Gănești (Mureș)

Gemeinde in Rumänien From Wikipedia, the free encyclopedia

Gănești [ˈgəneʃtʲ] (veraltet Galfalău oder Ganfalău; deutsch Gallendorf, ungarisch Vámosgálfalva) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Schnelle Fakten GăneștiGallendorf Vámosgálfalva, Basisdaten ...
Gănești
Gallendorf
Vámosgálfalva
Gănești (Mureș) (Rumänien)
Gănești (Mureș) (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 20′ N, 24° 21′ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:325 m
Fläche:49,64 km²
Einwohner:3.131 (1. Dezember 2021[1])
Bevölkerungsdichte:63 Einwohner je km²
Postleitzahl:547255
Telefonvorwahl:(+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen:MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2])
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Gănești, Păucișoara, Seuca, Sub Pădure
Bürgermeister :Elemér Balog (UDMR)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 548
loc. Gănești, jud. Mureș, RO–547255
Website:
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Der Ort Gănești ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Hahnendorf und Hannendorf und den ungarischen Küküllőgálfalva und Gálfalva bekannt.[3]

Geographische Lage

Lage der Gemeinde Gănești im Kreis Mureș

Die Gemeinde Gănești liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș. Am Oberlauf der Târnava Mică (Kleine Kokel), der Kreisstraße (Drum județean) DJ 142 und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid befindet sich der Ort Gănești fünf Kilometer östlich von der Stadt Târnăveni (Sankt Martin) und 33 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Geschichte

Der Ort Gănești wurde erstmals, nach unterschiedlichen Angaben, 1302[4] oder 1314 urkundlich erwähnt.[5] Auf dem Areal des Dorfes Gănești wurden archäologische Objekte aus der Jungsteinzeit gefunden.[6] Im Mittelalter waren im Ort mehrere kleine ungarische Adelshöfe.[5] 1638 wird hier in Gallendorf das erste Presbyterium in Siebenbürgen gegründet.[4]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Dicsőszentmárton (Târnăveni) in der Gespanschaft Klein-Kokelburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Weitere Informationen Volkszählung, Ethnie ...
Volkszählung Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 2.527 1.109 1.349 - 69
1930 3.876 1.180 2.542 11 143
1966 4.575 1.387 3.026 31 131
2002 3.836 974 2.565 4 293
2011 3.573 858 2.290 2 423 (Roma 344)
2021 3.131 745 1.857 4 525
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Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl der Rumänen 1966 und die der Rumäniendeutschen registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Magyaren (3052) 1977 und die der Roma (367) 2021 ermittelt.[7]

Sehenswürdigkeiten

  • In Gănești steht die römisch-katholische Kirche, von 1806 bis 1809 errichtet, unter Denkmalschutz.[8]
  • Im eingemeindeten Dorf Seuca (Dunkeldorf) steht das Herrenhaus des Landguts Rhédei-Rothenthal, Ende 18. (Hausflügel B) bzw. 1898 (Hausflügel B) errichtet, unter Denkmalschutz.[8]
  • Im eingemeindeten Dorf Sub Pădure (Unterwald) verfügt die Holzkirche Sf. Arhanghel (Hl. Erzengel) über einen Glockenturm aus dem 17. und eine Apsis aus dem 18. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz stehen.[8] Das Bauwerk ist dem Verfall preisgegeben.
  • In den vier Dörfern der Gemeinde befinden sich vier orthodoxe, drei reformierte, zwei römisch-katholische und eine unitarische Kirche sowie ein Sakralbau der Pfingstbewegung.[4]

Städtepartnerschaften

Die Dörfer der Gemeine Gănești pflegen Städtepartnerschaften mit dem Ortsteil Csepel von Budapest und den ungarischen Gemeinden Nagyhegyes, Tiszalúc, Vámosatya und Magyarcsanád.[9]

Commons: Gănești – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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