Hettersreuth
Gemeindeteil der Gemeinde Harsdorf im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern)
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Hettersreuth (oberfränkisch: Heddeasch-rahd[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Harsdorf im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Hettersreuth liegt in der Gemarkung Harsdorf.[4]
Hettersreuth Gemeinde Harsdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 2′ N, 11° 35′ O |
| Höhe: | 352 m ü. NHN |
| Einwohner: | 19 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95499 |
| Vorwahl: | 09203 |

Geographie
Der Weiler Hettersreuth bildet mit Harsdorf im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese liegt in der breiten Talsohle der Trebgast. Durch den Ort fließt ein namenloser linker Zufluss des Haselbachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Altenreuth (1,4 km nordöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1398 als „Herdleinsrewt“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist Hertilin (Diminutiv von Herto), der Personenname des Siedlungsgründers. Das Grundwort rewt gibt zu erkennen, dass das Land durch Rodung urbar gemacht wurde. 1531 wurde erstmals die Form „Hedersreuth“ bezeugt.[6]
Hettersreuth gehörte zur Realgemeinde Harsdorf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hettersreuth aus 4 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Grundherren waren das Klosteramt Kulmbach (1 Zweidrittelhof, 1 Drittelhof, 1 Tropfhäuslein) und das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Hof).[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hettersreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Harsdorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.[8][9]
Baudenkmäler
- Hettersreuth 3: Wohnstallhaus mit Austragshaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Hettersreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Martin (Harsdorf) gepfarrt.[7][18]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Hedersreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 541 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 58.
- Georg Paul Hönn: Hettersreuth. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 256 (Digitalisat).
Weblinks
- Hettersreuth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Hettersreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 29. November 2020.
- Hettersreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 29. November 2020.