Großlosnitz
Straße in Zell im Fichtelgebirge, Landkreis Hof, Oberfranken, Bayern, Deutschland
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Großlosnitz ist ein Gemeindeteil des Marktes Zell im Fichtelgebirge im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Großlosnitz liegt in der Gemarkung Kleinlosnitz.[3]
Großlosnitz Markt Zell im Fichtelgebirge | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 9′ N, 11° 48′ O |
| Höhe: | 561 m ü. NHN |
| Einwohner: | 68 (31. Dez. 2015)[1] |
| Postleitzahl: | 95239 |
| Vorwahl: | 09257 |
Lage von Großlosnitz in Zell im Fichtelgebirge | |
Geografie
Beim Dorf entspringt der Föhrigbach, ein linker Zufluss der Sächsischen Saale. Im Norden steigt das Gelände zum Schwabenbühl (602 m ü. NHN) an, im Osten zum Schachtelberg (591 m ü. NHN). Die Kreisstraße HO 19 führt an Erbsbühl vorbei nach Schnackenhof (0,6 km südlich) bzw. zur Kreisstraße HO 18 (1,3 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kleinlosnitz (1 km westlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1317 erstmals urkundlich erwähnt.[5]
Zur Realgemeinde Großlosnitz gehörten Erbsbühl und Schnackenhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Großlosnitz aus 24 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Amt Stockenroth zu. Grundherren waren das Kastenamt Stockenroth (1 Hof, 1 Dreiviertelhof, 2 Halbhöfe, 1 Achtelhof, 5 Halbfrohnhöfe, 7 Viertelfrohnhöfe, 4 Gütlein, 1 Treßhäuslein, 1 Tropfhaus) und die Hofkanzlei Bayreuth (1 Mühle).[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Großlosnitz dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Großlosnitz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Kleinlosnitz und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Kleinlosnitz zugewiesen.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Großlosnitz am 1. Juli 1972 nach Zell im Fichtelgebirge eingemeindet.[8]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 13: Steintafel[9]
- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 15: Kleinhaus mit Frackdach, wohl noch 18. Jahrhundert, Erdgeschoss massiv. Obergeschoss verschalt, auf der Ostseite ist ein Teil des Daches noch mit Stroh gedeckt.[10]
- Haus Nr. 16: Eingeschossiges, strohgedecktes Satteldachhaus, vermutlich frühes 19. Jahrhundert, zwei Fenster zur Straße. Vorraum im Erdgeschoss gewölbt.[10]
- Haus Nr. 18: Eingeschossiger Wohnstallbau mit strohgedecktem Satteldach, drei Fenster an der Giebelseite, der Sturz der Wohnungstür bezeichnet „1834“.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Großlosnitz ist bis heute nach St. Gallus (Zell im Fichtelgebirge) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.[6][20]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Münchberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 13). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 450619397, S. 16.
- Johann Kaspar Bundschuh: Großenlosnitz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 402–403 (Digitalisat).
- Annett Haberlah-Pohl: Münchberg. Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 39). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2011, ISBN 978-3-7696-6556-7.
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 234 f.
- Georg Paul Hönn: Großen-Losnitz. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 253 (Digitalisat).
Weblinks
- Großlosnitz in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 27. Februar 2025.
- Großlosnitz in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 27. Februar 2025.
- Großlosnitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 27. Februar 2025.
