen Verstappen und Hamilton, bei denen sich beide kurz von der Strecke drückten. Ferrari zog eine Runde später die Reißleine und rief beide Fahrer schon früh zum Stopp, während der Rest unbeeindruckt davon einmal weiterfuhr.
In Runde 18 holte Verstappen neue Reifen in der Boxengasse und in Runde 19 folgte Russell. Russell kam vor Verstappen auf der Strecke zurück, während Hamilton die Pace nicht mithalten konnte. In Runde 22 war Verstappen an einem Zweikampf mit Hamilton verwickelt. Es war ein kurzer, aber harter Kampf, der diesmal mit einem Ausgang zugunsten von Verstappen endete. In Kurve 5 drückte er sich innen rein und holte den zweiten Platz.
Als die Virtual Safety Car-Phase ausgelöst wurde, stoppten Hamilton und Antonelli. Antonelli war in der Zwischenzeit draußengeblieben, konnte aber keine guten Zeiten fahren und somit wurde er nach Runde 24 in die Boxengasse für den Reifenwechsel hinreingerufen. Die Virtual Safety Car-Phase wurde ausgelöste, da Sainz jr. im Williams FW48 mit einem Elektrikdefekt auf der Zielgeraden ausrollte. Dabei wurde es für Antonelli zu spät und er kam hinter Leclerc wieder auf die Strecke zurück. Ferrari wechselte bei Hamilton auf eine aggressive Strategie und nutzte die Virtual Safety Car-Phase, um ihm mit dem Soft-Reifen aufzustecken. Keiner der anderen Spitzenfahrer nutzte die Virtual Safety Car-Phase, womit Russell nun vor Verstappen, Leclerc, Antonelli, Piastri und Hadjar führte. Hamilton war mit dem Extra-Stopp auf Platz 7 zurückgefallen, blieb aber dran an der Gruppe der Spitzenfahrer des Rennens.
Trotz der Soft-Reifen kam Hamilton kaum vorwärts, denn er brauchte bis Runde 30, um an Hadjar vorbeizukommen. Jedoch musste Hamilton das Temperatur-Management seiner Soft-Reifen betreiben und blieb dann schließlich hinter Piastri stecken, der davor Leclerc überholt hatte. Nach den zweiten Boxenstopps der Ferrari-Fahrer zwischen den Runden 37 und 42 lag Piastri vor Leclerc und Hamilton. An der Spitze zeichnete sich ein Dreikampf zwischen Russell, Verstappen und Antonelli ab. Verstappen zeigte im Mittelstint mit starken Zeiten auf und fuhr die Lücke zu Russell auf unter eineinhalb Sekunden zu. Dies führte dazu, dass Russell in Runde 43 als erster zum zweiten Boxenstopp kam. Verstappen und Antonelli zogen ihre Stints bis zu den Runden 49 respektive 51, um sich gegenüber Russel einen Reifenvorteil zu verschaffen. 20 Runden vor Schluss hatte Russell einen Puffer von 9 Sekunden auf Verstappen und von 14 Sekunden auf Antonelli. Russell verlor mit einem kleinen Verbremser in Kurve eins einmal eine Sekunde, sonst aber betrieb er ein gutes Reifen-Management und brachte 1,6 Sekunden vor Verstappen über die Linie. Antonelli schloss immerhin auch noch bis unter eine Sekunde zu Verstappen, konnte aber Verstappen nicht überholen.
Russell gewann das Rennen mit 19 Sekunden Vorsprung vor Verstappen und Antonelli. Die restlichen endgültigen Punkteplatzierungen belegten Piastri, Hamilton, Hadjar, Norris, Leclerc, Lawson und Lindblad.[8]
Meldeliste
Anmerkungen
- Der Ferrari SF-26 mit der Startnummer 38 wurde im ersten freien Training für Beganovic eingesetzt. Leclerc übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Wochenende mit seiner Startnummer 16.
- Der Williams FW48 mit der Startnummer 46 wurde im ersten freien Training für Browning eingesetzt. Sainz jr. übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Wochenende mit seiner Startnummer 55.
- Der Racing Bulls VCARB 03 mit der Startnummer 90 wurde im ersten freien Training für Iwasa eingesetzt. Lawson übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Wochenende mit seiner Startnummer 30.
- Der Aston Martin AMR26 mit der Startnummer 34 wurde im ersten freien Training für Crawford eingesetzt. Stroll übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Wochenende mit seiner Startnummer 18.
- Der Haas VF-26 mit der Startnummer 50 wurde im ersten freien Training für Hirakawa eingesetzt. Ocon übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Wochenende mit seiner Startnummer 31.
- Der Audi R26 mit der Startnummer 97 wurde im ersten freien Training für Aron eingesetzt. Bortoleto übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Wochenende mit seiner Startnummer 5.
