Haidenaab (Speichersdorf)

Ortsteil von Speichersdorf, Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Haidenaab ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Haidenaab hat eine Fläche von 9,673 km². Sie ist in 1028 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9409,23 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Beerhof, Göppmannsbühl am Bach, Göppmannsbühl am Berg, Lettenhof und Tauritzmühle.[4]

Schnelle Fakten Gemeinde Speichersdorf ...
Haidenaab
Gemeinde Speichersdorf
Koordinaten: 49° 53′ N, 11° 49′ O
Höhe: 478 (464–490) m ü. NHN
Einwohner: 174 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 95469
Vorwahl: 09275
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Lage

Das Kirchdorf liegt an der Haidenaab, einem westlichen Quellfluss der Naab. Die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb trennt es vom direkt angrenzenden Nachbarort Göppmannsbühl am Berg. Nordöstlich des Ortes erstreckt sich das 75,44 ha große Naturschutzgebiet Haidenaabtal und Gabellohe. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße BT 18 (0,5 km südlich) bzw. nach Beerhof (1,7 km östlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde im Herzoglichen Urbar von 1285 als „Heydnab“ erstmals urkundlich erwähnt. Lehensherren waren das Kurfürstentum Bayern und die Landgrafschaft Leuchtenberg. 1792 umfasste das Herzogliche Lehen, das vom pfalz-neuburgischen Kastenamt Kemnath (3. Viertel: Oberndorfer Gezirk) verwaltet wurde, sechs Anwesen (2 je 11 Hoffuß, 3 je 12, 1 zu 13).[6] Das Leuchtenbergische Lehen umfasste sechs Anwesen (2 je 17, 1 zu 116, 3 je 132) und das Schloss. Daneben war das Rittergut Reislas mit vier Anwesen begütert.(1 zu 12, 3 je 13).[7]

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Haidenaab gebildet. Zu diesem gehörten Beerhof, Göppmannsbühl am Bach, Göppmannsbühl am Berg, Lettenhof, Roslas und Tauritzmühle.[8] Zur Ruralgemeinde Haidenaab gehörten Beerhof, Göppmannsbühl am Bach, Lettenhof und Roslas.[9] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath[10] und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath (1919 in Finanzamt Kemnath umbenannt). Ab 1862 gehörte Haidenaab zum Bezirksamt Kemnath (1939 in Landkreis Kemnath umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kemnath (1879 in Amtsgericht Kemnath umgewandelt). 1946 wurde Roslas nach Mockersdorf umgemeindet,[9] zugleich wurde Göppmannsbühl am Berg mit Tauritzmühle eingegliedert.[11][12] 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 9,694 km².[13] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1972 nach Speichersdorf eingemeindet.[14][15]

Baudenkmäler

In Haidenaab gibt es zwei Baudenkmale:[16]

  • Die Filialkirche St. Ursula in Haidenaab ist ein Walmdachbau mit Lisenengliederung und südlichem Chorflankenturm. Sie wurde 1734 von Georg Diller erbaut. Der Turm mit Spitzhelm stammt aus dem Jahr 1790.
  • Das ehemalige Schloss (Haidenaab 15) ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Lisenengliederung und Figurennische. Es wurde um 1700 errichtet.

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Haidenaab gibt es zwei Bodendenkmäler.[16]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Haidenaab

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 182418401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 307377365391377379400394409383366349365349331324312296306544549518373388
Häuser[17] 5464555251496974
Quelle [9][18][18][18][19][20][21][22][23][24][25][18][26][18][27][18][28][18][18][18][29][18][13][30]
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Ort Haidenaab

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001819001824001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 135110137144126154125177137154174
Häuser[17] 20202120202541
Quelle [10][9][19][21][24][26][28][29][13][30][1]
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Religion

Haidenaab ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Mockersdorf) gepfarrt,[24] seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Jakobus der Ältere (Kirchenpingarten) zuständig.[26]

Literatur

Fußnoten

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