Göppmannsbühl am Berg
Ortschaft in Speichersdorf in Bayern
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Göppmannsbühl am Berg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Göppmannsbühl am Berg liegt in der Gemarkung Haidenaab.[3]
Göppmannsbühl am Berg Gemeinde Speichersdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 53′ N, 11° 49′ O |
| Höhe: | 471 (466–487) m ü. NHN |
| Einwohner: | 110 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1946 |
| Eingemeindet nach: | Haidenaab |
| Postleitzahl: | 95469 |
| Vorwahl: | 09275 |
Lage
Das Dorf Göppmannsbühl am Berg bildet mit Göppmannsbühl am Bach im Süden und Haidenaab im Osten eine geschlossene Siedlung. Sie liegt am Tauritzbach, der etwas weiter südlich als rechter Zufluss in die Haidenaab mündet. Zwischen Göppmannsbühl und Haidenaab verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Die Kreisstraße BT 18/TIR 37 führt nach Immenreuth zur Staatsstraße 2177 (3,9 km nordöstlich) bzw. zur Bundesstraße 22 bei Lettenhof (0,9 km südlich). Ein Anliegerweg führt zur Tauritzmühle (1 km nordwestlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Herzoglichen Urbar von 1285 als „auf dem puhel“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Rittergut Göppmannsbühl galt seit Mitte des 14. Jahrhunderts als Mannlehen der Burggrafschaft Nürnberg. Es wurde vom burggräflich-nürnbergischen späteren in deren Rechtsnachfolge markgräflich-brandenburgischen Oberamt Neustadt am Kulm verwaltet und war eine Exklave inmitten des herzoglichen Landrichteramtes Kemnath.[5] Das Rittergut gehörte im Laufe der Zeit verschiedenen Adelsfamilien, u. a. von 1517 bis 1570 den Herren von Streitberg.[6][7]
Von 1791/92 bis 1803 unterstand der Ort dem preußischen Justiz- und Kammeramt Neustadt am Kulm.[8] Am 30. Juni 1803 wurde u. a. Göppmannsbühl am Berg an Pfalzbayern abgetreten.[9]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Göppmannsbühl am Berg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Haidenaab zugewiesen.[10] Wenig später entstand die Ruralgemeinde Göppmannsbühl am Berg, zu der Tauritzmühle gehörte.[11] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath.[12] und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath (1919 in Finanzamt Kemnath umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand sie dem Patrimonialgericht Göppmannsbühl. Ab 1862 gehörte Göppmannsbühl am Berg zum Bezirksamt Kemnath (1939 in Landkreis Kemnath umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kemnath (1879 in Amtsgericht Kemnath umgewandelt). 1928 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 2,532 km².[13] 1946 wurde die Gemeinde Göppmannsbühl am Berg nach Haidenaab eingemeindet.[11][14] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Göppmannsbühl am Berg am 1. Januar 1972 nach Speichersdorf eingemeindet.[15][16]
Baudenkmäler
In Göppmannsbühl am Berg gibt es zwei Baudenkmale:[17]
- Haus Nr. 1, 2, 4: Schloss Göppmannsbühl
- Haus Nr. 29, 30: Doppelwohnhaus
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Göppmannsbühl am Berg
Ort Göppmannsbühl am Berg
Religion
Göppmannsbühl am Berg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannis (Wirbenz) gepfarrt.[30]
Persönlichkeiten
- Carl Friedrich Wilhelm von Lindenfels (1802–1862), Gutsbesitzer und Mitglied der Kammer der Abgeordneten des Bayerischen Landtags
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 220.
- Heribert Sturm: Kemnath: Landrichteramt Waldeck-Kemnath mit Unteramt Pressath (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. I, 40). Michael Laßleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7696-9902-5 (Digitalisat).
- Richard Winkler: Bayreuth – Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 30). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1999, ISBN 3-7696-9696-4.
Weblinks
- Göppmannsbühl a.Berg in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. September 2025.
- Göppmannsbühl a.Berg in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2025.
- Göppmannsbühl am Berg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. September 2025.