Großer Preis von Australien 2026
1. Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026
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Der Große Preis von Australien 2026 (offiziell Formula 1 Qatar Airways Australian Grand Prix 2026) fand am 8. März auf dem Albert Park Circuit in Melbourne statt und war das erste Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026.
| Renndaten | ||
|---|---|---|
| 1. von 22 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 | ||
| Name: | Formula 1 Qatar Airways Australian Grand Prix 2026 | |
| Datum: | 8. März 2026 | |
| Ort: | Melbourne, Victoria, Australien | |
| Kurs: | Albert Park Circuit | |
| Länge: | 306,124 km in 58 Runden à 5,278 km | |
| Wetter: | Sonnig | |
| Zuschauer: | ~ 483.934 | |
| Pole-Position | ||
| Fahrer: | ||
| Zeit: | 1:18,518 min | |
| Schnellste Runde | ||
| Fahrer: | ||
| Zeit: | 1:22,091 min (Runde 43) | |
| Podium | ||
| Erster: | ||
| Zweiter: | ||
| Dritter: | ||
Bericht
Hintergründe
Der Große Preis von Australien stellte nach 2025 erneut den Saisonauftakt dar.
Mit Beginn der Saison 2026 traten umfangreiche Regeländerungen in Kraft, mit dem Ziel, die Antriebe nachhaltiger zu machen und gezielt neue Antriebshersteller anzuziehen. Die Fahrzeugbreite wurde im Vergleich zur letzten Saison von 200 auf 190 Zentimeter verringert und die Reifen wurden schmaler. Weiterhin entfiel das seit dem Jahre 2011 verwendete Drag Reduction System (DRS), dafür bekamen die Fahrzeuge einen sogenannten Override-Modus, der 350 kW zusätzlich an die Hinterräder liefert.[1][2][3]
Beim Großen Preis von Australien stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen C3 Hard (weiß), C4 Medium (gelb) und C5 Soft (rot) sowie Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) für nasse Bedingungen zur Verfügung.[4]
Als neues Team ging das Cadillac Formula 1 Team erstmals an den Start. Sauber wurde von Audi übernommen und startete als Audi F1 Team. Für den deutschen Autobauer bedeutete dies die erstmalige Teilnahme in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Das bisherige Werksteam Alpine ging ab dieser Saison mit Mercedes-Motoren an den Start. Nach mehr als zwei Jahrzehnten kehrte zudem auch die Marke Ford in die Formel 1 zurück. Ford ging eine technische Partnerschaft mit Red Bull Racing ein. Die neu entwickelten Antriebe kommen bei Red Bull Racing und den Racing Bulls zum Einsatz.[5]
Nachdem bereits bei den Wintertest Probleme auftraten, teilte Adrian Newey, Teamchef von Aston Martin, vor dem Rennwochenende mit, dass für das Team noch unklar sei, ob sie aufgrund massiver Vibrationen des Verbrennungsmotors während der Fahrt überhaupt eine komplette Renndistanz durchstehen würden. Er rechnete mit nicht mehr als 25 Runden am Stück.[6]
Arvid Lindblad (Racing Bulls) debütierte als einziger Fahrer bei diesem Grand Prix in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Valtteri Bottas und Sergio Pérez (beide Cadillac), die beide nach einem Jahr Abwesenheit in die Formel-1-Weltmeisterschaft zurückkehrten, sowie Isack Hadjar (Red Bull Racing) traten zum ersten Mal für ihre neuen Teams an. Yūki Tsunoda hingegen war nicht mehr im Fahrerfeld vertreten.
Oliver Bearman (zehn), Liam Lawson, Lance Stroll (jeweils sechs), Andrea Kimi Antonelli (fünf), Carlos Sainz jr., Oscar Piastri (jeweils vier), Max Verstappen, Alexander Albon, Lewis Hamilton (jeweils drei), Gabriel Bortoleto (zwei), Franco Colapinto, Esteban Ocon und Charles Leclerc (jeweils einer) gingen mit Strafpunkten ins Rennwochenende.