Klassifikationen
Qualifying
| Pos. | Fahrer | Konstrukteur | Q1 | Q2 | Q3 | Start |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1:07,398 | 1:06,979 | 1:06,113 | 1 | ||
| 2 | 1:07,543 | 1:07,030 | 1:06,349 | 2 | ||
| 3 | 1:07,290 | 1:06,994 | 1:06,408 | 3 | ||
| 4 | 1:07,083 | 1:06,763 | 1:06,414 | 4 | ||
| 5 | 1:07,407 | 1:07,183 | 1:06,475 | 5 | ||
| 6 | 1:07,259 | 1:06,897 | 1:06,502 | 6 | ||
| 7 | 1:07,487 | 1:06,890 | 1:06,511 | 7 | ||
| 8 | 1:07,408 | 1:07,086 | 1:06,632 | 8 | ||
| 9 | 1:07,385 | 1:07,136 | 1:06,955 | 9 | ||
| 10 | 1:07,549 | 1:07,155 | 1:07,007 | 10 | ||
| 11 | 1:08,038 | 1:07,223 | – | 11 | ||
| 12 | 1:08,035 | 1:07,293 | – | 12 | ||
| 13 | 1:08,061 | 1:07,523 | – | 13 | ||
| 14 | 1:08,066 | 1:07,611 | – | 14 | ||
| 15 | 1:08,231 | 1:07,817 | – | 15 | ||
| 16 | 1:07,894 | 1:08,171 | – | 16 | ||
| 17 | 1:08,252 | – | – | 17 | ||
| 18 | 1:08,509 | – | – | 18 | ||
| 19 | 1:08,945 | – | – | 19 | ||
| 20 | 1:09,030 | – | – | 20 | ||
| 21 | 1:09,942 | – | – | 21 | ||
| 22 | 1:10,363 | – | – | 22 | ||
| 107-Prozent-Zeit: 1:11,779 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:07,083 min) | ||||||
Rennen
| Pos. | Fahrer | Konstrukteur | Runden | Stopps | Zeit | Start | Schnellste Runde |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 71 | 2 | 1:26:37,979 | 1 | 1:10,683 (49.) | ||
| 2 | 71 | 2 | + 1,611 | 5 | 1:10,483 (57.) | ||
| 3 | 71 | 2 | + 1,986 | 4 | 1:10,374 (59.) | ||
| 4 | 71 | 2 | + 21,809 | 7 | 1:10,595 (45.) | ||
| 5 | 71 | 3 | + 26,393 | 3 | 1:10,946 (45.) | ||
| 6 | 71 | 2 | + 29,399 | 8 | 1:10,947 (42.) | ||
| 7 | 71 | 2 | + 31,505 | 6 | 1:10,652 (55.) | ||
| 8 | 71 | 3 | + 45,659 | 2 | 1:10,606 (67.) | ||
| 9 | 70 | 2 | + 1 Runde | 9 | 1:11,547 (55.) | ||
| 10 | 70 | 2 | + 1 Runde | 10 | 1:11,587 (57.) | ||
| 11 | 70 | 2 | + 1 Runde | 12 | 1:11,866 (60.) | ||
| 12 | 70 | 2 | + 1 Runde | 14 | 1:11,634 (56.) | ||
| 13 | 70 | 3 | + 1 Runde | 11 | 1:11,466 (55.) | ||
| 14 | 70 | 2 | + 1 Runde | 13 | 1:12,207 (55.) | ||
| 15 | 70 | 2 | + 1 Runde | 16 | 1:11,795 (50.) | ||
| 16 | 69 | 2 | + 2 Runden | 15 | 1:12,979 (38.) | ||
| 17 | 69 | 2 | + 2 Runden | 18 | 1:13,137 (44.) | ||
| 18 | 68 | 2 | + 3 Runden | 21 | 1:12,501 (54.) | ||
| – | 45 | 1 | DNF | 22 | 1:13,796 (31.) | ||
| – | 23 | 1 | DNF | 17 | 1:13,694 (22.) | ||
| – | 4 | 0 | DNF | 19 | 1:14,448 (3.) | ||
| – | 2 | 0 | DNF | 20 | – | ||
| Fahrer des Tages: | |||||||
WM-Stände nach dem Rennen
Am Ende führte Antonelli (171 Punkte) weiterhin in der Fahrerwertung mit 40 Punkten vor Russell (131 Punkte) und 46 Punkten vor Hamilton (125 Punkte). In der Konstrukteurswertung führte Mercedes (302 Punkte) weiterhin mit 98 Punkten vor Ferrari (204 Punkte) und mit 143 Punkten vor McLaren-Mercedes (159 Punkte).[9]
Fahrerwertung
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Konstrukteurswertung
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