Als amtierender Weltmeister ging Lando Norris in die Saison.
Mit Hamilton (zweimal), Fernando Alonso, Bottas, Leclerc, Norris, Sainz jr. und Verstappen (jeweils einmal) traten sieben ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.
Als Rennkommissare für dieses Rennwochenende fungierten Nish Shetty (SGP), Mathieu Remmerie (BEL), Pedro Lamy (PRT) und Matthew Selley (AUS).
Training
Im ersten freien Training war Leclerc mit einer Rundenzeit von 1:20,267 Minuten Schnellster vor Hamilton und Verstappen.[7] Die Probleme bei Aston Martin setzten sich derweil fort. Während Stroll insgesamt nur drei Runden fahren konnte und einen Rückstand von über 30 Sekunden auf die Spitze hatte, konnte Alonso aufgrund technischer Probleme überhaupt keine Runde fahren.[8] Für die beiden Debütanten Audi und Cadillac konnte das erste Training auch unterschiedlicher nicht sein. Beide Audi-Piloten beendeten die Session in den Top-10, Bottas und Pérez hingegen die Positionen 17 und 20 mit 3,7 Sekunden bzw. 4,6 Sekunden Rückstand.
Das zweite freie Training entschied dann Piastri in 1:19,729 Minuten für sich, gefolgt von den beiden Mercedes-Fahrern Antonelli und George Russell.[9]
Im dritten freien Training fuhr Russell in 1:19,053 Minuten die Bestzeit vor Hamilton und Leclerc. Das Training wurde nach einem Unfall von Antonelli zwischenzeitlich unterbrochen.[10]
Qualifying
Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 46 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 16 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Russell war Schnellster. Der Abschnitt wurde wegen eines Unfalls von Verstappen, der aufgrund dessen keine Zeit setzte, unterbrochen. Sainz jr. und Stroll konnten wegen technischer Probleme ebenfalls keine Zeit setzen. Neben ihnen schieden Alonso und die Cadillac-Fahrer aus.
Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die zehn schnellsten Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings. Russell war erneut Schnellster. Nico Hülkenberg, die Haas- und Alpine-Piloten sowie Albon schieden aus.
Der finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von 13 Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Russell fuhr in 1:18,518 Minuten die Bestzeit vor Antonelli und Hadjar.[11] Es war die achte Pole-Position für Russell in der Formel-1-Weltmeisterschaft und das erste Mal seit 2020, dass beide Mercedes-Fahrer bei einem Saisonauftakt die erste Startreihe bildeten.
Rennen
Auf dem Weg in die Startaufstellung verunfallte Piastri am Ausgang von Kurve 4, bei Hülkenberg trat ein technisches Problem auf. Beide Fahrer konnten somit nicht am Rennstart teilnehmen, ihre Plätze in der Startaufstellung blieben leer. Alonso und Sainz jr. starteten auf der Soft-Mischung, Colapinto, Bottas und Verstappen auf Hard, alle übrigen Fahrer auf Medium.
Beim Start ging Leclerc vom vierten Startplatz aus noch vor der ersten Kurve in Führung. Hamilton rückte von der siebten Startposition auf den fünften Rang vor, während sich Lindblad vom neunten Startplatz aus auf den vierten Rang nach vorne schob. Antonelli fiel unterdessen von seiner zweiten Startposition bis auf den siebten Rang zurück. Nach der ersten Runde führte Leclerc vor Russell, Hamilton, Lindblad, Hadjar, Norris, Antonelli, Ocon, Pierre Gasly und Alonso. In den folgenden Runden kam es mehrfach zu Positionskämpfen zwischen Russell und den beiden Ferrari-Piloten, wobei die Führung mehrmals zwischen Russell und Leclerc wechselte.
In der elften Runde stellte Hadjar sein Fahrzeug mit einem technischen Problem am Streckenrand ab, worauf die Rennleitung mit einem virtuellen Safety-Car reagierte. Dies nutzten zahlreiche Fahrer – darunter auch die beiden Mercedes-Piloten – zum Boxenstopp, während Ferrari seine Fahrer zunächst weiterfahren ließ. In der 16. Runde stellte Bottas sein Fahrzeug, ebenfalls mit einem technischen Defekt, neben der Einfahrt zur Boxengasse ab. Erneut wurde ein virtuelles Safety-Car ausgerufen und alle, die bis dato noch nicht gestoppt hatten, u. a. Verstappen, kamen umgehend zur Box. Die beiden Ferrari waren zu diesem Zeitpunkt bereits an der Boxeneinfahrt vorbei und konnten eine Runde später erneut nicht stoppen, da zur Bergung von Bottas’ Fahrzeug die Einfahrt zur Boxengasse zwischenzeitlich geschlossen wurde. Nachdem dann in der 26. bzw. 29. Runde auch die beiden Ferrari-Piloten ihren Stopp absolviert hatten, führte Russell vor Antonelli, Leclerc, Hamilton, Norris, Verstappen, Lindblad, Bearman, Bortoleto und Gasly.
Während vorne die Positionen weitgehend bezogen waren, kam es vor allem auf den hinteren Punkteplatzierungen zu zahlreichen Positionskämpfen. So nutzte Bortoleto beispielsweise einen Zweikampf zwischen Gasly und Ocon, um in der 39. Runde zunächst an Ocon und später auch an Gasly vorbeizuziehen. Eine Runde später überholte Bearman zudem Lindblad und war nun Siebter.
Russell gewann schließlich das Rennen vor Antonelli und Leclerc. Es war der sechste Sieg für Russell in der Formel-1-Weltmeisterschaft, zudem war es für Mercedes der erste Doppelsieg seit dem Großen Preis von Las Vegas 2024. Die restlichen Punkteplatzierungen belegten Hamilton, Norris, Verstappen, Bearman, Lindblad, Bortoleto und Gasly. Lindblad erzielte damit bei seinem Debüt auf Anhieb Punkte, während Bortoleto die ersten Punkte für Audi einfuhr. Beide Aston-Martin-Piloten mussten ihre Boliden zwischenzeitlich mit technischen Problemen in der Box abstellen, allerdings nahmen sowohl Alonso als auch Stroll das Rennen für ein paar Testrunden zwischenzeitlich wieder auf.[12]
In der Fahrerwertung entspricht die Reihenfolge dem Rennergebnis. Russell führt damit erstmals in seiner Formel-1-Karriere die Fahrerwertung an, zudem steht erstmals seit dem Großen Preis von Russland 2021 ein Mercedes-Pilot an der Spitze der Fahrerwertung. In der Konstrukteurswertung steht Mercedes vor Ferrari und McLaren nach dem Saisonstart auf dem ersten Rang, womit Mercedes erstmals seit dem Großen Preis von Abu Dhabi 2021 die Führung der Konstrukteursweltmeisterschaft innehat.
Meldeliste
Klassifikationen
Qualifying
| Pos. | Fahrer | Konstrukteur | Q1 | Q2 | Q3 | Start |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1:19,507 | 1:18,934 | 1:18,518 | 1 | ||
| 2 | 1:20,120 | 1:19,435 | 1:18,811 | 2 | ||
| 3 | 1:20,023 | 1:19,653 | 1:19,303 | 3 | ||
| 4 | 1:20,226 | 1:19,357 | 1:19,327 | 4 | ||
| 5 | 1:19,664 | 1:19,525 | 1:19,380 | 5 | ||
| 6 | 1:20,010 | 1:19,882 | 1:19,475 | 6 | ||
| 7 | 1:19,811 | 1:19,921 | 1:19,478 | 7 | ||
| 8 | 1:20,491 | 1:20,144 | 1:19,994 | 8 | ||
| 9 | 1:20,409 | 1:19,971 | 1:21,247 | 9 | ||
| 10 | 1:20,495 | 1:20,221 | keine Zeit | 10 | ||
| 11 | 1:21,024 | 1:20,303 | – | 11 | ||
| 12 | 1:21,247 | 1:20,311 | – | 12 | ||
| 13 | 1:20,759 | 1:20,491 | – | 13 | ||
| 14 | 1:21,138 | 1:20,501 | – | 14 | ||
| 15 | 1:21,051 | 1:20,941 | – | 15 | ||
| 16 | 1:21,200 | 1:21,270 | – | 16 | ||
| 17 | 1:21,969 | – | – | 17 | ||
| 18 | 1:22,605 | – | – | 18 | ||
| 19 | 1:23,244 | – | – | 19 | ||
| 107-Prozent-Zeit: 1:25,072 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:19,507 min) | ||||||
| DNQ | keine Zeit | – | – | 20 | ||
| DNQ | keine Zeit | – | – | 21 | ||
| DNQ | keine Zeit | – | – | 22 | ||
Anmerkungen
- Verstappen wurde erlaubt zu starten, da er im freien Training ausreichend schnell gefahren war.
- Sainz jr. wurde erlaubt zu starten, da er im freien Training ausreichend schnell gefahren war.
- Stroll wurde erlaubt zu starten, da sowohl der Fahrer als auch das Fahrzeug theoretisch imstande gewesen wären, ausreichende Rundenzeiten zu erzielen.
Rennen
| Pos. | Fahrer | Konstrukteur | Runden | Stopps | Zeit | Start | Schnellste Runde |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 58 | 1 | 1:23:06,801 | 1 | 1:22,670 (21.) | ||
| 2 | 58 | 1 | + 2,974 | 2 | 1:22,417 (57.) | ||
| 3 | 58 | 1 | + 15,519 | 4 | 1:22,579 (38.) | ||
| 4 | 58 | 1 | + 16,144 | 7 | 1:22,423 (55.) | ||
| 5 | 58 | 2 | + 51,741 | 6 | 1:22,358 (53.) | ||
| 6 | 58 | 2 | + 54,617 | 20 | 1:22,091 (43.) | ||
| 7 | 57 | 1 | + 1 Runde | 12 | 1:24,020 (22.) | ||
| 8 | 57 | 1 | + 1 Runde | 9 | 1:24,182 (21.) | ||
| 9 | 57 | 2 | + 1 Runde | 10 | 1:23,257 (45.) | ||
| 10 | 57 | 1 | + 1 Runde | 14 | 1:24,486 (56.) | ||
| 11 | 57 | 1 | + 1 Runde | 13 | 1:24,424 (25.) | ||
| 12 | 57 | 2 | + 1 Runde | 15 | 1:24,375 (36.) | ||
| 13 | 57 | 2 | + 1 Runde | 8 | 1:23,783 (47.) | ||
| 14 | 56 | 2 | + 2 Runden | 16 | 1:22,926 (48.) | ||
| 15 | 56 | 3 | + 2 Runden | 21 | 1:23,590 (52.) | ||
| 16 | 55 | 2 | + 3 Runden | 18 | 1:26,070 (47.) | ||
| NC | 43 | 4 | + 15 Runden | 22 | 1:25,410 (36.) | ||
| – | 21 | 1 | DNF | 17 | 1:25,713 (15.) | ||
| – | 15 | 1 | DNF | 19 | 1:27,364 (8.) | ||
| – | 10 | – | DNF | 3 | 1:25,239 (9.) | ||
| DNS | 0 | – | – | 5 | – | ||
| DNS | 0 | – | – | 11 | – | ||
| Fahrer des Tages: | |||||||
Anmerkungen
- Piastri verunfallte in der Einführungsrunde und beschädigte damit seinen Wagen irreparabel, sodass er am Rennen nicht teilnehmen konnte.
- Hülkenberg konnte aufgrund eines mechanischen Problems nicht am Rennen teilnehmen.
WM-Stände nach dem Rennen
Die ersten zehn des Rennens bekamen 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 bzw. 1 Punkt(e).
Fahrerwertung
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Konstrukteurswertung
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